Skonto berechnen

kasse-skontoViele Händler und Handwerker gewähren eine Preisminderung wenn man als Kunde schnell bezahlt. Doch lohnt sich das sogenannte „Ziehen des Skontos“? Und lohnt es sich vielleicht sogar dafür extra einen Kredit aufzunehmen? Auf dieser Seite gibt es gleich zwei Rechner, die Antworten auf diese Fragen geben:

  1. Ausführlicher Skonto-Rechner mit Opportunitätskosten für entgangene Guthabenzinsen oder Kreditaufnahme
  2. Einfacher Skonto-Rechner: Wie hoch ist der Skonto?

Skonto berechnen



Kreditaufnahme bei Skonto: Oft lohnenswert!

Das Ziehen des Skontos ist für einen Unternehmer in fast jedem Gewerbe eine lohnenswerte Möglichkeit, einen echten Preisnachlass zu erzielen und Handelswaren günstiger zu erhalten. Häufig lohnt hierfür sogar die Kreditaufnahme über kürzeste Laufzeiten, um sich den Preisvorteil des Skontos nicht entgehen zu lassen.

Clever von typischen Skontostaffelungen profitieren

Mit Sicherheit ist Ihnen das Skonto aus dem täglichen Handelsgeschäft in einer Höhe zwischen einem und drei Prozent geläufig. Angeboten wird dies im Regelfall als fester Prozentwert über ein oder zwei Monate hinweg, auch ein gestaffelter Satz wie 2,0 % bei Überweisung binnen 14 Tagen, 1,0 % bei Überweisung binnen eines Monats ist gängig. Unterschiede in den Zahlungsbedingungen zwischen einzelnen Branchen und Unternehmen sind üblich, doch fast überall werden Sie von der Ausnutzung eines Skontos finanziell profitieren.

Lohnt sich die Kreditaufnahme, um ein Skonto auszunutzen?

Auch wenn das Skonto wie beschrieben nur wenige Prozentpunkte der Rechnungssumme beträgt, ergibt sich mit ihm bei mittleren und größeren Warenmengen ein immenser Vorteil. Natürlich muss ausreichend Geld für das Begleichen der Rechnung bereitstehen, um diesen Preisnachlass nutzen zu können. Eine Kreditaufnahme lohnt hierfür in sehr vielen Fällen, da der Kreditzins über einen kurzen Zeitraum gerechnet effektiv unter der Vergünstigung des Skontos liegt. Entscheidend ist natürlich auch, wie groß das zur Verfügung stehende Kapital ist und welcher Betrag noch per Kredit aufgenommen werden muss. Mit unserem Rechner oben können Sie ganz einfach ausrechnen, ob die Kreditaufnahme in Ihrer individuellen Situation lohnt und das Skonto Ihrer Rechnung ausnutzen lässt.

Lieferantenkredit oder Bankkredit – was ist sinnvoller?

Neben dem Skonto wird jeder Ihrer Lieferanten ein Zahlungsziel von beispielsweise 30 Tagen zur Begleichung der Rechnung angeben. Überschreiten Sie diese Frist, wird ein Lieferantenkredit angerechnet, durch den Ihr Zahlungsverzug vergleichsweise teuer wird. Auch in dieser Situation lohnt es, sich rechtzeitig um einen klassischen Bankkredit zu kümmern, wobei unser Rechner ebenfalls gerne weiterhilft.

Rechenweg und Formeln zur Skontoberechnung

 \text{Skontobetrag}=\text{Rechnungspreis}\times\frac{\text{Skontosatz in Prozent}}{\text{100 }\%}

Der Skontobetrag errechnet sich ganz einfach aus der Multiplikation vom Rechnungspreis mit dem Skontosatz.

 \text{Zahlungsbetrag}=\text{Rechnungspreis}-\text{Skontobetrag}

Zieht man den Skontobetrag dann vom Rechnungspreis ab, erhält man den Zahlungsbetrag.

 \text{Effektivzins des Lieferantekredits}=\\ \\   \frac{\text{(Skontobetrag}\times\text{100}\times\text{360)}}{\text{Zahlungsbetrag}\times\text{(Zahlungsziel}-\text{Skontozeitraum)}}

Ist dieser Effektivzins nun größer als ein vergleichbarer Kreditzins einer Bank, lohnt es sich für diesen Zeitraum einen Kredit bei der Bank aufzunehmen und die Rechnung zu begleichen, um den Skonto ziehen zu können. Ist das nicht der Fall sollte man das Zahlungsziel komplett ausnutzen und die Rechnung erst dann begleichen.

Skontorechner

Was ist Skonto?

Skonto ist eine Sonderform des Rabatts. Eine andere Bezeichnung ist Barzahlungsnachlass. Dieser Begriff macht deutlicher worum es sich handelt: Es ist ein Nachlass, der seitens des Unternehmers gewährt wird, wenn die Zahlung bar, bzw. innerhalb eines bestimmten Zeitraums erfolgt. Übliche Skontosätze sind 2 – 3 Prozent. Bezugsgröße ist normalerweise der Bruttorechnungsbetrag. Das ist der Verkaufspreis inklusive Mehrwertsteuer. Allerdings macht es keinen Unterschied, ob man das Skonto auf den Nettorechnungsbetrag oder Bruttorechnungsbetrag bezieht. Der zu zahlende Betrag bleibt gleich.

Auf Rechnungsdokumenten wird das wie folgt kommuniziert: “Zahlbar innerhalb von 14 Tagen mit 3% Skonto. 30 Tage rein netto.“

Zahlt man nun innerhalb von zwei Wochen verringert sich der Betrag, den man begleichen muss um 3 %. Zahlt man erst nach Verstreichen dieser Frist ist der ausgewiesene Rechnungsbetrag fällig.

Wo sind Skonti gebräuchlich?

Hauptsächlich werden Skonti im B2B-Business angewandt. Als Privatkunde bekommt man eher selten diese Form des Preisnachlass‘. Es gibt jedoch einige Ausnahmen im B2C-Geschäft. Beispielsweise gibt es Barzahlungsrabatte für Handwerkerrechnungen und in Autohäusern. Jedoch sind bei der Handwerkerrechnung nur die Kosten für das Material skontierbar. Dienstleistungs- oder Fertigungsanteile in der Rechnung werden eher selten genauso wie Frachten und Zölle skontiert.

Es gibt einige B2B-Branchen, bei denen die Zahlung mit Skonto einiges über die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens aussagt. Oftmals wird die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens damit in Verbindung gebracht, ob die Rechnung mit Skonto gezahlt wird oder nicht. Ein Unternehmen gilt dann beispielsweise als finanziell geschwächt, wenn es plötzlich nach langer Zeit der Zahlung mit Skonto auf das Nettozahlungsziel umsteigt.

Formel

 \text{Skontobetrag}=\text{Rechnungspreis}\times\frac{\text{Skontosatz in Prozent}}{\text{100 }\%}

Der Skontobetrag errechnet sich ganz einfach aus der Multiplikation vom Rechnungspreis mit dem Skontosatz.

 \text{Zahlungsbetrag}=\text{Rechnungspreis}-\text{Skontobetrag}