Matratze: Optimalen Härtegrad berechnen

Mit diesem Rechner kann der optimale Härtegrad anhand des Körpergewichtes berechnet werden.

Welcher Härtegrad einer Matratze der richtige für mich ist

Noch immer achten zu wenig Menschen darauf, wie sie gebettet sind und das, obwohl wir rund ein Drittel unseres Lebens mit Schlafen verbringen! Tatsächlich ist die Schlafqualität eng mit der Gesundheit und dem persönlichen Wohlbefinden verbunden. Während des Schlafs regenerieren sich Körper, Geist und Seele, und das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren. Grund genug, sich intensiver mit dem individuellen Schlafbedürfnis und der Wahl der Matratze zu beschäftigen. Dabei spielt der Härtegrad eine wichtige Rolle.

Was ist der Härtegrad einer Matratze?

Der Härtegrad einer Matratze ist eines der Kriterien, die über die Schlafqualität entscheiden. Er sollte an die individuellen Bedürfnisse desjenigen angepasst werden, der auf der Matratze schläft. Die unterschiedlichen Härtegrade von Matratzen werden von der Festigkeit des Materials bestimmt, aus dem sie gefertigt sind. Gemessen wird die Festigkeit und Dichte einer Matratze durch die Ermittlung der Stauchhärte. Danach kommt es auf den Druck an, der ausgeübt werden muss, um die Matratze im Verhältnis zu ihrer eigentlichen Höhe zusammenzupressen. Je höher die Stauchstärke ist, umso fester ist das Material, aus dem die Matratze besteht. Auch das Material einer Matratze ist ein Kriterium für den jeweiligen Härtegrad.

Trotz der benannten Härtegrade ist es für Verbraucher schwierig, sich an diesen Herstellerangaben zu orientieren. Grund ist, dass sie nicht einheitlich genormt sind. Aufgrund einer fehlenden Standardisierung können die Härtegrade voneinander abweichen. Insoweit ist der vom Hersteller genannte Härtegrad keine solide Orientierungshilfe, sondern lediglich eine grobe Richtschnur. Übereinstimmung besteht darüber, dass es bis zu vier oder fünf Härtegrade gibt, die mit dem Buchstaben „H“ in Kombination mit den Ziffern 1, 2, 3, 4 oder 5 bezeichnet werden. Härtegrad 1 kennzeichnet eine Matratze als weich, während die Ziffern 3, 4 oder 5 für eine harte beziehungsweise sehr harte Matratze stehen. Davon abweichend verwenden einige Hersteller auch den Buchstaben „F“, der für Festigkeit steht, oder kategorisieren Matratzen als soft, medium oder fest.

Die verschiedenen Härtegrade von Matratzen – ein Überblick

Der Härtegrad steht in direktem Zusammenhang mit dem Körpergewicht. Wer schwerer ist, braucht einen höheren Härtegrad. Für leichtere Menschen ist eine weichere Matratze mit einem niedrigeren Härtegrad geeignet. Sinkt ein schwerer Körper tief in eine weiche Matratze ein, ist die Wirbelsäule nicht horizontal ausgerichtet. Stattdessen ist sie gebogen, was zu Rückenschmerzen und Haltungsschäden führen kann. Die nachfolgende Übersicht verdeutlicht, für welches Körpergewicht welcher Härtegrad passend ist.

  • Matratzen, die mit H1, F1 oder als weich beziehungsweise soft bezeichnet werden, sind für Menschen geeignet, deren Körpergewicht von maximal 60 Kilogramm aufweist.
  • Wer bis zu 80 Kilogramm wiegt, sollte sich für eine mit dem Härtegrad H2 oder F2 oder als mittelfest beziehungsweise medium bezeichnete Matratze entscheiden.
  • Eine Matratze mit dem Härtegrad H3 oder mit der Festigkeit F3 oder der Bezeichnung fest ist für die Menschen ideal, deren Körpergewicht zwischen 80 Kilogramm und 110 Kilogramm beträgt.
  • Wer ein Körpergewicht zwischen 110 und 130 Kilogramm hat, sollte sich für eine extra feste Matratze entscheiden, die auch mit H4 oder F4 bezeichnet wird.
  • Ab einem Körpergewicht von 130 Kilogramm sind Matratzen mit Härtegrad H5 oder mit der Festigkeit F5 empfehlenswert, die von manchen Herstellern auch als XXL Matratzen angeboten werden.

Es gibt einige Hersteller, die die Härtegrade in die Stufen 1 bis 3 unterteilen. Auch hier weist der Härtegrad 1 eine weiche Matratze aus, während Härtegrad 2 für eine mittelfeste und Härtegrad 3 für eine feste Matratze steht. Ist die Stauchhärte einer Matratze geringer als das Körpergewicht, ist die Matratze also zu weich, bildet sich nach einiger Zeit eine Mulde. Bei einer zu weichen Matratze wird sich die Mulde nicht mehr zurückbilden. Da sie zu weich ist, kann sie keine stabilisierende Wirkung auf die Wirbelsäule ausüben, die im Idealfall zwischen Kopf und Steißbein eine gerade Linie bildet. Dadurch werden nicht nur der Liegekomfort und die Schlafqualität beeinträchtigt. Es kann auch zu dauerhaften Rückenschäden kommen.

Auf welche Kriterien es bei der Wahl der passenden Matratze noch ankommt

Es gibt weitere Faktoren, die sich auf die Wahl des Härtegrades auswirken. Neben dem Körpergewicht sind das auch die Körpergröße und das Schlafverhalten, bei dem zwischen Rückenschläfer, Seitenschläfer oder Bauchschläfer unterschieden wird. Bei der Unterteilung in verschiedene Härtegrade wird die Körpergröße nicht berücksichtigt. Das Gewicht von großen und sportlichen Menschen verteilt sich großflächiger auf einer Matratze im Vergleich zu kleineren Menschen mit einem höheren Körpergewicht, die tiefer einsinken. Die Gewichtsverteilung wird außerdem durch die Breite der Schultern und des Beckens beeinflusst. Auch die Qualität einer Matratze und das Material, aus dem sie gefertigt ist, wirken sich auf den Härtegrad und den Schlafkomfort aus. Die Schlafqualität ist auch eine Frage des persönlichen Empfindens und der Gewohnheit. Eine Formel, nach der sich der richtige Härtegrad einer Matratze berechnen lässt, gibt es nicht. Verlässlich ist einzig die Lage der Wirbelsäule als Gradmesser für die passende Matratze. Sie sollte in der jeweiligen Schlafposition in einer horizontalen Position sein.

Das Material, aus dem Matratzen sind: Federkern, Kaltschaum und Latex

Die im Handel erhältlichen Matratzen sind vorwiegend aus Kaltschaum, Federkern und Latex gefertigt. Die Materialien weisen jeweils unterschiedliche Eigenschaften, Qualitätsmerkmale sowie Vor- und Nachteile auf, sodass die gesamte Bandbreite individueller Schlafgewohnheiten bedient werden kann.

Federkernmatratzen: Atmungsaktiv, stützend und langlebig

Federkernmatratzen bieten aufgrund ihres Innenlebens eine komfortable Stützfunktion, sind atmungsaktiv, sehr robust und langlebig. Die Federkernmatratze verdankt ihren Namen dem in der Matratze befindlichen Federkern. Dabei handelt es sich um ein geordnetes und miteinander verbundenes System aus Metall- und Stahlfedern. Aufgrund dieser Druckfedern ist es möglich, dass die Matratze nach einem Belastungszustand wieder ihre ursprüngliche Ausgangsposition annimmt. Um eine angenehme Polsterung sicherzustellen, sind die Druckfedern mit Schaumstoffen ummantelt. Schützendes Trägermaterial sind Filze, die die Schaumstoffe vor durch die Stahl- und Metallfedern bedingte Beschädigungen schützen. Die oberste Schicht einer Federkernmatratze besteht aus einem Bezug. Dieser ist aus unterschiedlichen Materialien gefertigt, deren Bandbreite von Baumwolle über Rosshaar und Schurwolle bis zu Polyester oder einem Mix aus verschiedenen Materialien reicht. Aufgrund dieser Beschaffenheit eignen sich Federkernmatratzen für Rücken- und Bauchschläfer. Die stabilisierende Wirkung der Federkernmatratze verhindert ein tieferes Einsinken, was Rücken- und Bauchschläfer als angenehm empfinden.

Federkernmatratzen und ihre verschiedenen Arten

Es gibt nicht nur eine Federkernmatratze. Stattdessen wird zwischen Taschen-Federkern, Tonnentaschen-Federkern und Bonell-Federkern differenziert. Sie unterscheiden sich in Bezug auf die Beschaffenheit beziehungsweise Form der Stahl- und Metallfedern. Die Stahl- und Metallfedern einer Bonell-Federkernmatratze sind spiralförmig und in der Mitte tailliert. Die Federn der Tonnentaschen-Federkernmatratzen haben eine bauchige Form, während sie bei Taschen-Federkernmatratzen in Stofftaschen eingenäht sind. Um sie zu stabilisieren, sind sie in ihren Berührungspunkten miteinander verbunden und flächig fixiert.

Die Federkernmatratze – ihre Vorteile und ihre Nachteile

Die Federkernmatratze ist für stark schwitzende Menschen vorteilhaft, weil sie aufgrund ihrer Konstruktion atmungsaktiv ist. Durch die gute Belüftung wird die durch Schwitzen verursachte Feuchtigkeit nach außen abgegeben. Das gilt allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Federkernmatratze auf einem Lattenrost aufliegt. Die eingearbeiteten Federn bieten eine komfortable Stützfunktion, wobei Taschenfederkernmatratzen und Tonnentaschenfederkernmatratzen eine gute Punktelastizität aufweisen.

Die gute Belüftung kann für die Menschen ein Nachteil sein, die in der Nacht schnell frieren. Auch die Umstellung auf eine Federkernmatratze kann bisweilen Schwierigkeiten bereiten. Durch die Veränderung der Liegeposition kann es zu einem leichten Schwingen des Federkerns kommen, worauf manche Menschen empfindlich reagieren können. Doch nach einer kurzen Gewöhnungsphase ist das Gefühl des Nachschwingens verschwunden.

Kaltschaummatratzen – anpassungsfähig und preisgünstig

Kaltschaummatratzen werden aus Rohöl hergestellt. Sie sind atmungsaktiv und zeichnen sich durch eine hohe Anpassungsfähigkeit und durch die Angebotsvielfalt aus. Das Raumgewicht einer Matratze aus Kaltschaum gibt Auskunft über ihre Dichte und ist maßgeblich für ihre Qualität. Je höher das Raumgewicht ist, umso besser ist die Qualität. Eine Kaltschaummatratze, die weniger als 35 Kilogramm pro Kubikmeter (kg/m³) wiegt, hat eine zu geringe Dichte und Stabilität und ist deshalb nicht empfehlenswert. Ideal ist eine Kaltschaummatratze, deren Gewicht zwischen 45 und 55 Kilogramm pro Kubikmeter liegt. Kaltschaummatratzen mit einem Raumgewicht von 75 Kilogramm pro Kubikmeter sind von ausgezeichneter Qualität und einer langen Lebensdauer von bis zu zehn Jahren. Je höher das Raumgewicht, umso besser die Liegequalität und die Haltbarkeit der Matratze. Im Vergleich zu Federkern- und Latexmatratzen sind Kaltschaummatratzen eine preisgünstige Alternative.

Die Kaltschaummatratze – ihre Vorteile und ihre Nachteile

Der Vorteil einer Kaltschaummatratze gegenüber anderen Matratzenarten ist ihr geringes Gewicht. Das bedeutet, dass sie problemlos gelüftet, gedreht und gewendet werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass es Kaltschaummatratzen in unterschiedlichen Größen, Höhen und Härtegraden gibt, sodass sie in unterschiedlichen Preisklassen angeboten werden.

Für Allergiker ist eine Matratze aus Kaltschaum weniger geeignet. Grund ist ein möglicher Milbenbefall. Er kann jedoch durch regelmäßiges Lüften, durch Wenden und eine entsprechende Pflege reduziert werden.

Latexmatratzen – anpassungsfähig, antiseptisch und mit gutem Klimahaushalt

Latexmatratzen werden in zwei unterschiedlichen Qualitäten angeboten. Sie sind entweder aus synthetischem Kautschuk hergestellt oder aus Naturlatex gefertigt, bei dem es sich um natürlichen Kautschuk handelt. Naturlatex wird aus aufgeschäumter Milch des Gummibaums gefertigt, während synthetischer Kautschuk aus Rohöl produziert wird. Es kann auch Mischformen geben. Das bedeutet, dass die Matratzen zu 60 Prozent aus synthetischem Kautschuk und zu 40 Prozent aus Naturlatex bestehen. Umgangssprachlich wird Latex auch Gummi genannt, was sich auf die Anpassungsfähigkeit von Latexmatratzen bezieht. Ansonsten zeichnen sie sich durch einen guten Klimahaushalt aus, der durch die hohen Luftkanäle in der Matratze bedingt ist, die eine gute Luftzirkulation sicherstellen. Die für Latexmatratzen typischen Kanäle entstehen durch die sogenannte Vulkanisation. Dazu wird das Rohmaterial erhitzt und anschließend in eine mit Kanälen versehene Form gegossen. Die Latexmatratze ist einen Bezug gehüllt. Er besteht aus saugfähigen Materialien, zum Beispiel aus Wollmaterialien. Es kann sich auch um sogenannte Tencel-Materialien handeln, die bei der Holzproduktion als Zellulosestoffe gewonnen werden.

Latexmatratzen eignen sich für Seitenschläfer. Sie vermitteln ein sehr angenehmes und weiches Liegegefühl, ohne dass die Stabilisierung der Wirbelsäule darunter leidet. Die Wirbelsäule liegt in der Horizontalen, während das Becken und die Schultern in der Seitenlage in die Latexmatratze einsinken können.

Die Latexmatratze – ihre Vorteile und ihre Nachteile

Ein Vorteil von Latexmatratzen ist das optimale Schlafklima. Auch diejenigen, die empfindlich auf Temperaturschwankungen reagieren, werden von einer Latexmatratze begeistert sein. Sie ist bequem und anpassungsfähig und zeichnet sich durch eine hohe Punktelastizität aus. Dadurch werden wichtige Stellen wie Becken und Schultern optimal gestützt, sodass sich Latexmatratzen besonders für Seitenschläfer und auch für Bauchschläfer eignen. Sie sind leicht zu reinigen und außergewöhnlich hygienisch, was für Allergiker vorteilhaft ist, insbesondere wenn die Matratze aus synthetischem Latex hergestellt ist.

Nachteilig ist das hohe Gewicht einer Latexmatratze, sodass sie schwer zu transportieren ist. Besonders in der Anfangsphase sondert sie einen intensiven Eigengeruch ab, der jedoch mit der Zeit verfliegt.