WLAN-Router: Stromkosten berechnen + Stromverbrauch senken

Zuhause die neueste Serie streamen, den Wetterbericht checken oder die Urlaubsreise buchen. Telefonie, WLAN, Smart Home und Co. – ohne einen Internetrouter als Herzstück wäre all dies nicht so unkompliziert möglich. Was Sie die ständige Verbindung mit dem Internet jährlich kostet, berechnet dieser kostenlose Online-Rechner schnell und unkompliziert für Sie! Zusätzlich finden Sie nützliche Hintergrund-Infos und praktische Tipps!

Stromverbrauch eines Routers berechnen



Alternative Rechner: Ganz einfach den Verbrauch und die daraus resultierenden Stromkosten von von Laptops, Beamern und Spielekonsolen berechnen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Internetrouter stellen in vielen Haushalten das Herzstück der Internetverbindung dar. Zusätzlich organisieren Sie Telefonie, WLAN und Smart-Home Anwendungen.
  • Da Sie in der Regel rund um die Uhr aktiv sind, können im Einzelfall Stromkosten von über 50 € im Jahr entstehen.
  • Mit einigen einfachen Tricks können Sie an jedem Router den Stromverbrauch senken.
  • Die Sicherheit von WLAN und Router wird leider oft vernachlässigt und ermöglicht den Zugriff von Unbefugten.

Die Top 6 Energiespartipps

WLAN (zeitweise) deaktivieren
hier lohnt sich eine zeitweise Deaktivierung, da das integrierte WLAN-Modul die meiste Energie verbraucht. Die meisten Router bieten einen Zeitschalt-Funktion, so kann das WLAN über Nacht automatisch deaktiviert werden.

Nicht benötigte Geräte ausschalten
Im WLAN verbundene Geräte tauschen regelmäßig untereinander kleine Datenpakete aus, um die jeweilige Verfügbarkeit zu prüfen. Sollte ein Tablet, Drucker, Internetradio und Co. aber einmal längere Zeit nicht benutzt werden ist ein komplettes Ausschalten sinnvoll, um so den Stromverbrauch zu reduzieren.

WLAN-Sendeleistung verringern
Sind alle kabellos verbundenen Geräte beispielsweise in einem Raum oder in nur geringer Entfernung platziert kann die Sendeleistung stufenweise reduziert werden.

Angeschlossene Geräte trennen
Prüfen Sie im Einzelfall, ob angeschlossene Festplatten, USB-Sticks oder Telefone wirklich benötigt werden, denn alle Komponenten erhöhen den Stromverbrauch des Routers.

DECT deaktivieren
Sollten Sie keine schnurlosen Telefone über den Router betreiben, kann diese Funktion deaktiviert werden.

Router komplett ausschalten
Falls Sie einmal über das Wochenende oder länger verreisen lohnt es sich in jedem Fall, den Router durch ziehen des Steckers ebenfalls in den Urlaub zu schicken.

WLAN Zeitschaltfunktion
Die Abschaltzeiten des WLAN-Funknetzes können bei den meisten Routern individuell angepasst werden.

Der einfache Start ins Internet

Der Internet-Router oder auch WLAN-Router stellt die Schlüsselkomponente für den Internetzugang von zuhause oder im gewerblichen Einsatz dar.

In einem Gehäuse vereint er dabei mehrere Komponenten wie das Modem, welches je nach Zugangsart (DSL, Kabel oder Glasfaser) direkt mit der Anschlussdose des Internet-Anbieters verbunden wird, um im Anschluss die Verbindung zu ebendiesem herstellt. Der Internetzugang wird im Anschluss dann entweder kabellos über WLAN oder kabelgebunden über einen der LAN-Ausgänge an angeschlossene Endgeräte vom PC bis zum Smartphone, Spielekonsole oder Internetradio weitergegeben.

In den letzten Jahren wurde der Internetrouter immer stärker zur „Schaltzentrale“ für weiterer Anwendungen: so gibt er etwa Mediendateien wie Urlaubsfotos, die eigene Musiksammlung oder Filme über eine angeschlossene Festplatte (NAS) an weitere ins Netzwerk eingebundene Geräte weiter. Auch enthalten viele Modelle die Fähigkeit Smart-Home Komponenten, wie etwa die Heizung, bei Abwesenheit herunter zu regeln oder das Kamerabild der Haustür auf das kilometerweit entfernte Smartphone des Hausbesitzers zu übertragen.

Internetprovider wie Telekom und Vodafone bieten ihren Kunden zunächst eigene Router an. Die entsprechenden Geräte sind allerdings häufig qualitativ weniger wertig und bieten somit auch weniger Möglichkeiten zur Konfiguration. Auch stehen beispielsweise die WLAN-Router von Vodafone seit einiger Zeit in der Kritik, weil ihr Stromverbrauch höher liegt als bei vergleichbaren Modellen. Viele Geräte sind bei Lieferung bereits vorkonfiguriert oder mittels App des jeweiligen Anbieters in wenigen Minuten in Betrieb zu nehmen.

Andere Internetanbieter wie O2 bieten (Neu-)Kunden direkt aktuelle Router des Marktführers AVM an. Jedoch sind auch Kunden von der Telekom oder Vodafone seit Wegfall des „Routerzwangs“ im Jahr 2016 frei, sich für eigene Hardware zu entscheiden. Bei Vertragsabschluss erhalten Sie Zugangsdaten, welche im Rahmen der Erstinbetriebnahme jedes Router-Modells eingegeben werden können.

Worauf sollten Sie bei der Wahl eines WLAN-Routers achten?

Bereits vor dem Kauf sollten Sie sich folgende Überlegungen machen:

  • Welche Art von Internetzugang habe ich? Hier gibt es unterschiedliche Router für DSL, Kabelanschluss (Cable) oder Glasfaser.
  • Welche Geschwindigkeit soll mein WLAN haben? Aktuelle Modelle im AX-Standard erreichen bis zu 2.400 MBit/s, etwas ältere nur bis zu 1.733 MBit/s.
  • Wie viele Geräte möchte ich kabelgebunden anschließen? Viele Router haben nur eine bestimmte Anzahl an LAN-Anschlüssen.
  • Wie viele schnurlose bzw. kabelgebundene Telefone möchte ich anschließen? Benötige ich einen oder mehrere Anrufbeantworter?
Einfache Router-Ersteinrichtung dank MIC

Mit Hilfe eines Modem-Installationscodes (MIC) hat Vodafone die Einrichtung von Routern für den Internetzugang erheblich vereinfacht. Statt (wie früher) diverse Eingaben wie Benutzername und Passwort tätigen zu müssen, reicht nun ein 20-stelliger, individueller Zahlencode.
Router
Das Tor zum Internet: Die WLAN-Router ermöglichen den Zugang zum globalen Netz.
Die Sicherheit Ihres Routers und Ihrer WLAN-Verbindung ist extrem wichtig. Erhalten Unbefugte Zugang zu Ihrem Internetzugang können diese beispielsweise Dinge illegal herunterladen. Da dies dann über Ihre IP-Adresse erfolgt, ist es in der Folge sehr schwierig, zu beweisen, dass Sie diese Taten nicht begangen haben.

Auch können Ihre eigenen privaten Daten samt Passwörter ausgelesen werden. Deswegen sollten Sie sich unbedingt etwas Zeit für das Thema Sicherheit nehmen oder alternativ fachlich versierte Bekannte oder Profis hinzuziehen.

Sicher im Netz

Ein sicherer Router samt WLAN schützt nicht nur Ihren Internetzugang vor unbefugten Zugriffen, sondern auch alle PCs, Smartphones und Tablets im Heimnetz. Der Internetrouter stellt quasi das Zugangstor zum World Wide Web dar und kann mit einigen einfachen Tipps und Tricks abgesichert werden:

  • Firmware stets aktuell halten – im Betriebssystem des Routers werden immer mal wieder Sicherheitslücken und Fehler entdeckt. Markenhersteller beheben diese mit regelmäßigen Updates. Hier sollten Sie unbedingt prüfen, ob ihr Modell noch vom Hersteller weiter unterstützt wird.
  • WPS-Knopfdruck-Anmeldung deaktivieren – wenn alle eigenen Geräte ins heimische WLAN eingebunden sind, sollte dieses Anmeldeverfahren deaktiviert werden. So verhindern Sie eine unbemerkte Anmeldung von Gästen und sonstigen Besuchern
  • Eigenes Router-Passwort vergeben – Sie sollten das über den Internetbrowser erreichbare Router-Menü unbedingt mit einem individuellen Passwort sichern. Ist der Router bereits ab Werk mit einem Passwort versehen, so sollte es direkt bei der Inbetriebnahme geändert werden.
  • Eigenes WLAN-Passwort vergeben – auch hier sollten werksseitig vergebene Passwörter im Menü des Routers geändert werden. Als Verschlüsselung sollte nichts unter WPA2 ausgewählt werden.
  • WLAN-Gastzugang einrichten – ein zusätzliches Gäste-WLAN ermöglicht einen Internetzugang, ist aber sonst vom üblichen Heimnetz getrennt, so dass Besucher keinen Zugriff auf Computer, NAS-Speicher oder Smart-Home Komponenten haben.
  • Kindersicherung verwenden – einige Router verfügen direkt über eine Kindersicherung mit Filterfunktion für Internetseiten, um so Kinder vor ungewünschten Inhalten oder Seiten mit Schadsoftware zu schützen. Zusätzlich können in den Telefoneinstellungen des Routers kostenpflichtige Vorwahlen für Service-Hotlines oder ausländische Nummern blockiert werden.
Tipps für sichere Passwörter:

1. Unterschiedliche Passwörter für Router, Social Media, Shopping, Banking usw. verwenden!
2. Passwörter regelmäßig ändern!
3. Mindestens acht, besser mehr Zeichen verwenden. Dabei Groß- und Kleinschreibung, Sonderzeichen und Zahlen nutzen!
4. Keine Eigen- , Familien- oder Tiernamen verwenden. Das Passwort sollte möglichst nicht in Wörterbüchern vorkommen.
5. Keine gängigen Wiederholungs- oder Tastaturmuster, wie „asdfgh“ oder „1234abcd“ verwenden.
6. Passwort-Manager helfen bei der sicheren Speicherung der unterschiedlichen Passwörter.

Wussten Sie schon?

  • Der Begriff Router ist dem gleichbedeutenden englischen Wort entliehen und bedeutet zu deutsch „leiten, lotsen, steuern“.
  • Der Ausdruck „Im Internet surfen“ entstammt einem Magazin-Artikel der US-amerikanische Bibliothekarin Jean Armour Polly, die im Jahr 1992 vom Abbild eines Surfers auf ihrem Mauspad inspiriert wurde.
  • Nur 0,2 Sekunden benötigt eine einzige Google-Suchanfrage um im Schnitt etwa 2.500 Kilometer zu einem Rechenzentrum und mit Antwort zurück, zum Nutzer zu gelangen.

FAQ

Wie viel Strom kostet ein Router im Jahr?

Dies ist abhängig vom jeweiligen Modell und den gewählten Einstellungen, im Schnitt liegen die Stromkosten zwischen 20€ und 50€ pro Jahr. Den Stromverbrauch Ihres Routers ermitteln.

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Kann ich meinen Router nachts ausschalten?

Ja, die Einstellungen bleiben auch ohne Stromversorgung über mehere Monate gespeichert und der Router verbindet sich automatisch wieder mit dem Internet. Gerade in der Urlaubszeit kann so Strom eingespart werden. Den Stromverbrauch Ihres Routers ermitteln.

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Soll ich meinen Internetrouter bei Gewitter vom Strom trennen?

Viele Router einen integrierten Schutz vor Überspannung, allerdings ist dies kein hundertprozentiger Schutz vor einem Blitzschaden. Um das Risiko zu minimieren, sollten Sie vom Strom- und Telefonnetz getrennt werden.

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Kann man das WLAN an Routern erweitern?

Gerade in großen oder verwinkelten Gebäuden reicht das WLAN oft nicht in jeden Raum. Das WLAN-Signal kann hier mittels Repeatern oder über das Stromnetz (Powerline) erweitert werden. Beachten Sie jedoch, dass diese Geräte einen zusätzlichen Strombedarf haben.

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Noch einmal alle Formeln im Überblick:

\text{Stromverbrauch}=\text{Gesamtnutzungsdauer}\times\text{Leistungsaufnahme}

Der Stromverbrauch pro Jahr lässt sich dann ermitteln, indem man die Nutzungsdauer pro Jahr mit der Leistungsaufnahme multipliziert. Außerdem wird der errechnete Wert durch den Faktor 1000 dividiert, damit das Ergebnis in Kilowattstunden (kWh) angegeben ist.

 \text{Stromkosten}=\text{Stromverbrauch}\times\text{Kosten pro kWh}

Aus dem Stromverbrauch lassen sich dann mithilfe der Stromkosten pro Kilowattstunde (kWh) die jährlichen Stromkosten errechnen.

 \text{CO2-Emissionen}=\text{Stromverbrauch}\times\text{CO2-Aussto\ss{} pro kWh}

Analog zu den Stromkosten errechnen sich die Treibhausgasemissionen aus dem jährlichen Stromverbrauch und dem CO2-Ausstoß pro Kilowattstunde (kWh).