Manche Händler und Handwerker gewähren eine Preisminderung, wenn ein Kunde schnell bezahlt. Das nennt man auch Skonto. Doch lohnt sich das „Ziehen von Skonto“? Und macht es Sinn, dafür einen Kredit aufzunehmen? Unsere zwei Rechner geben Antworten auf diese Fragen.
- Einfacher Skonto-Rechner: Wie hoch ist der Skonto?
- Ausführlicher Skonto-Rechner für Unternehmer: Lohnt es sich extra für Skonto einen Kredit aufzunehmen?
Skonto berechnen mit dem Skonto-Rechner
Das Wichtigste in Kürze
- Skonto ist ein Preisnachlass (meist 2–3 %) für schnelles Bezahlen. Er muss explizit in der Rechnung vereinbart sein.
- Sie dürfen den Abzug nur innerhalb der genannten Frist (Skontofrist) vornehmen.
- Für den Händler bedeutet Skonto schnellere Liquidität und weniger Risiko für Zahlungsausfälle.
- Es ist fast immer lukrativer zu zahlen, selbst wenn man dafür kurzzeitig das Konto überziehen muss.

Richtig kalkuliert? Viele Unternehmer verlieren bares Geld, weil sie ihre Marge nicht richtig berechnet haben.
Formeln zur Skontoberechnung
Beispiel: Skonto richtig abziehen
Kauf eines Geräts für 500 € brutto mit 3 % Skonto bei Zahlung binnen 7 Tagen. So berechnet sich Ihr Vorteil:
500 € – 15 € = 485 € Zahlungsbetrag
Skonto wird üblicherweise vom Brutto-Rechnungsbetrag (inkl. MwSt.) abgezogen. Rechnerisch bleibt das Ergebnis für den Kunden gleich, egal ob man vom Netto- oder Bruttowert ausgeht.
Reihenfolge bei Rabatt und Skonto
Werden beide Nachlässe gewährt, ist die Reihenfolge entscheidend: Erst wird der Rabatt vom Listenpreis abgezogen, danach das Skonto vom bereits reduzierten Betrag.
- Listenpreis minus Rabatt = Zwischensumme
- Zwischensumme plus Mehrwertsteuer = Brutto-Rechnungsbetrag
- Brutto-Rechnungsbetrag minus Skonto = Tatsächlicher Zahlungsbetrag
Lohnt sich ein Kredit für Skonto? (Unternehmersicht)
Für Unternehmer ist Skonto oft die günstigste Finanzierung. Der effektive Jahreszins von Skonto liegt meist bei über 30 %. Ein Dispo-Kredit der Bank (ca. 12-15 %) ist im Vergleich dazu fast immer rentabel.
| Rechnungssumme | Skonto-Vorteil (2 %) | Dispo-Kosten (15 % p.a. / 20 Tage) | Netto-Gewinn |
|---|---|---|---|
| 1.000 € | 20,00 € | ca. 8,33 € | 11,67 € |
| 5.000 € | 100,00 € | ca. 41,67 € | 58,33 € |
| 10.000 € | 200,00 € | ca. 83,33 € | 116,67 € |
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FAQ
Wie hoch ist der Skonto normalerweise?
Es gibt kein Gesetz, das die Höhe vorschreibt. Üblich sind in Deutschland aber Sätze zwischen 2 % und 3 %. Der Händler entscheidet selbst, ob er diesen Anreiz bietet, um schneller an sein Geld zu kommen.
Was passiert, wenn ich die Frist nur um einen Tag verpasse?
In diesem Fall erlischt der Anspruch auf den Preisnachlass komplett. Sie müssen dann den vollen Rechnungsbetrag bezahlen. Es lohnt sich also, die Überweisung rechtzeitig zu planen, da schon ein kleiner Verzug teuer werden kann.
Ist Skonto das Gleiche wie ein Rabatt?
Nicht ganz. Ein Rabatt wird meistens direkt beim Kauf gewährt (z. B. wegen einer Aktion oder großer Mengen). Skonto ist dagegen eine Belohnung dafür, dass Sie die Rechnung besonders schnell begleichen. Man kann aber oft beides kombinieren.
Gilt Skonto auch für Versandkosten oder Gebühren?
Normalerweise wird Skonto nur auf den reinen Waren- oder Materialwert gewährt. Nebenkosten wie Fracht, Porto oder reine Dienstleistungen (Arbeitslohn) sind oft vom Skontoabzug ausgeschlossen, außer es ist auf der Rechnung anders vermerkt.

