Router: Stromkosten berechnen

RouterIm Digitalen Zeitalter hat fast jeder Haushalt einen WLAN-Router. Was Sie die ständige Verbindung mit dem Internet jährlich kostet, berechnet dieser kostenlose Online-Rechner schnell und unkompliziert für Sie! Zusätzlich finden Sie die verwendete Formel sowie nützliche Hintergrund-Infos und praktische Tipps!

 Stromverbrauch eines Routers berechnen

 

 

Alternative Rechner: Wir bieten auch Rechner zur Berechnung der Stromkosten von Laptops und Spielekonsolen an.

Der einfache Start ins Internet

WLAN-Router bieten einen Luxus, von dem heutzutage Millionen von Haushalten profitieren. In Windeseile sind Drucker, Festplatten, Computer, Smartphones, Tablets oder Audio-Video-Receiver sowie Fernseher mit dem Internet verbunden – häufig sogar rund um die Uhr. Die Bedeutung des Routers, der als Schnittstelle zwischen den eigenen vier Wänden und der großen weiten Welt dient, ist nicht zu unterschätzen, sodass er aus der heutigen Zeit kaum mehr wegzudenken ist. Router ermöglichen nicht nur eine kabellose Nutzung des Internets, sondern bieten auch die Möglichkeit, über das lokale Netzwerk zu drucken, Fotos oder Musikstücke bereitzustellen oder zu telefonieren. Über ein virtuelles privates Netzwerk – das VPN – ist es ebenfalls möglich, über mit dem Router verbundene Daten der Festplatte außer Haus zu bearbeiten.

Viele Internetprovider treffen die Auswahl des WLAN-Routers für ihre Nutzer. Die entsprechenden Geräte sind allerdings häufig qualitativ weniger wertig und bieten somit auch weniger Möglichkeiten zur Konfiguration. Viele Geräte sind bei Lieferung bereits vorkonfiguriert und können nur im geringen Maße an die Wünsche des Nutzers angepasst werden. Zukünftig plant die Bundesregierung jedoch diesen Router-Zwang endgültig zu beenden und die freie Wahl des Geräts zu ermöglichen. Die Auswahl des richtigen Geräts gewinnt somit an Bedeutung und kann die Sicherheit des Heimnetzwerks stärken.

Was sollte generell bei der Wahl und bei der Konfiguration eines WLAN-Routers beachtet werden?

Bereits vor dem Kauf sollte man folgende Überlegungen anstellen:

  • Ist der gewünschte Router für meinen Internetanschluss (DSL/Kabel) geeignet?
  • Kann die Landessprache in der Konfigurationsoberfläche eingestellt werden?
  • Kann der WLAN-Router vom Anwender selbst einfach administriert werden, ohne aus Versehen sicherheitsrelevante Einstellungen zu verändern oder abzuschalten.
  • Verfügt das Gerät über aktuelle Sicherheitsfunktionen wie eine Firewall und unterstützt aktuelle Authentifizierungs- und Verschlüsselungsprotokolle?
  • Werden für den Router regelmäßig und langfristig kostenlose Sicherheitsupdates zur Verfügung gestellt?
  • Gibt es eine kompetente Hersteller- oder Händler-Hotline?
  • Bietet der WLAN-Router einen Gästezugang für Besucher?

Maximilian Hartung, Experte für IT-Compliance und Informationssicherheit der Datenschutz Agentur

Router

Das Tor zum Internet: Die WLAN-Router ermöglichen den Zugang zum globalen Netz.

Sicher im Netz

Der Sicherheitsaspekt stellt viele Besitzer eines Routers hingegen vor besondere Herausforderungen. Nicht jedes Gerät dieser Form ist grundsätzlich sicher eingestellt und schützt das eigene Funknetz mithilfe einer Verschlüsselung. Sind Nutzer im Besitz einer derartigen Einrichtung, sollten sie diese unter Verwendung eines WLAN-Schlüssels absichern. Diese Verschlüsselung sollte mindestens dem WPA-Standard entsprechen. Allerdings ist WPA2 noch empfehlenswerter. Für dessen Aktivierung im Routersystem ist es erforderlich, den durch den Routerhersteller vorgeschlagenen WLAN-Schlüssel durch einen eigenen zu ersetzen. Der Schlüssel sollte sicher sein und weder WDS, noch WPS enthalten.

Für WLAN-Besitzer ist es ratsam, als SSID (das ist die Bezeichnung des Netzwerks) einen sprechenden Namen zu verwenden, der in der Liste verfügbarer Netzwerke unkompliziert wieder erkennbar ist. Unter Hinzufügung der Zeichenfolge „_nomap“ (ohne „“) weisen Nutzer die „Spionage“-Autos von Google automatisch an, dieses Funknetzwerk nicht zu registrieren. Vom Verstecken der SSID wird hingegen abgeraten. Ein Verstecken der SSID bietet keine Sicherheit, um aus einem Mitschnitt des Funkverkehrs über Google Streetview nicht ermittelt zu werden. Zudem erschweren sich die Nutzer die Anmeldung im WLAN auf diese Weise unnötig.

Experten für Datensicherheit fassen die Hinweise für den sicheren Betrieb eines WLAN-Routers wie folgt zusammen:

Die Datensicherheit spielt bei der Auswahl und beim Betrieb eines WLAN-Routers eine maßgebliche Rolle. Ohne Absicherung des drahtlosen Netzwerks und des WLAN-Routers kann es sehr schnell zu bösen Überraschungen, wie ein ungewollten Zugriff von Hackern auf das heimische Netzwerk und der darin gespeicherten Nutzerdaten, kommen. Bereits mit einfachen Maßnahmen kann man das private Netzwerk gut gegen Datendiebstahl und Manipulation schützen.

Folgende Hinweise sorgen für einen sicheren Betrieb des WLAN-Routers:

  • WLAN-Router bei Konfigurationsänderungen immer vom Internet trennen
  • Herstellerkennwort des WLAN-Routers ändern
  • Netzwerknamen (SSID) durch eine Phantasiebezeichnung ersetzen und nach Grundeinrichtung des WLANs abschalten
  • Konfiguration des Routers (Weboberfläche) durch ein sicheres Passwort schützen
  • Weboberfläche des Routers immer über die sichere https: Adresse aufrufen und Fernzugang über das Internet abschalten
  • Regelmäßig die Firmware aktualisieren oder das Autoupdate dazu verwenden
  • Mac-Filter für die eigene Geräte im Netzwerk aktivieren
  • WPA2 mit AES als Verschlüsselungsverfahren einstellen
  • Wi-Fi Protected Setup (WPS) nach der Grundeinrichtung deaktivieren
  • Bei Veräußerung vorher auf Werkseinstellung zurücksetzen

Maximilian Hartung, Experte für IT-Compliance und Informationssicherheit der Datenschutz Agentur

Wie funktioniert der Rechner?

Der Rechner gibt über den jährlichen Stromverbrauch eines Routers Auskunft. Einfach die Leistungsaufnahme (Watt) des Routers eingeben und schon ermittelt der Rechner den Energiebedarf für die Nutzungsdauer von einem Jahr. Dieser Wert bildet die Basis für die Berechnung der Stromkosten, in die die typischen CO2-Emissionswerte sowie der Strompreis miteinbezogen sind. Der Strompreis basiert dabei auf einem aktuellen Durchschnittswert.

Gibt es Möglichkeiten, den Stromverbrauch eines Routers sinnvoll zu mindern?

Zunächst kann bei vielen Routern über die Sendeleistung des WLAN-Signals Energie gespart werden: In einer Wohnung mit guter Funkversorgung kann die Sendeleistung des WLANs über die Router-Einstellungen reduziert und so für einen geringeren Stromverbrauch gesorgt werden. Häufig lässt sich das WLAN nicht nur per Taste, sondern auch über einen Zeitplan zu bestimmten Tagezeiten – zum Beispiel Nachts – automatisch abstellen.  Zur Not kann auch eine Zeitschaltuhr den Router nachts komplett abschalten.

Bei Routern mit Gigabit-Netzwerk-Anschlüssen ist auch immer öfter eine Standby-Funktion integriert, die bei ungenützten Anschlüssen und kurzen Kabelstrecken mit fast keiner bzw. mit reduzierter Leistung arbeitet. Solche Geräte tragen dann beispielsweise die Zusatzbezeichnung „Green Ethernet“.

Nutzt man mobile Geräte im WLAN-Betrieb, so hilft die Funktion „WMM-Power Save“ den Energieverbrauch zu senken und somit für eine längere Akkulaufzeit zu sorgen.

Was sollte generell bei der Wahl und bei der Konfiguration eines Routers beachtet werden?

Generell lohnt sich ein Blick auf die Effizienzklasse des Routers. Diese Information findet sich in der Regel in Form des Gütesiegels „Efficiency Level“ auf dem Typenschild des Netzteils. Modelle, die vor Mai 2011 in die EU importiert wurden, haben bezüglich der Stromversorgung meist noch eine niedrigere Effizienzklasse, so dass das Netzteil mehr Strom für sich alleine verbraucht. Hier kann darüber nachgedacht werden, sich ein moderneres Gerät mit Netzteil der Effizienzklasse „V“ anzuschaffen. Die Effizienzklassen gehen von I bis V, wobei V die höchste und somit effizienteste Klasse darstellt.

Michael Seipp, Product Marketing Manager bei D-Link Deutschland

Normal- und Ökostrom haben unterschiedliche CO2-Emissionen und belasten das Klima unterschiedlich stark. Hier finden sich Stromspartipps. Für den Strompreis ist ein  aktueller Durchschnittswert vorausgewählt. Falls Sie Ihren Strompreis kennen, können Sie diesen natürlich entsprechend anpassen.

Formeln für Stromverbrauch und Kosten

Noch einmal alle Formeln im Überblick:

\text{Stromverbrauch}=\text{Gesamtnutzungsdauer}\times\text{Leistungsaufnahme}

Der Stromverbrauch pro Jahr lässt sich dann ermitteln, indem man die Nutzungsdauer pro Jahr mit der Leistungsaufnahme multipliziert. Außerdem wird der errechnete Wert durch den Faktor 1000 dividiert, damit das Ergebnis in Kilowattstunden (kWh) angegeben ist.

 \text{Stromkosten}=\text{Stromverbrauch}\times\text{Kosten pro kWh}

Aus dem Stromverbrauch lassen sich dann mithilfe der Stromkosten pro Kilowattstunde (kWh) die jährlichen Stromkosten errechnen.

 \text{CO2-Emissionen}=\text{Stromverbrauch}\times\text{CO2-Aussto\ss{} pro kWh}

Analog zu den Stromkosten errechnen sich die Treibhausgasemissionen aus dem jährlichen Stromverbrauch und dem CO2-Ausstoß pro Kilowattstunde (kWh).