TV Stromverbrauch berechnen: Stromkosten Fernseher

Wie viel Strom verbraucht der Fernseher? Und was kostet der Strom des TV eigentlich pro Jahr? Zwar senken neue Techniken den Stromverbrauch, dafür steigen die Bilddiagonalen und damit der Energiehunger der Geräte immer weiter. Wie viel kostet mich ein Fernseher an Stromkosten? Wie kann man den Verbrauch senken? Mit diesem Rechner erhalten Sie den Überblick!

Fernseher: Stromkosten-Rechner

Alternative Rechner: Ganz einfach den Verbrauch und die daraus resultierenden Stromkosten von Beamern, Routern und Spielekonsolen berechnen

Das Wichtigste im Überblick

  • Beim Neukauf hilft das Energielabel dabei, auf den ersten Blick die Verbrauchswerte des Gerätes zu erkennen.
  • Geht man von einem täglichen Fernsehkonsum von vier Stunden aus, so liegen die Stromkosten hierfür bei über 45€ im Jahr.
  • Unsere Praxis-Tipps helfen den Stromverbrauch des Fernsehers und angeschlossener Geräte zu reduzieren und so bares Geld zu sparen.
  • Der Stromverbrauch von Geräten aus der Unterhaltungselektronik und Kommunikationstechnik macht inzwischen bis zu 17 Prozent am gesamten Stromverbrauch eines Haushaltes aus.

Tipps: Stromverbrauch des Fernsehers senken

  • Tipp 1: Ein Fernseher verbraucht selbst im Standby-Modus noch Strom und dies summiert sich auf bis zu 50 Kilowattstunden im Jahr. Vor 2010 gekaufte Geräte liegen dabei unter Umständen sogar noch höher. Falls das Gerät über keinen vollwertigen Netzschalter verfügt schafft eine Steckdosenleiste mit Kippschalter Abhilfe und ermöglicht so eine vollständige Trennung vom Stromnetz. Denken Sier hierbei auch unbedingt an Zweit- und Drittgeräte in Schlaf-, Kinder- oder Gästezimmern.
  • Tipp 2: Viele Fernseher verfügen über einen Helligkeitssensor und heben die Beleuchtungsintensität in hellen Räumen z.B. bei starker Sonneneinstrahlung an. Dies hat natürlich auch einen Anstieg des Stromverbrauchs zur Folge. Achten Sie also entweder auf einen etwas abgedunkelten Raum oder deaktivieren Sie diese automatische Anpassung der Bildhelligkeit in den Einstellungen.
  • Tipp 3: Blu-ray-Player, Streaming-Stick oder Spielekonsole – Werden diese Geräte nicht verwendet, so sollte auch hier eine Trennung vom Stromnetz durchgeführt werden, um den Energieverbrauch auf null zu reduzieren und somit einen positiven Effekt auf die Stromrechnung zu haben.
  • Tipp 4: Eingesteckte USB-Sticks oder externe Festplatten erhöhen den Stromverbrauch und sollten nur im Bedarfsfall mit dem TV-Gerät verbunden werden.
  • Tipp 5: Wenn Sie mit anderen Dingen wie z.B. lesen oder dem Smartphone/Tablet beschäftigt sind und der Fernseher nur im Hintergrund läuft, sollten sie ihn am besten ausschalten oder alternativ ein Radio nutzen.
  • Tipp 6: Menschen, die gerne vor dem abendlichen Fernsehprogramm einschlafen, sollten einen sogenannten Sleep-Timer verwenden. Dieser schaltet das Gerät beispielsweise nach 30 oder 45 Minuten automatisch aus.
  • Tipp 7: Falls räumlich möglich, sollte ein Fernseher über ein LAN-Kabel mit dem Internet verbunden und die WLAN-Funktion des Gerätes deaktiviert werden. Ähnlich wie beim Smartphone bedingt der drahtlose Internetzugang durch die Sende- und Empfangsleistung einen höheren Strombedarf.

Von Röhre zu OLED – Stromverbrauch im Technikwandel

Als sich die gesamte Familie noch rund um den Röhrenfernseher versammelte und dem Spielfilm oder der großen Samstag-Abend-Show wie „Wetten, dass..?“ entgegenfieberte war der Stromverbrauch nicht mehr als eine Randnotiz in den technischen Daten der heimischen Flimmerkiste. Verglichen mit heutigen Verbrauchswerten war die Energiebilanz der damaligen Fernseher jedoch bescheiden: Einer Bilddiagonalen von maximal 70cm stand dabei ein Stromverbrauch von 100-200 Watt entgegen.

Mit dem Einzug der LCD-Fernseher sank sowohl der Platz- als auch der Strombedarf in deutschen Wohnzimmern. Die Technik hat sich dabei über die letzten Jahrzehnten kontinuierlich weiterentwickelt. LCD steht für „Liquid Crystal Display“ was auf Deutsch so viel wie Flüssigkristallanzeige oder Flüssigkristallbildschirm bedeutet. Jeder LCD-Bildschirm benötigt dabei eine Hintergrundbeleuchtung und genau dort liegt der Schlüssel zum Energiesparpotenzial dieser Geräte.

Waren erste Modelle der 1990er und frühen 2000er noch mit Leuchtstoffröhren versehen, so erfolgte später der Wechsel auf energieeffiziente LEDs als Lichtquelle. So sank der durchschnittliche Stromverbrauch der nun häufig als „LED-Fernseher“ bezeichneten Geräte von 100-150 Watt auf im Schnitt unter 100 Watt. Aber auch hier ist noch nicht das Ende der technischen Möglichkeiten erreicht. Hersteller schaffen es, durch Techniken wie Mini-LED oder QLED den Strombedarf der Geräte immer weiter zu senken, und das bei stetiger Verbesserung der Bildqualität.

Im gleichen Atemzug muss jedoch erwähnt werden, dass immer größere Bildschirmdiagonalen, 8K-Auflösungen oder eine HDR-Bilddarstellung der Gegenspieler jeder Energieeinsparung sind und einen deutlich höheren Energiehunger der jeweiligen Geräte verursachen.

Aufgrund der guten Schwarzwerte und einer realistischen Farbdarstellung erfreuten sich Plasma-Fernseher viele Jahre vor allem bei Heimkinofreunden einer großen Beliebtheit. Der beeindruckenden Bildqualität der Geräte in den Diagonalen von 40 bis 60 Zoll stand jedoch ein durchschnittlicher Stromverbrauch von 200 bis weit über 400 Watt gegenüber. Dieser hohe Stromverbrauch war neben der Limitierung der Auflösung einer der Gründe, die zum Ende dieser Bildschirmtechnik im Jahr 2014 führte.

Als neueste Technologie gewinnen OLED-Fernseher dank der guten Bildqualität in Verbindung mit einem ultraflachen Design immer größere Marktanteile. Zum aktuellen Stand verbraucht ein OLED-Gerät jedoch im Schnitt 150 Watt, was deutlich höher als bei den neuesten LCD-Generationen mit LED-Beleuchtung liegt. Hier verweisen die Hersteller jedoch auf ein deutlich höheres Potenzial für Einsparungen in Sachen Energieverbrauch, welches jedoch erst in den nächsten Jahren durch die Verbesserung der Produktionsprozesse und weitere Forschungen erreicht werden kann.

Das EU-Energielabel für Fernsehgeräte

Seit inzwischen über 20 Jahren kennzeichnen sogenannte Energielabel auf Internetseiten oder in den Verkaufsräumen der Händler verpflichtend Elektrogeräte. Die bunten Aufkleber zieren dabei von der Waschmaschine bis zum Leuchtmittel alle Geräte mit Strombedarf.

Eine Einstufung von A bis G gibt dabei eine genaue Auskunft darüber, wie sparsam die jeweiligen Geräte mit dem Strom haushalten. Weil die Hersteller im Laufe der Jahre immer sparsamere Elektrogeräte entwickelten, erweiterte die EU später die Klassen um Pluszeichen: A+, A++ und so weiter. Dies führte dazu, dass sich immer mehr Produkte in der obersten Kategorie A+++ wiederfanden und kaum noch Geräte die tiefroten Klassen F und G belegten.

Das neue EU-Energielabel für elektronische Displays (dazu zählen Fernseher und PC-Monitore) wurde im März 2021 verbindlich eingeführt und unterscheidet sich in einigen Punkten von seinem Vorgänger. So blieb zwar die bekannte Farbskala von Grün bis Rot erhalten, die Energieeffizienzklassen reduzierten sich jedoch mit dem Wegfall der „Plus-Klassen“ auf die Einstufungen von A bis G.

Der Anspruch dahinter ist, dass nur noch die sparsamsten Geräte einer Produktkategorie bekommen künftig das A-Label erhalten sollen. Die Energieeffizienzklasse A bleibt diesem Grund zunächst noch frei, um den Herstellern so einen zusätzlichen Anreiz für technische Innovationen beim Energieverbrauch zu liefern. Um ein grünes A tragen zu dürfen, muss ein 55-Zoll-TV beispielsweise einen Leistungsaufnahme von unter 26 Watt erreichen.

War ein TV-Gerät bislang beispielsweise in der einer hohen A-Kategorie eingestuft, so findet es sich nun unter Umständen in C oder sogar D wieder, denn die Angaben auf dem neuen Label beruhen auf komplett überarbeiteten bzw. aktualisierten Berechnungen. Diese werden inzwischen und praxisnäheren Prüfbedingungen durchgeführt und sind vor diesem Hintergrund nicht mehr direkt mit denen des vorherigen Labels vergleichbar.

Als weitere Neuerung hat die EU auch eine sogenannte Ökodesign-Richtlinie erlassen. Diese setzt erstmals, neben Vorgaben für z.B. Recycling und Produktgestaltung, verbindliche Höchstgrenzen für den Energieverbrauch fest.

Fernsehgeräte dürfen beispielsweise nur noch dann verkauft werden, wenn ihr Stromverbrauch unter der neuen G-Klasse bleibt oder diese nur noch minimal überschreitet. Gemäß dieser neuen Richtlinie muss der Strombedarf beispielsweise eines 27-Zoll-Monitors unter 26 Watt und eines 55-Zoll-Fernsehers unter 89 Watt bleiben. Eine weitere Verschärfung dieser Regelung soll ab 2023 in Kraft treten, dort sollen dann u.a. Fernseher der Klasse G komplett vom Markt verschwinden.
Das neue EU-Energielabel für TV-Geräte
Das neue Energielabel für TV-Geräte – © BMWi

Neben der Energieeffizienzklasse (Buchstaben A-G) enthält das Label noch weitere Informationen:

  • Einen QR-Code, der zu einer Produktdatenbank mit weiteren Informationen zum jeweiligen Gerät weiterleitet.
  • Den Energieverbrauch in kWh, hochgerechnet auf eine Nutzung von 1.000 Stunden.
  • Eine separate Angabe des Energieverbrauchs für die Wiedergabe von Inhalten mit Standard Dynamic Range (SDR) und mit High Dynamic Range (HDR).
  • Die sichtbare Bilddiagonale in cm und Zoll sowie jeweilige Auflösung in Pixeln (horizontal und vertikal).
Mit dem neu eingeführten Energielabel erhofft sich die Europäische Kommission eine jährliche Reduzierung des Endenergieverbrauches in dieser Produktgruppe der Bildschirme und Fernsehengeräte bis 2030 um bis zu 39 Terrawatt-Stunden (TWh) jährlich. Dies ist ungefähr dreimal so viel wie der jährliche Stromverbrauch einer Großstadt wie Berlin.
Sollten im Zweifelsfall weiterhelfen können: Berater im Fachgeschäft

Wussten Sie schon?

  • In der Zeit, als in Deutschland Fernsehprogramme ausschließlich von öffentlich-rechtlichen Sendern zu empfangen waren, gab es festgelegte Sendezeiten: So wurde bis 1984 meist um Mitternacht das Testbild als Kennzeichnung des Sendeschlusses gesendet.
  • Bis ins Jahr 1993 endete der Sendebetrieb von ARD und ZDF mit dem Abspielen der Nationalhymne.
  • Nach wie vor erfreut sich der Videotext (Teletext) mit bis zu 10 Millionen Nutzern einer hohen Beliebtheit. Dieser wurde erstmals auf der Funkausstellung im Jahr 1977 vorgestellt und startete 1979 in den bundesweiten Testbetrieb.
  • Wer auch unterwegs Lust auf den Videotext bekommt, der findet entsprechende Apps für alle Smartphones.

FAQ

Wie viel kostet eine Stunde fernsehen?

Ein Fernseher verbraucht im Schnitt 100 Watt im Betrieb, auf eine Stunde hochgerechnet verursacht er so etwas über 3 Cent an Stromkosten. Zum Stromkosten-Rechner für Fernseher.

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Was verbraucht mein Fernseher an Strom?

Ein normaler Fernseher verbraucht im Durchschnitt circa 100 Watt. Wer vier Stunden am Tag fernschaut, verbraucht im Jahr so ca. 47.73 € pro Jahr. Hier den Fernseh-Stromverbrauch genau berechnen.

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Verbraucht ein 55 Zoll Fernseher mehr Strom als ein 32 Zoll Modell?

Die Bildschirmgröße hat einen direkten Einfluss auf den Stromverbrauch. Hier gilt: je größer der Fernseher umso höher der Verbrauch.

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Wie kann man den Stromverbrauch eines Fernsehers senken?

Durch Einstellungen, wie etwa die Bildschirm-Helligkeit oder den Standby-Modus, können Sie selber Einfluss auf den Stromverbrauch des Gerätes nehmen. Je nach Modell ist diese Einflussnahme jedoch unter Umständen begrenzt.

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