Wassermenge für Aquarium berechnen

AquariumHobbyaquarianern und Fachmännern stellt sich dasselbe Problem: Wie viel Wasser kommt ins Aquarium? Die Berechnung der optimalen Wassermenge übernimmt dieser kostenlose Online-Rechner für Sie! Zusätzlich finden Sie die verwendete Formel sowie nützliche Hintergrund-Infos und praktische Tipps.

Aquarium-Rechner

Das richtige Wasser für jedes Aquarium

Unabhängig davon, ob Sie sich für ein Meerwasser- oder Süßwasseraquarium entscheiden – als Basis für die Befüllung dient in der Regel normales Leitungswasser aus dem Kran. Dieses muss allerdings entsprechend aufbereitet werden, damit Fische und Pflanzen dauerhaft so darin leben können wie in ihrer angestammten Heimat. Schließlich handelt es sich bei einem Aquarium um ein empfindliches, geschlossenes System, in dem alle Bewohner auf engem Raum zusammenleben und unterliegt damit anderen Regeln als ein offenes Gewässer wie ein Teich.

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So fühlen sich Fische wohl: Aquarium mit Kiesboden.

Das übliche Chlor beispielsweise, das unserem Trinkwasser zugesetzt wird, ist für Menschen unschädlich, für Fische und Pflanzen dagegen tödlich. Es muss genauso herausgefiltert werden wie andere chemische Elemente, etwa Zink, Kupfer oder Blei. Sowohl für die Neueinrichtung mit anschließender Komplettbefüllung als auch für einen Teilwechsel des Wassers müssen Sie die benötigte Wassermenge kennen, um nicht zu viel oder zu wenig Stoffe für die Aufbereitung hinzuzufügen.

Die schrittweise Einrichtung Ihres Aquariums

Wenn Sie ein Aquarium neu einrichten, kommt auf den Grund zuerst eine fünf bis zehn Zentimeter dicke Kiesschicht (Korngröße etwa zwei bis vier Millimeter), die von vorne nach hinten ansteigt.

Sand oder Kies: Was ist besser fürs Aquarium?

Bis 2 mm Korngröße spricht man von Sand. Alles aufwärts ist Kies. Wie groß die Körner sind, hängt von den darin gehaltenen Fischen /Wirkellosen ab. Garnelen und Krebse mögen einen grobkörnigen Sand mit 0,5 mm bis 2 mm Korngröße. Sie können die Körner anheben und darunter nach Nahrung suchen. Auch Antennenwelse und Schmerlen können auf Kies gehalten werden. Panzerwelse und Barsche (um nur zwei Arten zu nennen) dagegen bevorzugen Sand. Sie können diesen durchgraben und nach Nahrung absuchen. Außerdem spülen sie so ihre Kiemen durch. Für einige Fischarten mit Barteln (Fühlern) ist ein Sandboden wichtig. Bei grobkörnigem Kies könnten sie sich die Barteln verletzen. Kies hat den Vorteil, dass er dunkel bzw. farbig sein kann. So kommen die Farben der Aquariumbewohner besser zur Geltung. Grobkörniger Kies hat den „Nachteil“, dass Essensreste zwischen den Poren hindurch auf den Aquariumboden sinken und dort gammeln. Beim Beckenwechsel bzw. einer Reinigung macht sich dies mit einem stark moderigen Geruch bemerkbar. Auf dem Sand lässt sich Dreck besser reinigen. Bei Kies muss mit einem Mulmglocke gearbeitet werden. Gefährlich ist dagegen Sandboden, wenn man keine Tiere (z.B. Turmdeckelschnecken oder Fische) hat, die den Boden durchgraben. Es bilden sich dann nämlich kleine Luft-/Gaseinschlüsse, die sich später zu Fäulnisgasen entwickeln. Bei Sand sollte es eine gute Wasserdurchflutung geben.

Konstantin Matern, Experte für Aquarienkies von Nano-Aquarium.info

Der Kies wird zuvor gründlich gereinigt und in den unteren Lagen mit Pflanzendünger vermischt. Anschließend erfolgt die Befüllung mit Wasser etwa bis zur Hälfte. Dann werden die Pflanzen eingesetzt, wobei die größeren hinten in die dickere Kiesschicht gesetzt werden. Nun füllen Sie das restliche Wasser einBevor die Fische in ihrem neuen Lebensraum Platz finden können, benötigt das Aquarium eine so genannte Einfahrzeit, bis ein biologisch gesundes Gleichgewicht entstanden ist. Dies kann ohne Hilfsmittel mehrere Wochen dauern. Normalerweise werden Sie sich aber im Fachhandel entsprechende Zusätze besorgen, um die Wartezeit zu verkürzen. Auch in diesem Fall ist es wieder wichtig, die genaue Wassermenge zu kennen, um nicht eine für Fische gefährliche oder gar tödliche Mischung zu erhalten.

Der Wassermengen-Rechner gibt Sicherheit

Damit Sie – und natürlich Ihre Fische und Pflanzen – von Anfang an Freude an Ihrem Aquarium haben, sollten Sie mit unserem Rechner bestimmen, wie viel Wasser Sie für welchen Schritt benötigen und wie hoch die Wasserkosten dafür sind. Gleiches gilt für einen Teilwechsel. Dazu geben Sie einfach die vier erforderlichen Werte ein. Nun können Sie mit Hilfe der Angaben auf den jeweiligen Packungen berechnen, in welchen Mengen Sie die Zusatzstoffe hinzugeben müssen, damit ein dauerhaftes biologisches Gleichgewicht entsteht

Noch einmal alle Formeln im Überblick:

\text{Fassungsvermoegen des Aquariums}=\text{Laenge}\times\text{Breite}\times\text{Hoehe}

Um zu ermitteln, wie viel Wasser in ein Aquarium gefüllt werden muss, wird zunächst das Volumen berechnet. Für einen Quader ergibt sich das aus der Multiplikation von Länge, Breite und (Füll-)Höhe.

\text{Nettowasserbedarf}=\text{Fassungsvermoegen des Aquariums}-\frac{\text{Volumen des Kies}}{\text{Dichte des Kies}}

Von diesem Volumen wird dann die Menge Wasser abgezogen, die durch den Kies verdrängt wird. Diese lässt sich berechnen, indem man das Volumen des Kieses durch dessen Dichte teilt, um die Masse zu erhalten. Diese Masse entspricht dann dem verdrängten Wasser, da 1 Liter Wasser 1 kg wiegt.

\text{Wasserbedarf in Liter}=\frac{\text{Volumen des Wassers in Kubikzentimetern}}{\text{1000}}

Das Ergebnis wird dann von Kubikzentimetern (cm³) in Liter (l) umgerechnet.

Die Wasserverdrängung von Dekomaterialien kann nur durch eine Messung ermittelt werden. Dazu erst den Wasserstand ohne Dekogegenstände berechnen. Als zweiten Schritt die Wurzeln, Steine und ähnliche Materialien ins Wasser geben. Dann die neue Füllhöhe bei der Berechnung verwenden. Zieht man nun die bei der zweiten Berechnung herausgekommene Wassermenge von der ersten ab, erhält man die Wassermenge die durch Dekogegenstände verdrängt wird. Um also die Wassermenge zu berechnen, die man ins Becken geben muss um die gewünschte Füllhöhe zu erreichen muss dieser Wert vom Wasserbedarf, den der Rechner ausgibt abgezogen werden.