Schuhgrößen: Formeln, Normen, ISO, Hintergründe

Wenn man sich die unterschiedlichen Schuhgrößensysteme so anschaut, könnte man meinen, dass jedes Land im Grunde genommen macht, was es will. Und tatsächlich ist es so, dass die unterschiedlichen Schuhgrößen-Systeme der einzelnen Länder historisch gewachsen sind und deshalb sehr unterschiedlich sind.

Theoretische Grundlagen: ISO, Normen und Schuhmaßsyteme

  • In Europa gilt der Pariser Stich (ein Pariser Stich = 2/3 cm = 0,67 cm) als Bemessungsgrundlage für die Leisten. Hier wird die Schuhgröße in Zentimetern aus der Fußlänge berechnet.
  • Die UK-Größe basiert auf dem Barleycorn.
  • die US-Größe auf dem Brannock-System des Schusters Charles Brannock. Dabei wäre es doch viel einfacher, wenn es eine ISO-Norm gibt, die beispielsweise die Schuhinnenlänge für alle Länder der Welt standardisiert.

Tatsächlich gibt es diese Bestrebungen auch – und tatsächlich gibt es sogar auch schon ein genormtes System. Doch von vorn:

Die International Organization for Standardization (ISO) ist die internationale Vereinigung von Normungsorganisationen, die internationale Normen in nahezu allen Bereichen erarbeitet. Auch für Schuhgrößen wurde eine solche Norm erarbeitet, allerdings hat sich diese in den USA, Europa und UK (noch) nicht wirklich durchgesetzt.

Anders sieht es im asiatischen Raum aus. Hier wird das Mondopoint-System eingesetzt. Dieses ist streng normiert (ISO 9407:2019, Vorgänger ISO-Spezifikation ISO/TS 19407:2015(E)) und wird in der Praxis auch so umgesetzt.

Diese Norm ISO/TS 19407:2019 soll irgendwann international standardisiert werden. Daneben sollen die verschiedenen Größensysteme der Länder jedoch weiterhin bestehen bleiben.

Die Schuhgröße im Mondopoint-System entspricht der Länge und Breite des Fußes und wird in Millimetern angegeben. So wird eine hohe Passgenauigkeit ermöglicht. Neben der Fußlänge wird in der ISO-Norm auch die Zehenfreiheit normiert. Das bedeutet, dass für jedes wichtige Schuhgrößen-System eine entsprechende Umrechnungsformel hergeleitet und standardisiert werden muss.

Schuhgrößen berechnen – Formeln

Wer eine Formel sucht, um die Schuhgröße zu berechnen, muss zunächst wissen, nach welchem Größensystem gerechnet werden soll. Es gibt aktuell vier international relevante Schuhgrößensysteme:

  • Mondopoint: Basiert auf Zentimetern, die Schuhgröße ist von der Länge und Weite der Füße abhängig und wird in Millimetern angegeben. Dieses System ist in Asien und Russland verbreitet und wird außerdem beim Militär (Nato, Bundeswehr) eingesetzt. Es ist das einzige ISO-genormte Schuhgrößensystem.
  • Der Pariser Stich: Basiert ebenfalls auf dem metrischen System. Ein Pariser Stich beträgt 2/3 Zentimeter, das sind 0,67 cm. Der Pariser Stich ist Basis der europäischen Schuhgrößensysteme, z. B. der EU-Schuhgröße
  • Barleycorns: Basiert auf dem angloamerikanischen Maßsystem. Ein Barleycorn beträgt 1⁄3 Zoll = 8,46 mm. Dieses System bestimmt die UK-Schuhgrößen.
  • Brannocks: Basiert ebenfalls auf Zoll bzw. Inches. Gemessen wird mit einem speziellen Messgerät (Brannocks device), unterschieden wird zudem zwischen Männergrößen, Frauengrößen und Kindergrößen. Dieses System wird in den USA angewendet und bestimmt die US-Schuhgrößen.

Da die Schuhgrößensysteme bis auf das Mondopoint-System nicht genormt sind, sind auch innerhalb eines Systems Größenunterschiede möglich. Es ist weder genau definiert, worauf sich die Schuhlänge bezieht (Länge der Innensohle, Länge des Leistens. Schuhinnenlänge), noch ist die Zugabe, die Hersteller einräumen, um den Zehen in der Schuhspitze Platz zu geben, definiert. Üblich ist ein Abstand vorne von 1 bis 1,5 cm.

US-Schuhgrößensystem (Formeln)

In den USA gibt es zwei Messsysteme, um die Schuhgröße zu ermitteln: Das Barleycorn und das Brannock-System. Da mittlerweile letzteres gebräuchlich ist, konzentrieren wir uns auf dieses System.

Der Schuhverkäufer Charles Brannock entwickelte 1929 ein Schuhgrößen-Messsystem und ein zugehöriges Messgerät, das nach ihm benannt wurde. Das Brannock Messgerät (englisch: Brannock device) ermittelt nicht nur die Fußlänge, sondern auch die Länge zwischen der Ferse und dem breitesten Punkt des Fußes sowie die Fußbreite. Damit handelt es sich um eine sehr genaue Messmethode.

So werden US-Schuhgrößen nach dem Brannock-System berechnet:

Die Berechnung der US-Schuhgrößen erfolgt nach den folgenden Formeln.

Herrengröße (US) = Fußlänge in Zoll × 3 − 22
Herrengröße (US) = Fußlänge in cm ÷ 2,54 × 3 − 22

Damengröße (US) = Fußlänge in Zoll × 3 − 21
Damengröße (US) = Fußlänge in cm ÷ 2,54 × 3 − 21

Kindergrößen erhalten eine Zugabe, die das Wachstum der Füße berücksichtigt. Die Formel zur Berechnung von US-Schuhgrößen für Kinder lautet demnach:

Kindergröße (US) = Fußlänge in Zoll × 3 − 93⁄4.

Das US-System verwendet also nicht nur völlig andere Zahlen (1 – 15), um die Schuhgrößen zu markieren, sondern basiert auch auf einem anderen Längenmesssystem.

Während in Europa das metrische System verwendet wird (Zentimeter, Meter), wird in den USA das angloamerikanische Maßsystem (Inches bzw. Zoll) verwendet. Außerdem unterscheidet das Brannock-System zur Ermittlung der Schuhgrößen zwischen Schuhgrößen für Männer, Frauen und Kinder. Das bedeutet: Gerade beim Online-Shopping sollte man darauf achten, ob es sich bei dem Schuh der Wahl um ein Herrenmodell oder ein Damenmodell handelt. Denn die angegebene US-Schuhgröße gilt je, nachdem entweder für Frauen oder Männer – und diese Größen unterscheiden sich zum Teil um bis zu zwei EU-Größen.

Beispiel: Die US-Frauengröße 9 entspricht der EU-Größe 40. Die US-Männergröße 9 dagegen entspricht der EU-Größe 41,5. Der Herrenschuh würde der Dame demnach nicht passen und umgekehrt ebenfalls.

Aber das Brannock Messgerät ermittelt nicht nur die Fußlänge, sondern auch die Länge der Fußsohle: Eine besondere Skala auf dem Messgerät zeigt die Länge zwischen Ferse und der breitesten Stelle des Fußes. Fällt die entsprechende Schuhgröße größer aus als die, die bei der Messung der gesamten Fußlänge ermittelt wurde, gilt diese Schuhgröße. Streng genommen lässt sich die korrekte US-Schuhgröße demnach nicht ohne Brannock-Messgerät ermitteln.

Zusätzlich ermittelt das Brannock-Messgerät auch die Breite des Fußes. Diese wird mit den Kennbuchstaben AAA, AA, A, B, C, D, E, EE, und EEE angegeben. Die Breiten liegen jeweils 3⁄16 Zoll auseinander, sind aber je nach Schuhgröße unterschiedlich breit.

Als durchschnittliche Breite gilt die Breite D. Sie beträgt in der Herrengröße 2 genau 3 Zoll (76,2 mm) und nimmt mit jeder ganzen Größe um jeweils 1⁄8 Zoll (3,175 mm) zu.

Hier können Sie EU-Schuhgrößen in US-Schuhgrößen umrechnen – für Herren oder Damen.

UK-Schuhgrößensystem (Formeln)

Das britische oder englische Schuhgrößensystem basiert auf dem nicht standardisierten Barleycorn-System. Die Leistenlänge wird in sogenannten Barleycorns angegeben:

Ein Barleycorn = 1⁄3 Zoll = 8,46 mm

Die Skala beginnt bei 12 Barleycorns = 101,6 mm mit der Kindergröße 0. Auf die Kindergröße 13 1⁄2 folgt die erste Erwachsenengröße 1: 26 Barleycorns = 22,0 cm.

So werden UK-Schuhgrößen nach dem Barleycorn-System berechnet:

Die Berechnung der UK-Schuhgrößen erfolgt nach den folgenden Formeln.

Kindergröße (UK) = Leistenlänge in Zoll × 3 − 12
Kindergröße (UK) = Leistenlänge in cm ÷ 2,54 × 3 − 12

Erwachsenengröße (UK) = Leistenlänge in Zoll × 3 − 25
Erwachsenengröße (UK) = Leistenlänge in cm ÷ 2,54 × 3 − 25

EU-Schuhgrößensystem (Formeln)

Das europäische Schuhgrößen-System gilt für alle EU-Länder und gibt die Innenlänge des Schuhs bzw. die Leistenlänge an. Es basiert auf dem sogenannten „Pariser Stich“: 2⁄3 cm = 6,6 mm.

Die EU-Schuhgröße ergibt sich demnach aus der folgenden Formel:

Die Schuhgröße (EU) = Innenlänge in cm × 1,5

Von der Fußlänge ausgehend lautet die Formel etwas abweichend:

Schuhgröße (EU) ≈ (Fußlänge in cm + 1,5) × 1,5

Denn auf die Fußlänge werden nochmals 15 mm addiert, als Zugabe für die Zehenfreiheit in den Schuhen. Da das System nicht genormt ist, kommt es insbesondere bei dieser Zugabe zu Abweichungen je nach Hersteller und Schuhtyp. Manche Hersteller schlagen eine geringere Zugabe auf – zum Beispiel nur 1 cm. Andere hingegen mehr.

Manchmal weichen auch nicht nur die Zugaben ab, sondern die Bezugsgrößen: Beispielsweise, wenn die Leistenlänge statt der Innenlänge zur Schuhgrößenberechnung verwendet wird.

Deshalb können Schuhe von Land zu Land, aber auch von Hersteller zu Hersteller oder gar von Schuh zu Schuh abweichen. Um ein Anprobieren der Schuhe kommt man also nicht herum, wenn man tatsächlich passende Schuhe kaufen möchte.

Schuhgrößensysteme

Zwar gibt es kein einheitliches Schuhgrößensystem für die ganze Welt. Doch gemessen an der Anzahl an Ländern auf der Erde gibt es eigentlich nur ganz wenige relevante Schuhgrößensysteme:

  • EU-Schuhgrößen – die auf dem Pariser Stich basieren
  • US-Schuhgrößen – die auf dem Brannock-System basieren
  • UK-Schuhgrößen – die auf dem Barleycorn basieren
  • Mondopoint – das auf der Fußlänge und Fußweite in Millimetern basiert und für chinesische, koreanische, taiwanesische und russische Schuhgrößen verwendet wird

Bis in die 1990er Jahre gab es auch noch französische, spanische und italienische Schuhgrößen. Mittlerweile werden die Schuhgrößen jedoch europaweit als EU-Größe angegeben. Eine F, ES oder I-Größe trifft man nur noch selten an.

Barleycorn und Brannock basieren auf dem angloamerikanischen Maßsystem, das Längen in Zoll bzw. Inches angibt. Der Pariser Stich basiert auf dem metrischen System und entspricht 2/3 Zentimeter (6,6 mm).

Mondopoint ist das einzige genormte System und ist in Russland und im asiatischen Raum, insbesondere in China, Japan, Taiwan und Südkorea verbreitet.

Das Mondopoint-System ist metrisch und beispielsweise in JIS S 5037:1998 (Japan), CNS 4800, S 1093 (Taiwan) oder KS M 6681 (Südkorea) normiert. Es werden Fußlänge und Fußumfang berücksichtigt. Die Fußlänge wird in Zentimetern angegeben, wobei eine Abstufung von 5 mm verwendet wird.

Warum fallen Schuhe unterschiedlich groß aus?

Schuhe fallen unterschiedlich groß aus, weil es unterschiedliche Schuhgrößensysteme gibt – und selbst die bis auf eine Ausnahme nicht standardisiert sind. So ist das Mondopoint-System beispielsweise ISO-zertifiziert. Dieses wird bislang aber nur in Asien und Russland verwendet. In Europa und den USA gelten andere, nicht standardisierte Größensysteme. Hier kann es innerhalb dieser Systeme zu Abweichungen kommen, weil alle Hersteller unterschiedliche Zugaben für die Zehenfreiheit oder auch in der Weite bestimmen können. Auch ist nicht definiert, ob die Schuhlänge an der Innensohlenlänge, der Leistenlänge oder der Schuhinnenlänge gemessen wird. Erschwert wird das ganze dadurch, dass selbst Größentabellen von Herstellern teilweise Fehler enthalten. So ist es natürlich schwierig, passende Schuhe zu finden. Einige Hersteller wollen es ihren Kunden auch ganz bequem machen und gestalten die Schuhe größer und weiter. Andere Hersteller fahren das etwas absurde System des Vanity Sizings. Hierbei handelt es sich um eine Methode, bei der Labels eine kleinere Größe vergeben, um den Kunden mit der kleineren Größe zu schmeicheln. Auch Herstellungsprozesse können zu Größenabweichungen führen. Gerade Lederschuhe lassen sich häufig nicht genau produzieren, manchmal wird in der Produktion auch schlichtweg schlampig gearbeitet.

Was bedeutet bei Schuhgrößen 2/3 oder 1/3? Was bedeuten halbe Größen wie .5 oder 1/2?

Wer beispielsweise die Schuhgröße 39 1/3 oder 42 2/3 sieht, hat es entweder mit einem Hersteller zu tun, der auch Zwischengrößen herstellt. Oder aber – und das ist wahrscheinlicher – die ursprüngliche Größe, beispielsweise eine US-Größe wurde in die EU-Größe umgerechnet und gerundet. So entstehen Größen wir 39 1/3 oder 42 2/3. Wer sich nicht sicher ist, welche Größe er in diesem Fall wählen sollte: Am besten immer die nächstgrößere wählen. Also wer Größe 39 trägt, sollte nicht Größe 38 2/3 wählen, sondern 39 1/3. Halbe Schuhgrößen sind ebenfalls durchaus verbreitet. Viele Hersteller haben erkannt, dass nicht jeder in das europäische Schuhgrößensystem passt und bieten deshalb auch Zwischengrößen. Manchmal ergeben sich diese Zwischengrößen auch, weil die Schuhe in einem Land mit angloamerikanischem Maßsystem (Großbritannien oder USA) gefertigt wurden und die Umrechnung in EU-Größen auch halbe oder gar drittel bzw. zweidrittel Größen ergibt.

Es gibt einen Schuh nur noch in einer halben Größe, z.B. 38,5. Was sollte ich nehmen, wenn ich eigentlich 38 bin?

Das lässt sich so pauschal nicht sagen. Man muss Schuhe grundsätzlich anprobieren. Das gilt besonders dann, wenn sie von der eigentlichen Schuhgröße abweichen. Eine halbe Nummer größer ist für viele überraschend bequem. Für andere, die womöglich gerade so in ihrer Schuhgröße gelandet sind, könnte der Schuh aber deutlich zu groß sein. Deshalb gilt: Immer anprobieren, am besten auch im Geschäft und nicht online kaufen.

Wie ist die italienische, spanische oder französische Schuhgröße in Deutsch?

Mittlerweile entsprechen die italienische, spanische und französische Schuhgröße der deutschen bzw. der EU-Schuhgröße.

Wie viel Platz bei Wanderschuhen? Eine Nummer größer kaufen?

Wanderschuhe sollten Sie grundsätzlich um immer im Laden anprobieren und Probelaufen. Faustregeln wie ‚eine Nummer größer kaufen‘ sollten Sie dagegen lieber vergessen. Bei solchen Spezialschuhen kommen Sie an einer Fachberatung im Geschäft nicht vorbei, es sei denn, Sie haben langjährige Erfahrung im Wandern – und dem Wanderschuhkauf. Denn wenn ein Wanderschuh nicht richtig sitzt, sind Blasen programmiert und Sie werden auf der geplanten Wanderung keine Freude haben.

Laufschuhe eine Nummer größer kaufen?

Nein. Laufschuhe sollten passen. Die Faustregel ‚eine Nummer größer kaufen‘ ist veraltet. Hersteller planen durchaus ein, dass der Fuß und vor allem die Zehen beim Laufen Platz brauchen. Notfalls ist es zwar besser, einen größeren Schuh als ein zu enges Modell zu tragen. Dadurch werden beispielsweise die unangenehmen ‚Läuferzehen‘ vermieden – Blutergüsse unter dem Zehennagel. Bestenfalls passt der Schuh aber perfekt. Nur dann bietet er Halt, gibt gleichzeitig genug Raum für den Abrollprozess und bei Bedarf auch geeignete Dämpfung. Deshalb sollten Sie Laufschuhe immer im Fachgeschäft, am besten mit Laufbandanalyse kaufen.

Was ist besser: Schuhe online oder im Laden kaufen?

Ob Zalando, Rieker, Mango, Otto & Co: Schuhkauf im Netz hat sich durchgesetzt. Früher war der Kauf von bestimmten Schuharten und Modellen nur in spezialisierten Fachgeschäften möglich. Wer Übergrößen, Arbeitsschutzschuhe, Mädchenschuhe, Ballerinas, Fitnessschuhe, Schuhwerk für Running, edle Schürstiefel oder Trekkingsandalen brauchte, musste einen Spezialisten, Schuhmacher oder zumindest größeres Schuhgeschäft aufsuchen. Heute gibt es im Netz alles zu bestellen, kaum ein Hersteller wie Caprice, Brooks, Gel-Kayano, Grashopper, Timberland oder Sing Slippers kann es sich leisten, nicht mit seine Markenschuhen präsent zu sein. Teilweise sind neue Modelle heute sogar schneller online, als im Fachgeschäft.

Ja, es ist bequem und die Bestellung über Bestellhotline oder Online ist verführerisch – immerhin kann man sie Sonntag abends auf dem Sofa durchführen. Und aufgrund verbraucherfreundlicher Gesetze und AGB ist die Retoure auch einfach und in den meisten Fällen kostenfrei.

Das große Aber: Im Gegensatz zum Kauf in der Filiale gibt es keine Kundenberatung und es gibt nicht die Möglichkeit, verschiedene Schuhe anzuprobieren. Zwar hat man zu Hause die Möglichkeit, die Schuhe mit verschiedenen Socken (dicke Wollsocken, normale Socken usw.) anzuprobieren, allerdings sind die Möglichkeiten im Geschäft zu probieren größer. Den wer bestellt sich schon alle Zwischengrößen nach Hause? Allenfalls Einheitsgrößen in Standardweite und in der Abstufung ganze Größe werden probiert. Spezialweiten, Bequemweiten, auf das Ballenmaß abgestimmte Damenschuhmodelle und verschiedene Absatzhöhen kann nur ein größerer Schuhladen vorhalten.

Wer online Schuhe in der falschen Größe kauft, sollte retournieren. Tragekomfort und eine gute Durchblutung der Füße sind nur bei richtiger Länge und der richtigen Breite gewährleistet. Fußschmerzen oder Schmerzen in den Beinen sollten allenfalls beim Eintragen/Einlaufen für sehr kurze Zeit ignoriert werden. Füße benötigen schlicht genug Freiraum. Wer zu klein oder groß kauft, riskiert Fehlstellungen der Füße und irreversible Schiefstellungen.