Wasserkosten berechnen, Durchschnitt pro Person / m³ + viele Spartipps

wassertropfenSämtliche Haushalte in Deutschland erhalten jährlich ihre Wasserkostenabrechnung, die leider sehr häufig mit einem Anstieg der Kosten verbunden ist. Doch wie werden die Kosten berechnet? Wie hoch ist der durchschnittliche Verbrauch? Mit dem Wasserkostenrechner erhalten Sie einen Überblick über monatliche und jährliche Kosten. Für Single-Haushalte, 2-, 3- und 4-Personen-Haushalte. Inklusive vieler Tipps zum Wasserkosten sparen. 

Wasserkosten berechnen

Mit diesem Rechner können die Wasserkosten berechnet werden. Dabei geht es um die reinen Bezugskosten für Trinkwasser und die anfallenden Kosten für Abwasser.

Dabei wurden typische Verbrauchswerte für 1-Personen, 2-Personen, 3-Personen, 4-Personen und 5-Personen-Haushalte hinterlegt. Für Hamburg, München, Berlin, Frankfurt, Köln und Stuttgart wurden aktuelle durchschnittliche Wasserkosten vorausgefüllt. Bei allen anderen Städten muss auf die jeweiligen Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen zurückgegriffen werden. Bitte beachten Sie, dass es sich dabei nur um Durchschnittswerte handelt und sich die Kosten selbst zwischen sehr nahen Städten bereits erheblich unterscheiden!

Wasserkosten inklusive Erwärmung berechnen

Noch viel spannender als der reine Wasserpreis sind die Kosten inklusive Erwärmung – also dem Warmwasserverbrauch. Verbrauchen Sie mehr Wasser als Ihr Nachbar? Wie hoch darf mein Wasserverbrauch sein? Was sind durchschnittliche Warmwasserkosten für einen Single-Haushalt, wie viel betragen die Wasserkosten für eine Familie? Wie viel kostet die Erwärmung von Wasser genau? Und wie unterscheiden sich die Kosten bei den verschiedenen Systemen wie elektrischem Durchlauferhitzer, Boiler oder Therme?



Wie werden Warmwasserkosten berechnet?

Anders als bei Kaltwasser muss eine Abrechnung der Warmwasserkosten nach dem tatsächlichen Verbrauch erfolgen, da sie als Heizkosten gewertet werden. Voraussetzungen für diese Regelung ist, dass es wenigstens zwei Wohnungen/Mietparteien gibt, die von einer zentralen Heizungsanlage versorgt werden.

Nimmt der Vermieter keine verbrauchsabhängige Abrechnung vor, steht dem Mieter eine Kürzung seines Kostenanteils um bis zu 15 Prozent zu. Ausnahme: Wenn jede Wohnung allerdings über eine eigene Warmwassererwärmung verfügt (Durchlauferhitzer oder elektrische Boiler), dann müssen die Warmwasserkosten nicht separat abgerechnet werden.

Die konkreten Kosten für Warmwasser können bis zu 20 Euro je Kubikmeter betragen, wobei neben dem reinen Wasserverbrauch auch die Aufbereitung, die Abfuhr als Abwasser und weitere Kosten einspielen.

Gerechte Wasserkosten?

Gerade Mieter regen sich oft über zu hohe Wasserkosten auf, was durch die Art der Berechnung sogar oft begründet ist. In vielen Fällen findet keine Abrechnung des tatsächlichen Verbrauchs, sondern eine pauschale Abrechnung nach der Quadratmeterzahl oder Personen im Haushalt statt. So kann es passieren, dass ein Single der nur selten zu Hause ist genau so viel zahlen muss wie die Großfamilie nebenan. Streit ist hierdurch vorprogrammiert und lässt Zweifel aufkommen, ob die Wasserkosten wirklich immer gerecht berechnet werden.

Durchschnittlicher Wasserverbrauch

Nach aktuellen Erhebungen liegt der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Person und Tag bei 122 Litern. Die Tendenz zeigt dabei nach unten: Im Jahr 1991 wurden noch 144 Liter durchschnittlich pro Person verbraucht, im Jahr 2004 waren es 126 Liter. So individuell der Verbrauch auch ausfällt, zeigt die folgende Aufstellung die Verteilung des Wasserverbrauchs auf verschiedene Bereiche:

  • 40 Liter für Toilette
  • 40 bis 20 Liter für Dusche
  • 30 Liter für Waschmaschine
  • 15 bis 5 Liter für Händewaschen und Körperpflege
  • 7 Liter für Geschirr spüren
  • 7 bis 5 Liter für Putzen und Küche
  • 3 Liter für Trinken und Essenszubereitung

Die Wasserkosten haben wesentlich dazu beigetragen, dass Haushalte sensibler mit der Ressource Wasser umgehen. Hierbei geht es weniger um die abgerechneten Kosten für Frischwasser, als die begleitenden Kosten für die Entsorgung bzw. die angerechneten Abwasserpreise. Diese haben zu einer großen Nachfrage nach Technologien zum Wasser sparen geführt, was von der Stopp-Funktion am WC bis zu effizienteren Spül- und Waschmaschinen reicht.

Wie werden Wasserkosten berechnet?

Die Berechnung der Wasserkosten ist durch die Betriebskostenverordnung (BetrKV) geregelt. Es handelt sich um umlegbare Betriebskosten, die der Vermieter an seine Mietparteien weitergeben darf. Neben dem reinen Wasserverbrauch dürfen auch Begleitkosten weitergegeben werden, beispielsweise für den Betrieb einer Wasseraufbereitungsanlage. Besonders deutlich ins Gewicht fallen die Kosten für Abwasser. Streng genommen zahlt man für jeden Liter also doppelt: Einmal dafür das man Wasser enthält und einmal dafür das er als Abwasser abgeleitet wird.

Wie werden die Wasserkosten umgelegt?

Die Umlegung der Wasserkosten ist im jeweiligen Mietvertrag festgelegt. Sie kann entweder nach dem tatsächlichen Wasserverbrauch, der Anzahl der Personen eines Haushaltes oder der Wohnfläche erfolgen. Sofern sich keine gesonderte Regelung im Mietvertrag finden lässt, wird eine Abrechnung über die Wohnfläche als Maßstab vorgenommen. Wenn für jede Wohnung eine eigene Wasseruhr vorhanden ist, kann natürlich auch danach abgerechnet werden. Leider ist das häufig nicht der Fall, obwohl diese Art der Abrechnung am gerechtesten ist.

Muss es für jede Wohnung einen eigenen Wasserzähler geben?

Die Abrechnung über den Wasserzähler ist in jedem Bundesland etwas anders geregelt, pauschal muss deshalb nicht für jede Wohnung ein Wasserzähler vorhanden sein. Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein ist aktuell die Installation eines eigenständigen Wasserzählers für Neubauten vorgeschrieben. Fehlt dieser, wird einfach der Gesamtverbrauch als Maßstab genommen und entsprechend aufgeteilt (genaueres dazu im vorherigen Abschnitt).

Ist ein eigener Wasserzähler sinnvoll?

Ein eigener Wasserzähler hat den Vorteil einer exakten Abrechnung. Eine genaue und vor allem faire Umlage der Verbrauchskosten ist somit möglich. Dieser Modus ist natürlich für Mieter sinnvoll, die sparsam mit der Ressource Wasser umgehen. Allerdings bringt der eigene Zähler auch Kosten mit sich, da dieser beispielsweise alle sechs Jahre geeicht werden muss. Die Kosten hierfür darf der Vermieter auf die jeweiligen Mietparteien umlegen.

Was kostet ein eigener Wasserzähler?

Die reinen Anschaffungskosten für die Wasseruhr selbst sind nicht teuer und liegen je nach Modell bei 50 bis 60 Euro. Teuer kann jedoch der Einbau werden, denn dieser muss durch einen Fachmann vorgenommen werden. Je nach Ort der Anbringung müssen danach unter Umständen Fliesen neu verlegt werden oder Fassaden verputzt werden. Besonders teuer wird es, wenn eine Wohnung gleich mehrere Zuflussleitung hat, insbesondere in Altbauwohnung ist das schon mal der Fall. Dann muss je Leitung eine eigene Wasseruhr gesetzt werden – die Kosten vervielfachen sich entsprechend. Auch hier können die Anschaffungs- und Installationskosten vom Vermieter auf den Mieter umgelegt werden können. Für die Wartung und Eichung des Gerätes sollte ein monatlicher Betrag zwischen zwei und vier Euro einkalkuliert werden. Faustregel: Ist eine aufwändige Installation nötig und werden gar gleich mehrere Wasserzähler für unterschiedliche Steigleitungen des Haushaltes benötigt, ist die Anschaffung für den Mieter oft nicht lohnenswert. Oft amortisieren sich die Kosten dann erst nach vielen Jahren.

Sind Warmwasserzähler Pflicht?

Durch die Vorschrift der exakten Abrechnung gelten Warmwasserzähler als Pflicht. Es ist möglich, als Vermieter eine Ausnahme zu beantragen, der im Regelfall nur stattgegeben wird, wenn die Installation der separaten Zähler mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand verbunden wäre.

 

Warum sind die Wasserpreise so hoch?

Anders als bei Strom oder Gas gibt es für Wasser keinen Wettbewerb unterschiedlicher Anbieter. Die Versorgung wird im Monopol durch die Stadtwerke der Städte und Gemeinden vorgenommen. Die Abrechnung der Wasserkosten unterliegen demnach kommunalem Recht. Es gibt auch keine Kontrolle der Gebühren seitens des Bundes oder der nationalen Kartellbehörde.

Durchschnittliche Wasserkosten

Durchschnittlich zahlt jede Person in Deutschland ca. 82 Euro für die Wasserversorgung pro Jahr, Abwasser schlägt mit durchschnittlich 116 Euro zu Buche. Die regionalen Kostenunterschiede sind jedoch erheblich, weswegen eine pauschale Aussage nur schwer möglich ist. Gut ein Fünftel dieser Kosten sind Steuern und Abgaben. Paradox: Je weniger Wasser insgesamt verbraucht wird, desto höher sind die Kosten pro Liter. Die Kanalisation benötigt eine gewisse Menge von Abwasser, damit die Rohre gut durchgespült werden und sich keine Fettpropfen, Verstopfungen oder stark konzentrierte Abwasser bilden. Mittlerweile müssen die Stadtwerke an vielen Orten künstlich Tausende von Litern an Trinkwasser durch die Kanalisation pumpen, um die Ausbreitung von Keimen und Bakterien durch einen zu geringen Durchfluss seitens der Haushalte zu verhindern. Eine Modernisierung des Systems unter Einsatz dünnerer Rohre ist ebenfalls eine Lösung, kostet jedoch ebenfalls das Geld der Versorgungsbetriebe und wird auf die Kunden umgelegt.

Kein Wasserkunde wird sich über diese Tatsache freuen. Die Alternative wären jedoch verdreckte Rohre, in denen sich Krankheitserreger besser ausbreiten können und die für unangenehme Gerüche bis in die Wohnungen verantwortlich wären. Selbst der Rückbau von Abwasserleitungen in ländlichen Region ist keine Ausnahme mehr, um das System an die geringeren Durchflussraten anzupassen und die Durchflussraten zu erhöhen.

Ein weiterer Preisfaktor sind die gesetzlichen Anforderungen an gesundheitlich unbedenkliches Trinkwasser. Diese zu erfüllen, wird über die Jahrzehnte aufgrund von Umweltgiften und der Belastung des Trinkwassers immer schwieriger. Auch die Förderung des kommunalen Wassersystems ist in vielen Städten und Gemeinden aufgrund klammer Kassen nicht mehr üblich, so dass die Versorger die ausbleibenden Zuschüsse kompensieren müssen. Steuern und Abgaben nehmen letztlich genauso Einfluss auf den Wasserpreis.

Werden die Wasserkosten in Zukunft weiter steigen?

Aufgrund der oben genannten Faktoren und der vorhandenen Infrastruktur von Pumpen, Rohren und Anlagen für die Wasseraufbereitung sind die Kosten für Trinkwasser regional sehr unterschiedlich. Auch die geologischen Verhältnisse mit ihren Auswirkungen auf die Grundwasserqualität und die Notwendigkeit von Sanierungen spielen in die Kosten ein. Solche Faktoren werden im Regelfall als Fixkosten neben den tatsächlichen Verbrauchskosten abgerechnet, durchschnittlich in Deutschland mit knapp 1,80 Euro pro Kubikmeter. Der Anteil der Fixkosten am Gesamtpreis liegt im Regelfall bei drei Viertel oder etwas höher. Da diese Nebenkosten für Infrastrukturen und die äußeren Bedingungen eher steigen als sinken, ist langfristig nicht mit einer Preissenkung der Wasserkosten zu rechnen. Da die Abwasserkosten stets exakt am Bezug von Trinkwasser orientiert werden, ist auch hier keine Einsparung zu erwarten – die Durchschnittskosten liegen zwischen zwei und vier Euro pro Kubikmeter Abwasser.

Tipps um Wasserkosten zu sparen

Bereits mit sehr einfachen Mitteln lässt sich der Wasserverbrauch reduzieren, ohne hierbei den alltäglichen Komfort aufgeben zu müssen. Vielen Personen ist der Zusammenhang zwischen dem eigenen Verhalten und den Wasserkosten nicht bewusst. Wer täglich nur eine Minute kürzer bei etwas geringerer Temperatur duscht, spart im Jahr mehr als 50 €.

Sparduschkopf nutzen

Ein großer Teil des Wasserverbrauchs deutscher Haushalte fällt bei der Körperpflege wie beim Duschen und Baden an. Duschkopf und Wasserhahn eignen sich daher am besten um erfolgreich Wasserkosten einzusparen. Mit einem Durchlaufbegrenzer oder Perlstrahler anstelle des herkömmlichen Duschkopfs lassen sich erhebliche Erfolge erzielen, zumal hierbei durch den Verbrauch von Warmwasser auch Heizkosten eingespart werden können. Die Reinigungskraft solcher Aufsätze gegenüber einem normalen Duschkopf bleibt erhalten, lediglich Wasserdruck und -oberfläche werden durch diese intelligente Technologie erhöht. Die Anbringung der Köpfe ist mit etwas handwerklichem Geschick selbst möglich.

Für Getränke: Richtige Menge Wasser nutzen

Wasserkocher bieten ein erhebliches Sparpotenzial gegenüber dem Erhitzen von Wasser für Kaffee oder Tee über die Herdplatte. Hierbei sollte auch die Menge entsprechend angepasst werden. Wer den Wasserkocher randvoll füllt aber letztendlich nur eine kleine Menge nutzt, verschwendet viel Energie.
Rasensprengen

So bequem das Sprengen des Rasens ist – es geht ins Geld. Nur in Zeiten richtiger Dürre sollte der Rasen früh morgens oder nach Sonnenuntergang gesprengt werden. Noch cleverer ist natürlich das Aufstellen einer Regentonne oder Bau einer Zisterne, um kostenloses Gießwasser bereitzuhalten.
Abends statt tagsüber gießen

Werden Pflanzen in den Mittagsstunden gegossen, verdunstet zu viel Wasser und macht ein schnelles Nachgießen nötig. Besser ist es deshalb, am frühen Morgen oder in den Abendstunden zu genießen.

Geschirrspülen – nicht mit der Hand!

Wird Geschirr unter fließendem Wasser gespült, fallen in einem normalen Haushalt zwischen 100 und 150 Liter Wasser an. Eine moderne Geschirrspülmaschine ist deutlich sparsamer und benötigt nur circa ein Zehntel dieses Wasserverbrauchs-

Gemüseputzen in einer extra Schüssel

Obst und Gemüse sollten vor dem Verzehr in einer gesonderten Schlüssel gereinigt werden. Dieses Wasser bietet sich anschließend als perfektes Gießwasser für die Zimmerpflanzen an.

Baden statt duschen

Der Wasserverbrauch beim Duschen liegt zwischen 30 und 80 Liter, beim Baden werden schnell 150 bis 200 Liter erreicht. Umgerechnet wird beim Baden so viel Wasser verbraucht, wie für drei Duschen nötig wäre.

Wasser nicht laufen lassen

Ob bei der Rasur oder beim Zähne putzen – in vielen Haushalten bleibt der Wasserhahn des Waschbeckens einfach geöffnet. Hierbei wird wertvolles Trinkwasser verschwendet, das den Wasserverbrauch völlig unnötig nach oben treibt. Gerade bei der Rasur ist das halbe Auffüllen des Waschbeckens eine sinnvolle und sparsame Alternative.

Einhandhebelmischer am Waschbecken

Nur in alten Wohngebäuden sind noch Armaturen mit zwei Wasserhähnen anstelle des Einhandhebels zu finden. Zurecht: Das Regulieren der Temperatur fällt hiermit leichter und lässt in der Zwischenzeit nicht unnötig Wasser laufen. Ebenfalls zum Sparen tragen Hebelmischer bei, in deren Mittelstellung kaltes Wasser gezapft und nicht direkt Warmwasser hinzugegeben wird.

Toilettenspülung

Gegenüber alten Spülkästen von Toiletten lässt sich mit einer modernen Toilette mit Stopp-Funktion der Wasserverbrauch um 50 % auf drei bis sechs Liter reduzieren. Auch das Umrüsten alter Kästen ist möglich. Moderne Spülkästen kosten inklusive Montage zwischen 150 und 200 Euro, was sich als Ausgabe gerade in einem Mehrfamilienhaushalt bereits nach ein bis zwei Jahren amortisiert. Falls kein Umbau gewünscht ist, hilft ein einfacher Trick: Einfach einen Ziegelstein in den Spülkasten legen. Dieser verkleinert die Wassermenge automatisch.

Auto waschen: Bloß nicht per Hand

Im Vergleich zur Autowäsche in einer modernen Waschanlage werden bei einer Handwäsche mit Schlauch gut 150 Liter mehr Wasser verschwendet. Empfehlenswert ist, auf Waschanlagen mit dem Blauen Engel und ähnlichen Auszeichnungen zu achten, da es hier zu einer Wiederverwertung des Waschwassers kommt. Nicht selten werden in solchen Anlagen nur zehn bis 20 Liter für die Wäsche benötigt, was sich außerdem positiv auf den Preis auswirkt.

Heizung: Warmwasser-Zirkulation abschalten

Bei zentraler Warmwasserzubereitung pumpt eine Zirkulationspumpe durchgängig warmes Wasser durch die Leitung. Der Vorteil: Öffnet man den Wasserhahn, so steht sehr schnell warmes Wasser zu Verfügung. Der Nachteil: Durch den Wärmeverlust in den Leitungen muss konstant nachgeheizt werden. Zudem kostet der dauerhafte Betrieb der Zirkulationspumpe viel Strom.
Die Lösung: Dauerhafte Abschaltung der Zirkulationspumpe oder Einsatz einer Zeitschaltuhr (z.b. Nachts). Zwar dauert es dann ein wenig länger, bis warmes Wasser am Hahn ankommt, aber die Kostenersparnis ist erheblich.

Warmwasser durch Sonnenenergie

Die Installation einer Photovoltaik bzw. Solarthermie-Anlage gehört zu den modernsten Alternativen, um eine Aufbereitung von Warmwasser vorzunehmen. Die Anlagen sind nicht alleine für den Stromverbrauch gedacht und sorgen für eine Erhitzung des Wassers alleine über die Sonnenenergie. Haushalte profitieren somit gleichzeitig von der Absenkung der Wasser- und Stromkosten. Wie groß das Einsparpotenzial ist, hängt vom jeweiligen Verbrauch und der Größe des Haushaltes ab. Mit moderner Technik lässt sich z. B. von vier Personen in einem Einfamilienhaus die Erhitzung von Warmwasser über die die Solaranlage zu einem Anteil von knapp zwei Dritteln umsetzen.

Wassersparende Waschmaschine

Auch wenn zunächst eine größere Investition notwendig wird – der Wasserverbrauch von alten Waschmaschinen wird häufig unterschätzt. Denn häufig werden Waschmaschinen zehn Jahre oder länger genutzt – im Laufe der Zeit können so viele Tausend Liter Wasser eingespart werden. Wie viel Liter genau eine Maschine verbraucht muss heute übrigens ausgewiesen werden. Und keine Sorge bezüglich der Reinigungskraft wassersparender Maschinen: Dank moderner Technologie lassen sich bereits mit geringerem Wassereinsatz und trotz niedriger Temperaturen sehr gute Waschergebnisse erzielen.

Richtig Waschen

Moderne Waschmittel tragen dazu bei, dass auch bei niedrigen Temperaturen eine gründliche Sauberkeit entsteht. Auch bei stärkerer Verschmutzung sollten Öko-Waschprogramme konsequent genutzt werden. Diese setzen darauf eher länger und kälter, als kürzer und wärmer zu waschen und sparen so Energie. Die Vorbehandlung der Wäsche mit speziellen Präparaten kann sinnvoll sein (Einweichen, Gallseife), ist aber meist nicht notwendig.
Wassersparende Geschirrspülmaschine

Ungefähr 20 Prozent des täglichen Wasserverbrauchs entfallen auf Hände waschen und das Spülen von Geschirr. Auch der Stromverbrauch wird hierbei in die Höhe getrieben, da im Regelfall Warmwasser verwendet wird. Durch das Einsparen von Wasser lassen sich deshalb zugleich die Stromkosten reduzieren. Beachten Sie die Label auf Neugeräten – hier muss genau ausgewiesen sein, wie viel Strom und Wasser die Maschine verbraucht. Ein Vergleich zwischen verschiedenen Geräten ist so möglich. Moderne Geräte verbrauchen bis oft 40 Prozent weniger Wasser, als dies vor Geschirrspüler von vor zehn Jahren gilt. Oft werden nicht mal mehr zehn Liter benötigt. Dafür laufen die Waschprogramme heute länger als früher, da mit niedrigeren Temperaturen gearbeitet wird.

Rohre prüfen und Lecks beseitigen

Defekte von Dichtungen oder Lecks in Rohren können den Wasserverbrauch schleichend nach oben treiben. Um dies zu überprüfen, sollten alle Wasserverbraucher des Haushaltes ausgeschaltet und ein Blick auf die Wasseruhr geworfen werden. Wandert diese langsam weiter, ist genau von einem solchen Leck oder Defekt auszugehen.

Wassertemperatur optimal regeln

Grundsätzlich spart jede Absenkung der Temperatur von Warmwasser bares Geld. Wer in seiner eignen Wohnung mit einem Durchlauferhitzer das Wasser erwärmt, kann genau die benötigte Temperatur einstellen. 45 Grad für die Küche, zum Duschen ungefähr 38 Grad. Moderne vollelektronische Durchlauferhitzer lassen sich gradgenau regeln, so dass sofort Warmwasser mit der gewünschten Temperatur zur Verfügung steht und kein Wasser verschwendet wird.

In Mietshäusern mit einer zentralen Warmwasserzubereitung per Heizung im Keller funktioniert dieser Spartrick leider nicht. In den langen Zuleitungen würden sich bei niedrigeren Temperaturen Algen und Legionellen bilden, die Gesundheit steht dann auf dem Spiel. Die Wassertemperatur muss daher am Hahn wenigstens 65 Grad betragen. Ist die Temperatur aber deutlich höher, sollte mit dem Vermieter oder der Hausverwaltung eine Absenkung der Temperatur vereinbart werden.

Temperaturregler an der Dusche/Bad

Angenehm warm oder lieber Energie sparen – genau diese Frage stellt sich bei jedem Duschvorgang und dem Griff zur Mischbatterie. Wer während des Einseifens sparen möchte und die Dusche ausstellt, wird je nach System eine erneute Temperaturanpassung nach dem Wiedereinschalten vornehmen müssen. Hilfreich ist hier, auf eine vollelektronischen Mischbatterie zu setzen, bei der die Temperatur auf den Grad genau eingestellt wird.

Durchlauferhitzer mit Wasserspeicher: Automatisch ausschalten

Falls die Erhitzung des Wassers über elektrisch betriebene Kleinspeicher erfolgt, sollten diese konsequent ausgeschaltet oder per Zeitschaltuhr betrieben werden. Denn in den seltensten Fällen ist es notwendig die Temperatur über 24 Stunden des Tages hinweg zu halten. Auch am Wochenende oder im Urlaub kann es sinnvoll sein, den Speicher nicht permanent und unnötig aufzuheizen.
Hartgesottene Energiesparer können den Wasserboiler natürlich auch nur dann anschalten, wenn sie wirklich heißes Wasser benötigten. In diesem Fall ist jedoch immer mit einigen Minuten Vorlaufzeit zu rechnen bis das Wasser die richtige Temperatur hat.

Achtung Kostenfalle: Entnahmestellen für Garten & Co

Zum Problem können Zapfstellen ohne Zwischenzähler werden, die an Mietshäusern außen zu finden sind. Diese werden gerne genutzt, um Wasser für die Autowäsche oder zum Gießen im Garten zu zapfen. Ärgerlich ist, dass das hier entnommene Wasser auf alle Mieter umgelegt wird. Sprechen Sie mit Ihrem Vermieter oder der Hausverwaltung.

Vergleich von Wasserkosten schwierig

Die Kosten und Gebühren für Wasser- und Abwasser werden in Deutschland bis heute kommunal in den Städten und Gemeinden festgelegt. Aufgrund der Vielzahl der hierbei einfließenden Faktoren ist es kaum möglich, einen aussagekräftigen Vergleich zwischen zwei verschiedenen Städten durchzuführen. Um eine solide Grundlage für den Vergleich zu schaffen, muss stets von der gleichen Wohnfläche, der gleichen Anzahl an Personen im Haushalt und ähnlichen Rahmenbedingungen ausgegangen werden.

Wird eine Gegenüberstellung der Wassertarife zwischen unterschiedlichen Städten und Gemeinden vorgenommen, ist längst nicht gesichert, dass alle Zahlen unter den exakt gleichen Rahmenwerten ermittelt wurden. Schnell entsteht so der Eindruck, bestimmte Städte seien besonders günstig oder teuer, obwohl eigentlich der Fehler im Messsystem steckt. Dies ist ein Problem, was auch bei Vergleichen in anderen Lebensbereichen auftritt und diese mit Vorsicht genießen lässt: Je einfacher das Test- oder Vergleichsverfahren gewählt wird, umso wahrscheinlicher ist es, dass die Ergebnisse zu pauschal sind und keine wirklich triftige Vergleichsaussage ermöglichen.

Wasserkosten setzen sich folgendermaßen zusammen:

  1. Kosten für Trinkwasser und Abwasser. Gezahlt wird an die Stadwerke.
  2. Kosten für warmes Wasser (Deutlich höher! Die Heizung oder der elektrische Durchlauferhitzer müssen kaltes Wasser erhitzen und warm halten).

Es lohnt sich daher den Rotstift bei den Warmwasserkosten anzusetzen.