Fleisch-Rechner: Auswirkungen von Fleischkonsum auf Klima und Umwelt

Letzte Aktualisierung: 03.12.2019

Kein bewusster Mensch möchte durch seinen Konsum willentlich Klima oder Umwelt schädigen. Doch viele Menschen wissen gar nicht, wie mächtig ihr eigener Konsum ist. Der Fleischrechner zeigt Ihnen, wie viel Fleisch Sie im Laufe der Zeit essen. Welche Ressourcen dafür verbraucht werden. Und inwieweit Klima und Umwelt entlastet werden, wenn Sie Fleisch durch eine vegetarische Alternative ersetzen.

Fleischrechner: So wirkt sich Ihr Konsum auf Klima, Umwelt & Tierhaltung aus

Bringt es wirklich etwas, wenn ich weniger Fleisch esse?

Definitiv! Die wenigsten Menschen wissen, wie mächtig ihr eigener Konsum ist. Hier finden Sie alle wichtigen Hintergrundfakten im Schnell-Check, um sich selbst ein Bild zu machen:

Fleischkonsum: Der Status Quo

Wussten Sie, dass jeder Deutsche pro Jahr über 60 Kilogramm reines Fleisch verbraucht?¹ ² Das bedeutet: Innerhalb von 10 Jahren verzehrt jeder Durchschnittsdeutsche ein halbes Rind, viereinhalb Schweine und 117Hühner. Seit 1850 hat sich der Fleischkonsum in Deutschland pro Kopf übrigens vervierfacht, seit 1950 ungefähr verdoppelt.³ Und das ist ein Problem. Denn die Fleischerzeugung hat vielfältige Auswirkungen auf Klima und Umwelt.

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1 Bundesverband der Deutschen Fleischindustrie, bvdf.de Daten im PDF, Seite 13 + 16

2 Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft/Bundesinformationszentrum Landwirtschaft, Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2018, bmel.de Daten im PDF auf Seite 183 – 188, hier auch als XLS

3 Deutscher Fleischer Verband, Jahrbuch 2019, fleischerhandwerk.de Daten im PDF auf Seite 87

Hinweise zur Berechnung

CO2-Ausstoß durch Fleischproduktion

Es lässt sich nicht leugnen: Die Produktion von Fleisch wirkt sich indirekt und direkt auf das Weltklima aus:

  1. Verfütterung vs. Verzehr von Getreide: Tiere werden mit Kraftfutter wie Mais, Weizen oder Soja gefüttert. Dabei ist das Umwandlungsverhältnis von Futter zu angesetztem Fleisch schlecht: Ein Schwein muss mit mindestens 2,5 Kilo gefüttert werden, um 1 Kilo zuzulegen. Ein Rind mit sogar noch mehr.¹ Über 40 % der Getreideernte in den EU-Ländern landet so nicht auf dem Teller des Menschen, sondern in den Futtertrögen der Nutztiere.¹ Es wäre deutlich Ressourcen schonender, wenn Getreide und Hülsenfrüchte direkt als Nahrung für den Menschen verwendet würden, anstatt den Umweg über das Tier zu gehen.
  2. Rodung von Grünflächen: Wertvolle Grün- oder Waldflächen werden zu Äckern oder Weideland umfunktioniert. Durch die Rodung von Bäumen und Erodieren der Humusschicht entweichen dabei große Mengen gebundenen CO2 in die Atmosphäre.²
  3. Produktion von CO2 durch Tiere selbst: Die Tiere selbst produzieren CO2. Insbesondere Rinder emittieren klimaschädliche Gase wie Methan im Übermaß. So gibt ein einziges Rind pro Tag 200 Liter Methangas in die Atmosphäre ab.³ Laut Umweltbundesamt ist Methan 25-mal so schädlich wie CO2. Lesen Sie das getrost noch einmal: Ein Rind pro Tag und 25-mal so schädlich!⁴

1 Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, Tierernährung, PDF auf Seite 83

2 Bundesregierung.de

3 Forum Moderne Landwirtschaft e.V.

Umweltbundesamt

Hinweise zur Berechnung

Zusammengefasst: Es macht mehr Sinn, Getreide direkt zu konsumieren, als den „Umweg“ über Fleisch zu gehen. Hauptgründe dafür sind das schlechte Umwandlungsverhältnis von Futter zu Fleisch sowie gerodete Grünflächen.

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Hoher Antibiotikaverbrauch in der Tierzucht

Eines der größten Probleme der intensiven Tierzucht ist der hohe Einsatz von Antibiotika.

Da Tiere in Massenhaltung schnell krank werden, müssen sie besonders häufig behandelt werden. Und: Wenn ein Tier krank wird, wird aufgrund der Ansteckungsgefahr gleich die ganze Herde vorbeugend behandelt.

Im Schnitt bekommt jeder Deutsche innerhalb von 10 Jahren 47 Tagesdosen Antibiotika verschrieben.¹ Die von ihm in dieser Zeit verzehrten Tiere aber 219 Tagesdosen.²

Das größte Problem hierbei: Es kommen auch Antibiotika zum Einsatz, die eigentlich für den Menschen entwickelt wurden. Teils werden sogar  so genannte Reserveantibiotika eingesetzt – also Antibiotika, die eigentlich für humanmedizinische Notfälle reserviert sein sollten.³ Bei Öko-Erzeugern wie Demeter hingegen, ist die Gabe von Antibiotika stark reglementiert und es dürfen auch keine Reserveantibiotika aus der Humanmedizin verabreicht werden.⁴

Fazit: Durch den (teilweisen) Fleischverzicht lassen sich Unmengen an Antibiotika einsparen. Auch der Verzehr von Biofleisch bedeutet weniger Einsatz von Antibiotika.

1 Wissenschaftliches Institut der AOK, GKV-Arzneimittelindex/Arzneiverordnungs-Report 2019, wido.de PDF

2 Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Bundesweite Kennzahlen zur Therapiehäufigkeit bei Masttieren, bvl.bund.de, PDF

3 Bundesregierung, DART 2020 – Antibiotika-Resistenzen bekämpfen zum Wohl von Mensch und Tier, bundesgesundheitsministerium.de, PDF Seite 5 + 26

4 Demeter, Richtlinien, demeter.de, PDF Seite 60

Hinweise zur Berechnung

 

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Seit einigen Jahren beobachten Fachleute […], dass sich weltweit bakterielle Krankheitserreger ausbreiten, die gegen Antibiotika weniger empfindlich oder völlig resistent sind. Dafür verantwortlich sind der unsachgemäße und übermäßige Gebrauch von Antibiotika sowie Hygienemängel in der Human- und Veterinärmedizin. Versagt eine antibiotische Therapie, kann dies für Patientinnen und Patienten schwerwiegende, auch tödliche Folgen haben. […] Im Bereich der Nutztierhaltung und Lebensmittelproduktion verursacht die Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen ebenfalls Probleme. So erschwert sie die Behandlung von an bakteriellen Infektionen erkrankten Tieren genauso, wie dies beim Menschen der Fall ist. […] Resistente Bakterien können von Tieren auf den Menschen oder auch umgekehrt – vom Menschen auf das Tier – übertragen werden. Eine Übertragung ist nicht nur bei Kontakt mit einem infizierten Tier möglich, sondern auch durch den Kontakt mit dem Fleisch geschlachteter Tiere, das mit resistenten Erregern kontaminiert ist, oder den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln.

Die Bundesregierung, Antibiotika-Resistenzen bekämpfen, PDF Seite 5 + 26

Verursacht Fleischkonsum Tierleid?

Über Fakten lässt sich nicht diskutieren. Über Ethik und Moral schon. Und so gehen die Meinungen weit auseinander, wenn es um ein Thema wie „Tierwohl“ geht. Was bedeutet das genau? Was ist denn artgerechte Haltung – und gibt es die überhaupt? Wie viel Platz braucht ein Tier? Sind Auslauf im Freien und Tageslicht wichtig oder ist es okay, Tiere in fensterlosen Hallen unter Kunstlicht aufzuziehen? Und wie steht es mit Transport und Schlachtung?

Zum Thema Fleischkonsum und Tierleid sollte sich jeder Verbraucher selbst eine Meinung bilden. Dafür sind jedoch Hintergrundinformationen wichtig. Einige finden Sie an dieser Stelle. Wir möchten an dieser Stelle nachdrücklich unsere Informationsneutralität zum Ausdruck bringen: Wenn Sie alternative seriöse Quellen für uns haben, die Massentierhaltung in ein gutes Licht rücken, nennen Sie uns diese gern in den Kommentaren.

Fakt ist: In der konventionellen Massentierhaltung sind die Bedingungen schlechter als in der Ökohaltung. Leider beziehen die meisten Menschen ihr Fleisch nicht vom Biobauern auf dem Land, sondern vom Discounter um die Ecke. Woher das abgepackte Fleisch aus der Kühltheke stammt, wissen mittlerweile selbst die Menschen, die sich kaum bewusst mit ihrer Ernährung auseinandersetzen. Ob man Massentierhaltung noch als gesund und richtig bezeichnen kann, ist bei dem nötigen Antibiotikaeinsatz fraglich.

Wer nicht auf Fleisch verzichten möchte, sollte deshalb zu Fleisch in Bioqualität greifen. Doch auch hier gilt es, bewusst zu konsumieren: Jedes Biosiegel unterliegt unterschiedlichen Mindestanforderungen an Tierhaltung & Co. Experten empfehlen deshalb Produzenten wie Demeter, Bioland oder Naturland. Ein Vergleich von konventioneller Tierhaltung vs. Biohaltung findet sich beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Muss ich Vegetarier werden, um die Welt zu retten?

Kennen Sie das? Einerseits möchten Sie Verantwortung übernehmen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dass Massentierhaltung nicht okay ist, wissen Sie auch. Andererseits können Sie sich ein Leben ohne Schweinebraten und Burger, ohne Leberwurst und Brathähnchen nicht vorstellen. Doch wie wär’s, wenn wir Ihnen sagen: Ganz auf Fleisch verzichten müssen Sie nicht, um Ihren ökologischen Fußabdruck deutlich zu verkleinern. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Fleischkonsum abwandeln können, ohne auf Genuss verzichten zu müssen.

5 Tipps, um Fleisch bewusster zu konsumieren

  1. Bewusster konsumieren: Wer sein Fleisch beim Bio-Metzger oder Bio-Bauern des Vertrauens kauft, muss bei den Preisen kräftig schlucken. Das ist gar nicht so schlecht, denn dadurch erhöht sich das Bewusstsein für die Herkunft und Wertigkeit von Fleisch als Nahrungsmittel – es wird mehr geschätzt anstatt blind konsumiert.
  2. Mehr Hühnchen, weniger Schwein und vor allem Rind: Damit sieht die persönliche Ökobilanz nämlich schon deutlich besser aus. Denn Hühner verwerten Futter deutlich effizienter, ihre Aufzucht verbraucht deshalb weniger Ressourcen. Außerdem produzieren Rinder viel CO2.
  3. Regionales Fleisch von Gras gefütterten Kühen statt Angus-Steak aus Südamerika: Geschmack hin oder her, wenn Rindfleisch, dann vielleicht nicht gerade aus Südamerika. Denn dafür werden Regenwälder abgeholzt, das Fleisch wahnsinnige Wege zurücklegen und Kühlung sowie Transport verschlingen große Mengen an Energie. Besser regional kaufen, Gras gefüttert ist noch klimafreundlicher.
  4. Maß halten: Ob Schokolade, Rotwein oder Fleisch – die Menge macht’s. Das ist manchmal nicht ganz einfach, aber mit unseren Tipps klappt’s vielleicht:
    • Die Einmal-am-Tag-Regel: Morgens Leberwurstbrötchen, mittags Currywurst, abends Gulasch? So sieht es noch bei vielen Deutschen auf dem Teller aus. Wer morgens auf die Käsestulle umsteigt und mittags in der Kantine das vegetarische Gericht wählt, hat schon richtig viel Fleisch gespart. Ganz Mutige können sogar einen fleischfreien Tag pro Woche einlegen: Pizza Rucola, Linsencurry, Pasta mit geschmorten Datteltomaten und Parmegiano, herzhafte Kartoffelsuppe – das klingt doch gar nicht so schlimm, oder?
    • M statt XXL: Ein Riesenschnitzel zum Kartoffelsalat? Vielleicht reicht auch ein kleines Schnitzel und dafür wird einfach die Portion Kartoffelsalat größer? Auch gut: Schnitzel ganz dünn klopfen. So wird es ohnehin leckerer und man braucht deutlich weniger Fleisch.
    • Schlauer sein als die Vorkonfektionsfalle: Sie möchten heute Abend Würstchen essen und hüpfen schnell noch mal in den Discounter? Ihre Familie besteht aus drei Personen, in der Würstchenpackung sind aber fünf Würstchen. Ganz gleich, ob jeder nur eine Wurst essen möchte oder jeder zwei: Diese Rechnung geht nicht auf. Fertig konfektionierte Ware hat immer den Nachteil, dass Sie eigentlich mehr kaufen, als Sie brauchen. Unsere Tipps: In Bio-Packungen sind meist kleinere Mengen. Noch individueller werden die Portionen an der Frischetheke.
    • Sie finden einfach, nichts schmeckt so gut wie Fleisch? Unser Tipp: Rezepte ausprobieren! Kräftig gewürzte Mahlzeiten wie Thai-Curry, Chili sin Carne, Spaghetti Bolognese mit Soja statt Fleisch sind oft überrascht befriedigend – und das ganz ohne Fleisch.
  5. Einfach mal den Druck rausnehmen: Wer sich vornimmt, gar kein Fleisch mehr zu essen, obwohl er ein wahnsinniger Fleischliebhaber ist, wird über kurz oder lang frustriert einknicken. Also weshalb nicht einfach das Ganze entspannt angehen? Einmal in der Woche kein Fleisch essen, irgendwann vielleicht zwei Mal. Oder nur noch Hühnchen statt Rind. Jede Reduzierung hilft dem Klima schon – und ist langfristig sinnvoller, als kurzfristig komplett zu verzichten, um danach womöglich noch mehr zu konsumieren.
Ausgewogene Ernährung

Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung: Fleisch und Fisch in Maßen, viel Gemüse und Obst. Frauen ernähren sich übrigens tendenziell ausgewogener als Männer.

Ist es nicht genauso schlimm, Fleisch durch Soja zu ersetzen?

Wer sich der Konsequenzen seines Fleischkonsums bewusst ist und seine Ernährung umstellen möchte, steht gleich vor der nächsten Frage: Aber wie?

In unserem Fleisch-Rechner gehen wir davon aus, dass Sie Fleisch durch eine pflanzliche Proteinquelle wie Tofu ersetzen möchten. Tofu wird aus Soja hergestellt – also genau der pflanzlichen Basis, die gern auch an Nutztiere verfüttert wird. Deshalb stellen Sie sich vielleicht die Frage, ob Soja nicht einen ebenso hohen Produktions- und Ressourcenaufwand benötigt wie Fleisch.

Kurz und knapp: Jein.

Zur Rodung: Teilweise werden tatsächlich Regenwälder gerodet, um Anbauflächen für Soja zu schaffen, das anschließend vom Menschen konsumiert wird. Allerdings wird weit weniger Soja benötigt, um die gleiche Menge Kalorien für menschliche Soja-Nahrung zur Verfügung zustellen, als über den „Umweg“ Fleisch.
Zusätzlich sollten Sie bei Soja-Produkten darauf achten, dass diese aus nachhaltigem Anbau oder aus Europa stammen. Eine Übersicht findet sich beim Sojaförderring.

Antibiotika: Im Gegensatz zur Fleischherstellung, werden bei der Produktion von Sojaprodukten wie Tofu keine Antibiotika eingesetzt.

CO2: Der CO2-Ausstoß ist deutlich geringer. Deshalb ist dem Weltklima auch dann geholfen, wenn man das Fleisch auf seinem Teller durch Tofu oder vergleichbare pflanzliche Proteinquellen ersetzt.

 

Ganz nach dem Motto: „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“ müssen sich auch vegetarische Lebensmittel wie Sojabohnen mitunter jede Menge Kritik gefallen lassen. So wird ein Teil des Sojas in Südamerika angebaut. Um mehr Land zu gewinnen, werden dafür weite Teile der Regenwälder durch Brandrodung zu Nutzfläche umgewandelt. Verbraucher sollten daher genau prüfen, woher der Soja stammt. Für Soja aus Bio-Landwirtschaft oder der EU gelten strenge Regeln. So ist der Einsatz von genmanipulierten Saatmitteln und auch die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln wie Pestiziden stark reglementiert.

Wie funktioniert der Rechner?

Der Fleischrechner berechnet den Ressourcenbedarf, der für die Tierzucht des eigenen Fleischbedarfs notwendig ist. Insbesondere wird dabei auf verwendete Futtermittel, Antibiotika und CO2-Ausstoß eingegangen. Der eigene Fleischkonsum wird auf 10 Jahre hochgerechnet. Standardwerte wie der durchschnittliche Fleischkonsum sind bereits vorausgefüllt, können aber einfach auf das eigene Essverhalten angepasst werden. So erhält jeder sein ganz persönliches Ergebnis.

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Im ersten Schritt wird der eigenen Fleischkonsum hochgerechnet auf 10 Jahre. In einem zweiten Schritt wird simuliert, wie viele Ressourcen eingespart werden, wenn ein Teil der Fleischmahlzeiten durch eine vegetarische Alternative ersetzen werden.

Im Falle des Fleischrechners wurde Tofu als vegetarische Alternative gewählt, da Tofu den wohl am bekanntesten Fleischersatz darstellt. Gleichwohl gibt es viele Vegetarier und Veganer, die gar kein Tofu verzehren.

Somit wurde Tofu hier nur exemplarisch für die vegetarische Ernährung herangezogen. Statt Tofu hätten auch Hülsenfrüchte oder Gemüse für die Berechnung verwendet werden können.

Verwendete Fleischkonsum-Werte

Der Durschnittsdeutsche verspeist im Jahr ca.:

  • Schwein: 35,6 kg Fleisch
  • Rind: 9,6 kg Fleisch
  • Huhn: 13,1 kg Fleisch

Quellen:

Bundesverband der Deutschen Fleischindustrie, bvdf.de Daten im PDF, Seite 13 + 16

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft/Bundesinformationszentrum Landwirtschaft, Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2018, bmel.de Daten im PDF auf Seite 183 – 188, hier auch als XLS

Deutscher Fleischer Verband, Jahrbuch 2019, fleischerhandwerk.de Daten im PDF auf Seite 87

 

Jedes Tier hat im Durchschnitt (Mittelwert) eine Schlachtmasse von:

  • Schwein: 97,7 kg Fleisch
  • Rind: 330,64 kg Fleisch
  • Huhn: 1,55 kg Fleisch

Quellen:

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Fleisch- und Geflügelwirtschaft in
Bayern 2018, PDF

Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft, DLG-Merkblatt 406, PDF

 

Jedoch landet diese Schlachtmasse nicht auf den Tellern, sondern Teile davon werden anderweitig verwendet oder entsorgt. Wir gehen von folgenden Verwendungskoeffizienten aus:

  • Schwein: 77% der Schlachtmasse
  • Rind: 52,75% der Schlachtmasse
  • Huhn: 73% der Schlachtmasse

Somit kann aus der verspeisten Menge, die Anzahl der ungefähr geschlachteten Tiere berechnet werden:

  \text{geschlachtete Tiere}= \\\\   \frac{\text{(Fleischverzehr in kg)}}{\text{(Schlachtgewicht pro Tier in kg)}\times\text{(Verwendungskoeffizient)}}

Verwendete CO2-Werte

Berechnung des jährlichen CO2-Ausstoßes durch einfache Multiplikation mit dem jährlichen Fleischverzehr:

\text{Co2 Aussto}{\ss}= \\\\   \text{(Fleischverzehr pro Jahr in kg)}\times\text{(C02 zur Erzeugung von 1 kg Fleisch)}

Dabei wird von folgenden Durchschnittswerten ausgegangen:

  • Schwein: 5.200 g CO2 pro kg Fleisch
  • Rind: 14.556 g CO2 pro kg Fleisch
  • Huhn: 4.000 g CO2 pro kg Fleisch

Wenn Fleisch durch Tofu substituiert wird, verringern sich Ressourcenverbräuche. Wir haben einen CO2-Ausstoß von 1.100g pro kg Tofu angenommen.

Quellen:

ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH im Rahmen zur Evaluierung der CO2-Fußabdrücke im baden-württembergischen Lebensmittelsektors des Ministeriums für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz , PDF

Einsatz von Antibiotika

 RindGeflügel SchweinMensch
Tagesdosen pro Jahr017,9872,7354,7

Zur Berechnung der gesamten Tagesdosen von Antibiotika wird zunächst die Anzahl der geschlachteten Tieren ermittelt und mit den durchschnittlichen Tagesdosen multipliziert.

\text{Anzahl Tagesdosen Antibiotika}= \\\\   \text{(geschlachtete Tiere im Jahr)}\times\text{(durchschnittliche Tagesdosen Antibiotika)}

1 Wissenschaftliches Institut der AOK, GKV-Arzneimittelindex/Arzneiverordnungs-Report 2019, wido.de PDF

2 Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Bundesweite Kennzahlen zur Therapiehäufigkeit bei Masttieren, bvl.bund.de, PDF

3 Bundesregierung, DART 2020 – Antibiotika-Resistenzen bekämpfen zum Wohl von Mensch und Tier, bundesgesundheitsministerium.de, PDF Seite 5 + 26

Fleischmenge

Die im Rechner hinterlegten Verzehrmengen an Fleisch erscheinen auf den ersten Blick sehr hoch. Die meisten Menschen schätzen ihren eigenen Fleischkonsum deutlich niedriger ein. Woran liegt das?

  • Fleischanteil nicht deklariert: Wer Fertigprodukte isst oder auswärts isst, hat keine Kontrolle über den enthaltenen Fleischanteil. So wird unbewusst deutlich mehr Fleisch konsumiert als gedacht.
  • Verstecktes Fleisch: Gelatine in Gummibärchen oder Medikamenten, Kälberlab im Käse, Bestandteile von Schwein, Rind und Geflügel in Kartoffelchips – das ist so genanntes „Verstecktes Fleisch“. Mehr Informationen hierzu bieten die Verbraucherzentralen.
  • Tiere bestehen aus mehr als „Fleisch“: Der Fleischrechner rechnet die Daten des verzehrten Fleisches hoch auf das Schlachtgewicht. Denn Gliedmaße, Innereien, Haut (beim Rind), Knochen, Knorpel, Sehnen und andere Teile von Nutztieren werden nicht verzehrt.

Durchschnittswerte:

 durchschnittlicher Verzehr pro Person im Jahrauf die Woche gerechnet ergeben das
Rind9,6 kg185 g
Geflügel13,1 kg253 g
Schwein35,6 kg686 g
Die vorausgefüllten Werten zum jeweiligen Fleischverzehr in der Woche basieren auf diesen Quellen:

Bundesverband der Deutschen Fleischindustrie, bvdf.de Daten im PDF, Seite 13 + 16

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft/Bundesinformationszentrum Landwirtschaft, Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2018, bmel.de Daten im PDF auf Seite 183 – 188, hier auch als XLS

Deutscher Fleischer Verband, Jahrbuch 2019, fleischerhandwerk.de Daten im PDF auf Seite 87

Zusammenfassung

  • Der Fleischkonsum der Deutschen ist mit 60 Kilogramm pro Jahr und Person insgesamt immer noch sehr hoch. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ein Viertel bis die Hälfte davon.
  • Herstellung von Fleisch und Massentierhaltung führen zu vielen Problemen: Hoher Ressourcenverbrauch, Einsatz von Antibiotika, Wasserverbrauch, CO2-Ausstoß. Vegetarische/vegane Ernährung ist deutlich Ressourcen schonender.
  • Vegetarische Lebensmittel wie Getreide oder Soja sind „effiziente“ Nahrungsmittel und können Fleisch ernährungsphysiologisch ersetzen. Geschmacklich sind Bratlinge, Tofu & Co für viele Menschen kein gleichwertiger Fleischersatz.
  • Diskussionen zwischen Vegetariern und eingefleischten Fleischessern werden leider häufig immer noch sehr emotional geführt. Ein klein wenig Toleranz für die Ernährungsweise des Gegenübers tut allen gut.
  • Die Bedeutung von vegetarischen und veganen Alternativen nimmt stetig zu. Auch viele Discounter und Supermärkte bieten ein kleines Sortiment an. Warum nicht mal probieren? Und wer so gar nicht auf Fleisch verzichten mag: bewusster Konsum hat noch niemandem geschadet.

Letzte Aktualisierung dieses Artikels: 03.12.2019

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49 Kommentare

  1. zimy

    Zunächst einmal ein GROßES Lob von mir! Unabhängig davon, ob jetzt jedes µ bei dieser Berechnung so aufgeht (ich schätze mal, dass da jede Studie zu einem ein wenig anderem Ergebnis kommt), sind die Dimensionen an sich interessant. Oder anders gesagt: Ob es jetzt 105 oder 110 Hühner sind, ist relativ egal. Interessant ist doch, dass Fleisch einen erheblichen Fußabdruck hat.

  2. Miri

    Hallo zusammen,

    sehr anschaulich gemacht Eure Seite und viele interessante Daten zusammengestellt. Aber auf den ersten Blick: ein Deutscher verzehrt in zehn Jahren „nur“ein halbes Rind? Das erscheint mir sehr niedrig. Muss es da nicht heißen pro Jahr? Die Zahlen dieser zehn Jahr Grafik verwunden mich sehr… Schöne Grüße

    1. Tim

      Hi Miri,

      ja, uns ging es bei der Recherche auch so – der Wert scheint auf den ersten Blick ein wenig niedrig. Aber: Die Werte haben wir uns nicht ausgedacht, die Links zu den jeweiligen Größen findest du im letzten Abschnitt. Um es mal schnell zu überschlagen: 300 Gramm Verzehr pro Woche macht im Jahr 15,6 Kilo. Bei einem Schlachtgewicht von 300 Kilo (Schlachthofgewicht sind 546 Kilo) benötigt man also ca. 20 Jahre um die Kuh aufzuessen. Natürlich gibt es gegen diese Rechnung einige Einwände. Zum Beispiel, dass wir vorzugsweise bestimmte Teile essen (Steak), andere hingegen weniger üblich sind (Zunge). Die Anzahle der geschlachteten Kühe wäre also höher. Und natürlich verwendet der Rechner nur Durchschnittswerte. Passe die Eingabewerte im Rechner deinem Konsum entsprechend an, wenn du mehr Rindfleisch verzehrst.

      Ansonsten bitte nicht vergessen, dass Schweinefleisch einfach beliebt und üblich ist (siehe auch im Text die Abschnitte über „verstecktes Fleisch“ in Wurst). Und Hühnchen zunehmend beliebt ist. Das ist natürlich letztendlich auch eine Kostenfrage…

  3. Kühlwalda

    Fleischersatz ist für mich völlig unnötig. Zudem ist Tofu z. B. bei Schilddrüsenerkrankungen sogar schädlich. Ich esse nicht viel Fleisch, und wenn, dann kein billiges aus dem Supermarkt. Das gehört für mich sowieso verboten. Wer Fleisch essen will, sollte auch zu schätzen wissen, was auf seinem Teller liegt. Und das geht in Deutschland leider nur über die Geldbörse.

  4. Weltverbesserer

    Man kann doch nicht Vegetarier gegen Fleischesser argumentieren. Ein Fleischesser isst doch nur etwas Fleisch _zusätzlich_ zum Gemüse, Salat und Obst. Man sollte deswegen „Allesesser“ sagen. Das wäre fair und nicht polarisierend. 2/3 der Landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland sind Wiesen und Weiden. Die kann man nur durch Fleischwirtschaft nutzen. Überdies haben wir nur eine Ernte im Jahr. Wenn man den Luxus Vegetarier zu sein nun mit der Tatsache vergleicht das Schichtsalat aus Kenia mitten im Winter nichts weniger als Umweltfreundlich ist. Dort der Luxus des dicken Euro gegen den Hunger der Menschen und den Wassermangel steht.

  5. janina

    Gibt es denn überhaupt gute Gründe, die Billigfleisch durch Massentierquälhaltung, ungezügelte Antibiotika-Verabreichung und Lebendschlachtung sprechen?

  6. J. F.

    Es gibt keine wirkliche Lösung für das Ernährungsproblem auf dieser Welt. Mal angenommen jeder Deutsche würde ab sofort 50% weniger Fleisch essen. Erstens würde das sehr viele Arbeitsplätze kosten, zweitens kann subtitutive Nahrung in solch einer Menge gar nicht geliefert werden. Das ist ähnlich wie Atomstrom versus Strom aus regenerativen QUellen. Natürlich wäre es besser, wenn Fleisch aus kontrollierter Haltung stammen würde und nicht aus Massentierhaltung. Aber auch hier gilt: In der Masse kann Bio-Fleisch gar nicht produziert werden!

    1. F. Richter

      Das stimmt so nicht. Da die Tiere ja auch (vegetarisches?) Futter brauchen, sollte bei weniger Tieren auch weniger Anbaufläche dafür nötig sein, die dann frei wäre. Und was da so ne Kuh oder ein Schwein in sich rein futtert, um 1 Kilo an Fleisch zuzulegen, davon könnten wahrscheinlich mehr Menschen länger versorgt werden als mit dem 1 Kilo Fleisch.

      1. Meinrad

        Stimmt leider nicht, 30% der landwirtschaftlichen Fläche (In Baden Württemberg sogar 50%) sind absolutes Grünland, da wachsen keine Kartoffeln oder Getreide, weil es zu nass, zu steil oder zu kalt ist. Das wird hier einfach mal so vergessen, würden sich alle vegetarisch ernähren, müsste man dieses tierische Eiweis und Nahrung auf der vorhandenen Ackerfläche produzieren. Das heist, noch intensivere Landwirtschaft betreiben. Landwirtschaft ist sehr komplex, nicht umsonst muss ein Landwirt nur für die Grundkenntnisse 3 Jahre Ausbildung machen. Abgesehen davon wächst nicht jedes Jahr auf jedem Acker Weizen und Gerste in Brot- oder Brauqualität (siehe 2018, zu trocken) dieses eignet sich noch zu Futterzwecken, fiele das weg, müsste man es verbrennen. Die Behauptungen hier sind einfach nur einfältig…

  7. Jena

    Ob Vegetarier oder Karnivor: Tofu und andere vegane Produkte tragen auch in einem „normalen“ Haushalt zur Ernährungsvielfalt bei.

  8. Annette

    Ich selbst bin Vegetarierin und war einige Jahre in Südindien und Pakistan beruflich tätig. Mittlerweile bin ich zurück in Europa. Was soll ich sagen – mir sind europäische vegatarische Restaurants eine Horrorvision. Dahinter stehen einfach nicht Jahrhunderte von Kochkunst wie in Indien. Es kommt nicht darauf an, ob man jetzt Tofu oder Soja oder TVP isst, sondern wie es zubereitet ist. Da fehlt uns hier einfach noch die Kochkultur.

  9. Kein Weltverbesser, einfach nur ein normaler Mensch

    Ich habe – zum Teil gesundheitlich bedingt – meinen Fleischkosum stark eingeschränkt. Ganz ohne „Vegetarier-Manipulation“. Und mittlerweile muss ich sagen: Es hat auf keinen Fall geschadet. Auch meiner Familie und meiner Umgebung nicht. Ich lehne es ab, zu missionieren. Soll ja jeder für sich selbst entscheiden. Man kann sehr viel fleischhaltige Gerichte auch rein vegetarisch kochen. Ob Chilli-con-Soja oder Spaghetti Bolognese. Ganz ohne Fleisch, dafür aber mit anderem „Pfiff“ drin. Wobei ich dann und wann ein schönes Steak, eine Wurst oder Bullette nicht verachte. Und: ich esse immer noch sehr gerne Fisch und Meeresfrüchte.

  10. Leckermäulchen

    Ich finde durchaus, dass auch vegetarische Gerichte gut schmecken. Aber dieser Hype der darum gemacht wird, ist gelinde gesagt nervig. Ich habe noch keine vegetarischen Essen genossen, die meine Lieblingsspeisen von ihrem Thron stoßen könnten. Nichtmal annähernd. Und ich habe schon viel vegetarisches gegessen, denn meine Frau ist Vegetarierin. Ein Beispiel: Mettbrötchen! Einen vegetarischen Brotaufstrich der Mettbrötchen das Wasser reichen könnte, gibt es einfach nicht. Oder eine kross gegrillte Ente. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen, wenn ich nur daran denke. Sowas hat noch kein vegetarisches Essen geschafft. Ein Schnitzel mit Pommes. Göttlich! Hört mir auf mit diesen vegetarischen Tofuschnitzeln. Die schmecken sch…lecht! Ich mag vegetarisches Essen, weil ich ohnehin so gut wie alles mag. Aber kulinarisch bewegt sich vegetarisches Essen ausschließlich im Durchschnittsdrittel.

  11. Peter

    Was ich aber bis heute nicht verstehe: Wenn Wurst oder Fleisch angeblich so ablehnenswert sind, wieso gibt es dann vegetarisches Steak, vegetarische Wurst, Patties in der gleichen Form, Farbe und Anmutung? Das ist doch nicht richtig konsequent, oder? Was mich allerdings auch nervt, ist die Verteufelung durch militante Vegetarier. Und Veganer sind häufig noch ideologischer. Soll jeder das Essen, was er will – ohne anderen vorzuschreiben, was man zu Essen hat, oder nicht hat.

  12. Retin

    Meiner Meinung nach ist es nicht gerecht, Fleisch mit vegetarischen und/oder veganen Lebensmitteln zu vergleichen. Vor allem dieser ganze „gepimpte“ Tofu, vegetarische Aufstriche und vegetarische Wurst – das beruht doch alles auf chemischen Zusätzen, Farbstoffen und und unnatürlichen Aromen. Fleisch auf vegetarisch nachahmen und nachzubauen ist doch der absolute Blödsinn.

    Ich verstehe diesen ganzen Hype um vegetarisch und Tofu nicht. Ich esse ganz gerne mal ohne Fleisch. Gemüse, Obst, Salat – aber warum muss ich das jetzt hochkünsteln und es „vegetarisch“ nennen? Ich esse jeden Morgen „vegetarisch“ (Brötchen mit Nutella). Eine Gemüsesuppe zum Mittag, Kartoffelgratin, Nudelauflauf, Tomate + Mozzarella. Ist das jetzt normal? Oder schon vegetarisch?

    Was ich hingegen nicht normal finde ist das, was die Veganer sich reinschaufeln an Ersatzprodukten. Dermaßen verfremdete Lebensmittel vollgepackt mit Zusatzstoffen und Geschmacksverstärkern.

    1. Jason

      Das lustige ist ja, dass Karnivoren allen Veganern immer vorwerfen, diese konsumieren und ernähren sich ausschließlich von den chemisch zusammengewürfelten Fleischersatzprodukten (Stichwort Schwarzweißdenken). Erstens, das ist genauso ein Totschlagargument wie „alle Karnivoren sind unethische Tierkiller“, da es ja auch „bewusste“ Karnivoren gibt, die sich Fleisch in Bio-Qualität leisten, um mit sich in reinerem Gewissen zu sein. Diese Ersatzprodukte wurden doch hauptsächlich dafür entwickelt, neuen Vegetariern/Veganern den Übergang zu erleichtern, damit sie weiterhin in den Genuss ihres geliebten Fleischgeschmacks kommen. Es bedarf einem langjährigen, kulturellen Umdenken, damit Menschen auch die bombastische Vielfalt von leckerem Gemüse, Reis, Kartoffeln, Pasta, etc. als Hauptgericht wahrnehmen und nicht nur als Beilage.
      Zweitens, was mich „tierisch“ aufregt, ist, dass sich anscheinend keiner mit Ernährung mal richtig auseinanderzusetzen scheint. Was hier auf der Seite an Informationen nur behandelt wird ist die ökologische Seite zu dem Problem und nicht die gesundheitliche (oder unbedingt ethische). (Könnte man in einem kurzen Paragraphen vielleicht noch erwähnen, wenn man schon so ein heikles Thema behandelt?) Fleischkonsum kann man – und sollte man – immer von diesen drei Seiten betrachten und keine monotone Argumentation führen, denn so bekommt man ein ganzheitliches Bild, polarisiert weniger und es werden mehr Leute angesprochen, denn es scheint sehr schwierig zu sein, alle Menschen zu Tierethikern oder Umweltschützern umzupolen. Gesundheit betrifft schließlich jeden und nicht unbedingt nur die Generationen nach uns. Traurigerweise bekommt man über die Gesundheitsschiene doch am meisten Leute dazu, sich pflanzenbasiert zu ernähren (natürlich nur die, die über ihren Tellerrand hinausschauen können oder so verzweifelt/körperkrank sind, weil es ihre letzte Chance ist).

      Und noch was: Veganismus ist schon lange keine urbane Hipster Angelegenheit mehr. Paradoxerweise sollte man die wachsende plant-based diet community in den USA als Referenz mal ranziehen, dort sehen immer mehr Leute ein, dass es einfach die gesündeste Ernährungsweise ist. Aber solange die Gesundheitsprobleme in Deutschland noch im Rahmen bleiben und nicht so exorbitant hoch sind, wie in den USA, kann der deutsche Ottonormalverbraucher ja noch beruhigt sein lebensnotwendiges Fleisch weiterkonsumieren…

      Btw, die Kommentarfunktion hier ist irgendwie unübersichtlich und könnte verbessert werden. Trotzdem sehr gut, dass es so einen Rechner gibt!

  13. Sebastian

    Wann hört endlich die Lüge auf, dass vegetarische Kost ressourcenschonend sei? In vielen Ländern bedarf die Herstellung hochwertiger Agrarprodukte Bewässerungssysteme, die zu Desertifikation führen. Mal abgesehen davon gibt es nicht ausreichend ertragreiche Böden. Dieser Vegetarierwahnsinn wird doch hauptsächlich von urbanen Hipstern angeführt.

    1. Jenny

      Und wo kommt das Futter für die Tiere her? Das muss genauso bewässert werden, deswegen die Kette verkürzen und auch mal auf Fleisch verzichten. Jenn

  14. Johanna ;-)

    Auffällig bei vielen „neuen Veganern“: Erst einmal wird man vegan. Und dann guckt man, was das überhaupt ist. Aber vegan ist doch schon längst Gemüse von gestern. Heute isst „man“ pegan – eine Mischung aus Paleo und Vegan. Da spielt auch überhaupt keine Rolle, ob sich einzelne Ernährungrichtlinien der jeweiligen Form widersprechen. Es wird ganz flexibel das beherzigt, was in den Kram passt. Von mir aus. Glaubwürdigkeit und Überzeugung büßen da schon ein.

  15. anonym

    Eine vegane Ernährung ist deutlich umweltfreundlicher als die übliche, Fleisch- und Milch/Käsebetonte Durchschnittskost. Wie man oben deutlich sehen kann, verbraucht sie weniger Energie, Rohstoffe und Wasser. Und erzeugt deutlich weniger schädliche Klimagase. Aus ethischer Sicht ist die vegane Ernährung die konsequenteste Art, verantwortlich mit unserer Umwelt umzugehen und so wenig Lebewesen wie möglich durch unsere Lebensmittelauswahl zu schaden.

  16. Vegetarier

    Ich bin jetzt seit 15 Jahren Vegetarier. Damals war das schwer, kaum ein Supermarkt oder Restaurant war darauf eingestellt – vor allem nicht in eher ländlichen Gegenden. Heute ist das anders. Ich freue mich über die neue Vielfalt an Tofu und Veggie-Wurst. Warum Essen Vegetarier überhaupt Würste? Nicht, weil sie Fleisch vermissen, sondern weil sie mit dem “Konzept” Brot + Wurst groß geworden sind. Und weil wir auch gerne mal was anderes als Gemüse auf den Grill legen. Nur weil man Vegetarier ist, heißt das ja nicht, dass man den rauchigen Geschmack eines Grills nicht mag ;-)

  17. Aha....

    Und, was essen Vegetarier so? Rote Linsensuppe und Chili-con-Soja. Was zeigt das? Veganer sind auch kein Stück schlauer oder gehen also besser mit der Natur um! Selbst die einfachsten Dinge werden nicht gekocht, sondern man greift schön zur eingeschweißten Ware oder TK-Kost.

    Was aber richtig sein dürfte ist doch folgendes: vegan leben als urbane Bewegung, als Wunschtraum der vom naturnahen Leben völlig entfremdeten Großstadtkinder, die sich insbesondere nicht mehr der bösen, fleischbasierten Versorgungsindustrie ausgeliefert fühlen wollen und sich daher einer anderen Sparte der Versorgungsindustrie anvertrauen. Und natürlich kauft sich jeder Veganer das obligatorische Iphone oder Macbook. Bestellt wird eine Sojalatte.

    Mal sehen wie sich das da erwacht, weil die Entfremdung von den Grundlagen des Lebens geht ja nicht weg davon dass man Plastik trägt statt Leder oder Soja isst statt Fleisch.
    Entfremdet bleibt der moderne Großstadtmensch auch wenn er die Mystik des „Veganen“ und der höheren Ethik über sein Leben gießt.

  18. Malte

    Was mich stört, was mich wirklich richtig stört, ist dass häufig nur schwarz-weiss gedacht und argumentiert wird. Wenn man sich die Schaubilder und natürlich das Ergebnis oben mal anschaut, sollte jedem klar werden, dass wir umdenken müssen. Da geht es jetzt gar nicht um ein CO2-Gramm oder ob es nun 3, 5 oder 8 Antibiotika-Behandlungen sind. Jedem ist klar, dass die schiere Masse an Fleisch ein Problem ist. Ob man nun seinen Fleischkonsum reduziert (kleines Schnitzel statt großem Schnitzel, 3 x die Woche statt täglich) oder gleich auf Ersatzprodukte wie Tofu umschwenkt ist doch letztendlich egal.Vielen Dank ans Team hier und ein Extradank für die schöne Diskussion!

  19. Mira

    Ob Vegetarier oder Karnivor: Tofu und andere vegane Produkte tragen auch in einem „normalen“ Haushalt zur Ernährungsvielfalt bei.

  20. Simon

    Hey ihr Veganer, ihr esst meinem Essen das Essen weg! ;)

    Ganz ehrlich Leute, hier wird viel Lärm um nichts gemacht. Ob Leute jetzt Ihre Kinder in katholische Schulen schicken wollen, sich nur noch vegan ernähren wollen, Apple zur Religion erheben oder ihr Horoskop beim Schuhkauf beachten – Aberglaube tut selten gut!!

    1. Kay

      Frei nach Hagen Rether: Ernsthaft, ist das was wir unseren Kindern hinterlassen wollen, einen Wüstenplaneten und ein paar schlechte Veganer Witze?

  21. Radiwitzki

    Natürlich gehen für die semi-industrielle Fleischerzeugung große Mengen an Energie und Futtermitteln drauf. Und ja, das meiste wird sicherlich auch noch importiert (Abholzung des Regenwaldes, Druck auf die lokalen Märte im Erzeugerland). Anderseits gibt es in vielen Teilen der Welt auch Gebiete, die sich für den klassischen Acker- oder Gemüsebau nicht eignen, vor allem semi-aride Gebiete. Diese können aber oft noch von Wiederkäuern wie Kühen oder Schafen genutzt werden und tragen damit maßgeblich zur Ernährungssicherung bei. In Europa gibt es diese Flächen auch in den Alpen oder in den Mooren der Norddeutschen Tiefebene. Hier hat die Tierhaltung eine wichtige Bedeutung für die Gewinnung von Lebensmitteln und sind oft auch stark im kulturellen Essverhalten verwurzelt. In einer Gesellschaft in der Lebensmittel zu jeder Zeit zu haben ist, fehlt dieser ursprüngliche Bezug. Mein Plädoyer: Zurück zur traditionellen Tierhaltung, weg von der industriellen Massentierhaltung.

  22. unerheblich

    Zunächst einmal möchte ich mich hier dafür bedanken, dass dem Thema fleischlose Ernährung ein derart ausführlicher Artikel gewidmet wird. Auch die Infografiken sind toll – schön peppig und nicht so langweilig wie es sich häufig in wissenschaftlichen Quellen findet.

    Man muss fairerweise sagen, dass selbst die ewig-gestrigen Discounter in den letzten Jahren ihr Angebot an vegetarischen und veganen Produkten stark erweitert haben. Wir als Verbraucher habe es insofern selbst in der Hand. Jedes vegetarische Lebensmittel dass über die Kassenscanner gezogen wird, ist ein Votum FÜR vegetarische Ernährung und GEGEN industrielle Massentierhaltung. Wir können selbst einen Trend setzen, die Wende einleiten. Just try it!

  23. Peace, baby

    Mich befremdet es sehr, wie hier in der Diskussion mit dem Begriff „vegane Produkte“ umgegangen wird. Jeder Supermarkt führt Unmengen an “veganen Produkten”: Salat, Obst, Gemüse, Gewürze, Öle, Säfte, Brot, Nudeln usw. usf.

    Klar, bei einigen Zutaten, die auch tierischer Herkunft sein KÖNNTEN, muss ein strikter Veganer vorher eine Produktanfrage beim Hersteller machen oder sich im Internet informieren, aber im Grunde gibt es alle Produkte für eine ausgewogene und vollständige Ernährung in jedem Supermarkt.

  24. mezzo

    Danke. Nun weiß ich Bescheid. Gottseidank – ihr habt mir bescheinigt, dass ich tatsächlich nicht genügend Tofu esse. Ein Grund mehr, in Zukunft – überhaupt keinen Tofu mehr zu essen.

  25. KaumFleischEsser

    Interessante Rechnungen. Was passiert eigentlich mit den Tieren, die nicht mehr gegessen werden? Angenommen, 100% Fleischkonsum fallen weg … was passiert mit den Tieren? Wird Soja dann für Mensch UND Tier weiterhin angebaut? Und wo? Die Rechnung „Umwelteffizienz“ im Vergleich zu Fleisch geht so also schon mal nicht auf, weil die Konsequenzen nicht mitberechnet werden. Desweiteren … wird diese Doppelernährung von beiden dann weiter gehen? Oder werden die Tiere sterilisiert? Immerhin haben Tiere die Angewohnheit, sich innerhalb eines Gleichgewichts (Räuber/Beutetier/Umwelt) zu vermehren. Oder, sterben sie einfach aus? Wer füttert sie weiter, oder wird die letzte Riege noch geschlachtet? Wird es domestizierte Tierarten dann nur noch im Zoo geben? Oder wird ein Teil künstlich als „Stehvieh“ weiter ernährt und beweidet? Und wo soll das dann passieren? Wenn niemand daran verdient, kostet es. Was das bedeutet, dürfte jedem klar sein. Die Kosten und Emissionen der übrien Tiere müssten dann ebenfalls als direkte Konsequenz auf die Soja-Produktion gerechnet werden. Je nachdem, wie sie gehandhabt wird, und wie viele Tiere es weiterhin geben darf.

    Es ist unumstritten, dass sich einige Dinge ändern müssen. Aber diese (unvoll)ständigen Rechnungen unterscheiden sich teilweise nicht von der Blenderei anderer Nahrungsmittelbranchen. Fakt ist jedenfalls, dass nicht benötigte Tiere nicht mehr nachgezüchtet werden, und bereits gezüchtete Tiere dennoch geschlachtet werden. Nur etwas später. Diese utopische Vorstellung, man könne durch den Verzicht auf Fleisch Tiere retten, ist stellenweise nicht mehr zu ertragen. Weil es einfach nicht stimmt und nicht stimmen kann. Man kann die Zahlen der Tötungen mit der Zeit reduzieren, sogar auf Null bringen. Natürlich. Allerdings nur, weil keine Tiere mehr nachgezüchtet werden. Gerettet wird kein Tier. Weiter leben wird kein Tier. Höchstens weniger geboren, weil weniger gebraucht werden. Oder werden die Rinder/Schweine/Hühner neuerdings im Wald gefangen?

    1. lina

      @KaumFleischEsser

      Deine Argumentation ist so lustig, und ja! selbstverständlich musst Du unbedingt weiter Fleisch essen, damit die Millionen Tiere in der Massentierhaltung sich nicht unkontrolliert einfach weitervermehren und vielleicht irgendwann die Weltherrschaft übernehmen. Sobald sie dann die Weltherrschaft haben, werden sie die Menschen dazu knechten, weiter lecker Soja für sie anzubauen. Von irgendwas müssen die armen, weltbeherrschenden Tiere ja leben! Als domestizierte Tiere werden sie in unsere klimatisierten und beheizten Häuser einziehen und den Menschen ihre bisherigen Ställe zur Verfügung stellen. Inwieweit die Kühe und Schweine für die Kosten dieser Unterbringung der Menschen aufkommen können, kann ich mir bei weitem nicht vorstellen. Da sie bislang nur faul in Ställen ohne Tageslicht rumstanden und den ganzen Tag vor sich hin dösten, ist der Zusammenbruch der gesamten Weltwirtschaft nur eine Frage der Zeit. Die Menschen verhungern in den ehemaligen Kuhställen, dann verhungern die faulen Kühe in unseren Villen. Das Ende der Welt ist nah!

      Ja, wir müssen die bösen Kreaturen vertilgen, sonst werden wir untergehen!!!

      :D

  26. Jamjam

    ;D bin definitiv weit über den Schnitt. Als eingefleischter Kuh, Schwein, Känguru, Esel, Pferd, Strauß, Hirsch, Reh, Huhn, Vogel Esser… Da kommen doch schon viele KG und Tiere Zusammen.

  27. Dirk.K.

    Warum differenziert Ihr nicht zwischen Vegetarier*innen und Veganer*innen? Da geht doch noch mehr. Kälber und Milchkühe werden wg. der Milch getötet. Hühner für ihre Legequoten.

  28. Annette Neumann

    Wir essen ziemlich wenig Fleisch, es gibt ja auch noch Fisch (direkt vom Kutter) und leckeres Gemüse und Getreide. Es fehlt aber die Kategorie Wild (bekommen wir direkt aus unseren heimischen Wäldern von den Jägern) und Schaf/Ziege. Das wenige Fleisch ist bei uns Bio und überwiegend unmittelbar aus der Umgebung. Unser beliefernder Bauer hat Hühner die wiegen locker mal 2 Kilo. Davon essen wir zu zweit ungefähr 12 Mahlzeiten. Angefangen mit der (Gemüse)-Suppe aus dem Torso. Also wenig Fleisch von gesunden artgerecht gehaltenen Tieren geht bei uns sehr gut. Das ist für in der Stadt lebend Menschen ungleich schwieriger, aber nicht unmöglich. Denn jede Stadt hat ein Umland.

  29. Pamina

    Und was lernt mich das? Da habt ihr es euch ein bisschen zu einfach gemacht. Es gibt nämlich auch noch Lamm, Ziege, Wild und Fisch. Und die Bemessung von Wurst und oder Schinken um auf eine Gesamtmenge zu kommen ist extrem schwierig. Nee – also solche pauschalierten Ergebnisse nützen echt niemand was. Im übrigen finde ich Soja auch nicht besser – wenn man bedenkt, dass dafür Regenwald abgeholzt wird und GVOs zum Einsatz kommen. Dann schon lieber ein schönes Steak!

  30. Michael

    Liebes Team,
    Ich freue mich über diese Rechner und euren Einsatz sehr. Denn ich bin stark dafür das die Menschheit auf einen Großteil ihres Fleischkonsums und daraus folgende Massentierhaltung verzichtet.
    Allerdings ist es zu einfach gedacht das jeder sich ja nir rein vegetarisch ernähren kann und daraus keine neuen Probleme für die Umwelt entstehen. Eine kürzliche Studie hat gezeigt, das unsere Art der Landwirtschaft mit ihren Monokulturen und Dem Einsatz von Pestiziden in den letzten 26 Jahren zum Aussterben von 75% der Insektenmasse in unserem Land geführt hat. Je mehr Menschen sich also rein vegetarisch ernähren, desto mehr Monokulturen wird es geben. Da eine riesen Masse an pflanzlichen Lebensmitteln erzeugt werden muss. Wo bitte wird das Tiersterben durch Massenherstellung pflanzlicher Lebensmittel berücksichtigt? Ein Vegetarier hat moralische Bedenken? Jeder Mensch der Produkte konsumiert die nicht aus rein biologischen Anbau in überschaubarer Größe kommen ist verantwortlich für das zu Grunde gehen der Umwelt. Da darf man leider keine Grenze zwischen Vegetarier, Veganer oder Fleischkonsument ziehen. Sobald ich einen Supermarkt oder Discounter betrete muss ich mir der Tatsache bewußt sein das meine konsumierten Produkte in Massen hergestellt wurden und dementsprechend die Folgen für die Umwelt, ob direkt oder indirekt enorm sind. Ich würde es begrüßen wenn ihr in der Lage seid auch die Schäden die Massenlandwirtschaft mit dem Einsatz von Pestiziden, Fungiziden und Insektiziden, als auch der Transport quer durch die Welt, zu berechnen und zu visualisieren. Das würde wohl ein realeres Bild der Gesamtsituation ‚Ernährung und die Umweltfolgen‘ erzeugen. Trotzdem vielen Dank für eure Arbeit und diesen tollen Anreiz!!!

  31. Axel Schiermeyer

    Die DGE empfiehlt 300 – 600 g Fleisch pro Woche.
    Ich selbst ernähre mich vegan, möchte aber zwecks besserer Argumentation gegenüber den Fleischessern ein paar Zahlen haben:
    1. Welchem CO2-Äquivalent entspräche die empfohlene Fleischmenge unter Berücksichtigung der ganzen „Wertschöpfungskette“ vom Roden der Wälder über Anbau von Soja, dessen Transport, Wasseraufbereitung und Verbrauch, dem Antibiotikaeinsatz usw…..
    2. Wie groß wäre der Effekt, wenn ALLE Erdenbürger die 600g zu sich nähmen, was man ihnen aus Grüden der Gerechtigkeit zubilligen müsste.
    3. Wie groß wäre dann der Anteil an der jährlichen CO2-Emission.
    4. Wie groß wäre der analoge CO2-Anteil bei Veganern?

    Keine leichten Fragen, aber ihr seid die Experten :-)

    Vielen Dank

  32. Walter

    Was mich stört ist der Antatz, dass egal wie wenig Fleisch man isst, immer noch was einzusparen ist. Ich lebe überwiegend pesketarisch. Ich will nicht auch noch auf die letzten 0,5% (ausschließlich Bio, vorzugsweise Demeter) Fleisch verzichten weil andere schlicht zu viel und zu billiges davon verzehren. Wie wäre es, einen für die Umwelt vertretbaren Fleischkonsum als Ziel zu definieren?
    Die absute, ethische, und moralische „Tiere töten“ Keule entwertet jegliche Bemühung für einen maßvolle Umgang mit Fleisch. Auch Demeter- und Perma-Kultur Bauern essen Fleisch und sind für einen ökologisch und ökonomisch sinnvolles handeln auf Tiere angewiesen. Diese von selber sterben lassen und dann zu begraben erscheint mir wenig sinnvoll.

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