Schuhgrößen: Schuhgrößentabelle DE, US, UK, EU + Einfache Tipps!


 
 

 
 

 
 

 
   
 

Auf dieser Seite finden Sie wirklich alles rund um Schuhgrößen: Eine einfache Messanleitung zum Bestimmen der Fußlänge, einen Schuhgrößen-Umrechner von Zentimetern in Schuhlänge für Damen, Herren und Kinder und natürlich Schuhgrößentabellen für deutsche (DE), europäische (EU), englische (UK) und amerikanische (US) Schuhgrößen. Zudem gibt es eine Übersicht über Sondergrößen, Übergrößen, Schuhweiten und internationale Größen.

Außerdem erhalten Sie viele Tipps vom Experten, wie Sie schnell und bequem überprüfen können, ob die Schuhe auch wirklich passen und was sie beim Schuhkaufen beachten sollten.

Und wer es ganz genau wissen mag, kann sich im Infobereich mit Detailwissen zu den historischen und theoretischen Hintergründen einlesen (DIN, Brannock, Mondopoint etc.). Und jetzt: Viel Spaß beim Finden der richtigen Größe!

Schuhgrößen-Tabellen

Deutsche Schuhgröße in US/UK umrechnen


 
 

 
 

 
 

 
   
 

Schuhgrößen

Schuhgröße

Schuhgrößentabelle Herren

Fußlänge in CMEU/DE-GrößeUS GrößeUK Größe
23.738.565.5
24.1396.56
24.54076
2540.57.56.5
25.44187
25.8428.57.5
26.242.598
26.7439.58.5
27.144109
27.544.510.59.5
27.9451110
28.345.511.510.5
28.8461211
29.24712.511.5
29.647.51312
304813.512.5
30.548.51413
31.349.51514
32.250.51615
3351.51716
33.952.51817
Wie wird diese Tabelle gelesen? Ganz einfach! Messen Sie Ihre Füße ganz einfach mit dieser Anleitung aus. Merken Sie sich dann Ihre Fußlänge in Zentimetern und suchen die entsprechende Herrenschuhgröße raus. Falls Ihre Schuhlänge zwischen zwei Angaben liegt, dann runden Sie am besten auf. Eine Länge von 26,9 Zentimetern entspricht so zum Beispiel einer EU-Größe 44 oder einer US-Size 10 und einer UK-Size 9. Quelle: stylers.de

Schuhgrößentabelle Damen

Fußlänge in CMEU-/DE-GrößeUS-GrößeUK-Größe
2235.552.5
22.4365.53
22.936.563.5
23.337.56.54
23.73874.5
24.138.57.55
24.53985.5
25408.56
25.440.596.5
25.8419.57
26.242107.5
26.742.510.58
27.143118.5
27.54411.59
27.944.5129.5

Um die richtige Damenschuhgröße zu finden, einfach Fußlänge ohne Socken messen und dann mittels dieser Schuhgrößentabelle umrechnen.

Wann passen Schuhe richtig?

  • Sie werden viele Schritte mit Ihren Schuhen tun – der richtige Sitz ist daher wichtig. Nehmen Sie sich viel Zeit und prüfen Sie Ihre zukünftigen Schuhe ganz genau.
  • Füße sind morgens kleiner und weiten sich im Verlauf des Tages. Planen Sie daher den Schuhkauf für den Nachmittag, besser sogar den Abend ein.
  • Wählen Sie Ihre Socken mit Bedacht! Sprich: Ziehen Sie nur normalen Socken an, keine dünneren oder dickeren.
  • Selbst Schuhe einer Marke fallen unterschiedlich aus! Belassen Sie es daher nicht bei nur einer einzigen Größe eines Modells, sondern probieren Sie verschiedene Größen des gleichen Schuhmodells aus.
  • Immer beide Schuhe anziehen, nicht nur einen!
  • Reicht nicht: Kurz anziehen und nur ein paar Schritte gehen. Tragen Sie den Schuh über eine längere Zeit und gehen Sie im Geschäft auf und ab. Einige Läden bieten mittlerweile einen kleinen Laufparcours mit Steigungen und unterschiedlichen Bodenbelägen. Nutzen Sie das!
  • Achten Sie darauf, dass sie beim Auftreten (Abrollen) vorne mindestens ein bis anderthalb Zentimeter Platz haben. Einzige Ausnahme: Damenschuhe mit hohen Absätzen. Bei diesen darf der Fuß nicht verrutschen.
  • Genauso wichtig wie die Schuhlänge ist die korrekte Breite. Wussten Sie, dass Menschen mit eher schmalen Füßen zu zu kurzen Schuhen tendieren, da sie in breiten Schuhen nicht genügend Halt finden? Ein zu breiter Schuh sollte durch einen schmaleren Schuh ersetzt werden, nicht durch eine kleinere Nummer.
  • Probieren Sie die Schuhe verschiedener Marken an. Denn manche Schuhmarken fallen tendenziell weiter aus, machen enger. Jede hat zudem andere Trageeigenschaften was das Abrollverhalten, Federung etc angeht.

Viel hilft viel: Probieren Sie Schuhe vor dem Kauf unbedingt an! Probieren Sie immer beide Schuhe und vor allem laufen Sie ein wenig auf und ab um den korrekten Sitz des Schuhs zu prüfen.

Schuhgrößen: Theorie und Praxis

Ursprünglich beruhen die Schuhgrößen auf einem der folgenden Systeme: Brannock-System, Mondopoint oder Pariser Stich.

Heute sind die Berechnungen zumindest theoretisch standardisiert und genormt. So werden die deutschen, bzw. europäischen Schuhgrößen in der DIN 66074:1975 (Größen für Herren und Damen) und dem Internationalen Standard ISO 9407:1991 (Footwear, Designation of sizes, Main Characteristics of the continental system), bzw. der Nachfolgenorm ISO/CD 9407 geregelt.

Jetzt das große ABER: Die meisten Hersteller von Schuhen orientieren sich nur grob an den Maßsystemen. Manche lassen ihre Schuhe kleiner ausfallen (z.B. Adidas), andere ein wenig größer (z.b. Nike). Die Gründe für die Abweichungen von der Norm sind vielfältig. Einerseits das so genannte Vanity Sizing, bei dem Labels ganz bewußt eine kleinere Größe vergeben um den Kunden zu schmeicheln. Andere Gründe sind Varianzen und Toleranzen bei der Herstellung.

Außerdem ganz wichtig: Obwohl der Fuß ein dreidimensionales Objekt ist und den unterschiedlichsten Teilen wie Ballen, Spann, Zehen besteht, versucht man die Dimensionen mit einer einzigen Zahl auszudrücken. Eine Einheitsgröße kann daher einfach den Anforderungen eines Fußes niemals 100%-ig gerecht werden.

Messen

Schuhgrößen messen

Maßsysteme

Hört sich trivial an, ist aber so: Schuhgrößen können auf viele verschiedene Arten angegeben werden. Meistens werden für ihre Darstellung Ziffern verwendet. Die Grundlage für die Berechnung erfolgt immer aus der Fußlänge. Die Fußbreite spielt in Europa nur be einigen wenige Marken eine Rolle. In den USA sieht das ganz anders aus: Hier werden häufiger mal Schuhe mit der selben Länge in unterschiedlichen Breiten produziert.

Wichtig ist aber, dass es länderspezifische Formeln gibt. So werden in Deutschland, USA, Großbritannien und Italien andere Formeln verwendet. Das größte Problem: Es wird heftig gerundet und es werden nur ganze oder bestenfalls halbe Größen angeboten. Ein Beispiel:

 \text{ Schuhgroe\ss{}e (IT)}=\frac{\text{Schuhgroe\ss{}e (DE)}}{0,667}-1,5*0,667

Auch wenn in Italien mit der gleichen Formel gerechnet wird, wie in Deutschland: Die Basislänge ist hier um 1,5 cm kürzer, da die Fußlänge genommen wird. In den USA und UK wird natürlich im Gegensatz zu Kontinentaleuropa in Inch gemessen. Werte müssen entsprechend umgerechnet werden, wobei 1 Inch = 2,54 Zentimetern entspricht.

 \text{ Schuhgroe\ss{}e (USA, UK)}=\frac{\text{Schuhgroe\ss{}e (DE)}*2}{2,54}-x

Um die passende Schuhgröße zu ermitteln, muss für x je nach Land und Person ein anderer Wert eingesetzt werden:

  • UK, Erwachsene: x=25
  • UK, Kinder: x=12, Angaben für Babies finden sich hier.
  • US, Herren: x=24
  • US, Damen: x=23
  • US, Kinder: x=11,66

Berechnung & Formel der Schuhgrößen

 \text{ Schuhgroe\ss{}e (USA, UK)}=\frac{\text{Schuhgroe\ss{}e (DE)}*2}{2,54}-x\\ \\   \text{ Schuhgroe\ss{}e (USA, Damen)}=\frac{\text{Schuhgroe\ss{}e (DE)}*2}{2,54}-23\\ \\   \text{ Schuhgroe\ss{}e (USA, Damen)}=\frac{39*2}{2,54}-23\\ \\   \text{ Schuhgroe\ss{}e (USA, Damen)}=7,7\approx 7,5

In dieser Beispielrechnung wurde die äquivalente US-amerikanische Schuhgröße für eine Dame mit der deutschen Schuhgröße 39 berechnet. Für x wird (siehe oben) in diesem Fall 23 eingesetzt. Es ergibt sich ein Wert von 7,7, der auf 7,5 gerundet wird, da nur ganze und halbe Schuhgrößen existieren.

 

Fußlänge

Wenn die Berechnung anhand der Länge erfolgt, dann ist es wichtig zu wissen, wie gemessen werden muss. Je nach System kann die mittlere Länge des Fußes, die Innenlänge des Schuhs oder die Leistenlänge verwendet werden.

Die Länge des Leistens ist dabei für die Hersteller am einfachsten, jedoch ist ein Rückschluss von der Schuhlänge auf die Innenlänge des Schuhs schwierig. Bei der deutschen Schuhgröße wird auf die Fußlänge meist eine Zugabe von 1,5 cm aufgeschlagen. Allerdings variiert dieser Wert von Hersteller zu Hersteller.

schuhgroesse-fusslaenge kostenloses-bild-cc-by-sa

Pariser Stich

Ein Pariser Stich entspricht 2/3 Zentimetern, womit die Differenz zwischen zwei Pariser Stichen bei 6,667 Millimetern liegt. Zwischengrößen existieren hierbei nicht. Diese Methode wird vor allem in Kontinentaleuropa verwendet.

Barleycorn

Eine weitere Variante ist das sogenannte Barleycorn, was übersetzt soviel wie Gerstenkorn bedeutet. Ein Barleycorn ist 1/3 Zoll lang, also 8,46 Millimeter. In diesem System finden sich auch halbe Größen, verwendet wird es in Großbritannien und den USA.

Metrische Angaben

Metrische Angaben werden in Millimetern und Zentimetern dargestellt. Die Abstufungen verlaufen meistens in Schritten der Größe 5 Millimeter. Man findet die metrischen Angaben überwiegend im Mondopoint-System und in Japan.

Nullpunkt

Der Nullpunkt kann entweder als Schuhgröße 0 definiert werden oder als der kleinste praktikable Schuh. Wenn man die erste Variante verwendet, dann können alle Schuhe sehr gut miteinander verglichen werden. Entscheidet man sich für die zweite Möglichkeit, dann unterscheidet sich der Nullpunkt bei Damen-, Herren,- und Kinderschuhen. Somit sind diese nicht mehr miteinander vergleichbar. Dies hat zur Folge, dass Schuhe mit der gleichen Größenangabe trotzdem verschiedene Weiten und Längen aufweisen können.

Schuhe gibt es in allen möglichen Formen und Farben.

Auch das Material wirkt sich auf die Schuhgröße aus. So weiten sich die unterschiedlichen Materialien durch das Tragen jeweils anders, je nachdem ob es sich um Stoff, Kunstleder, Gummi, Kunststoff oder Leder handelt.

Schuhgrößen in der EU

Hier wird meistens der Pariser Strich verwendet, der auf den französischen Schuhmacher Ferdinand Bijoux zurückgeht.

Eine generelle Normung ist nicht vorhanden, die Größen werden von jedem Hersteller anders berechnet. Nicht in jedem Fall wird beispielsweise der Pariser Strich verwendet, manchmal liegt auch eine Millimetergröße zu Grunde. Unterschiedliche Bezugsgrößen und verschiedene Schrittweiten zwischen den einzelnen Größen führen zu verschiedenen Angaben. Der Nullpunkt allerdings liegt in jedem Fall bei Null. Mit Hilfe einer Formel wird aus der Fußlänge die Schuhgröße berechnet. Alternativ kann auch die Leistenlänge verwendet werden, in diesem Fall sind hiervon 1,5 Zentimeter abzuziehen.

Entspricht die EU-Größe der Deutschen Schuhgröße?

Ja! Unter der Europäischen Schuhgröße (EU) werden Deutsche (D), Französische (F) und Italienische (I) Schuhgrößen zusammengefasst. Alle werden nach dem sogenannten Pariser Stich berechnet.

Allerdings gibt es keine Normierung für die Zugaben (Platz zwischen Fuß und Schuh). Jeder Hersteller verwendet eine andere Zugabe. In Frankreich fällt die Zugabe traditionell in der Regel ein wenig kleiner aus. Wenn auf dem Schuh nur die Europäische (EUR) oder Deutsche Größe angegeben ist, dann entspricht sie der Französischen. Wenn die Französische Größe gesondert aufgeführt wird, dann ist sie ein wenig kleiner als die Deutsche Größe.

UK-Größen

In Großbritannien wird das Barleycorn verwendet. Die Skala beginnt bei der kleinstmöglichen Schuhgröße, dies sind 12 Barleycorns. Diese Größe wird als Kindergröße 0 bezeichnet.

Aufsteigend folgt nach der Kindergröße 13 1/2 die Erwachsenengröße 1, was 26 Barleycorns entspricht. Auch hier erfolgt die Berechnung mit Hilfe einer Formel, in welche in diesem Fall die Leistenlänge eingesetzt wird. Beachtet werden muss, ob man den Fuß in Zoll oder in Zentimetern ausgemessen hat. Es stehen zwei Formeln zur Verfügung: eine berechnet die Kindergrößen, die andere die Erwachsenengrößen.

Verschieden große Menschen brauchen verschieden große Schuhe.

Bei den meisten Schuhsystemen spielt das Geschlecht keine Rolle. Anders hingegen beim US-System (Brannock-System). Hier wird nicht nur zwischen Männer- und Frauenfüßen unterschieden, sondern auch Kinderfüße erhalten eine eigene Berechnung.

US-Größen

In den USA findet man verschiedene Größensysteme, wie das traditionelle System, das Brannock-System und viele weitere Schuhgrößen, vor.

Barleycorns

In der Vergangenheit wurden vor allem die Barleycorns benutzt. Die Skala beginnt hier bei 11 3/4 Barleycorn mit der Kindergröße 0. Nach der Kindergröße 13 folgt die Erwachsenengröße 1. Auch hierfür stehen zur Berechnung zwei verschiedene Formeln zur Verfügung. Diesen liegt die Leistenlänge in Zoll zu Grunde.

Brannock-System

Das Brannock-System wurde nach Charles Brannock benannt. Dieser entwickelte ein Gerät, welches die Fußlänge und die Breite messen konnte. In dem System wird zwischen Männer-, Frauen- und Kinderfüßen unterschieden. Jede Gruppe erhält eigene Nullpunkte. Im Durchschnitt liegen diese Größen 1 bis 1,5 Größen über den UK-Größen. Als Ausgangspunkt wird die Fußlänge verwendet, am Ende rechnet man allerdings noch zwei Barleycorns zur Schuhgröße hinzu. Da man drei Personengruppen hat, existieren drei verschiedene Formeln. In diese wird die Fußlänge in Zentimetern eingesetzt, anschließend erhält man die gewünschte Schuhgröße.

Wie fallen Schuhe aus?

Die Größen-Systeme sind nicht genormt, sondern werden je nach Hersteller (Schuhmarke) und Land mit kleinen Unterschieden berechnet. Die berechneten Größen sind einerseits zwar eindeutig, andererseits werden im Handel meist nur ganze oder halbe Schuhgrößen angeboten. Man sollte immer die jeweils ober- und unterhalb der berechneten Größe liegenden Schuhgrößen testen und je nach Passform des Schuhs entscheiden. Alternativ kann man sich seine Schuhe als Maßanfertigung (Maßschuh) anfertigen lassen und dem Problem der ungenormten Schuhgrößen auf diese Weise elegant aus dem Weg gehen.

fusslaenge-messen kostenloses-bild-cc-by-sa

Tipps vom Fachmann

Leider kann man sich nur selten auf die Größenangaben der Schuhhersteller verlassen. Egal ob es sich dabei um die so genannte EU-Größe handelt, die ja meist in Deutschland verwendet wird, oder US-Größe oder UK-Größe. Im asiatischen Raum wird die Größe in Millimetern angegeben, diese Größe wird häufig auch „Japanische Schuhgröße“ genannt. Sie wird aber zum Beispiel auch als Maßeinheit bei den Schuhen der Bundeswehr eingesetzt. Dabei wird die Schuhinnenlänge gemessen und eine Zugabe für Socken und Bewegungsfreiheit aufgeschlagen (Ausdehnen der Füße beim Laufen, Abrollen).

Je nach Hersteller wird die Zugabe unterschiedlich gehandhabt, dabei kommt es natürlich auch darauf an, um welche Art Schuh es sich handelt. Bei einem Gummistiefel kann mehr Zugabe veranschlagt werden, ohne dass sich das negativ auswirkt. Bei einem Pumps hingegen wäre es fatal, wenn zu viel Platz wäre – man würde schlichtwegs beim Gehen hinfallen. Das Extrem sind Schuhe wie Balletschuhe oder Kletterschuhe, hier gibt es nur sehr wenig Zugabe damit die Schuhe auch wirklich genau passen. Bei den meisten alltagstauglichen Schuhen wird die Zugabe zwischen 10 und 15 Millimetern betragen.

Daher: Fuß abmessen, Zugabe aufschlagen und schon hat man das Ergebnis in Millimetern. Also zum Beispiel: Frau hat eine Fußlänge von 250 Millimetern + Zugabe von 10 Millimetern = 260 Millimeter. Dann kann die Länge in das jeweilige Landesformat umgerechnet werden.

Bis zu diesem Punkt ist alles reine Mathematik und an der Millimeterangabe gibt es auch nichts zu rütteln. Aber warum unterscheiden sich jetzt die Größen verschiedener Hersteller? Warum sagt man, dass diese Schuhe eine Nummer größer oder jene Schuhe eine Nummer kleiner ausfallen würden?

Erstens nutzt jeder Hersteller eine andere Zugabe. Manche nur 5 Millimeter, manche 15 Millimeter. Wie man an dem Rechner sieht macht das bereits EINE GRÖßE aus.

Zweitens gibt es Varianzen bei der Produktion selbst. In der Theorie sollte ein Schuh einer Größe genau so groß sein wie der nächste. In der Praxis und im Gegensatz zu anderen Gütern (Möbel, Autos, Handys) bestehen Schuhe aus weichen Materialien, was die Sicherstellung der richtigen Größe schwerer macht. Zudem wird bei der Produktion nicht ganz so genau gearbeitet, wie man sich das wünschen würde. Das Problem: Dass die als Größe 40 gelabelten Schuhe eigentlich eine 41 oder sogar 42 sind, fällt niemandem auf. Wer stellt schon im Laden schon Paare/Schuhe derselben Größe nebeneinander und vergleicht? Und das Wichtigste: Außen mag die Länge gleich sein, innen kann niemand sehen wie lang der Schuh wirklich ist.

Der dritte Punkt betrifft vor allem die Damen der Schöpfung. Zwar ist es ein total veraltetes und irrsinniges Schönheitsideal, aber viele Frauen wünschen sich eine kleinere Schuhgröße beziehungsweise einen kleineren Schuh als sie tatsächlich haben. Manche Hersteller gehen darauf ein und geben einen Schuh der Größe 39 als Größe 38 aus, um der Dame zu schmeicheln. Dies wird Vanity Sizing genannt. Andere Hersteller antizipieren diesen Wunsch nicht. In der Praxis kann es so vorkommen, dass ein Schuh für einen Fuss der Größe 37 bei einem Hersteller als 36 geführt wird, bei anderen als 38.

In der Praxis bleibt leider nur: Probieren, probieren, probieren – so lange bis der Schuh tatsächlich passt.

Andreas Hurlsky, Leiter Schuhabteilung

Schuhweite: Das Problem mit der Passform

Menschen, deren Füße von der Norm abweichen, haben ein ganz besonderes Problem. Aus modischen Gründen sind Schuhe in der Regel eher eng geschnitten. Und aus Kostengründen wird in der Regel nur eine Schuhbreite produziert. Menschen mit breiteren Füßen, muskulöseren Füßen und natürlich Menschen mit Fehlstellungen oder Verformungen (Senk-, Knick-, oder Spreizfüße) finden deshalb häufig nicht die richtige Schuhweite. Ihnen bleibt häufig nur der Gang zum orthopädischen Schuhfachgeschäft, um Deformierungen wie Hallux Valgus oder Hammerzehen zu vermeiden.

Frauenschuhe und Modetrends befördern Verformungen

Highheels, besonders enge oder sehr spitz zulaufende Schuhe führen zu Verformungen und Deformierungen der Füße. Besonders berüchtigt ist der Hallux Valgus, die Schiefstellung der großen Zehe. Hinzu kommen Verkürzungen der Achillessehne, Schädigungen der feinen Fußnerven und Durchblutungsstörungen.