Schritte in Meter umrechnen: Wie viele Meter legen Sie am Tag zurück?

Schritt iconWer kennt das nicht? Man hat sich aufgerafft zu einem langen Spaziergang, oder ist mal zu Fuß zum Büro gegangen. Doch wie viele Meter genau laufen Sie täglich? Mit diesem kostenlosen Online-Rechner behalten Sie den Überblick! Zusätzlich finden Sie die verwendete Formel sowie nützliche Hintergrund-Infos und praktische Tipps.

Umrechnen: Schritte in Meter

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Tipps zum Messen finden Sie im Text weiter unten.
So viele Meter sind Sie gelaufen. Eine Einordnung ob das gut ist, findet sich im Text weiter unten.
So viele Schritte sind Sie gelaufen. Eine Einordnung ob das gut ist, findet sich im Text weiter unten.


Der Schritt als Längeneinheit – und als Maß der Gesundheit

Schritt oder Doppelschritt sind Längeneinheiten, die früher fast überall gebräuchlich waren, so wie der Yard es im angloamerikanischen Raum noch heute ist. In Europa leitete sich der Schritt vom römischen gradus ab und war etwas mehr als 74 Zentimeter lang. Das waren zweieinhalb pes, wie der Fuß im Lateinischen genannt wurde. Mit 71 bis 75 Zentimetern Länge wurde der Schritt im deutschsprachigen Raum gemessen, je nachdem in welchem Landesteil man sich gerade aufhielt. Vom römischen passus, dem Doppelschritt leitet sich die Meile ab: mille passus, tausend Schritte, also in Wirklichkeit zweitausend. Diese Längenmaße waren relativ unübersichtlich und daraus erklärt sich die Einführung des Dezimalsystems, beruhend auf dem Meter als Grundmaß.

Wie steht es um den Schritt heute?

Uns interessiert der Schritt hier aber nicht als Längeneinheit, sondern als Bewegungseinheit für die Bewegung im Alltag, wie auch bei sportlicher Betätigung. Das Gehen als Fortbewegungsart wird immer seltener. Die Motorisierung, Computerarbeitsplätze womöglich noch im Homeoffice, der Fernseher, der Versandhandel und viele weitere moderne Errungenschaften haben uns zu Bewegungsmuffeln gemacht. „Eigene Untersuchungen haben ergeben, dass die Probanden durchschnittlich 6.500 Schritte pro Tag gingen, allerdings kann man davon ausgehen, dass der Bundesdurchschnitt sehr viel niedriger liegt“, erläutert die Sportwissenschaftlerin Dr. Birgit Sperlich vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Würzburg. Wer einmal kontrollieren möchte, wie weit er pro Tag geht, der kann für wenig Geld einen Schrittzähler kaufen. Mit der eigenen Schrittlänge multipliziert kann man die Anzahl der Schritte in gegangene Meter, besser natürlich Kilometer umrechnen. Das funktioniert auch mit dem Schritte in Meter Umrechner oben ganz einfach.

Nach dem Essen sollst du ruh’n oder 1.000 Schritte tun – nein, 10.000 sagen Experten!

Nun ja, es muss nicht gerade nach dem Essen sein, aber täglich 10.000 Schritte, also zwischen sechs und acht Kilometer pro Tag zu gehen, das raten Gesundheitsexperten. Die Vorteile des Gehens lassen sich gar nicht alle aufzählen. Ein paar davon sollen hier genannt sein: Mitmenschen und Umwelt werden entlastet, denn wir produzieren keinen Lärm und keine Abgase, wenn wir gehen. Für die Prävention vieler Zivilisationskrankheiten ist Bewegung zu Fuß Gold wert: Herz-Kreislauferkrankungen, Rückenschmerzen, Allergien, Krebs oder Depressionen werden vermieden oder gelindert. Unser Körper ist auf Bewegung ausgelegt. „Alle unsere Körpersysteme, sei es das Herz-Kreislauf-System, der Stoffwechsel oder auch das Muskel-Skelett-System bedürfen körperlicher Aktivität, um gesund zu bleiben und zu funktionieren. Ohne körperliche Aktivität geht es nicht“, so Dr. Sperlich.

Fuß, Schritt, Schuh, Laufen

Mit den richtigen Schuhen macht das Laufen noch mehr Spaß.

Zudem helfen die täglichen Schritte beim Abnehmen, beugen Übergewicht und vielen Krankheiten vor und steigern das Wohlbefinden und Selbstvertrauen. Es muss nicht immer Joggen sein, das Sehnen und Gelenke belastet. Gehen Sie sich einfach gesund! Sie steigern auf einfache Weise Ihre Leistungsfähigkeit und Fitness und sparen zudem Geld so oft das Auto in der Garage bleibt.

Experten raten 10.000 Schritte am Tag zu gehen. Wie kann man eine höhere Schrittzahl in den Alltag einbauen?

Dies ist ganz individuell verschieden und jeder muss sich seine Ideallösung, die zu seinem Alltag passt suchen. Allerdings macht es Sinn Alltagsaufgaben körperlich aktiv zu gestalten, indem man zum Beispiel für den Transport das Auto häufiger stehen lässt und häufiger zu Fuß geht, Fahrrad fährt oder den ÖPNV nutzt. Mittagspausen mit einem kurzen Spaziergang zu kombinieren oder vielleicht Telefonate während eines Spaziergangs führen. Und natürlich nutzen auch kleine Veränderungen wie die Treppe anstatt des Fahrstuhls oder der Rolltreppe zu nehmen, das Auto etwas weiter weg zu parken etc. Wichtig ist allerdings auch, darauf zu achten, dass manche Bewegungseinheiten mind. 10 Minuten oder länger andauern – hier zeigt sich der größte gesundheitliche Benefit. Optimalerweise sollte man 3 x 10 Minuten Umfänge von körperlicher Aktivität am Tag oder auch 1 x 30 Minuten oder 2 x 15 Minuten etc. haben – so erreicht man die allgemeinen Aktivitätsempfehlungen (World Health Organization, 2010).

Dr. Birgit Sperlich, Institut für Sportwissenschaft, Julius-Maximilian-Universität Würzburg

Mit dem Schrittzähler die tägliche Gehstrecke messen

Das praktische Gerät bekannt unter dem Namen Schrittmesser, Metermesser, Schrittzähler oder Pedometer hilft bei der Einschätzung der täglichen Schrittleistung, sie sind aber auch ein guter Motivationsimpuls. Manche Geräte verfügen über zusätzliche Funktionen, geben etwa bei Eingabe der Schrittlänge die gegangene Strecke in Kilometer an oder funktionieren als Kalorienzähler. Zusätzliche Motivation kann eine Schritte-Liste oder ein Schritte-Tagebuch bringen. Natürlich kann man einen Teil seiner täglichen Schritte auch auf dem Fitnessband im Studio ableisten, aber bedenken Sie, dass Bewegung an der frischen Luft noch viele weitere positive gesundheitliche Effekte hat.

Die Zukunft? Wearables, SmartWatches und multifunktionale Fitnessbänder

Ganz klar: in Zukunft sind Schrittzähler multifunktional und messen neben den Schritten und Kalorien auch das Schlaf- und Essverhalten, aber auch die Herzfrequenz beim Joggen oder sogar die Bewegungen beim Schwimmen können multifunktionale Fitnessbänder ermessen. Sowohl Garmin als auch Nike bieten solche Fitnessbänder an. Diese eignen sich sowohl für Sportskanonen als auch für Sportmuffel, die immer wieder von ihrem inneren Schweinehund blockiert werden.

Das Garmin vívofit und das vívofit 2 eignen sich für alle, die sich im Alltag gerne mehr bewegen möchten. Das kann der absolute Sportneuling sein, der etwas für seine Gesundheit tun möchte und daher auf dem Weg zur Arbeit eine U-Bahn Station früher aussteigt oder anstelle des Aufzugs die Treppe nimmt. Aber auch für Sportskanonen kann es spannend sein, zu sehen, wie aktiv sie im Alltag sind. Das vívofit 2 bietet ihnen beispielsweise die Möglichkeit, einzelne Aktivitäten wie eine Joggingrunde zu erfassen.

Berna Celik-Rymdzionek, Product Managerin Garmin Deutschland

Die multifunktionalen Fitnessarmbänder können einen den kompletten Tag über begleiten. Sie motivieren einen sich mehr zu bewegen und dadurch einen gesünderen Lebensstil zu führen. Die Motivation kann dadurch erfolgen, dass das Fitnessband auf die individuellen Bedürfnisse eingestellt ist und seinen Träger erinnert – entweder durch Vibration oder durch einen Alarmton – sich mal wieder zu bewegen. Sei es einen kurzen Spaziergang zu machen oder sich aufs Laufband zu begeben. Darüberhinaus können sich die Träger auch untereinander motivieren, indem man erfährt, wie viel bzw. wie oft sich sein bester Freund, seine beste Freundin schon bewegt hat. Gegenseitig kann man sich so zu Bestleistung motivieren.

Das Nike+ FuelBand SE zeichnet jegliche Art von Bewegung und Sport im Alltag auf (misst Schritte, verbrauchte Kalorien) und wandelt diese in NikeFuel Punkte um. Ein farblicher Balken auf dem Display zeigt an, ob das persönliche Tagesziel schon erreicht wurde. Durch die weltweite Nikeplus-Community auf Nike.com kann man seinen FuelPoint-Level einsehen und sich mit anderen Sportlern zu neuen Bestleistungen pushen.

Sebastian Wenz, Experte von Nike

Passende Schuhe für gesunde Füße

Gute Schuhe mit Fußbett sind eine wichtige Voraussetzung für gesundes Gehen. Schuhe dürfen auf keinen Fall zu klein oder zu eng sein. Die Zehen brauchen immer ausreichend Platz und es gibt unterschiedliche Schuhe, die für breite und schmale Füße bequem sind. Es ist sinnvoll, Schuhe abends zu kaufen, denn die Füße haben sich im Laufe des Tages ausgedehnt. Es müssen nicht immer gleich Gesundheitsschuhe sein, aber atmungsaktive, natürliche Materialien sollte man beim Schuhkauf in jedem Fall bevorzugen. Wer Probleme mit den Füßen hat, sollte sich orthopädische Einlagen verschreiben lassen, das schont auch die Fußsohlen. Das Fußbett sollte ein gleichmäßiges, natürliches Abrollen ermöglichen, was zugleich die Venen trainiert und somit Krampfaderbildung vorbeugt.

Formel & Berechnung

Umrechnung der gelaufenen Schritte in Meter:

\text{Strecke in Meter}=\frac{\text{Anzahl der Schritte}\times\text{Schrittlaenge}}{\text{100 cm}}

Die Umrechnung von Schritten in Meter ist ganz einfach. Zuerst wird die Anzahl der Schritte mit der Schrittlänge multipliziert. Bei Menschen zwischen 1,50 und 1,70 Meter ist die angenommene durchschnittliche Schrittlänge 60 cm. Bei größeren Personen, die zwischen 1,70 und 1,90 Meter groß sind, wird der Wert 70 cm verwendet. Kennt man die eigene Schrittlänge, wird natürlich dieser Wert im Rechner benutzt. Nun hat man die gelaufene Strecke in Zentimetern. Um diese Laufstrecke nun in Meter umzurechnen wird durch 100 cm geteilt. Daraus ergibt sich die gelaufene Strecke in Metern.

Umrechnung von Metern in Schritte:

\text{Anzahl Schritte}=\frac{\text{Strecke in Meter}\times\text{100 cm}}{\text{Schrittlaenge}}

Die Rechnung in die andere Richtung ist nicht schwerer: Eine Strecke in Metern wird erst in Zentimeter umgerechnet indem mit 100 multipliziert wird. Danach ergibt sich die Anzahl der gelaufenen Schritte dadurch, dass man durch die Schrittlänge teilt. Diese Schrittlänge ist analog wie oben beschrieben entweder 60 cm, 70 cm oder bei genau bekannter Schrittlänge die persönliche Angabe. So einfach bekommt man heraus wie viel Schritte man gehen muss, um soundsoviel Meter zu laufen.