Heizlüfter: Stromverbrauch & Kosten berechnen + Spartipps

Elektrische Heizlüfter sind kostengünstig in der Anschaffung und machen schnell mollig warm. Aber wie viel Strom verbraucht eigentlich ein Heizlüfter? Und wie macht sich der Verbrauch auf der Stromrechnung bemerkbar? Auf dieser Seite finden Sie einen Heizlüfter-Verbrauchsrechner, Informationen zum Messen des Stromverbrauchs und Tipps zum Stromsparen.

Stromverbrauch von Heizlüftern berechnen

Den Stromverbrauch eines Gerätes ermitteln

Mit einem Energiekostenmessgerät (Strommessgerät mit Stromkostenausgabe) kann nicht nur der Verbrauch ermittelt werden, es zeigt auch die verursachten Stromkosten an. Dazu muss der Strompreis zunächst am Messgerät eingegeben werden. Die Stromkosten in Cent sind der letzten Rechnung zu entnehmen oder können beim Stromanbieter erfragt werden – die Eingabe erfolgt in Cent pro kWh.

Um zuverlässige Werte zu erhalten nach dem Anschalten des zu prüfenden Gerätes etwas mit der Messung warten – gelegentlich ist der Verbrauch kurzfristig am Anfang ein wenig höher. Weiterhin hängt die Zuverlässigkeit der Werte von der Dauer der Messung ab.

Um den durchschnittlichen Verbrauch möglichst genau zu ermitteln, sollte mindestens über eine Woche gemessen werden.

Hier erhalten Sie weitere Informationen, wie der Stromverbrauch exakt gemessen werden kann.

Strompreis

Den durchschnittlichen Strompreis pro KWh entnehmen Sie den Vertragsunterlagen Ihres Stromanbieters. Die aktuellen durchschnittlichen Stromkosten finden Sie hier.

Wirkungsgrad von elektrischen Heizungen

Angesichts der Gaspreis-Krise greifen Verbraucher vermehrt zu elektrischen Heizlüftern. Die Hoffnung: Strom sei immer verfügbar und billiger als mit der Heizung zu heizen. Doch Heizlüfter sind nicht für den Dauergebrauch oder das Erwärmen einer ganzen Wohnung/Haus gedacht.

Die Stromkosten summieren sich aufgrund der ebenfalls gestiegenen Kosten pro KWh innerhalb einer Saison auf teils enorme Summen – insbesondere, wenn gleich mehrere Geräte betrieben werden.

Sinnvoll ist der Einsatz von Heizlüftern nur selten. Zum Beispiel, wenn es besonders schnell gehen muss: etwa morgens für ein paar Minuten im Bad. Als stundenlang laufender Ersatz für eine Gasheizung sind Heizlüfter nicht zu gebrauchen. Denn Strom ist nach wie vor viel teurer als Gas – und sorgt oft auch für mehr CO2-Emissionen. Heizlüfter sind als weder gut für den Geldbeutel noch für das Klima. Besser ist es, als erstes das eigene Sparpotenzial zu ermitteln und dann effizienter zu heizen.

Jens Hakenes, Experte für die Themen Heizkosten und Stromkosten

Egal ob Heizlüfter, Gebläse, Keramikheizung oder trendiges Infrarotpanel: Der Wirkungsgrad ist bei elektrisch betriebenen Heizungen niedriger als bei einer zentralen Heizung. Übrigens unabhängig ob es sich dabei um Fernwärme, Gas- oder Ölheizung oder Wärmepumpe handelt. Der Grund: Gas und Öl stehen als natürlicher Rohstoff zur Verfügung. Strom hingegen muss überwiegend erst erzeugt werden. So geht von der Stromerzeugung bis hin zur Wärme viel Energie verloren.

Quellen und weitere Recherche