Wie groß wird mein Kind werden?

kindergroesseWie groß wird mein Kind wohl werden? Die Rechner auf dieser Seite, erlauben Ihnen eine erste, vorsichtige Schätzung vorzunehmen.

Um eine möglichst realitätsnahe zukünftige Größe Ihres Kindes zu erfahren, empfehlen wir Ihnen grundsätzlich eine Konsultation beim Kinderarzt. Hier kann aufgrund vergangener Wachstumsentwicklungen, die nicht nur die Größe sondern auch Gewicht und Kopfumfang umfassen, eine einigermaßen genaue Vorraussage getroffen werden, in welchem Größenbereich Ihr Kind höchstwahrscheinlich landen wird. Jedoch wird auch hier nur mit Wahrscheinlichkeiten gearbeitet. In sogenannten Perzentilen wird Ihnen hier angeben mit welcher Wahrscheinlichkeit das Kind eine bestimmte Größe erreicht.

Um diese Seite aber nun nicht unverrichteter Dinge wieder verlassen zu müssen, haben wir für Sie zwei verschiedene Rechner vorbereitet. Aber:

Die Ergebnisse basieren auf Durchschnittswerten. Die errechneten Werte dürfen nicht für medizinische Entscheidungen herangezogen werden und ersetzen keinen Arztbesuch.

Kindergrößen-Rechner nach Größe und Alter des Kindes

 

Dieser Rechner prognostiziert die Größe Ihres Kindes basierend auf der jetzigen Größe und den verbleibenden Wachstumsjahren bis zum Ende der Wachstumsphase mit ca. 18 Jahren gemäß der folgenden Formel:

\text{zukuenftige Groe\ss{}e des Kindes}=\text{jetzige Groe\ss{}e }+\text{ (verbleibende Wachstumsjahre}\times\text{ Wachstum pro Jahr)}

Beispiel für Mädchen: Ihre Tochter ist 4 Jahre alt und 100 cm groß. Das heißt, wird die nächsten 14 Jahre je 4,3 cm pro Jahr wachsen: 100 cm + (14 * 4,3 cm) = 160 cm.

Beispiel für Jungen: Ihr Sohn ist 6 Jahre alt und 120 cm groß. Das heißt, wird die nächsten 12 Jahre je 5 cm pro Jahr wachsen: 120 cm + (12 * 5 cm) = 180 cm.

Kindergrößen-Rechner anhand Größe der Eltern

 

Dieser Rechner prognostiziert die Größe Ihres Kindes anhand der Größe der Eltern gemäß der folgenden Formel:

Beispiel für Mädchen: Wenn die Mutter 160 cm ist und der Vater 180 cm, dann wird gerechnet. (160 cm + 180 cm – 13 cm) geteilt durch 2, ergibt ca, 163,5 cm.

Beispiel für Jungen: Wenn die Mutter 170 cm ist und der Vater 170 cm, dann wird gerechnet. (170 cm + 170 cm + 13 cm) geteilt durch 2, ergibt ca. 177,5 cm.

 

Die Größe eines Menschen hängt von vielen Faktoren ab. Zum einen ist sie durch die Eltern genetisch vorgegeben. Kinder von großen Eltern werden größer, Kinder von kleinen Eltern eher kleiner. Zudem können Krankheiten und Ernährung das Wachstum verzögern (der Rückstand wird aber nach der Krankheit bzw. bei richtiger Ernährung wieder "aufgeholt"). 

Die Größe eines Menschen hängt von vielen Faktoren ab. Zum einen ist sie durch die Eltern genetisch vorgegeben. Kinder von großen Eltern werden größer, Kinder von kleinen Eltern eher kleiner. Zudem können Krankheiten und Ernährung das Wachstum verzögern (der Rückstand wird aber nach der Krankheit bzw. bei richtiger Ernährung wieder „aufgeholt“).

Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, das Wachstum eines Kindes näher bestimmen zu lassen. Ärzte beurteilen die mehr oder weniger normgerechte Entwicklung eines Kindes anhand der Größe (im Vergleich zum Altersdurchschnitt), Probleme mit dem Hormonhaushalt können sich in einer enormen oder im Vergleich zur Altersgruppe winzigen Wachstum äußern. Eine unterdurchschnittliche oder überdurchschnittliche Körpergröße kann aber auch auf Probleme im Stoffwechsel und eine damit verbundene Mangelernährung zurückzuführen sein. Kinder werden beim Kinderarzt immer zuerst vermessen. Größe und Gewicht spielen ab der Geburt eine wichtige Rolle. Völlig klar, dass es Eltern brennend interessiert, wie groß das Kind dann insgesamt werden wird.

Komplexe Sachlage

Die genaue Körpergröße, die ein Mensch erreichen wird, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Da ist zuerst einmal der genetische Einfluss. Die Kinder bekommen den Genmix vom Vater und die Mischung der Mutter mit. Welche Gene dominant sind, ist noch unzureichend bekannt. Wichtig: Auch bei den Eltern werden nicht alle genetischen Veranlagungen sichtbar. Es gibt immer Gene, die weitergereicht werden, aber nicht aktiv sind. Es kann also sein, dass die Mutter eher zierlich und klein gewachsen ist, obwohl die Großeltern recht kräftig und groß sind. Wie sieht dann das Kind im Erwachsenenalter aus? Biologen vermuten immer noch, was die Bauernweisheit besagt: Die Großeltern schlagen mehr durch als die Eltern. Aber genau sagen kann man es eben doch nicht.

Ein weiterer Parameter, der Einfluss auf die Körpergröße hat, ist die Versorgung während der Schwangerschaft. Wie ging es der Mutter da? Hat sie sich ausreichend und vor allem abwechslungsreich und nährstoffreich ernährt? Wie war der Stressfaktor? Diese Lebensumstände wirken lange nach und haben Einfluss auf den Körperbau und den Stoffwechsel der Kinder. Sogar der Geburtszeitpunkt ist wichtig. Frühgeborene Kinder sind meist zierlicher und kleiner als normalgeboreneKinder. Die frühe Kindheit mitsamt der Ernährungssituation und den da vorhandenen oder fehlenden Stressfaktoren spielt ebenfalls eine Rolle.

Nur Näherungswerte möglich

Diese ganzen verschiedenen Faktoren lassen sich natürlich rechnerisch nicht so einfach bewältigen. Zumal man sich bei vielen auch nicht so sicher ist, wie genau und warum exakt sie die Körpergröße der Kinder mehr oder minder dauerhaft beeinflussen. Daher kann unser Blitzrechner nur Näherungswerte oder Durchschnittswerte herausgeben. Die Rechnerei lohnt sich trotzdem: Meist liegt der Rechner ziemlich nah am tatsächlichen Ergebnis, und wirklich gravierende Ausreisser sind sehr selten.

Zwei verschiedene Rechenwege

Es ist einerseits möglich, die künftige Größe des Kindes anhand der aktuellen Körpergröße und Angaben zu Alter und Geschlecht zu berechnen. Es ist ungefähr bekannt, wie viel ein Kind in einem Jahr wächst und in welchem Alter das Wachstum abgeschlossen ist. Auf die aktuelle Größe wird also je verbleibendem Wachstumsjahr ein bestimmter Wert addiert. So erhält man eine ungefähre Angabe, wie groß das Kind werden wird. Die Anzahl der Wachstumsjahre und die Größe, die das Kind in einem Jahr zulegt, variieren zwischen den Geschlechtern. Daher muss angegeben werden, ob die Größe für einen Jungen oder für ein Mädchen berechnet wird.

Die Wachstumsphase der Kinder dauert in etwa bis zum 18. Lebensjahr. Das ist bei Mädchen und Jungen gleich. Während Jungen aber im Jahr durchschnittlich 5 cm wachsen, sind es bei Mädchen nur 4,3 cm. Die genaue Rechnung nimmt also das jeweilige Alter des Kindes als Ausgangspunkt. Dann werden die verbleibenden Wachstumsjahreerrechnet (18 minus Alter des Kindes). Anschließend werden die verbleibenden Wachstumsjahre mit dem Wachstum je Jahr in Zentimetern multipliziert (also für Jungen verbleibende Jahre mal 5 cm, für Mädchen verbleibende Jahre mal 4,3 cm). Das Ergebnis dieser Rechnung wird zur aktuellen Körpergröße addiert, und damit ist die Rechnung abgeschlossen.

Eine zweite Möglichkeit besteht darin, die künftige Körpergröße eines Kindes anhand der Größe der Eltern zu errechnen. Es wurde ja bereits erwähnt, dass die Gene tendenziell festlegen, ob ein Mensch eher groß oder eher klein ist. Genommen wird jeweils die Größe der Mutter plus die Größe des Vaters. Für Mädchen wird von dem Ergebnis dieser Addition der Wert 13 cm abgezogen. Bei Jungen werden stattdessen 13 cm addiert. Das Ergebnis dieser Rechnung muss nur noch durch zwei geteilt werden, dann ist die voraussichtliche Größe des Kindes im Erwachsenenalter ungefähr bestimmt.

Abweichende Werte

Wer jetzt für das eigene Kind beide Rechnungen durchführt, wird unter Umständen zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Angenommen, die Mutter ist 168 cm groß und der Vater misst 172 cm. Bei der Berechnung der Größe auf der Grundlage der Elterngröße würde für ein Mädchen immer eine zukünftige Körpergröße von 163,5 cm herauskommen. Nehmen wir nun an, das Mädchen ist 11 Jahre alt und bereits 136 cm groß. Das Ergebnis im altersbasierten Rechner wären 166 cm. Die Werte sind also unterschiedlich.

Aus dieser Differenz wird bereits klar, dass die Rechner immer nur Näherungswerte bieten können oder eine Tendenz anzeigen. Dass der Nachwuchs eher zierlich gebauter Eltern selten ein Riese wird, ist ohnehin klar. Umgekehrt dürfte klar sein, dass kräftige Eltern von hohem Wuchs selten extrem kleine und zierliche Kinder haben. Genau diese Tendenzen zeigt der Rechner ebenfalls an. Er kann aber noch mehr: Frühgeborene Kinder tendieren dazu, sich insgesamt etwas zierlicher und kleiner zu entwickeln, das aber nicht unbedingt bis ins Erwachsenenalter beizubehalten. Oft holen sie ab etwa der Pubertät einiges nach und schließen zu Altersgenossen auf. Wenn in einem solchen Fall der Altersrechner eingesetzt wird, kommt eine eher kleine Körpergröße heraus. Wird der Elternrechner genutzt, kommt ein höherer Wert heraus. Die Wahrheit wird in diesem Fall in der Mitte liegen, aber vermutlich näher am höheren Wert. Die beiden Rechner arbeiten also im Vergleich miteinander gar nicht so schlecht.

Bei ernsthaften Sorgen ärztlichen Rat suchen

Da diese Rechner anonym und ohne Rücksicht auf die individuelle körperliche Entwicklung, Vorerkrankungen und andere Parameter arbeiten, ist keine genaue Diagnose zu erwarten. Sollten Sie sich Sorgen um die Gesundheit Ihres Kindes machen, suchen Sie bitte einen Arzt auf und lassen eine umfassende Anamnese erstellen. Vor allem dann, wenn sich ein Kind auffällig klein und zierlich oder extrem groß und grobschlächtig entwickelt, können ernsthafte Erkrankungen dahinterstehen. Werden diese Erkrankungen rechtzeitig erkannt, können sie behandelt werden. Ist beispielsweise der Hormonhaushalt gestört und das Wachstum aus diesem Grund nicht altersgemäß, kann eine hormonbasierte Therapie das Wachstum anregen oder eindämmen.

Bei Stoffwechselerkrankungen ist eine Intervention extrem wichtig, weil diese Krankheiten oft zu Folgeerkrankungen und ernsthaften gesundheitlichen Einschränkungen führen, manchmal sogar zu verfrühtem Tod. Die meisten Neugeborenen in Deutschland nehmen standardmäßig an einem Screening teil, das eine große Anzahl dieser Erkrankungen abtestet. Aber nicht immer wird alles zuverlässig erkannt.

Bestimmung des Knochenalters beim Arzt

Ein weniger rechnerischer als vielmehr anatomischer Weg, die voraussichtliche künftige Körpergröße zu bestimmen, ist die Untersuchung des Knochenalters. Für die Bestimmung wird eine Röntgenaufnahme der linken Hand angefertigt. Die genaue Entwicklung der Handknochen wird anschließend untersucht. Wie groß sind die einzelnen Knochen? Wie viel Knorpel befindet sich noch um die Gelenke herum, wie viel ist schon verknöchert? Wie sieht es bei den Wachstumsspalten in den Knochen aus? Auch diese Angaben können keinen ganz genauen Wert abgeben. Aber das Ergebnis ist dann doch um einiges genauer als das, was unsere Wachstumsrechner können.

Denn das Knochenwachstum steht in einem direkten Zusammenhang mit der gesamten Körpergröße und -breite. Außerdem korreliert das Knochenalter mit der geschlechtlichen Reife und damit mit der gesamten Entwicklung des Körpers. Die Analyse des Knochenalters ist nur möglich, weil Vergleichsdaten aus der Bevölkerung vorliegen. Mediziner wissen anhand von Tabellen ziemlich genau, in welchem Alter die Knochen wie genau entwickelt sind. Die Röntgenaufnahmen der Hand werden also „nur“ mit anderen Aufnahmen von Menschen der gleichen Altersgruppe verglichen. Aufgrund der Abweichungen (oder Übereinstimmungen) kann das Alter dann genauer bestimmt werden. Ist das Knochenalter bekannt, ist auch bekannt, wie viel Wachstum noch verbleibt und wie es ausfallen wird. Damit lässt sich die voraussichtliche finale Körpergröße ganz gut bestimmen.

Wenn kein dringender Verdacht auf Probleme vorliegt, werden diese Röntgenuntersuchungen aber abgelehnt. Denn Röntgenstrahlen gelten immer noch als gesundheitsschädlich, Kinder sollten ihnen nicht zu oft und vor allem nicht in zu hoher Dosis ausgesetzt werden. Daher werden Bestimmungen des Knochenalters nur in wirklich dringenden Fällen gemacht. Die Methode ist in den letzten Jahren in dem Medien immer wieder thematisiert worden, weil sie auch zur Altersbestimmungherangezogen werden kann.

Sie wurde bisweilen bei unbegleiteten jungen Flüchtlingen verwendet, um ihr Alter bestimmen zu können. Da ging es dann nicht um die Größe der Jugendlichen im Erwachsenenalter, sondern eher um die Feststellung, ob sie noch minderjährig sind. Und die Schwächen der Knochenalterbestimmung wurden offensichtlich: Das Knochenalter hängt nämlich stark von der Ernährungssituation ab. Und die ist je nach Kulturkreis doch sehr verschieden. Mangelernährung gibt es in Mittel- und Nordeuropa fast nicht mehr, in den Heimatländern der Geflüchteten dagegen schon. Vor allem während der Schwangerschaft und der Kindheit kann eine mangelhafte Ernährung zu einer Verschiebung des Knochenalters führen. Damit ist die Bestimmung des Knochenalters zwecks Ableitung des Gesamtalters eines Menschen in Jahren eine eher unsichere Sache. Dafür wurde die Methode schließlich auch nicht entwickelt.

Alternativen?

Gibt es. Der Zustand von Schlüsselbein, Handgelenk oder Brustbein sagt genauso viel über das Knochenalter aus wie die Handknochen. Aber auch das Gebiss kann zu einer Analyse herangezogen werden. Denn die Zahnentwicklung in Zusammenhang mit dem Kieferwachstum zeigt zwar nicht an, wie viele Zentimeter ein Kind in seinem Gesamtleben noch wachsen wird. Aber es ist doch möglich zu bestimmen, inwieweit das Wachstum schon vorangeschritten ist und wie viel noch fehlt.

Formel: Wachstum von Kindern

\text{zukuenftige Groe\ss{}e des Kindes}=\text{jetzige Groe\ss{}e }+\text{ (verbleibende Wachstumsjahre}\times\text{ Wachstum pro Jahr)}

Die voraussichtliche Größe Ihres Kindes ergibt sich aus der Addition der jetzigen Größe mit dem Produkt aus verbleibenden Wachstumsjahren und Wachstum pro Jahr. Bei Jungs beträgt das Wachstum pro Jahr 5 cm und bei Mädchen 4,3 cm.