Teichfoliengröße berechnen

TeichfolieDamit das Wasser im Teich bleibt und nicht in den Boden versickert wird dieser mit Teichfolie ausgekleidet. Doch wie viel Folie wird benötigt? Mit diesem kostenlosen Online-Rechner finden Sie es im Nu heraus. Zusätzlich finden Sie die verwendete Formel sowie nützliche Hintergrund-Infos und praktische Tipps!

Teichfolie berechnen



Für jeden Teich gibt es die passende Folie

Der Begriff Teichfolie beschreibt eine Vielzahl verschiedener Folienarten, die alle die gleiche Aufgabe haben: Egal ob es sich um einen Gartenteich, Fischteich oder Schwimmteich handelt, die Folien sollen den Teich dauerhaft abdichten. Je nach Art des Teiches und in Abhängigkeit von den geplanten Abmessungen, wie Breite und Höhe, kann man zwischen PVC-Teichfolie, PE-Teichfolie, Kautschukfolien und EPDM-Teichfolie gewählt werden. Auch in der Stärke gibt es Unterschiede – Standard sind Stärken zwischen 0,5 und 2,0 Millimetern. Zur perfekten Randgestaltung und zur Gestaltung kleiner Bachläufe empfiehlt sich sogenannte Steinfolie. Interessenten, die einen Teich anlegen möchten, sollten unbedingt ein Teichvlies mit einplanen und erst darauf die Teichfolie verlegen. Das weiche und dennoch robuste Vlies schützt die Folie vor Beschädigungen.

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Die Auswahl der richtigen Folie

PVC-Teichfolie, PE-Teichfolie, Kautschukfolie oder doch besser EPDM-Teichfolie? Die Auswahl des Materials hängt beim Teichbau in großem Maß von der Bodenbeschaffenheit und vom Standort des Teiches ab. Am gebräuchlichsten ist Teichfolie aus PVC. Es gibt sie in unterschiedlichen Farben, wie schwarz, grün oder blau und in verschiedenen Stärken, beispielsweise PVC Teichfolie 1 mm oder 2 mm. Die Verarbeitung erfolgt in der Regel mit Quellschweißmitteln und Heißluft. Auch PE-Folien kommen beim Teichbau relativ häufig zum Einsatz. Für den Bau großer Gartenteiche werden vorzugsweise hochelastische Ausführungen verwendet. Im Vergleich zu den Folien aus PVC sind PE-Folien leichter und umweltfreundlicher, weil zu ihrer Herstellung keine Weichmacher erforderlich sind. Darüber hinaus sind sie beständiger gegenüber chemischen Substanzen, sodass PE-Folien oft für den Bau von Pflanzenkläranlagen oder Ablauf-Becken, verwendet werden. Die Vorteile einer PE-Folie fasst Claudia Schitzel, Expertin für PE-Folien von PE-Teichbau Berlin so zusammen: PE-Folie ist verrottungsfest, UV-fest, recyclebar und praktisch unzerstörbar.

Teich, Teichfolie, Gartenteich

Mit der richtigen Folie wird der Teich dauerhaft abgedichtet. Ein Untervlies schützt vor spitzen Steinen und Wurzeln.

EPDM-Folien, oft auch Gummi- oder Kautschukfolien genannt, sind zwar vergleichsweise kostspielig, haben im Vergleich zu PVC oder PE jedoch mehrere Vorteile. Zum einen ist EPDM Teichfolie UV-beständig. Sie besitzt eine hohe Dehnfähigkeit, ist deshalb bestens für große Teiche geeignet und sie kann auch bei Kälte bis -45 °C verlegt werden. Zudem beträgt die Mindesthaltbarkeitsdauer synthetischer Kautschukfolien nachweislich mehr als 50 Jahre. Damit der Teich möglichst natürlich aussieht, empfiehlt es sich, den Teichrand, einen Bachlauf oder einen Wasserfall mit Steinfolie zu gestalten. Die Folienstärke beträgt hier zumeist 0,5 mm. Eine feine Kiesschicht auf der Oberfläche lässt sie besonders natürlich erscheinen. Die Steinfolie kann mit einer Schere unkompliziert zugeschnitten werden. Sie wird einfach auf die normale Teichfolie gelegt und an den Rändern mit Spezialkleber fixiert.

Teichvlies schützt Teichfolie

Um die Teichfolie vor Beschädigungen durch spitze Steine, Wurzeln oder hohen Wasserdruck zu schützen, sollte jeder Teich-Liebhaber ein Teichvlies oder Schutzvlies als Unterlage einplanen. Das leichte, dichte, elastische, unverrottbare Gewebe wird auf eine dünne Sandschicht aufgelegt. Erst darüber kommt die Teichfolie. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal von Teichvliesen ist die Stempeldurchdrückkraft. Hier gilt die Daumenregel: Je höher der Wert, umso besser.

Loch in der Folie? So wird geflickt

Bei auffälligen Flecken oder Löchern in der Teichfolie ist unverzügliches Handeln gefragt. Ansonsten droht innerhalb kurzer Zeit massiver Wasserverlust. PVC-Folie lässt sich recht einfach reparieren. Es gibt hierfür spezielle Teichfolienkleber zu kaufen. Auch Ungeübte können damit die Teichfolie flicken, indem sie einfach ein passendes Stück Folie zuschneiden und auf die defekte Stelle der Teichfolie kleben. Sollten keine Reststücke mehr vorhanden sein, ist das kein Problem. Der Handel bietet entsprechende Flicken, die sich mit Folienkleber verarbeiten lassen, an. Für die Reparatur von Kautschukfolien ist ein spezieller Komponenten-Kleber erforderlich. Die genaue Handhabung ist in der Gebrauchsanweisung erklärt. Löcher sind bei PE-Folie praktisch unmöglich, falls dies aber doch mal vorkommen sollte, wird normalerweise einfach ein Stück Folie aufgeschweißt, erläutert Claudia Schitzel.

Achtung! Bei größeren Schäden reicht das einfache Flicken mit Folienkleber möglicherweise nicht aus! Dann wird ein Quellschweißmittel benötigt, mit dem sich größere Risse oder Löcher in der Teichfolie schweißen lassen.

Formeln zur Berechnung

Bei einem Teich, der annäherungsweise rund ist, wird die benötigte Foliengröße berechnet, indem man ermittelt, wie größ ein Rechteck sein muss, um den Teich auszukleiden. Weil ein Teich jedoch auch eine gewisse Tiefe besitzt, wird nicht einfach Länge mal Breite gerechnet, sondern durch Verwendung der Formel für das Bogenmaß eines Kreises dieser Tatsache Rechnung getragen.

teichfolie
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\text{Laenge:}\\ \\  \text{Radius des zugrundeliegenden Kreises}=\\ \\   \frac{\text{4}\times(\text{Teichtiefe})^2+(\text{Teichlaenge})^2}{\text{8}\times\text{Teichtiefe}}
\text{Breite:}\\ \\  \text{Radius des zugrundeliegenden Kreises}=\\ \\   \frac{\text{4}\times(\text{Teichtiefe})^2+(\text{Teichbreite})^2}{\text{8}\times\text{Teichtiefe}}

Zuerst werden die Radien zweier Kreise für Länge und Breite berechnet, die für die weitere Berechnung vonnöten sind. Mehr lässt sich hier erfahren.

\text{vorl. Laenge}=\text{2}\times\text{Radius Laenge}\times\arcsin(\frac{\text{Teichlaenge}}{\text{2}\times\text{Radius Laenge}})

Die Länge ohne Rand lässt sich dann mit der Formel für das Bogenmaß eines Kreissegments ermitteln.

\text{vorl. Breite}=\text{2}\times\text{Radius Breite}\times\arcsin(\frac{\text{Teichbreite}}{\text{2}\times\text{Radius Breite}})

Analog wird bei der Breite ohne Rand verfahren.

\text{Laenge der Teichfolie}=\text{vorl. Laenge }+\text{ (2 }\times\text{ ueberstehender Rand})

Auf die berechnete Länge wird noch der Rand von 60 cm an jeder Seite aufgeschlagen.

\text{Breite der Teichfolie}=\text{vorl. Breite }+\text{ (2 }\times\text{ ueberstehender Rand})

Analog wird auch zur Breite noch der Rand dazugerechnet.

\text{benoetigte Folienflaeche}=\text{Laenge der Folie}\times\text{Breite der Folie}

Die Fläche der benötigten Folie ergibt sich aus Multiplikation von Länge und Breite der Teichfolie.

Empfohlene Dicke der Folien und des Vlieses

PE-Folien

Teichtiefeempfohlene Dicke der PE-Folie
bis 0,8 Meter0,8 Millimeter
0,8 - 1,5 Meter1 Millimeter
über 1,5 Meter1,5 Millimeter

PVC-Folien

Teichtiefeemfpohlene Dicke der PVC-Folie
unter 1,5 Meter1 Millimeter
über 1,5 Meter1,5 Millimeter

Vliesqualität

Teichtiefeempfohlene Güte des Teichvlieses
unter 2 Meter300 g/m²
zwischen 2 und 3 Meter500 g/m²
über 3 Meter1000 g/m²