Tapeten-Rechner: Menge an Tapetenrollen + Kleister berechnen

Sie möchten Ihre Wände oder Decke selbst tapezieren und fragen sich, wie viel Tapete Sie eigentlich brauchen? Dieser kostenlose Online-Rechner ermittelt die optimale Menge an Tapetenrollen und Kleister.

Tapeten-Rechner

Das Wichtigste im Überblick

  • Maler verlangen für das Tapezieren in der Regel zwischen 10 Euro und 25 Euro pro Quadratmeter. Hinzu kommen das Entfernen der alten Tapete, Spachteln und der Anstrich bei Raufaser. Tapezieren kann mit etwas Geschick leicht selbst erledigt werden.
  • Der Tapetenbedarf wird oft unterschätzt. Denken Sie an Verschnitt sowie Versatz bei Mustertapeten. Eine Reserverolle sollte mit eingeplant werden (auch für spätere Beschädigungen).
  • Nicht jede Rolle ist gleich: Standard ist zwar die Eurorolle von 10,05 m × 0,53 m, aber es gibt viele verschiedene Rollengrößen und Sondermaße (beispielsweise bei Fototapeten).
  • Tapeten sollten immer aus einer Charge kommen, damit Farbe und Muster exakt gleich sind. Prüfen Sie vor dem Kauf die Chargennummer (auch Los- oder Fertigungsnummer) auf dem Etikett.

Tapetenbedarf berechnen – so geht’s

Die Tapeten kann man grob nach Quadratmetern berechnen:

(Umfang des Raums × Höhe des Raums) ÷ (Länge der Tapete × Breite der Tapete) = Anzahl der Rollen

Aber es gibt viele Ausnahmen, wo die Formel nicht genau genug rechnet:

  • Beim Abschneiden an Decke und Boden entstehen etwa 5–10 cm Verschnitt.
  • Manche Tapeten haben einen Versatz: Die Tapete muss in der Höhe etwas verschoben werden, damit das Muster passt. Erklärung Versatz und Rapport.
  • Wenn man ganze Bahnen tapezieren will, bekommt man bei hohen Räumen ab ca. 2,45 m nur 3 statt 4 Bahnen aus einer Rolle.

Die richte Menge Tapetenrollen – und warum eine Reserverolle?

Fast fertig tapeziert, aber kurz vor Ende des Raums ist zu wenig Tapete übrig? Das ist ärgerlich, besonders wenn die letzte Rolle im Baumarkt weg oder die Charge ausverkauft ist. Nachbestellen ist oft teurer. Vor dem Kauf sollte daher der Tapetenbedarf genau kalkuliert werden. Bei Tapeten mit Mustern brauchen Sie häufig mehr, weil es einen Versatz gibt.

Was ist eigentlich eine Charge?

Tapeten einer Charge kommen aus einem Produktionslauf und sind in Größe, Farbe und Muster zu 100 % gleich. Beim Kauf ist es also wichtig, nur Rollen aus einer Charge zu nehmen. Auf dem Zettel in der Verpackung ist eine Nummer angegeben, die Los-, Anfertigungs- oder Chargennummer. Diese muss auf den Rollen jeweils exakt gleich sein.

Auf den ersten Blick sieht man die Abweichungen bei unterschiedlichen Nummern nicht, aber später an der Wand fällt es auf. Zu wenig von einer Charge da? Dann tapeziert man je Wand nur Tapeten mit der gleichen Nummer.

Unser Tipp: Auch der beste Heimwerker verschneidet sich mal, also besser eine Reserverolle mitbestellen. Und man hat noch Ersatz, wenn die Tapete später mal einen Schaden hat.

Tapetenrollen: Maße und Standard-Größen

Tapeten gibt es in vielen Größen. Wenn Sie bestellen, sollten Sie auf die Länge und Breite der Rollen achten. Diese Angaben stehen auf dem Etikett in der Rolle oder auf dem Datenblatt im Bestellordner.
In unserem Tapetenrechner finden Sie eine Auswahl (Dropdown-Menü) mit den verschiedenen Größen.

Die „Eurorolle“ – das Standardmaß für Tapeten

Gängig ist das Standardmaß 10,05 m × 0,53 m, die Eurorolle oder auch Europarolle. Diese entspricht der europäischen Norm. Weil sie nicht so breit ist, geht das Tapezieren einfach. Und man hat wenig Verschnitt. Mit einer Rolle schafft man etwa 5 Quadratmeter.

Vliestapeten, Glasfasertapeten und Fototapeten

Vliestapeten haben oft das Euro-Standardmaß, aber es gibt sie auch in anderen Größen. Glasfasertapeten sind meistens breiter und länger. Fototapeten mit einem großen Motiv haben fast immer Sondermaße.

Augen auf bei Sonderpacks: Manchmal findet man im Tapetenmarkt Sonderpacks, zum Beispiel 6 Rollen Raufaser zu einem vergünstigten Preis. Hier kommen öfter Sondermaße vor wie 15 m Länge statt 10 m. Aber auch kürzere Rollen können in dem Spezialangebot drin sein und man kauft eine „Mogelpackung“.

Verschnitt beim Tapezieren

An folgenden Stellen entsteht meistens Verschnitt:

  • an Decke und Boden
  • unter Dachschrägen
  • bei Zimmertüren
  • in Fenstern

Vor dem Anbringen schneidet man die Tapete großzügig auf Raumhöhe zu. Wenn dann oben und unten abgeschnitten wird, fallen schnell 5–10 cm Verschnitt an. Unter Dachschrägen muss eine Ecke abgetrennt werden. Wie man bei Zimmertüren und Fenstern richtig vorgeht, lesen Sie weiter unten.

Die richtige Menge Tapetenkleister

Tapeten haben eine unterschiedlich starke Saugkraft. Vliestapeten saugen mehr Kleister auf als Papiertapeten und bei Glasgewebe ist es noch etwas mehr. Auch der Untergrund spielt eine Rolle: Die Wand sollte gut vorbereitet werden und bei Bedarf eine Grundierung aufgetragen werden.

Mustertapeten: Rapport und Versatz einfach erklärt

Bei einer Mustertapete wiederholt sich der Aufdruck in regelmäßigen Abständen. Das nennt man Rapport. Die Länge des Rapports ist beispielsweise 50 cm. Dann erscheint nach 50 cm wieder das gleiche Muster auf der Tapetenbahn.

Der Versatz gibt an, um wie viel Zentimeter Sie die Tapeten in der nächsten Bahn verschieben müssen. Beispiel: Der Versatz beträgt 27 cm. Dann muss man die nächste Bahn um 27 cm versetzen. Daher fällt beim Zuschnitt ein Stück Tapete ab.

Der Versatz muss beim Tapetenbedarf eingerechnet werden. Bei Tapeten in Uni ohne Muster oder Raufaser gibt es keinen Versatz. Diese haben eine ansatzfreie Struktur.

Tapeten mit geradem Ansatz

Bei Tapeten mit geradem Ansatz handelt es sich meist um Mustertapeten. Das Design oder Motiv wird auf der gleichen Höhe verklebt. Das Muster wird nicht versetzt, der Versatz beträgt also 0 cm. Man nimmt eine Bahn als Vorlage und schneidet die weiteren Bahnen genau gleich zu. An der Wand sitzt das Muster immer auf derselben Höhe. Der Verschnitt ist meist gering.

Tapeten mit versetztem Ansatz

Bei Tapeten mit versetztem Ansatz ist es etwas schwieriger. Hier sind es meistens Tapeten mit einem Design oder Muster, das versetzt an die Wand geklebt wird. Der Versatz ist auf dem Zettel beispielsweise mit 27 cm angegeben. Dann muss das Muster von Bahn zu Bahn um 27 cm nach oben oder unten verschoben werden. Der Verschnitt ist meist größer als bei Tapeten mit geradem Ansatz.

FAQ

Wie groß ist eine Tapetenrolle?

Die Standard-Tapetenrolle nach europäischer Norm hat eine Größe von 10,05 m Länge und 0,53 m Breite. Sie reicht ohne Verschnitt für eine Fläche von 5 qm. Tapetenbedarf berechnen.

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Wie lang ist eine Tapetenrolle?

Am häufigsten findet man eine Länge von 10,05 m. So lang ist eine Standard-Europarolle. Es gibt Tapetenrollen in verschiedenen Längen. Bei Glasfaser sind es häufig sogar 25 m. Zum Tapetenrechner.

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Wie breit ist eine Tapetenrolle?

Üblich ist eine Breite von 0,53 m, das ist die Standardbreite einer Eurorolle. Die Eurorolle ist beliebt, da sich die Größe leicht tapezieren lässt. Es gibt Tapeten aber auch in anderen Breiten. Infos im Tapetenrechner.

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Wie viele Bahnen bekommt man aus einer Rolle Tapete?

Teilen Sie die Länge der Rolle durch die Raumhöhe (evtl. + Versatz bei Mustertapeten). Beispiel: Bei einer Raumhöhe von 2,30 m ergibt eine Standard-Eurorolle (Länge 10,50 m) also 4 Bahnen. Hier den Tapetenbedarf ausrechnen lassen.

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Wie viel Meter sind auf einer Rolle Raufasertapete?

Bei Raufaser findet man oft Längen zwischen 15 m und 25 m, aber auch die sogenannte Europa-Rolle mit 10,05 m. Eine 25 m-Rolle reicht für ca. 13 qm. Sparen kann man meist mit Großrollen oder Multipacks. Alle Infos imTapetenrechner.

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Wie berechne ich die Anzahl der Tapetenrollen?

Grobe Berechnung: (Raumumfang × Raumhöhe) geteilt durch (Tapetenlänge × Tapetenbreite). Hinzu kommt je Bahn ein Verschnitt von etwa 10 cm. Zu beachten ist außerdem ein Versatz bei Mustertapeten. Hier die genaue Menge berechnen.

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Was bedeutet Rapport/Versatz 64/32 cm?

64 cm Rapport bedeutet, dass sich ein Muster nach 64 cm wiederholt. 32 cm Versatz ist ein Hinweis für das Anbringen an die Wand: Die nächste Bahn muss um 32 cm nach oben oder unten versetzt werden. Infos zu Rapport und Versatz.

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Alle Formeln & Rechenweg des Tapetenrechners

Formel: Berechnung des Tapetenbedarfs

\text{benoetigte Bahnen}=\frac{\text{Breite der Waende}}{\text{Tapetenbreite}}

Die Anzahl der benötigten Bahnen ergibt sich aus der Addition aller Ergebnisse der Divisionen der Wandbreiten durch die Tapetenbreite.

\text{Laenge der Tapetenbahn ohne Rapport}=\text{Wandhoehe}+\text{Verschnitt pro Bahn}+\text{evtl. Rapport oder Verschnitt}

Die Länge der Tapetenbahn lässt sich ermitteln aus der Addition von Wandhöhe und Verschnitt pro Bahn. Bei Tapeten mit Rapport und Verschnitt ist das schwieriger.

\text{Bahnen pro Tapetenrolle}=\frac{\text{Tapetenlaenge}}{\text{Laenge der Tapetenbahn}}

Wie viele Bahnen man aus einer Rolle erhält ergibt sich aus der Division von Tapetenlänge durch die Länge einer Tapetenbahn.

\text{benoetigte Tapetenrollen}=\frac{\text{benoetigte Bahnen}}{\text{Bahnen pro Tapetenrolle}}

Die Anzahl der benötigten Tapetenrollen ergibt sich nun aus der Division der benötigten Bahnen durch Bahnen pro Tapetenrolle.

\text{benoetigte Kleisterpackungen}=\frac{\text{zu tapezierende Flaeche}}{\text{beklebbare Flaeche pro Packung}}

Wie viele Kleisterpackungen benötigt werden, wird ermittelt durch die Berücksichtigung wie groß die zu tapezierende Fläche ist. Eine Packung reicht bei normalen Tapeten üblicherweise für 45 , bei saugfähigen für 25 m².