Kosten des Rauchens berechnen: Euro & Anzahl von Zigaretten

Neben der Gesundheit kostet das Rauchen vor allem eins: Geld! Für Raucher: Wie viel Geld kann man sparen, wenn man heute mit dem Rauchen aufhört? Für ehemalige Raucher und Nichtraucher: Sie haben bereits aufgehört? Dann können Sie hier berechnen, wie viel Geld Sie seitdem gespart und wie viele Zigaretten Sie nicht geraucht haben. Des Weiteren finden Sie hier Hintergrund-Infos zum Rauchen und Tipps zum Aufhören.

Raucher: Kosten Rauchen berechnen

Ehemaliger Raucher: Berechnen was man seit dem Aufhören gespart hat

Wie viele Männer rauchen? Und wie viele Frauen?

Tabaksucht ist in Deutschland trotz aller Aufklärungskampagnen eine Volkskrankheit. Zwar ist die Zahl der Nichtraucher in den letzten Jahren leicht angestiegen – trotzdem greift mehr als ein Drittel der bundesdeutschen Wohnbevölkerung mehr oder weniger regelmäßig zur Zigarette. Die Raucherquote bei den Männern liegt bei etwa 30 Prozent, von den Frauen raucht ein gutes Fünftel. 80 Prozent der Raucher sind abhängig von ihrem Suchtstoff – in absoluten Zahlen: 8,5 Millionen Männer sowie 5,5 Millionen Frauen.

Rauchen Aufhören

Irgendwann ist es genug: Angst vor Krankheiten und Aufklärungskampagnen führen dazu, dass immer mehr Menschen aufhören zu rauchen.

Wie viele Menschen sterben am Rauchen?

Bei vielen Rauchern wirkt sich ihre Sucht nach Nikotin früher oder später auf die Gesundheit aus, viele fühlen sich irgendwann nicht mehr ganz gesund oder befürchten, durch den Tabak ernsthaft krank zu werden. An den Folgen ihrer Tabaksucht sterben in jedem Jahr etwa 110.000 Menschen, davon allein 43.000 an einer Krebserkrankung. Zum Vergleich: Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland belief sich im Jahr 2014 auf 3.368 Personen. Rund die Hälfte aller Raucher wünscht sich also aus gutem Grund, mit dem Rauchen aufzuhören. Und Versicherungen erheben heftige Zuschläge für Risikolebensversicherungen.

Wie viele Zigaretten werden in Deutschland geraucht?

Ein Teil von ihnen schafft es offensichtlich auch, ihre Gier nach der Zigarette zu besiegen. Für das Jahr 2012 registrierte das Statistische Bundesamt 82,4 Milliarden versteuerter Zigaretten – sechs Prozent weniger als im Jahr zuvor. 2013 lag dieser Wert nur noch bei 80 Milliarden Zigaretten. Bei diesem Trend wirken sich die Anhebung der Tabaksteuer, die Rauchverbote an vielen öffentlichen Orten, aber auch das wachsende Gesundheitsbewusstsein vieler Menschen aus.

Allerdings lassen diese Daten keine Rückschlüsse über die tatsächlich gerauchten Zigaretten zu: Durch die Tabaksteuererhöhungen ist auch die Zahl geschmuggelter oder legal im Ausland erworbener Zigaretten angestiegen – statistisch lässt sich ihre Menge jedoch nur schwer ermitteln.

Warum rauchen Menschen?

Ob jemand sein Leben als Nichtraucher verbringt oder zum Raucher wird, entscheidet sich meist schon in jungen Jahren. Viele „Raucherkarrieren“ beginnen im Alter von 14 bis 18 Jahren, das soziale Umfeld hat daran einen großen Anteil. Zum Teil werden rauchende Verwandte und Bekannte von den Jugendlichen als Rollenmodell angesehen, häufig bieten sie den Teenagern auch aktiv Zigaretten an. Auch in der Clique sind Zigaretten vielleicht ein wesentlicher „Coolness“-Faktor.

Der Weg zur ersten selbstgerauchten Zigarette ist in diesem Fall meist nicht mehr weit. Deren Rauch bewirkt zunächst zwar Hustenanfälle und Übelkeit – meist ist der Wunsch, durch das Rauchen Selbstständigkeit, Erwachsensein und Freiheit zu demonstrieren, jedoch trotzdem stärker. Die negativen Begleiterscheinungen der ersten Rauchversuche sind bald ausgestanden.

Zudem stimulieren das Nikotin und andere Inhaltsstoffe des Tabaks das Belohnungszentrum im Gehirn, das Sucht-Potenzial von Tabak und E-Zigaretten ist daher ausgesprochen groß. Die Abhängigkeit davon steigt mit jeder gerauchten Zigarette – die Demonstration von Unabhängigkeit ist zur Ursache für eine Sucht geworden.

Für den Griff zur Zigarette gibt es für Raucher danach viele Gründe. Manche möchten sich damit belohnen, sich entspannen oder Unsicherheiten überbrücken. Stressraucher brauchen ihre Zigarette, um ihr psychisches Gleichgewicht im Lot zu halten. Wieder andere sind Gewohnheitsraucher, die ohne besonderen Grund und bei allen sich bietenden Gelegenheiten rauchen.

Wie viel kostet Rauchen?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat ausgerechnet, wie sich Tabakkonsum auf die Lebensdauer auswirkt. Statistisch gesehen bezahlt ein Raucher demnach jede gerauchte Zigarette mit einer halben Stunde seiner Lebenszeit. Wer täglich 20 Zigaretten raucht, verkürzt sein Leben um rund zehn Stunden. Raucher, die im Alter von 14 bis 16 Jahren mit dem Tabakkonsum begonnen haben, haben eine um zehn bis zwölf Jahre geringere Lebenserwartung als ein Nichtraucher ihrer Altersgruppe. Auch finanziell hat Rauchen natürlich seinen Preis. Bei einer Schachtel am Tag addieren sich die Kosten für die Zigaretten innerhalb von zehn Jahren auf fast 20.000 Euro.

Diese Zahlen liefern gute Gründe, um mit dem Rauchen aufzuhören. Nichtraucher tun aktiv etwas für ihre Gesundheit, können mit einem längeren Leben rechnen und schonen ihre Finanzen sogar ohne aktives Sparen. Mit dem gesparten Geld lassen sich viele Wünsche finanzieren – was unter anderem heißt, dass viele Nichtraucher im Vergleich zu Rauchern einen höheren Lebensstandard haben.

Rauchen macht krank

Wer regelmäßig raucht, muss damit rechnen, dass sich schon bald die ersten körperlichen Symptome zeigen. Raucher sind anfälliger für viele verschiedene Beeinträchtigungen, mit jedem Jahr des Rauchens sinkt ihre allgemeine Leistungsfähigkeit. Da das Rauchen die Durchblutung hemmt, leiden sie häufig unter kalten Händen und Füßen. Irgendwann machen sich der typische Raucherhusten, fortschreitende Kurzatmigkeit sowie Enge und Schmerzen in der Brust bemerkbar.

Nikotin ist ein starkes Gefäß- und Nervengift. Es wird über die Lunge aufgenommen und gelangt von dort in den Blutkreislauf und ins Gehirn. Durch Tabakkonsum verengen sich die Blutgefäße, was auf lange Sicht zur „Verkalkung“ der Arterien führt. Zur Abschreckung ist auf Zigarettenpackungen oft ein sogenanntes „Raucherbein“ zu sehen – es entsteht, wenn die Adern so verengt sind, dass die unteren Extremitäten nicht mehr durchblutet werden.

Diese Krankheit – medizinisch als „periphere arterielle Verschlusskrankheit“ bezeichnet – kann sehr schmerzhaft werden und im ungünstigsten Fall die Amputation des betroffenen Beins zur Folge haben. Auch das Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle steigt vor allem bei starken Rauchern deutlich an.

Durch jede einzelne Zigarette wird die Schleimhaut der Bronchien geschädigt. Normalerweise sorgen die Flimmerhärchen der Bronchialschleimhaut dafür, dass Fremdkörper – und auch der Teer aus dem Zigarettenrauch – wieder aus der Lunge befördert wird. Bei langjährigen Rauchern schaffen sie das immer schlechter – die Folge ist der Raucherhusten, unter dem die Betroffenen vor allem morgens, sehr starke Raucher aber auch den ganzen Tag über, zu leiden haben.

Raucherlunge

Bei langjährigen Rauchern kann sich eine „chronisch-obstruktive Lungenerkrankung“ (COPD) entwickeln, aus Sicht von Ärzten ist das Leiden inzwischen eine Volkskrankheit und die vierthäufigste Todesursache in Deutschland. Übrigens entwickeln Frauen diese „Raucherlunge“ schneller und häufiger als Männer.

Zu den schlimmsten Folgen des Rauchens gehört der Lungenkrebs. In Deutschland ist er die zweithäufigste Krebsart – mit kontinuierlich steigender Tendenz. Eine Krebserkrankung der Lunge führt trotz inzwischen deutlich verbesserter Behandlungsmöglichkeiten immer noch sehr oft zum Tod. Ein Raucher erhöht mit seinem Tabakkonsum auch das Lungenkrebs-Risiko seiner nicht rauchenden Umgebung: Medizinischen Studien zufolge ist es auch bei reinem Passivrauchen um mindestens 26 Prozent erhöht.

Rauchen ist kein Schicksal

Einmal Raucher – immer Raucher? Die Idee ist falsch, gegen die Tabaksucht gibt es Therapien. Nikotinersatztherapien dämpfen mit Nikotinpflastern oder Kaugummis die Tabak-Gier. Akupunktur fokussiert die Energien des Körpers und blockiert damit das Verlangen nach dem Suchtstoff. Durch Hypnose wird Rauchen mit unangenehmen Empfindungen verknüpft. Beim Durchhalten des Entwöhnungsprogramms helfen verschiedene Strategien:

  • Motivation: Was sind die Vorteile des Nicht-Mehr-Rauchens?
  • Unterstützer: Ärzte, Selbsthilfegruppen und Suchttherapeuten können hier sehr hilfreich sein. Die meisten Krankenkassen bieten ebenfalls Programme zur Raucher-Entwöhnung an.
  • Das Umfeld: Verwandte, Freunde, Bekannte und Kollegen sollten über das Projekt „Nicht mehr rauchen“ informiert sein.
  • Änderung der Lebensweise: Keine Raucherutensilien im Haus, gesündere Ernährung, Sport …
  • Belohnung: Nach einer Woche, einem Monat … ohne Zigaretten gibt es was?
  • Alternativen: Was tut in bestimmten Situationen anstelle einer Zigarette gut?

Und: Ein Rückfall ist keine Katastrophe. Morgen ist schließlich – auch für das Leben ohne Zigarette – wieder ein neuer Tag.

Nikotinkaugummis

Können ein Mittel zur Rauch-Entwöhnung sein. Aber Vorsicht: Auch von ihnen wird man abhängig.

Der Rauch-Entzug ist ein Übergang

Nach der endgültig letzten Zigarette treten zunächst einige Entzugssymptome auf. Anstrengend ist zunächst die erste Woche. Darauf folgt eine Phase der Euphorie, in der sich der werdende Nichtraucher sehr stark fühlt. Entzugserscheinungen und die Erinnerung an die persönlichen Rauchrituale machen sich aber auch noch lange Zeit danach bemerkbar. Körperliche Symptome durch den Nikotinentzug sind beispielsweise:

  • Depressive Stimmung
  • Unruhe, Nervosität
  • Schlafstörungen
  • Verminderte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit
  • Gesteigerter Appetit, höherer BMI.

Für Ex-Raucher ist diese Zeit ein Übergang, der schwierig sein kann – aber sich mit Motivation und Unterstützung auch bewältigen lässt.

Formel: Kosten des Rauchens berechnen

Wie viel Geld man pro Jahr spart, wenn man mit dem Rauchen aufhört oder seinen Konsum einschränkt, ermittelt man mit folgenden Formeln:

\text{Ersparnis pro Jahr}=\\ \\   \frac{\text{Zigarettenkonsum pro Tag}}{\text{Schachtelgroe\ss{}e}}\times\text{Schachtelpreis}\times\text{365 Tage}

Wenn man komplett mit dem Rauchen aufhört, errechnet sich die Ersparnis so: Man ermittelt wie viele Schachteln pro Tag geraucht werden, indem die Anzahl der gerauchten Zigaretten durch die Zahl der Glimmstängel in der Schachtel geteilt wird. Dieser Wert wird dann mit dem Schachtelpreis mal genommen und mit der Anzahl der Tage in einem Jahr, also 365, multipliziert.

\text{Ersparnis pro Jahr}=\\ \\   \frac{\text{aktueller Zigarettenkonsum}-\text{verminderter Zigarettenkonsum}}{\text{Schachtelgroe\ss{}e}}\times\text{Schachtelpreis}\times\text{365 Tage}

Verringert man seinen Zigarettenverbrauch kann man folgendermaßen berechnen wie viel Geld man mehr zur freien Verfügung hat. Man errechnet, wie viele Zigaretten man pro Tag nicht mehr raucht. Das bekommt man heraus wenn man vom aktuellen Zigarettenkonsum die Zahl der Kippen abzieht, die man zukünftig pro Tag rauchen wird. Die nicht gerauchten Zigaretten rechnet man dann auf Schachteln um, indem man durch die Schachtelgröße teilt und nimmt diese Zahl dann mit Schachtelpreis und 365 Tagen mal. Das Ergebnis zeigt an, wie viel Geld man durch den verminderten Zigarettenkonsum spart.

\text{Kosten pro Jahr}=\\ \\   \frac{\text{verminderter Zigarettenkonsum}}{\text{Schachtelgroe\ss{}e}}\times\text{Schachtelpreis}\times\text{365 Tage}

Die Kosten ergeben sich, indem man die pro Tag gerauchten Zigaretten auf die Schachteln umrechnet, mit dem Schachtelpreis mal nimmt und aufs Jahr hoch rechnet.