Standby-Stromkosten berechnen

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SchalterWundern Sie sich auch manchmal, welche Geräte im Standby-Modus noch viel Strom ziehen? Wie stark sich der Bereitschaftsmodus am Ende des Jahres auf Ihre Stromrechnung auswirkt, berechnet dieser kostenlose Online-Rechner für Sie!  Darüber hinaus finden Sie die verwendete Formel sowie nützliche Hintergrund-Infos und praktische Tipps.
Alternative Rechner: Hier finden sich Rechner zur Berechnung der Stromkosten von Laptops und Spielekonsolen.

Standby-Stromverbrauch von Geräten berechnen

Zuerst benötigen Sie den Stromverbrauch des Gerätes im Standby-Modus in Watt (W). Diesen Wert finden Sie auf der Verpackung, Gerät, Netzteil oder im Handbuch. Zur genauen Bestimmung empfiehlt sich die Anschaffung eines Stromzählers, der einfach zwischen Stecker und Steckdose eingesetzt wird und den Stromverbrauch misst.

Als nächstes geben Sie an, wie oft das Gerät verwendet wird und wie lange. Damit lässt sich dann auch die Zeit ermitteln, in denen das Gerät auf Standby steht, dabei unbemerkt Strom zieht und Kosten verursacht. Anschließend geben Sie noch die Stromkosten in Cent pro Kilowattstunde (Ct/kWh) an. Den Strompreis können Sie ihrer letzten Abrechnung entnehmen. Zuletzt wird noch die Stromart ausgewählt, also entweder Normalstrom oder Ökostrom, damit der Rechner auch noch den CO2-Ausstoß ermitteln kann. Jetzt noch ein Klick auf „Berechnen“ und Sie erhalten Jahresverbrauch, Stromkosten und CO2-Emissionen pro Jahr.

Formeln zur Berechnung des Standby-Stromverbrauchs

\text{Standbydauer}=\text{Jahr}-\text{Nutzungsdauer des Geraets}

Um die Stromkosten vergleichbar zu machen, muss die Standbydauer auf ein Jahr hochgerechnet werden. Dazu wird die Nutzungsdauer von der Gesamtstundenzahl eines Jahres abgezogen, um die Gesamtdauer des Standby-Betriebs in Stunden zu erhalten.

\text{Stromverbrauch}=\text{Standbydauer}\times\text{Leistungsaufnahme im Standby}

Der Stromverbrauch pro Jahr lässt sich dann ermitteln, indem man die Standbydauer pro Jahr mit der Leistungsaufnahme multipliziert. Außerdem wird der errechnete Wert durch den Faktor 1000 dividiert, damit das Ergebnis in Kilowattstunden (kWh) angegeben ist.

 \text{Stromkosten}=\text{Stromverbrauch}\times\text{Kosten pro kWh}

Aus dem Stromverbrauch lassen sich dann mithilfe der Stromkosten pro Kilowattstunde (kWh) die jährlichen Stromkosten errechnen.

 \text{CO2-Emissionen}=\text{Stromverbrauch}\times\text{CO2-Aussto\ss{} pro kWh}

Analog zu den Stromkosten errechnen sich die Treibhausgasemissionen aus dem jährlichen Stromverbrauch und dem CO2-Ausstoß pro Kilowattstunde (kWh).

Standby

Geräte im Leerlauf – kostenintensiver als viele denken!

Strom kostet Geld, also soll er auch einen Nutzen mitbringen. Geräte, die sich im Leerlauf befinden, erfüllen ihren Zweck gerade nicht, benötigen aber dennoch Strom. Kurz gesagt: Es wird Geld zum Fenster hinaus geworfen. Der Preis der Bequemlichkeit lässt sich oben mit unserem Standby-Stromrechner ermitteln. Und wem dieser Preis zu hoch ist, was wohl auf die meisten Verbraucher zutreffen dürfte, tut gut daran, die Geräte vollständig abzuschalten. Das betrifft beispielsweise Fernseher, Stereoanlage, Mikrowelle und SAT-Receiver. Wenn sich Geräte nicht per Schalter komplett abschalten lassen, empfiehlt sich ein Vorschaltgerät. Dazu reicht bereits eine Steckdosenleiste mit Ein-/Ausschalter aus. Damit lassen sich dann auch gleich mehrere Geräte komplett vom Netz trennen.

Auch der Computer läuft oftmals länger als er eigentlich benötigt wird. Wer ihn jedoch mehrmals am Tag benötigt und ihn nicht jedes Mal rauf- und runterfahren möchte, sollte sich mal am Energiesparmodus probieren. Es werden meist nur Festplatte, Grafikkarte und Monitor abgeschaltet, sodass der PC bei Bedarf in Sekundenschnelle wieder zur Verfügung steht. Bildschirmschoner sind weitestgehend unnötig und ein Relikt aus Zeiten der Röhrenmonitore. Dort war es noch nötig, den Bildschirm „in Bewegung“ zu halten, bei modernen Flachbildschirmen erfüllen sie jedoch keinen Zweck mehr. Im Gegenteil: Sie beschäftigen die Grafikkarte und verursachen dadurch noch höhere Stromkosten.

Übrigens: Über den Standby-Modus kommt einiges zusammen: Das Bundesumweltamt hat ermittelt, dass sich in Deutschland die jährlichen Kosten aller Leerlaufverluste auf stolze 4 Milliarden Euro summieren.

EU-Ökodesign-Richtlinie: Die neuen Vorgaben

Auch die EU hat mittlerweile auf den Stromverbrauch durch Geräte im Standby-Modus reagiert. Ab dem Jahr 2014 dürfen Neugeräte in privaten Haushalten eine maximale Leistungsaufnahme im Bereitschaftszustand von 1 Watt aufweisen. Alles was darüber liegt, verstößt gegen die Verordnung und darf zukünftig nicht mehr das CE-Logo für geprüfte Geräte tragen.

Unterschieden wird hierbei von Neugeräten, die im Standby-Modus keinerlei Funktionen, neben der Möglichkeit sie Einzuschalten, bieten. Sie gelten laut der EU-Ökodesign-Verordnung als „ausgeschaltet“ und dürfen demnach nicht mehr als 0,5 Watt verbrauchen.

Stromart, Kosten und CO2-Emissionen

Normal- und Ökostrom haben unterschiedliche CO2-Emissionen und belasten das Klima unterschiedlich stark, weitere Informationen finden sich hier. Für den Strompreis ist ein aktueller Durchschnittswert vorausgewählt. Falls Sie Ihren Strompreis kennen, können Sie diesen natürlich entsprechend anpassen.