Die perfekte Snowboard-Größe: Snowboardlängen-Tabelle

Sie möchten als Anfänger mit dem Snowboarden beginnen und träumen bereits jetzt davon, die verschneiten Pisten herunterzuflitzen? Wenn der Winterurlaub immer näher rückt, haben wir für Sie alles Wissenswerte über die Auswahl des richtigen Boards, der geeigneten Länge und Breite sowie viele Tipps und Tricks zusammengestellt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Bei der Auswahl des idealen Snowboards sind vor allem drei Merkmale zu berücksichtigen: bevorzugter Stil/Einsatzbereich, Körpergewicht und Schuhgröße.
  • All Mountain (Allround) Boards eignen sich aufgrund der ausgewogenen Fahreigenschaften besonders gut für Anfänger und Kinder.
  • Neben dem Board, Boots und Bindung sollten Sie für die eigene Sicherheit auch an Helm, Skibrille und Sonnenschutz denken.
  • Je nach persönlichen Vorlieben und Ansprüchen liegen die Kosten für ein Einsteiger-Set inkl. Sicherheitsausstattung bei 600-900 €.

Snowboard-Länge für Männer

Bei der Auswahl eines Boards ist das Körpergewicht ein wichtigerer Faktor als die Körpergröße. Aus diesem Grund geben viele Hersteller zu ihren Snowboards eine ideale Gewichtsspanne an. Grundsätzlich gilt zu beachten, dass All Mountain Snowboards in der Regel bis zum Kinn bzw. Mund reichen sollen.

Gewicht HerrenDurchschnittliche KörpergrößeBoard-Länge
50-60 kg1,42 - 1,55m147-152 cm
61-70 kg1,56 - 1,68m153-156 cm
71-80 kg1,69 - 1,78m157-160 cm
81 kg und mehr1,89 m und mehr161 cm und mehr

Die Snowboard-Länge für Frauen

Speziell für Frauen entwickelte Snowboards wiegen in der Regel weniger als die Modelle für Männer. Hier wird berücksichtigt, dass Damen während der Fahrt oft mit weniger Kraft einwirken können.

Gewicht FrauenDurchschnittliche KörpergrößeBoard-Länge
40-50 kg 1,35 - 1,41 m137-142 cm
51-60 kg 1,42 - 1,56 m143-146 cm
61-70 kg1,57 - 1,67 m147-150 cm
71 kg und mehr1,68 m und größer151 cm und mehr

Befindet man sich nicht im angegebenen Rahmen, sollte man mit einem höheren Gewicht zu einem etwas längeren und bei einem niedrigeren Gewicht zu einem entsprechend etwas kürzeren Board greifen bzw. ein Board entsprechend der Gewichtsvorgaben des Herstellers auswählen. Anfängerinnen und Anfängern fällt in der Regel das Fahren mit einem kürzeren Board leichter.

Snowboard-Länge für Kinder

Auch hier sollte das Snowboard auf die Körpergröße und das Gewicht des jungen Fahrers oder Fahrerin individuell abgestimmt werden.

Gewicht KindDurchschnittliche KörpergrößeBoard-Länge
Bis 25 kg0,80 - 1,25m
bis max. 80 cm
26-45 kg1,26 - 1,55m80-90 cm

Die Boards und Fahrstile

Beim Snowboarding gibt es unterschiedliche Einsatzbereiche und Fahrstile. Hier gilt es zunächst vor dem Kauf des ersten Boards zu überlegen, wo man damit bevorzugt unterwegs sein möchte:

All Mountain (Allround): Die ausgewogenen Fahreigenschaften machen diesen Typen zu einem idealen Anfängerboard. Zudem sind sie vielseitig einsetzbar und können (später) auch den Weg in den Park oder Tiefschnee finden.

Freeride: Diese Boards sind grundsätzlich etwas länger und somit zum Einsatz im Gelände und Tiefschnee (Powder) abseits der Pisten geeignet. Ein typisches Merkmal ist auch ein breiterer Vorderteil (Nose), der im Tiefschnee mehr Auftrieb bietet.

Jib: Dieser kurze Boardtyp besitzt häufig spezielle Kanten und ist besonders robust, um spezielle Railtricks (Gleiten über Stangen und Geländer) durchführen zu können. Seine Zielgruppe sind die erfahrenen Skater unter den Snowboardern.

Park-/Freestyle: Bei diesem Boardtyp sind Vorder- und Rückseite (Nose und Tail) gleichlang und können somit vor- und rückwärts gefahren werden. Sie eignen sich aufgrund der hohen Drehfreudigkeit besonders gut für Snow-Parks und Halfpipes.

Da sich Freeride-, Freestyle- und Jib-Snowboards eher an Wintersportler mit mehr Erfahrungen richten, beschränken wir uns in den folgenden Auswahlhilfen auf die All Mountain Snowboards.

Die richtige Snowboard-Breite bestimmen

Die jeweilige Schuhgröße bestimmt maßgeblich die Breite des Boards. Mit montierter Snowboardbindung dürfen die Schuhe (Boots) auf keinen Fall mehr als zwei Zentimeter über die Kanten des Boards hinausragen, denn sonst besteht die Gefahr bei Richtungsänderungen (Turns) mit den Füßen im Schnee hängen zu bleiben.

Für Menschen mit großen Füßen (ca. ab Schuhgröße 44/45) gibt es breitere Mid-WIDE oder WIDE-Boards. Die schmalen, sogenannten NARROW-Boards eignen sich hingegen für Snowboarderinnen und Snowboarder mit kleinen Füßen.

Weitere Ausstattung und Zubehör

Ein Snowboard in der idealen Länge und Breite ist bereits ein guter Anfang, jedoch benötigt jeder Anfänger auch noch passende Boots und Bindung. Diese werden aber meist schon als Set zusammen mit dem Board gekauft.

Daneben sollten ein Helm und eine Skibrille mit in den Einkaufskorb wandern. In vielen Ländern gilt bereits eine Helmpflicht beim Snowboarden, aber auch ohne eine solche Pflicht ist dieser zu empfehlen, da er bei Unfällen vor schweren Verletzungen schützt.

Die Skibrille schützt die Augen vor Schnee und beinhaltet oft auch einen UV-Schutz. Gerade in großen Höhen ist die UV-Belastung besonders hoch, daher sollte eine Sonnencreme alle freiliegenden Hautstellen im Gesicht schützen. Denken Sie unbedingt auch an Handschuhe und eine Sturmhaube oder Mütze für unter den Helm.

Ein Lawinenrucksack bzw. ein Lawinenairbag stellt eine Sicherheitsvorrichtung dar, welche im Falle eines Lawinenabgangs eine Verschüttung vermeidet und so vor allem die Überlebenschance erhöht. Der Kauf ist jedoch nur für Wintersportler zu empfehlen, die sich bevorzugt abseits der gesicherten Pisten im freien Skiraum bewegen.

Snowboards für Kinder

Gerade Kinder profitieren davon, wenn es schon früh auf einer geeigneten Piste auf einem Snowboard oder Skiern steht. Denn im Kindesalter gibt es nur wenige Berührungsängste mit dem Sport, was dazu führt, dass das Erlernen der Techniken oftmals schneller geht als bei Erwachsenen. In Verbindung mit einem entsprechenden Kurs können so schon Kinder im Grundschulalter oder früher Herausforderungen wie Kurvenfahren oder sogar kleine Sprünge meistern.

Snowboards für Kinder sind deutlich kürzer und schmaler als Modelle für Erwachsene und zudem deutlich günstiger. Alle Merkmale der Kinderboards sind auf den kleineren und leichteren Körper angepasst. Damit einher geht auch ein deutlich geringeres Gewicht. Kinder sollten aus diesem Grund auf keinen Fall mit einem Erwachsenen-Board üben.

Im Laden oder dem Verleih sollte das Board idealerweise direkt neben dem Kind aufgestellt werden. Reicht es genau zwischen Nase und Kinn, hat man die richtige Länge gefunden.

Falls das Kind für seine Körpergröße etwas leichter ist oder falls man ihm den ersten Einstieg erleichtern möchte, so wählt man eine Variante, die von der Boardlänge nur bis zum Kinn reicht.

Stürze auf der Piste sind gerade für Anfänger völlig normal. Neben dem Standard-Equipment wie Helm, Brille und einem guten Sonnenschutz empfiehlt sich bei Kindern auch der Einsatz von Rückenprotektoren, um so bei einem Sturz den Aufprall zu dämpfen.

Wussten Sie schon?

  • Der Österreicher Toni Lenhardt erfand im Jahr 1900 mit dem Monogleiter einen Vorläufer des Snowboards. Da seine Erfindung auf großes Interesse stieß, fanden bereits wenige Jahre später erste Monogleiterwettbewerbe im österreichischen Bruck an der Mur statt.
  • In den 1970er und 1980er Jahren brachten viele technische Innovationen wie verbesserte Bindungen und Laufflächen sowie erstmal verwendete verleimte Holzschichten das Snowboard langsam in die Richtung und Optik, die wir heute kennen.
  • Da der Sport in den Anfängen zunächst nur von wenigen Menschen ausgeübt wurde, gründete sich mit der International Snowboarding Association der erste zentrale Verband erst im Jahr 1989.
  • Die Verletzungsquote beim Snowboardfahren ist im Schnitte etwa doppelt so hoch wie beim Skifahren. Ein Viertel aller Verletzungen entfällt dabei auf Neulinge und die Hälfte auf Anfänger mit weniger als einem Jahr Erfahrung. Das Verletzungsrisiko sinkt dementsprechend mit steigender Erfahrung.

FAQ

Wie lang muss ein Snowboard sein?

Während es beim klassischen Ski vor allem auf die Körpergröße ankommt, ist bei der Auswahl eines Snowboards das Körpergewicht der entscheidende Faktor. Viele Hersteller geben aus diesem Grund zu jedem Snowboard-Modell eine ideale Gewichtsspanne an, siehe Männer-Tabelle und Frauen-Tabelle.

1

Wie lang sollte ein Anfänger-Snowboard sein?

Anfängerinnen und Anfänger sind grundsätzlich am besten mit einem sogenannten All Mountain Snowboard beraten, welches in der Regel in Sachen Länge bis zum Kinn bzw. Mund reichen sollen. Vielen Menschen ohne Erfahrungen fällt das Fahren mit einem kürzeren Board leichter.

1

Wie groß muss das Snowboard sein?

Während die Länge des Snowboards vor allem in Relation zum Körpergewicht steht, bestimmt die jeweilige Schuhgröße maßgeblich die Breite des Boards. Während bei Menschen mit großen Füßen der sogenannte Wide-Boards zum Einsatz kommen, eigenen sich für Menschen mit kleinen Füßen vor allem Narrow-Boards.

1

Welche Snowboard-Größe für Kinder?

Snowboards für Kinder haben ein geringeres Gewicht als Modelle für Erwachsene und sind dabei deutlich kürzer und schmaler. Die Auswahl des Boards für den Nachwuchs sollte dabei an Körpergröße und vor allem Gewicht angepasst werden: So sollten sich kleine Schneeflitzer bis 25kg an einer Boardlänge bis maximal 80cm und bei einem Gewicht bis 45kg an 80-90cm Länge versuchen. Zur Tabelle.

1

Was kostet mich ein Snowboard Set?

Je nach persönlichen Vorlieben und Ansprüchen liegen die Kosten für ein Einsteiger Snowboard bei 300 – 500€. Die passenden Boots samt Bindungen bei 200-400€. Weitere Ausrüstung wie Helm und Brille schlagen mit 150 bis 300 € zu Buche.

1

Gibt es Alternativen, wenn ich nicht sofort ein Snowboard kaufen möchte?

Wer bislang nur wenig oder gar noch nie Snowboard gefahren ist, kann alternativ zum Kauf auch auf vielen Pisten zunächst ein Snowboard ausleihen und so auch verschiedene Board-Typen individuell vor dem späteren Kauf testen. Einige Shops ermöglichen auch einen Kauf unter Anrechnung des Mietpreises.

1

Welches Snowboard eignet sich am besten für Anfänger?

Sogenannte All-Mountain Snowboards sind für Anfänger grundsätzlich die erste Wahl. Diese haben besonders gute und ausgeglichene Fahreigenschaften. Möchte man sich später an erste Tricks wagen, wäre ein Freestyle Snowboard die beste Wahl. Dieser Typ ermöglicht aufgrund des identischen Aufbaus von Nose und Teil besonders einfache Richtungswechsel beim Fahren.

1