Ventilator: Stromverbrauch + Stromkosten berechnen

Was kostet es Sie eigentlich, wenn ein Ventilator bei Sommerhitze beispielsweise zwei Stunden läuft? Und wie können Sie den Stromverbrauch senken? Unser Online-Rechner ermittelt bequem die Stromkosten. Außerdem geben wir Ihnen einige Tipps zum Sparen.

Online-Rechner: Stromverbrauch eines Ventilators

Die maximale Leistung in Watt steht direkt auf dem Etikett am Gerät oder im Datenblatt. Genauer ist es, den Stromverbrauch mit einem Strommessgerät zu messen.


Alternative Rechner: Die Stromkosten einer Klimaanlage lassen sich hier berechnen.

Ventilator

Das Wichtigste im Überblick

  • Ventilatoren verbrauchen je nach Größe und Technik zwischen 40 und 150 Watt. Pro Stunde macht das 0,04 bis 0,15 Kilowattstunden (kWh). Die unterschiedlichen Technologien unterscheiden sich in Effizienz und Leistung.
  • Durch den Kauf eines energieeffizienten Ventilators sorgen Sie für einen geringeren Stromverbrauch. Zudem sollte die Größe des Ventilators zum Einsatzort und zur Raumgröße passen.
  • Um den Stromverbrauch zu senken, immer eine möglichst niedrige Geschwindigkeitsstufe nutzen, einen Timer verwenden und das Gerät regelmäßig reinigen.
  • Vermeiden Sie überhitzte Räume, indem Sie zu kühleren Tageszeiten gut lüften und Fenster, Vorhänge oder Rollläden bei Sonne schließen.

Wie hoch ist der Stromverbrauch eines Ventilators?

Ventilatoren gibt es nicht nur mit unterschiedlicher Technik oder Größe. Sie lassen sich meist auch auf unterschiedliche Stufen einstellen. Entsprechend gibt es große Unterschiede beim Stromverbrauch.

Wie lässt sich der Stromverbrauch beim Ventilator senken?

Der Stromverbrauch Ihres Ventilators kann mit unseren folgenden Spartipps um einige Kilowattstunden gesenkt werden:

  • Die niedrigste Geschwindigkeitsstufe einstellen, welche für einen angenehmen Luftstrom ausreicht.
  • Die Ventilatorgröße sollte an den Einsatzort und die Raumgröße angepasst sein. Ein Miniventilator kann zum Beispiel einen großen Raum kaum ausreichend belüften.
  • Je größer der Rotor ist, desto mehr verbraucht das Gerät meist (je nach gewählter Leistungsstufe). Am besten bereits beim Kauf auf die Energieeffizienz des Gerätes achten.
  • Überhitzte Räume benötigen eine höhere Luftleistung, was den Stromverbrauch steigert. Daher die Fenster tagsüber schließen und Rollläden, Jalousien oder Vorhänge zum Schutz vor der direkten Sonne verwenden.
  • Häufig den integrierten Timer oder eine extra Zeitschaltuhr einschalten, damit der Ventilator nicht rund um die Uhr läuft.
  • Schmutz kann den Luftstrom beeinträchtigen und so den Stromverbrauch erhöhen. Daher sollte man einen Ventilator regelmäßig reinigen.
Info-Box
Tim Lilling
Tim Lilling
Dipl.-Kulturwirt
Gründer von blitzrechner.de
„Mein Ziel: Schnelle und effektive Hilfe bei Mathefragen.”
Ich habe blitzrechner.de gegründet, um Menschen eine schnelle und unkomplizierte Lösung für ihre alltäglichen Mathematikfragen zu bieten. Der Grund dafür? Es hat mich immer frustriert, erstmal mühsam auf verschiedenen Webseiten nach Daten suchen zu müssen, um sie dann in Excel zu übertragen – all das für ein einfaches Ergebnis. Blitzrechner.de übernimmt diese Arbeit: blitzschnell und mühelos zum Ergebnis, ohne Formelschlachten in Excel und zeitaufwändige Recherche.
Mehr über mich.

Zu hohe Stromkosten? Das können Sie tun.

  1. Besorgen Sie sich ein Strommessgerät um den Stromverbrauch einzelner Geräte zu messen. Messen Sie sowohl den Dauerbetrieb, als auch Standby. Grund: Nur so haben Sie Gewissheit über den Gesamtverbrauch.
  2. Bei hohem Standby-Stromverbrauch: Stecker ziehen oder Zeitschaltuhr nutzen. Grund: Einfache Maßnahme, ca. 50 € pro Jahr sparen.
  3. Achten Sie vor allem auf den Stromverbrauch großer Verbraucher wie Heizlüftern, Fernseher, Laptop, Kühlschrank, Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler und der Heizungspumpe. Faustregel: Geräte älter als 10 Jahre sollten durch energieeffiziente Geräte ersetzt werden. Grund: Bis zu 270€ Stromkosten pro Jahr sparen.
  4. Vergleichen Sie Ihren Stromtarif und wechseln Sie zu einem günstigeren Anbieter. Grund: Größter Hebel, wenn Sie noch beim lokalen Stromanbieter im Grundtarif sind. Meist lassen sich so 25 % und mehr sparen.
  5. Setzen Sie diese Stromspar-Tipps um.

Wie kann ich außerdem für angenehme Temperaturen im Haus sorgen?

  • Früh morgens, in den Abendstunden und nachts ist es draußen kühler. Öffnen Sie dann Fenster und Türen und lassen frische Luft herein.
  • Rollläden, Jalousien oder Vorhänge tagsüber schließen, damit die heiße Luft draußen bleibt. Dunkle, blickdichte Vorhänge halten Sonnenlicht besser ab als helle Stoffe.
  • Bei leichtem Wind kann es am Tag schon ausreichen, statt einen Ventilator zu nutzen die Fenster zu öffnen. Am besten auf gegenüberliegenden Seiten, damit ein natürlicher Luftstrom entsteht.
  • Schwüle, feuchte Luft wird meist als unangenehm empfunden. Luftentfeuchter können helfen, die Luftfeuchtigkeit zu senken. Es gibt einfache Modelle mit Salzkristallen oder elektrische Entfeuchter. Diese verbrauchen allerdings Strom.
  • In heißen Dachwohnungen oder bei hohen Temperaturen, zum Beispiel in der Industrie, kommt man oft nicht ohne eine Klimaanlage aus. Diese verbraucht aber deutlich mehr Strom als ein Ventilator. Unseren Online-Rechner und weitere Infos zu Klimaanlagen finden Sie hier.
  • Bettwäsche sollte aus atmungsaktivem Stoff sein, beispielsweise Baumwolle. Synthetikfasern dagegen speichern Wärme und lassen den Körper schneller schwitzen.

Verschiedene Ventilator-Modelle mit individuellem Stromverbrauch

Ventilatoren bewegen die Luft und bringen einen angenehmen Luftzug, der sich kühler anfühlt. Warum ist das eigentlich so? Unser Körper gibt Wärme ab. Diese wird durch den Luftstrom von unserer Haut abgeführt. Das hat einen kühlenden Effekt. Die Raumtemperatur dagegen wird durch einen Ventilator nicht aktiv gesenkt. Das schafft nur eine Klimaanlage.

Generell gilt: Je größer der Durchmesser des Ventilatorkopfes, desto höher ist üblicherweise der Stromverbrauch. Und je höher die gewählte Leistungsstufe ist, umso mehr Strom wird das Gerät ziehen. Zudem unterscheiden sich die Ventilatorarten in Bezug auf Effizienz, Leistung und Einsatzbereich.

  • Axialventilatoren sind einfache Ventilatoren, die aus einem Rotor (beweglicher Teil) und einem Stator (fester Teil) bestehen. Gängige Tisch- und Standventilatoren sind Axialventilatoren. Sie haben meist eine oszillierende Funktion, das heißt der Ventilatorkopf bewegt sich hin und her. Sie eignen sich für den Einsatz in begrenzten Bereichen. Allerdings sind sie weniger energieeffizient als andere Ventilatortechnologien und nicht so leistungsstark.
  • Radialventilatoren sind weiterentwickelte Axialventilatoren und können die Luft wirkungsvoller bewegen. Der Radiallüfter bläst die Luft meist um 90 Grad versetzt wieder aus. Radialventilatoren eignen sich für größere Räume, da sie einen stärkeren Luftstrom erzeugen. Viele Turmventilatoren arbeiten auf diese Weise.
  • Zentrifugalventilatoren blasen die Luft durch einen Kanal aus. Sie können sogar in mehrere Richtungen pusten. Die Basis ist rund oder zylindrisch und versteckt im Inneren das sich drehende Laufrad. Das Laufrad besitzt gebogene Schaufeln oder Flügel. Diese Ventilatoren eignen sich vor allem für große Räume, da sie hohe Mengen Luft umwälzen können. Sie sind viel effizienter als Axialventilatoren. Außerdem arbeiten sie leiser. Allerdings müssen sie fest in einen Raum installiert werden.
  • Für den flexiblen Gebrauch zu Hause und im Büro dürften Tischventilatoren die beste Wahl sein. Sie verbrauchen in der Regel weniger Strom als größere Standmodelle und können meistens in Neigung sowie Geschwindigkeit eingestellt werden. Allerdings decken sie nur einen kleinen Bereich ab, so dass es sinnvoll sein kann, mehrere Geräte aufzustellen.

Manche Ventilator-Modelle bieten zusätzlich:

  • integriertes LED-Licht (teils in verschiedenen Farben)
  • Kühlelemente, die mit kaltem Wasser oder Eiswürfeln befüllt werden
  • Sprühnebelfunktion
  • Zeitschaltuhr
  • Abschaltautomatik
  • netzunabhängiger Akkubetrieb

Einige dieser Features können den Stromverbrauch erhöhen. Ventilatoren mit Akkubetrieb haben einen vergleichsweise niedrigen Stromverbrauch.

FAQ

Wie viel verbraucht ein Ventilator pro Stunde?

Beispiel: Ein Tischventilator braucht 40 Watt Strom, also 0,04 Kilowattstunden (kWh) pro Stunde. Bei 4 Stunden am Tag verbraucht er jährlich 40 Watt × 4 Stunden × 365 Tage = 58.400 Watt = 58,4 kWh. Hier exakt den Stromverbrauch berechnen.

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Wie viel Strom frisst ein Ventilator?

Je nach Größe kann ein Ventilator zwischen 40 und 150 Watt Strom fressen. Moderne Ventilatoren mit höherer Effizienz verbrauchen in der Regel weniger Strom als ältere Geräte. Stromverbrauch eines Ventilator ermitteln.

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Was verbraucht mehr Strom: Ein Ventilator oder eine Klimaanlage?

Im Durchschnitt verbraucht eine Klimaanlage mehr Strom als ein Ventilator, nämlich zwischen 500 und 1500 Watt. Ein haushaltsüblicher Ventilator kommt mit etwa 40 bis 150 Watt aus. Hier online berechnen.

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Wie viel verbraucht ein Ventilator pro Jahr?

Beispiel: Ein Tischventilator braucht 40 Watt Strom und läuft 4 Stunden am Tag. Dann verbraucht er jährlich etwa 40 Watt × 4 Stunden × 365 Tage = 58.400 Watt = 58,4 Kilowattstunden (kWh). Hier exakt den Stromverbrauch berechnen.

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Quellen und Formel

Um die Stromkosten für den Ventilator auszurechnen, benötigt man zunächst die Leistung des Gerätes.
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Außerdem muss berücksichtigt werden, wie lange der Ventilator am Stück läuft, ob er das täglich (oder mehrmals täglich) tut, wie viele Monate im Jahr er verwendet wird und wie der Stromtarif aussieht. Denn ein konventioneller Tarif generiert andere Kosten (und Emissionen) als ein Ökostromtarif.

Im Rechner vorgegeben sind bereits Durchschnittswerte. Die können verwendet werden, wenn Sie Ihre aktuellen Daten gerade nicht zur Hand haben. Die Rechnung selbst ist dann eine einfache Multiplikationsaufgabe in mehreren Schritten:

1. Die Wattangabe des Herstellers sagt aus, wieviel Strom der Ventilator verbraucht.

2. Die Wattangabe wird mit der Zahl der Stunden, die der Ventilator am Tag läuft, multipliziert. Das Ergebnis zeigt an, wieviel Strom der Ventilator an einem Tag benötigt.

3. Das Ergebnis wird mit der Anzahl der Tage multipliziert, an denen der Ventilator im Jahr (oder in der Saison) benutzt wird. Wer den Verbrauch für den kommenden Sommer ausrechnen will, muss eine geschätzte Zahl angeben. Denn natürlich weiß niemand vorher so genau, wie viele kalte und warme Tage der kommende Sommer bringen wird. Wichtig ist auch, ob der Ventilator nur am Wochenende benötigt wird oder nur an Wochentagen oder täglich.

4. Jetzt ist klar, wieviel Strom der Ventilator während einer Saison verbraucht. Was fehlt, ist die Kostenangabe: Wieviel ist das in Euro? Dazu wird der Strompreis je Kilowattstunde genommen und mit dem Verbrauch des Ventilators (ebenfalls in Kilowatt, nicht mehr in Watt) verrechnet. Ein Kilowatt sind 1.000 Watt. Hier sind also zwei Rechenschritte versteckt: Erst werden die bereits errechneten Watt in Kilowatt umgerechnet. Anschließend wird der Strompreis (oder der bereits angegebene Mittelwert) damit multipliziert.

Und damit ist die Rechnung auch schon abgeschlossen. Da ein Ventilator nicht täglich exakt die gleiche Zeitspanne lang läuft, auch Tage ohne oder mit mehr Ventilatorgebrauch dabei sind, ist das Ergebnis nur ein Näherungswert. Der reicht aber aus, um die Kosten eines Ventilators einzuschätzen.

Nicht nur der Strom ist wichtig

Wer einen konventionellen Stromtarif hat, zahlt für Strom aus fossilen Brennstoffen. Damit sind hohe CO2-Emissionen verbunden. Sowie bekannt ist, wieviel Strom der Ventilator in einem Sommer verbraucht, weiß man auch, wie groß der CO2-Fußabdruck des Ventilators ist. Bei Ökostrom ist das nicht ganz so einfach. Da wird zwar auch CO2 freigesetzt. Aber das ist abhängig von der Art der erneuerbaren Energie weniger oder sehr viel weniger.

Es gibt also mehrere Gründe, den Stromverbrauch des Ventilators auszurechnen. Einerseits ermöglicht es einem, die Stromkosten zu optimieren. Andererseits machen sich immer mehr Menschen Sorgen um den eigenen Einfluss auf den Klimawandel. Es ist ein erster Schritt in Richtung nachhaltige Lebensführung, wenn man den eigenen CO2-Fußabdruck kennt und sich der Emissionen bewusst ist.

Stromkosten und CO2-Emissionen

Normal- und Ökostrom haben unterschiedliche CO2-Emissionen und belasten das Klima unterschiedlich stark. Für den Strompreis ist ein aktueller Durchschnittswert vorausgewählt. Falls Sie Ihren Strompreis kennen, können Sie diesen natürlich entsprechend anpassen.

Im Folgenden sind die verwendeten Formeln aufgeführt.

\text{Gesamtnutzungsdauer}=\text{Nutzungsdauer}\times\text{Haeufigkeit}

Um die Stromkosten vergleichbar zu machen, muss die Nutzungsdauer auf ein Jahr hochgerechnet werden. Die Stunden pro Tag werden mit den Tagen pro Woche und den Monaten, in denen der Ventilator läuft, multipliziert, um die Gesamtnutzungsdauer in Stunden zu berechnen.

\text{Stromverbrauch}=\text{Gesamtnutzungsdauer}\times\text{Leistungsaufnahme}

Der Stromverbrauch pro Jahr lässt sich dann ermitteln, indem man die Nutzungsdauer pro Jahr mit der Leistungsaufnahme multipliziert. Außerdem wird der errechnete Wert durch den Faktor 1.000 dividiert, damit das Ergebnis in Kilowattstunden (kWh) angegeben ist.

\text{Stromkosten}=\text{Stromverbrauch}\times\text{Kosten pro kWh}

Aus dem Stromverbrauch lassen sich dann mithilfe der Stromkosten pro Kilowattstunde (kWh) die jährlichen Stromkosten errechnen.

\text{CO2-Emissionen}=\text{Stromverbrauch}\times\text{CO2-Aussto\ss{} pro kWh}

Analog zu den Stromkosten errechnen sich die Treibhausgasemissionen aus dem jährlichen Stromverbrauch und dem CO2-Ausstoß pro Kilowattstunde (kWh).

Quellen und Formeln