Der Feierabend-Rechner: Wie lange muss ich arbeiten?

Wann darf man als Arbeitnehmer den eigentlich Feierabend machen? Wie kann man das Arbeitsende berechnen? Und: wie wird eigentlich die Mittagspause gerechnet? Wie viel muss man vorarbeiten bzw. wie lange muss man unter der Woche bleiben, um Freitags früher gehen zu können?

Wochenarbeitszeit berechnen


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Das Wichtigste im Überblick

  • Auf Basis Ihrer Wochenarbeitszeit und des Arbeitsbeginns ermitteln wir Ihren individuellen Feierabend.
  • Das „Durcharbeiten“ von Mittagspausen ist von Gesetzes wegen eigentlich nicht erlaubt, wird in der Praxis aber häufig praktiziert.
  • In Einzelfällen kann die Tages- und Wochenarbeitszeit überschritten werden, muss im Schnitt jedoch bei der vereinbarten Arbeitszeit liegen.
Ist die Mittagspause eigentlich Arbeitszeit? Nein – Mittagessen und Ruhepausen sind nicht Teil der Arbeitszeit.
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Tamara Schmidt
Tamara Schmidt
Bachelor Medien- und Kommunikation
Autorin
„Schneller Rat in Shopping und DIY? Genau dafür bin ich da.”
Mein Steckenpferd sind die Bereiche Heimwerken und Lifestyle und ich liebe das Erstellen von Infografiken mit Illustrator und Photoshop. Früher dachte ich, Mathe hat nichts mit Themenbereichen wie Lifestyle oder Heimwerken zu tun. Doch zum Dekorieren einer Wohnung gehört nun mal auch, die benötigte Tapetenmenge zu berechnen.
Mehr über mich.

Ist eine Mittagspause vorgeschrieben?

Gemäß der geltenden Rechtslage ist es eigentlich unzulässig, die Mittagspause durchzuarbeiten, um früher nach Hause zu gehen. Hier sagt das Arbeitszeitengesetz (ArbZG) §4 recht deutlich: „Länger als sechs Stunden hintereinander dürfen Arbeitnehmer nicht ohne Ruhepausen beschäftigt werden.“

Gerade bei hohem Arbeitsaufkommen können jedoch Pausen unter Umständen in manchen Betrieben streckenweise gar nicht genommen werden, so dass in der Praxis oft pragmatische Lösungen für den Ausgleich gefunden werden.

Wussten Sie schon?

  • Die Bezeichnung Feierabend stammt vom spätmittelhochdeutschen „vīrabent“ und bedeutete ursprünglich „Vorabend eines Feiertags“. Damals bezeichnete es die Zeit der Muße und Ruhe vor einem Festtag. Heute steht der Begriff für das Ende des Arbeitstages und die darauffolgende Freizeit. In der ehemaligen DDR wurde dieser Gedanke übrigens auch auf das Alter übertragen: Dort nannte man Seniorenheime offiziell „Feierabendheime“.
  • Als Siesta bezeichnet man den traditionellen spanischen Mittagsschlaf, der in der Regel nach dem Essen ab 14 Uhr stattfindet. In Spanien schließen deshalb viele kleinere Unternehmen zwischen 14 und 17 Uhr, damit die Mitarbeitenden Zeit für das Mittagessen und die Siesta zu Hause haben.
  • In Japan ist es schon lange üblich, in der U-Bahn, auf der Parkbank oder sogar während Konferenzen ein kurzes Nickerchen zu machen. Dies wird als Inemuri bezeichnet. Als „Power Nap“, „Energieschlaf“ oder „Kraftnickerchen“ hat dieser Trend inzwischen auch in Deutschland Einzug gehalten.
  • In Italien zelebriert man den Tagesausklang oft mit der La Passeggiata. Dabei handelt es sich um einen gemütlichen Abendspaziergang durch die Gassen oder über die Piazza, meist in Begleitung von Familie oder Freunden. Es ist eine soziale Tradition, um den Tag ruhig ausklingen zu lassen und Nachbarn zu treffen.
  • In Schweden ist die Fika ein fester Bestandteil des Alltags. Diese Kaffeepause am Vor- oder Nachmittag, bei der meist etwas Süßes gegessen wird, ist weit mehr als nur eine Zwischenmahlzeit. Sie dient der bewussten Entspannung und dem sozialen Austausch mit Kollegen und Freunden.
  • In Costa Rica ist „Pura Vida“ (das pure Leben) nicht nur ein Gruß, sondern eine Lebenseinstellung zum Feierabend. Es geht darum, Stress hinter sich zu lassen und die Zeit nach der Arbeit der Familie, der Natur und dem Genuss zu widmen. Diese Philosophie trägt dazu bei, dass das Land regelmäßig Spitzenplätze in weltweiten Glücks-Indizes belegt.
  • After-Work-Culture (Großbritannien/Irland): In englischsprachigen Ländern ist der „Pub Visit“ direkt nach der Arbeit eine Institution. Anstatt direkt nach Hause zu fahren, trifft man sich mit Kollegen auf ein „Pint“. Diese Tradition dient als emotionaler Puffer zwischen dem Stress im Büro und dem Privatleben, wobei Hierarchien bei einem gemeinsamen Kaltgetränk oft in den Hintergrund rücken.

FAQ

Wie lange darf ich am Tag maximal arbeiten?

Nach dem Arbeitszeitgesetz darf die werktägliche Arbeitszeit acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann jedoch auf bis zu zehn Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Berechnen, wann Sie in den Feierabend gehen dürfen

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Wie hoch ist die maximale Wochenarbeitszeit?

Die wöchentliche Arbeitszeit darf maximal 48 Stunden betragen. Im Einzelfall kann sie jedoch auf bis zu 60 Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von vier Kalendermonaten oder 16 Wochen im Durchschnitt 48 Stunden wöchentlich nicht überschritten werden. Berechnen, wann Sie in den Feierabend gehen dürfen

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Wie viel lange wird in Deutschland im Schnitt gearbeitet?

Aktuell ist in einer Vollzeitstelle in Deutschland im Durchschnitt mit einer Arbeitszeit zwischen 37,5 und höchstens 40 Stunden pro Woche zu rechnen. Dies war jedoch nicht immer so: Bis 1860 umfasste eine typische Arbeitswoche bis zu 80 Stunden. Berechnen, wann Sie in den Feierabend gehen dürfen

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Was ist der Unterschied von Werk- und Arbeitstagen?

Nach dem Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) gelten als Werktage „alle Kalendertage, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind.“ Üblicherweise sind somit die Tage von Montag bis einschließlich Samstag Werktage. Ein Arbeitstag ist im Gegensatz dazu ein Tag, an dem tatsächlich gearbeitet wird. Berechnen, wann Sie in den Feierabend gehen dürfen

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Um zu berechnen, wann man unter der Woche nach Hause gehen kann, benötigt man folgende Formeln:

\text{Arbeitsdauer am Freitag}=\text{Feierabend}-\text{Arbeitsbeginn}-\text{evtl. Mittagspause}

Der erste Schritt ist es, die Arbeitsdauer am Freitag zu ermitteln. Dazu zieht man von der Uhrzeit, an der man ins Wochenende geht, die Uhrzeit ab, zu der man die Arbeit aufnimmt. Falls man am Freitag auch eine Mittagspause macht, wird diese Zeit auch noch von der Arbeitszeit abgezogen.

\text{restliche Arbeitsdauer}=\text{Wochenstunden}-\text{Arbeitsdauer am Freitag}

Danach errechnet man die restliche Arbeitsdauer, die sich auf die vier Tage der Restwoche verteilt. Dafür subtrahiert man von den Wochenstunden, also der Arbeitszeit pro Woche, die Arbeitsdauer am Freitag.

\text{Arbeitsdauer pro Tag}=\frac{\text{restliche Arbeitsdauer}}{\text{4 Tage}}

Die Arbeitsdauer pro Tag ergibt sich dadurch, dass man die restliche Arbeitsdauer durch 4 teilt.

\text{Feierabend unter Woche }=\ \ \text{Arbeitsbeginn}+\text{Arbeitsdauer pro Tag}+\text{Mittagspause}

Wann man dann tatsächlich Feierabend machen kann, resultiert aus der Addition von Arbeitsbeginn, Arbeitsdauer pro Tag und der Mittagspause.