Ratgeber zum Katzenalter: Katzenjahre in Menschenjahre umrechnen, Tabellen und Tipps

Katzenjahre in Menschenjahre umzurechnen ist gar nicht so einfach. Zum Glück gibt es aber unseren superschnellen Katzenalter-Blitzrechner, mit dem Sie in drei Sekunden wissen, wie alt Ihre Katze tatsächlich ist. Außerdem: Viele Infos, Tabellen und Tipps rund ums Katzenalter – scrollen Sie dafür einfach nach unten.

Katzenalter-Rechner: Katzenjahre richtig umrechnen

Hier Hundejahre berechnen

Eine Katze hat vielleicht sieben Leben, aber ein Katzenjahr sind keinesfalls sieben Menschenjahre, so viel ist sicher. Die schnellste Möglichkeit, das Katzenalter in das entsprechende Menschenalter umzurechnen, bietet Ihnen unser Blitzrechner. Aber wir erklären Ihnen auch gern, wie es funktioniert.

Warum ist das Katzenalter wichtig?

Wenn ein Mensch ein Jahr älter wird, ändert das normalerweise nicht viel an seinem Verhalten. Bei einer Katze ist das anders, denn sie ist in der Zeit schon um ein Vielfaches gealtert. Die Samtpfoten altern wesentlich schneller als wir Menschen und haben nach sechs Monaten bereits die Geschlechtsreife erreicht.

Das ist wichtig zu wissen, denn wer sich und seinen weiblichen Freigänger vor unliebsamem Nachwuchs schützen möchte, sollte jetzt über eine Kastration nachdenken. Auch später ist es wichtig, das Alter der Katzen im Blick zu behalten, findet Herr Kindt vom Berliner Katzenschutz:

Es ist schon sehr wichtig, das ungefähre Alter der Katze zu kennen, da die Pflege, die Ernährung und das Verständnis für das Tier ausschlaggebend ist. Wer das Alter seiner Katze kennt, kann zudem das Leben seines Haustiers stressfreier und artgerechter gestalten. Durch den jährlichen Check beim Tierarzt, die passende Ernährung, die Anpassung der Einrichtung und der körperlichen Pflege kann man mit zunehmenden Alter die Lebensqualität der Katze erhöhen und das Leben dadurch idealerweise auch verlängern.

Herr Kindt, 1. Vorsitzender vom Berliner Katzenschutz

Entspricht das Katzenalter dem Menschenalter?

Nein. Zu keinem Zeitpunkt im Lebenszyklus der Katze entspricht ein Katzenjahr einem Menschenjahr. Allein im ersten Jahr macht die Katze eine Entwicklung durch, für die der Mensch 15 Jahre braucht.

Katzenalter

Im zweiten und dritten Jahr altert die Katze um jeweils sechs Menschenjahre – mit drei Jahren hätte eine Katze als Mensch also schon Schule und Studium hinter sich, denn sie wäre dann 27 Jahre alt. Ab dem vierten Geburtstag altern Katzen pro Menschenjahr um jeweils vier Katzenjahre.

» Zu kompliziert? Katzenalter-Rechner nutzen

Entspricht das Katzenalter dem Hundealter?

Nein. Auch Katzen und Hunde altern völlig unterschiedlich. Während für das Hundealter die Größe, das Gewicht und die Rasse eine Rolle spielen, ist das Katzenalter völlig unabhängig von diesen Faktoren. Für das Katzenalter muss man sich einfach nur die drei Faustformeln im nächsten Absatz merken.

Wenn Sie wissen möchten, wie man das Hundealter korrekt berechnet, finden Sie hier alles Wissenswerte:

Hundealter richtig berechnen: Rechner und Infos
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Wie rechnet man Katzenalter in Menschenalter um?

Das Alter einer Katze in Menschenjahre umzurechnen ist deshalb nicht ganz einfach, weil die Katze im Laufe ihres Lebens unterschiedlich schnell altert. Die grundsätzliche Rechenformel zum Katzenalter lautet:

\text{vergleichbares Menschenalter}=\text{Katzenalter}\times\text{Umrechnungsfaktor}

Der Umrechnungsfaktor ist vom Alter der Katze abhängig:

\text{1. Katzenjahr = 15 Menschenjahre}
\text{2. und 3. = jeweils 6 Menschenjahre}
\text{Ab dem 4. Katzenjahr = jeweils 4 Menschenjahre}

Katzenalter und Menschenalter als Tabelle

Mit dem Katzenalter-Blitzrechner oder der Umrechnungsformel lassen sich Katzenjahre schnell in Menschenjahre umrechnen. Man kann aber auch einfach in dieser Alterstabelle nachschauen:

KatzenjahreMenschenjahre
115
221
327
431
535
639
743
847
951
1055
1159
1263
1367
1471
1575
1679
1783
1887
1991
2095
2199
22103
23107
24111
25115

Wie alt können Katzen werden?

Das ist eine spannende Frage. Denn freilebende Katzen ohne menschliche Zuwendung und medizinische Versorgung werden nur zwischen 1,4 und 4,2 Jahre alt. Katzen dagegen, die als Haustiere beim Menschen leben und entsprechend umsorgt werden, können zwischen 15 und 20 Jahre alt werden.

Die älteste Hauskatze der Welt wurde 38 Jahre alt: Creme Puff aus Texas wurde 1967 geboren und starb im Jahr 2005.

Eine Katze hat sieben Leben – was bedeutet das?

Man sagt „Eine Katze hat sieben Leben“ und meint damit, dass Katzen unverwüstlich scheinen. Sie sind sehr flexibel und geschmeidig und fallen selbst aus großen Höhen meist auf die Füße – dafür sorgt der sogenannte Drehreflex bzw. Stellreflex. Dass Katzen solche Stürze meist überleben, heißt allerdings nicht, dass sie sich nicht dabei verletzen.

Die Redewendung geht vermutlich auf eine Zeit zurück, in der auch die Hexenverbrennung an der Tagesordnung war. Die Kirche schürte den Aberglauben, dass Katzen mit dem Teufel im Bunde seien – deshalb werden sie auch bis heute mit Hexen in Verbindung gebracht. Angeblich warf man sie sogar von Kirchtürmen. Da Katzen selbst diesen Sturz oft überlebten, glaubte man, sie haben mehrere Leben. Weshalb genau sieben, weiß man nicht, im englischsprachigen Raum sind es auch neun Jahre.

Kann man aktiv dafür sorgen, dass eine Katze älter wird?

Allein die Tatsache, dass Katzen ein sicheres Zuhause haben, regelmäßig gefüttert werden und bei Bedarf medizinische Versorgung erhalten, sorgt schon dafür, dass sie länger leben. Allerdings können die folgenden Tipps für noch mehr Wohlbefinden und damit ein längeres Leben sorgen:

  • Eine ruhige Umgebung: Katzen sind sehr empfindlich, schon Kleinigkeiten können sie massiv stören und Stress auslösen. Die Unterkunft in einem ruhigen Single-Haushalt ist sicher Nerven schonender als die fünfköpfige Familie, bei der immer Tohuwabohu ist und in deren Haushalt es wenig Rückzugsorte gibt. Jede Katze braucht Möglichkeiten zum Verstecken, an denen sie ihre Ruhe hat.
  • Eine hochwertige Ernährung: Katzenfutter ist nicht gleich Katzenfutter, hier gibt es große Qualitätsunterschiede. Wer hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil füttert anstatt Discounterware, tut seiner Katze auf jeden Fall etwas Gutes. Auch die Menge des Futters ist wichtig – Wohnungskatzen brauchen nicht so viel Futter wie Freigänger.
Katze Fisch Ernährung Katzenfutter: Bedarf und Kosten berechnen - Katzen wollen optimal versorgt sein. Doch wie viel Futter benötigt eigentlich eine Katze? Wie viele Kilokalorien sollte sie zu sich… ...
  • Aufmerksamkeit und Zuwendung: Gerade Wohnungskatzen brauchen viel Aufmerksamkeit. Im Gegensatz zu Freigängern erhalten sie nicht täglich neue Impulse und brauchen Beschäftigung.
  • Katzentoilette: Wenn es um Reinlichkeit geht, macht niemand etwas der Katze vor. Diese Vierbeiner sind so empfindlich, dass die Katzentoilette eine große Rolle für ihr Wohlbefinden spielt. Die Toilette sollte immer sauber sein, in einem ruhigen, jederzeit zugänglichen Raum, nicht in der Nähe des Fress- oder Schlafplatzes stehen. Außerdem sollte man jeder Katze mindestens eine Toilette zur Verfügung stellen – was ab zwei Katzen schon zu einem Platzproblem führen könnte.
  • Bewegung: Katzen müssen sich bewegen können. Freigänger kommen dabei voll auf ihre Kosten, leben aber auch gefährlich. Wohnungskatzen brauchen viel Platz und viele Möglichkeiten zum Klettern, Kuscheln und Kratzen.
  • Artgenossen: Katzen lieben Gesellschaft. Gerade die Wohnungskatzen von außerhalb arbeitenden Menschen sollten deshalb einen Spiel- und Kuschelkameraden haben. Nicht nur ein Artgenosse, auch ein Hund kommt als Gesellschaft durchaus in Frage.
  • Katzensicherheit: Katzen klettern und springen, sie liegen gern auf erhöhten Plätzen. Herumstehende Blumentöpfe, Kabelwirrwarr, gekippte Fenster oder ähnliches können schnell zur Gefahr für die Katze werden. Auch Kochfelder sollten eine Kindersicherung haben, damit sie nicht versehentlich durch einen beherzten Sprung eingeschaltet werden können.
  • Regelmäßige Tierarztbesuche: Ja, für die meisten Katzen ist der Tierarztbesuch ein horrender Stress. Dennoch sollte man regelmäßig den Tierarzt aufsuchen oder zumindest mit ihm in Kontakt sein, um die medizinische Versorgung zu sichern. Manche Tierärzte machen auch Hausbesuche. Das ist für Katzen natürlich optimal.
Katze Tierarzt

Einmal im Jahr sollte die Katze beim Tierarzt vorgestellt werden. Nur so kann rechtzeitig eine eventuell notwendige Behandlung in die Wege geleitet werden.

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