Fleisch-Rechner für Fleischesser, Vegetarier und Veganer

fleischkonsum Ob ein lauer Sommerabend mit knisternden Bratwürsten auf dem Grill oder ein herzhaftes Schinkenbrötchen – Deutschland ist Fleischland. Aber wie viele Ressourcen werden dafür verbraucht? Wie viele Tierleben kostet eigentlich mein Fleischkonsum? Und werden Umwelt und Klima entlastet, wenn Fleisch durch vegetarische Alternativen ersetzt wird? Antworten liefert der Fleisch-Rechner.

Fleisch-Rechner

Statistik: Fleischkonsum in Deutschland

Laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft verbraucht jeder Deutsche über 60 Kilogramm reines Fleisch pro Jahr (Quelle: Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und ForstwirtschaftTabelle 208. „Verbrauch von Nahrungsmitteln je Kopf“). Damit hat sich der allgemeine Fleischkonsum in der Bundesrepublik im Vergleich zum Jahr 1850 vervierfacht. 

 


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Das Problem: Der Konsum solcher Fleischmengen wirkt sich negativ auf Umwelt und Klima aus. Dabei spielt vor allem der hohe Bewirtschaftungsgrad von Acker- und Weideflächen eine wichtige Rolle. Während rein pflanzliche Lebensmittel direkt verarbeitet und konsumiert werden können, gibt es bei Fleischprodukten mehrere Umwege. Bevor ein tierisches Lebensmittel zum Verzehr auf dem Teller landet, muss das Tier selbst fressen. Laut Bundesministerium/Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe wandern über 40 Prozent der Getreideernte so erst einmal in Futtertröge. Zur Produktion von einem Kilogramm Schweinefleisch beispielsweise benötigt der Bauer rund drei Kilogramm pflanzliches Futter. Bei Rindern ist dieser Anteil sogar noch höher.

Tierzucht zerstört Landfläche

Allein die Staaten der EU bewirtschafteten von 2008 bis 2010 rund 13 Millionen Hektar südamerikanisches Ackerland mit Sojabohnen, die ausschließlich für die Tierfütterung gedacht waren. Experten sprechen in diesem Zusammenhang vom virtuellen Landhandel, der mit dem Ankauf und der Rodung tropischer Regenwälder zur Gewinnung neuer Anbau- und Weideflächen verbunden ist.

 

 

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Einsatz von Antibiotika in der Tierzucht

Eines der größten Probleme der intensiven Tierzucht ist der hohe Einsatz von Antibiotika. Da Tiere in Massenhaltung schnell krank werden, müssen sie besonders häufig behandelt werden. So kommt es, dass 75% aller in Deutschland verschriebenen Antibiotika von Tieren eingenommen werden – und nur 25% von Menschen.

 


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Fleischkonsum und CO2-Austoß

Der hohe Fleischkonsum wirkt sich ferner beträchtlich auf die Entwicklung des Klimas aus. Einerseits werden Graslandschaften und Wälder zu Äckern oder Weideland umfunktioniert. Durch die Rodung von Bäumen und Humus-Abbau entweichen große Mengen an CO2 in die Atmosphäre.

Auch die Tiere selbst, allen voran Rinder, produzieren klimaschädliche Gase wie Methan im Übermaß. So gibt beispielsweise ein einziges Rind pro Tag 200 Liter Methangas in die Atmosphäre ab. Damit schädigt es das Klima etwa genauso, wie ein Kleinwagen der eine Strecke von 18 000 Kilometern zurücklegt.

 


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Fleischkonsum einschränken?

Trotz dieser Auswirkungen auf die Umwelt und wiederkehrender Fleischskandale verzichten viele Deutsche nur ungern auf Fleisch. So führten die Nachrichten über Pferde- und Gammelfleisch bei lediglich 15 Prozent aller Befragten dazu, den Fleisch einschränken zu wollen. Allerdings gibt es aber zwischen Männern und Frauen gravierende Unterschiede. Während beinahe jede fünfte Frau möglichst wenig oder keine Fleischprodukte mehr isst, ist nur rund jeder zehnte Mann bereit zum Verzicht.

Rund 83 Prozent der Befragten möchten Fleischerzeugnisse auf keinen Fall missen und steht dem Vegetarismus eher skeptisch gegenüber. Allerdings deutet sich in Deutschland zunehmend ein Sinneswandel bezüglich Herkunft und Qualität der Fleischerzeugnisse an. Drei von zehn befragten Fleischesser möchten inzwischen genau wissen, woher die Lebensmittel stammen, die auf ihrem Teller landen. Deshalb kaufen immer mehr Menschen direkt im Hofladen oder beim Erzeuger auf dem Markt. Knapp 14 Prozent der befragten Fleischgenießer achten zum Wohle der Tiere und der eigenen Gesundheit penibel darauf, ausschließlich Fleisch- und Wurstprodukte in Bio-Qualität zu kaufen bzw. zu verzehren.

Neben dem Menschen sind übrigens die über 30 Millionen Haustiere die größte Gruppe von Fleischessern. Kaum ein Hundefutter oder Katzenfutter kommt ohne Fleisch aus.

Vegetarisch ernähren

Bezogen auf die Gesamtbevölkerung stellen Vegetarier heute noch eine Minderheit dar. Aber die Zahl der Menschen der Fleischverweigerer steigt stetig an. Schätzungen zufolge gibt es in der Bundesrepublik ca. 7,8 Millionen Vegetarier und ca. 900.000 Veganer, wobei doppelt so viele Frauen als Männer dem Fleischkonsum abgeschworen haben.

Einer Studie der Friedrich-Schiller-Universität Jena zufolge handelt es sich bei Vegetariern mehrheitlich um in der Großstadt lebende, junge, überdurchschnittlich gebildete Frauen. Als Gründe für den Verzicht auf Fleisch geben viele moralische Bedenken, vermeidbares Leid der Tiere und den grausamen Tötungsakt an.

 


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Unabhängig von der noch geringen Anzahl bekennender Vegetarier und Veganer, begeben sich zunehmend mehr Menschen auf die Suche nach schmackhaftem Fleischalternativen. Damit steigt die Nachfrage nach vegetarischen Produkten kontinuierlich an. Der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) schätzt, dass in den letzten Jahren rund zehn Prozent des Fleisch- und Wurstanteils auf deutschen Tellern durch Tofu ersetzt wurden.

Tofu als Fleischalternative?

Viele Kritiker bemängeln die Konsistenz und den eher neutralen Geschmack des unbearbeiteten Tofus. Was die Einen ärgert, freut Andere: Durch seinen fast unspektakulären Geschmack passt er so zu den verschiedensten Gerichten und kann nach Belieben gewürzt oder mariniert werden. Ganz nach persönlichen Vorlieben lässt er sich beispielsweise in Marinaden mit Knoblauch, Sojasoße, Curry, Kokosmilch oder Limettensaft einlegen. Man kann ihn grillen, backen, braten oder in Würfel geschnitten Suppen als Einlage beigeben.

Tofu besteht aus eingeweichten Sojabohnen, die zusammen mit einer bestimmten Menge Wasser zu feinem Püree vermahlen und anschließend zu Soja-Blöcken verarbeitet werden. Teilweise kommt es als Naturtofu in den Handel, häufig wird es aber auch noch durch weitere Zusatzstoffe weiterveredelt.

In den Regalen der Supermärkte findet man oft auch sogenannten Räuchertofu, der sich durch einen kräftig-herben Geschmack auszeichnet. Räuchertofu findet zumeist als Brotbelag, in Salaten oder gebraten zu Reis- oder Gemüsegerichten Verwendung. Wurst- und Schinkenliebhaber gestehen ihm häufig ein starkes Aroma und Geschmack zu, empfinden ihn aber nicht als wirklich schmackhaften Ersatz. Trotzdem erfreut er sich seit Jahren zunehmender Beliebtheit als vegetarische Brotaufstriche, Tofu-Würstchen oder Soja-Schnitzel.

Auch Bratlinge haben sich in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt. Meistens werden diese aus Tofu/Sojaprodukten, verschiedensten Gemüsesorten oder auch Getreideprodukten zusammengesetzt. Besonders beliebte Zutaten sind Haferflocken, Karotten, Zucchini, Reis, Couscous, Linsen, Hirse oder auch Quinoa.

Fleisch und Tofu im direkten Vergleich

Grillen ist Volkssport. Steaks und Würste gehören fast immer dazu, auch wenn es mittlerweile zahlreiche fleischfreie Grillalternativen gibt.

  • Beide Lebensmittel enthalten wertvolle Proteine. Tofu besitzt einen Anteil von 7 bis 15 % an leicht verdaulichen Eiweiß-Bausteinen, eingeschlossen aller acht essenziellen Aminosäuren. Der Proteingehalt von Fleisch beträgt 10 bis 20 %.
  • Tofu liefert weniger Fett und damit weniger Kalorien als Fleisch. Während in 100 g Tofu rund 70 – 100 kcal stecken, liefert die gleiche Menge Fleisch bis zu 300 kcal. Wurst enthält teilweise noch deutlich mehr und wirkt sich somit tendenziell eher negativ auf den BMI aus.
  • Fleisch weist eine deutlich höhere Konzentration an B-Vitaminen auf. Tofu beinhaltet dafür größere Mengen an Mineralien, allen voran Magnesium und Kalzium.
  • Tofu ist praktisch cholesterinfrei. In 100 g Fleisch stecken hingegen je nach Sorte, 50 bis 350 mg Cholesterin.
  • Die Herstellung von Fleisch ist sehr viel ressourcenaufwändiger und belastet Umwelt und Klima deutlich mehr als der Anbau von Soja.
  • Fleisch hat einen ganz eigenen, charakteristischen Geschmack. Tofu hingegen schmeckt eher neutral.

 

Wie schätzen Sie die Zukunft der Ernährung ein? Spielt Soja eine Rolle?

„Fleisch ist die neue Zigarette“ – so lautet die Aussage des Geschäftsführers von dem größten Wursthersteller Rügenwalder in einem Interview der Zeitung die Welt. Der Fleischkonsum in Deutschland wird sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten reduzieren. Der weltweite Fleischkonsum wird sich in der Zukunft allerdings stark erhöhen, da die weltweit zunehmende Mittelschicht mehr tierische Proteine konsumieren möchte.

Soja als Nahrungsmittel wird in der Ernährung als gesunde und umweltverträglichere Alternative zu Fleisch eine immer größere Rolle spielen.

Markus Wolter, WWF Deutschland

Ganz nach dem Motto: „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“ müssen sich auch vegetarische Lebensmittel wie Sojabohnen mitunter jede Menge Kritik gefallen lassen. So wird ein Großteil des Sojas in Südamerika angebaut. Um mehr Land zu gewinnen, werden weite Teile der Regenwälder durch Brandrodung zu Nutzfläche umgewandelt. Verbraucher sollten daher genau prüfen, woher der Soja stammt. Für Soja aus Bio-Landwirtschaft oder der EU gelten strenge Regeln. So ist der Einsatz von genmanipulierten Saatmitteln und auch die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln wie Pestiziden stark reglementiert.

Über den Fleischrechner

Der Fleischrechner berechnet den Ressourcenbedarf, der für die Tierzucht des eigenen Fleischbedarfs notwendig ist. Insbesondere wird dabei auf Futtermittel, Antibiotika, Landverbrauch und Wasserverschmutzung eingegangen. Der eigene Fleischkonsum wird auf ein, respektive 10 Jahre hochgerechnet. Standardwerte wie der durchschnittliche Fleischkonsum sind bereits vorausgefüllt, können aber einfach auf das eigene Essverhalten angepasst werden. So erhält jeder sein ganz persönliches Ergebnis.

In einem zweiten Schritt kann simuliert werden wie viele Ressourcen eingespart werden, wenn ein Teil der Fleischmahlzeiten durch eine vegetarische Alternative ersetzt wird. Im Falle des Fleischrechners wurde Tofu als vegetarische Alternative gewählt, da er den wohl am bekanntesten und am weitesten verbreiteten Fleischersatz darstellt.

Allerdings wurde Tofu nur exemplarisch für die vegetarische Ernährung herangezogen. Er dient als Versinnbildlichung und als Vehikel für ein Gedankenexperiment. Statt Tofu hätte aber auch eine Hülsenfrucht oder Gemüse für eine Berechnung herangezogen werden können. Gleichwohl ist Tofu natürlich nur einer von vielen, vielen möglichen Stellvertretern für vegetarische Ernährung. Und es gibt auch viele Vegetarier und Veganer, die gar keinen Tofu verzehren.

Quellen, Formeln und Hinweise zum Fleischrechner

Die im Rechner hinterlegten Verzehrmengen an Fleisch erscheinen auf den ersten Blick sehr hoch und die meisten Personen schätzen ihren eigenen Fleischkonsum als sehr viel niedriger ein. Wie kommt`s?  Fleisch wird häufiger als man denken mag, unbewusst oder ohne Wissen über den eigentlichen Fleischanteil an den Produkten verzehrt. So ist uns oft nicht bewusst, wie viel Fleisch die Bolognese-Soße, die Salami-Pizza oder der Fleischsalat eigentlich enthält. Hinzu kommt ein Phänomen, dass die Ernährungsforschung “Verstecktes Fleisch” nennt. Gemeint ist zum Beispiel die Gelatine in Gummibärchen oder Bestandteile von Schwein, Rind und Geflügel in Kartoffelchips.

Die vorausgefüllten Werten zum jeweiligen Fleischverzehr in der Woche basieren auf den Ergebnissen des Statistischen Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forstwirtschaft vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (siehe Tabelle 208. „Verbrauch von Nahrungsmitteln je Kopf“)

 durchschnittlicher Verzehr pro Person im Jahr (Schlachtgewicht)auf die Woche gerechnet ergeben das
Rind12,9 kg250 g
Geflügel19,4 kg373 g
Schwein52,8 kg1015 g

Hinweis: Vorsicht: Die Daten beziehen sich auf das Schlachtgewicht der Tiere. Der Begriff bezeichnet das Warmgewicht von Tieren direkt nach der Schlachtung. So sind hier Gliedmaßen, Innereien und beim Rind auch die Haut bereits entfernt. Knochen, Knorpel, Sehnen und andere nicht verzehrbare Teile der Nutztiere sind jedoch noch enthalten.

Wasserverbrauch & CO2-Emissionen

Für die Berechnung des Wasserverbrauchs und des CO2-Ausstoß  wird auf folgende Werte zurückgegriffen. Die angegebenen Werte beziehen sie jeweils auf die Erzeugung von 1 kg Fleisch bzw. Tofu:

 TofuRindGeflügelSchwein
Wasserverbrauch zu Erzeugung925 Liter¹15415 Liter²4325 Liter²5988 Liter²
Co2eq1100 g³13311 g⁴3508 g⁴3252 g⁴

Quellen sind das Öko-Institut, PETA und Water Footprint.

Einsatz von Antibiotika

Laut der Publikation Hintergrundinformationen zu Antibiotikaeinsatz und Resistenzbildung in der Intensivtierhaltung des BUND werden jedem Tier durchschnittlich folgende Anzahl an Antibiotika Behandlungen zugeführt:

 RindGeflügel Schwein
Antibiotikabehandlungen pro Tier2,52,35,9

Vorgehen bei der Berechnung

Bezugswerte wie beispielsweise Wasserverbrauch und CO2-Emissionen beziehen sich immer auf 1 kg Fleisch und werden von Wochenwerten auf ein Jahr, respektive zehn, hochgerechnet.

Jährlicher Verbrauch an Wasser, CO2 und Antibiotika

Berechnung des jährlichen Wasserverbrauchs und  Co2-Ausstoßes durch einfache Multiplikation mit dem jährlichen Fleischverzehr:

\text{Wasserverbrauch}= \\\\   \text{(Fleischverzehr pro Jahr in kg)}\times\text{(Wasser zur Erzeugung von 1 kg Fleisch)}

Wenn Fleisch durch Tofu substituiert wird, verringern sich Ressourcenverbräuche. Im Folgenden wird dies anhand des Wasserverbrauchs dargestellt. Zunächst werden die Wassermengen berechnet, die durch Fleischverzicht vermieden werden. Der bereits ermittelte Wasserverbrauch bei 100 % Fleischkonsum wird mit dem Anteil, der durch Tofu ersetzt werden soll, multipliziert:

\text{gesparte Liter Wasser}= \\\\   \text{(Wasserverbrauch bei nur Fleischkonsum)}\times\text{(Tofu-Anteil in Prozent)}

Abgezogen wird hiervon noch die Wassermenge, die für die Herstellung des Tofus selbst notwendig ist:

\text{Wasserverbrauch zur Tofu-Herstellung}= \\\\   \text{(Fleischverzehr pro Jahr in kg)}\times\text{(Tofu-Anteil in Prozent)}\times\text{925 Liter}

Zuerst wird der eigentliche Fleischverzehr pro Jahr in Kilogramm mit dem Tofu-Anteil multipliziert, um die verzehrte Tofumenge zu ermitteln. Diese wird dann mit der benötigten Wassermenge (925 Liter) zur Herstellung von 1 Kilogramm Tofu multipliziert und abgezogen. Zur Ermittlung des eingesparten CO2-Ausstoßes wird analog vorgegangen.

Zur Berechnung der Anzahl von Antibiotikabehandlungen wird zunächst die Anzahl der geschlachteten Tieren ermittelt und mit den durchschnittlichen Antibiotikabehandlungen multipliziert.

\text{geschlachtete Tiere im Jahr}= \\\\   \frac{\text{(Fleischverzehr pro Jahr in kg)}}{\text{(Fleischgewicht pro Tier in kg)}}

Dabei wird von folgenden Durchschnittswerten ausgegangen:

  • Schwein: 96,8¹ kg Fleisch
  • Rind: 300,8² kg Fleisch
  • Huhn: 1,8 kg Fleisch

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft Ausgegangen wird von einem Holsteiner Rind, mit 546 Kilogramm Lebendgewicht und einem Ausschlachtungsgrad von 55,1 % (lt. LfL Bayern)

\text{Anzahl Antibiotika}= \\\\   \text{(geschlachtete Tiere im Jahr)}\times\text{(durchschnittliche Antibiotikabehandlungen)}

Zusammenfassung

  • Der Fleischkonsum der Deutschen ist mit 60 Kilogramm pro Jahr und Person insgesamt immer noch sehr hoch.
  • Herstellung von Fleisch und Massentierhaltung führen zu vielen Problemen: Futtermittelbedarf, Einsatz von Antibiotika, Wasserverbrauch, CO2-Ausstoß.
  • Soja ist ein „effizientes“ Nahrungsmittel und kann Fleisch ernährungsphysiologisch ersetzen. Auch ökologisch ist er im Vorteil. Aber geschmacklich ist Tofu für viele Menschen kein gleichwertiger Fleischersatz.
  • Die Bedeutung von vegetarischen und veganen Alternativen nimmt stetig zu. Auch viele Discounter und Supermärkte bieten ein kleines Sortiment an.
  • Frauen sind häufig ein klein wenig experimentierfreudiger was vegetarische und vegane Lebensmittel angeht.
  • Diskussionen zwischen Vegetariern und eingefleischten Fleischessern werden leider häufig immer noch sehr emotional geführt. Ein klein wenig Toleranz für die Ernährungsweise des Gegenübers, schadet keinem ;-)
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91 Kommentare

  1. Julia

    Liebes Blitzrechner-Team,

    über Twitter bin ich auf den Link zum Thema Fleischkonsum aufmerksam und freue mich über dieses Thema.

    Sehe ich es richtig, dass bei der Einsparung an Tieren auch nur die Tiere berechnet werden, die auch tatsächlich verspeist werden? Das hieße, dass all die Tiere, die bei der Fleischproduktion „auf der Strecke“ bleiben dabei nicht berücksichtigt werden, oder? Also, für die Berechnung finde ich das im Prinzip in Ordnung, aber ich denke, es sollte wenigstens erwähnt werden, dass durch die Verringerung des Fleischkonsums eigentlich noch (viel) weniger Tiere sterben müssen!

    Herzlichen Dank schon mal,
    mit freundlichen Grüßen
    Julia

    1. Rene

      Liebe Julia,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Du hast natürlich recht, dass der Rechner sich nur auf die Menge Fleisch bezieht, die wir tatsächlich auch verzehren. Gern würden wir auch die weiteren Tiere abbilden, die während der Mast oder durch das Aussortieren der männlichen Tiere in der Geflügelzucht sterben müssen. Leider ist es aber so, dass diese „Ausfallquote“ schwer zu errechnen ist und es auch keine verlässlichen Quellen hierfür gibt. Zudem soll dem Nutzer des Rechners natürlich auch vor Augen geführt werden, wie viel Fleisch er tatsächlich und greifbar verzehrt.

      Deinen Vorschlag, den Sachverhalt im Fließtext zu erwähnen, finden wir aber sehr gut. Wir werden in der Redaktion diskutieren, wie wir das am besten umsetzen können und informieren dich dann sobald wir die Änderungen vorgenommen haben.

      LG,
      René vom blitzrechner-Team

      1. Matthias

        Eine viel höhere Quote besteht in den Tieren, welche weggeschmissen werden:

        Diese Zahlen finde ich, können eingerechnet werden, da sie ja durch den Konsum, bzw die Nachfrage entstehen ?

    2. Claus

      Liebes Blitzrechner-Team
      Ihr habt euch verrechnet. Der Vergleich Auto CO2 Emission vs Rindermethan Emission ist falsch. Das Rind produziert mit Hilfe von Mikroben im Pansen Methan. Die Energie für das Methan bezieht das Rind aus dem Gras, Mais und sonstigen pflanzlichen Futtermitteln. Diese pflanzlichen Futtermittel entnahmen während der Wachstumphase der Atmosphäre CO2 (Fotosynthese). Aus dieser Fotosyntheseleistung (Produktion von Zucker,Stärke, Kohlehydrate……) stoffwechseln die Mikroben wieder Methan. Das Methan entweicht dem Maul der Rinder und wird in kurzer Zeit durch chemische Prozeße in der Atmosphäre wieder zu CO2. Dieses CO2 wird wieder von Pflanzen zur Fotosynthese genutzt.Ein ewiger Kreislauf. Das CO2 der Autos entstammt aus Rohölprodukten, die vor ca 150 Millionen Jahren entstanden. Die Fotosynthese der damaligen Zeit entnahm der Atmosphäre das Klimagas CO2, hieraus entstand in einem langen chemischen Prozeß das Erdöl. Wir holen uns das CO2 das in der Atmosphäre vor 150 Mill. existierte in unsere Zeit. Das ist der Grund für unsere Klimaprobleme und nicht die Milchleistung der Kühe.

      Mit frdl. Gruß Claus

      co2

      1. Anonymous

        Bei einer normalen Viehhaltung war das vielleicht auch so, aber bei den Mengen an Tieren durch die heutige Massentierhaltung steht das in keinem Verhältnis mehr und sollte auch berücksichtigt werden.

    1. Rene

      Hallo Veggy,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Masthühner werden in Deutschland durchschnittlich 2,3 mal mit Antibiotika behandelt. Rinder 2,5 mal. Schweine sogar durchschnittlich 5,9 mal. Da kommt schnell was zusammen.

      Quelle: BUND

      Liebe Grüße,

      das blitzrechner-Team

  2. Tram

    Die männlichen Küken werden direkt nach dem Schlüpfen getötet, es sterben also zwei Hühner pro geschlachtetem Huhn! Sollte man bedenken, wenn man Hühnchenfleisch isst.

        1. Kasi

          Lieber Gerd,
          Da liegst Du falsch. Die männlichen Küken für die Mast wachsen wie andere männliche Tiere schneller als die weiblichen. Gemästet werden alle Küken. Nur in der Eierproduktion sind männliche Küken nicht zu gerignet, oder hast Du schon mal einen eierlegenden Hahn gesehen? Inzwischen gibt es gute Ansätze, das Geschlecht vor dem Ausbrüten zu bestimmen. In einigen Jahren sollte sich das Problem lösen lassen.

  3. Anna

    Haltet ihr es wirklich für auch nur annähernd seriös wenn für jede einzelne der Wasserverbrauchszahlen eine andere Lobbyorganisation als Quelle dient?

    1. Tim

      Hi Anna,

      du scheinst dich mit dem Thema gut auszukennen. Vielleicht hast du ja noch eine gute andere Quelle mit Wasserverbrauchszahlen? Bauen wir dann gerne im Text ein… Und ansonsten gilt: Wir haben überall versucht beide Positionen darzustellen. Wir haben zahlreiche Akteure angeschrieben und um Rückmeldung gebeten; insbesondere auch aus der Fleischindustrie und Handelsketten. Leider haben wir von diesen bis jetzt keine Statements oder Gegendarstellungen erhalten (aber auch hier: Bauen wir ein, sobald wir etwas erhalten). Sollen wir dich per Mail benachrichtigen, wenn wir den Artikel updaten?

      Liebe Grüße, Tim

    2. Sabrina

      Ich muss Anna leider zustimmen, vor allem da man die Zahlen nicht wirklich vergleichen kann – andere Systemgrenzen, andere Annahmen!
      Wenn muss es eine Quelle für alle Produkte sein, die verglichen werden sollen!

      1. Tim

        Danke für dein Feedback! Wir hätten hier natürlich lieber auch gerne eine Quelle für alle Nahrungsmittel – diese gibt es aber schlicht nicht. Von daher müssen wir uns leider dem bedienen, was zur Verfügung steht. Aber auch hier: Gib gerne uns gerne Bescheid, wenn du diesbezüglich mehr Informationen hast als wir.

  4. zimy

    Zunächst einmal ein GROßES Lob von mir! Unabhängig davon, ob jetzt jedes µ bei dieser Berechnung so aufgeht (ich schätze mal, dass da jede Studie zu einem ein wenig anderem Ergebnis kommt), sind die Dimensionen an sich interessant. Oder anders gesagt: Ob es jetzt 105 oder 110 Hühner sind, ist relativ egal. Interessant ist doch, dass Fleisch einen erheblichen Fußabdruck hat.

  5. Ute

    Ihr nennt 1,3 Millionen Vegetarier und Veganer in Deutschland, die Zahlen sind aber nicht aktuell oder? Diese Zahl erscheint mir sehr niedrig, wären es nur so wenige würden nicht so viele Produkte im Handel angeboten werden – ich meine von 7 Millionen Vegetariern (knapp 10%) und 900000 Veganern gelesen zu haben… auf welche Quelle stützt sich eure Angabe?

    1. Rene

      Hallo Ute,

      vielen Dank für deinen Kommentar und den damit verbundenen Hinweis.

      Tatsächlich stammt die angegebene Zahl von einer älteren Quelle. Nämlich der letzten Nationalen Verzehrsstudie aus dem Jahr 2008. Wir haben die Zahl jetzt durch die Schätzung des Vegetarierbundes Deutschland ersetzt und entschuldigen uns für die alten Angaben.

      Schön, dass es so aufmerksame Leser/-innen wie dich gibt.

      Liebe Grüße aus Berlin,

      das blitzrechner-Team

  6. Miri

    Hallo zusammen,

    sehr anschaulich gemacht Eure Seite und viele interessante Daten zusammengestellt. Aber auf den ersten Blick: ein Deutscher verzehrt in zehn Jahren „nur“ein halbes Rind? Das erscheint mir sehr niedrig. Muss es da nicht heißen pro Jahr? Die Zahlen dieser zehn Jahr Grafik verwunden mich sehr… Schöne Grüße

    1. Tim

      Hi Miri,

      ja, uns ging es bei der Recherche auch so – der Wert scheint auf den ersten Blick ein wenig niedrig. Aber: Die Werte haben wir uns nicht ausgedacht, die Links zu den jeweiligen Größen findest du im letzten Abschnitt. Um es mal schnell zu überschlagen: 300 Gramm Verzehr pro Woche macht im Jahr 15,6 Kilo. Bei einem Schlachtgewicht von 300 Kilo (Schlachthofgewicht sind 546 Kilo) benötigt man also ca. 20 Jahre um die Kuh aufzuessen. Natürlich gibt es gegen diese Rechnung einige Einwände. Zum Beispiel, dass wir vorzugsweise bestimmte Teile essen (Steak), andere hingegen weniger üblich sind (Zunge). Die Anzahle der geschlachteten Kühe wäre also höher. Und natürlich verwendet der Rechner nur Durchschnittswerte. Passe die Eingabewerte im Rechner deinem Konsum entsprechend an, wenn du mehr Rindfleisch verzehrst.

      Ansonsten bitte nicht vergessen, dass Schweinefleisch einfach beliebt und üblich ist (siehe auch im Text die Abschnitte über „verstecktes Fleisch“ in Wurst). Und Hühnchen zunehmend beliebt ist. Das ist natürlich letztendlich auch eine Kostenfrage…

      1. Frank

        Es werden aber doch mehr die männlichen Kuhbabys (Kälber) und (männliche) Jugendliche (Rinder) mit geringerem Schlachtgewicht verzehrt.
        Die Kühe stehen ja bis zu 8 Jahre im Stall um Milch zu produzieren.
        Also ist die Zahl der getöteten Tiere bedeutend höher.
        Somit ist die Darstellung leider auch irreführend.
        Ich glaube dass Fleischesser sich nicht bewusst sind, dass sie kleine Babys futtern…

  7. Kühlwalda

    „Innerhalb von 10 Jahren werden bei angegebenen Fleischverzehr 2.7 Schweine, 0.2 Rinder und 29 Hühner geschlachtet.“
    Fleischersatz ist für mich völlig unnötig. Zudem ist Tofu z. B. bei Schilddrüsenerkrankungen sogar schädlich. Ich esse nicht viel Fleisch, und wenn, dann kein billiges aus dem Supermarkt. Das gehört für mich sowieso verboten. Wer Fleisch essen will, sollte auch zu schätzen wissen, was auf seinem Teller liegt. Und das geht in Deutschland leider nur über die Geldbörse.

  8. Kasi

    ich finde es schon erstaunlich, dass 1850 auch schon 15 kg Fleisch pro Kopf verzehrt wurden. Wenn man bedenkt, dass die damalige Feldwirtschaft nur niedrigste Erträge lieferte und zusätzlich erhebliche Flächen vor allem Hafer für die Zugtiere angebaut wurden, könnte man meinen, dass damals der Flächenanteil, der nicht zu Nahrungszwecken diente, höher war als heute. Hat dazu jemand Daten? Die Futterverwertung der Tiere war aufgrund fehlender Zucht, schlechter Haltung und zu hohen Endgewichten auf jeden Fall schlechter als heute. Von den Verlusten ganz zu schweigen!

  9. Weltverbesserer

    Man kann doch nicht Vegetarier gegen Fleischesser argumentieren. Ein Fleischesser isst doch nur etwas Fleisch _zusätzlich_ zum Gemüse, Salat und Obst. Man sollte deswegen „Allesesser“ sagen. Das wäre fair und nicht polarisierend. 2/3 der Landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland sind Wiesen und Weiden. Die kann man nur durch Fleischwirtschaft nutzen. Überdies haben wir nur eine Ernte im Jahr. Wenn man den Luxus Vegetarier zu sein nun mit der Tatsache vergleicht das Schichtsalat aus Kenia mitten im Winter nichts weniger als Umweltfreundlich ist. Dort der Luxus des dicken Euro gegen den Hunger der Menschen und den Wassermangel steht.

  10. janina

    Gibt es denn überhaupt gute Gründe, die Billigfleisch durch Massentierquälhaltung, ungezügelte Antibiotika-Verabreichung und Lebendschlachtung sprechen?

  11. J. F.

    Es gibt keine wirkliche Lösung für das Ernährungsproblem auf dieser Welt. Mal angenommen jeder Deutsche würde ab sofort 50% weniger Fleisch essen. Erstens würde das sehr viele Arbeitsplätze kosten, zweitens kann subtitutive Nahrung in solch einer Menge gar nicht geliefert werden. Das ist ähnlich wie Atomstrom versus Strom aus regenerativen QUellen. Natürlich wäre es besser, wenn Fleisch aus kontrollierter Haltung stammen würde und nicht aus Massentierhaltung. Aber auch hier gilt: In der Masse kann Bio-Fleisch gar nicht produziert werden!

    1. F. Richter

      Das stimmt so nicht. Da die Tiere ja auch (vegetarisches?) Futter brauchen, sollte bei weniger Tieren auch weniger Anbaufläche dafür nötig sein, die dann frei wäre. Und was da so ne Kuh oder ein Schwein in sich rein futtert, um 1 Kilo an Fleisch zuzulegen, davon könnten wahrscheinlich mehr Menschen länger versorgt werden als mit dem 1 Kilo Fleisch.

  12. Trutz

    Wir sollten uns schämen! Deutschland ist der größte Hühner-, Schweine und Rinderproduzent in ganz Europa. Es wird so viel produziert, dass lokale Märkte in Afrika platt gemacht werden. Bauern streichen Subventionen ein, Tierärzte verabreichen Antibiotikabehandlungen am laufenden Band, LKW-Fahrer karren tausende und abertausende Tieren zu Schlachthöfen und dann zu Aldi & Co. Billig, billig, billig – das ist doch zu kurz gedacht! Die Schäden durch Mast, Haltung und Verwertung werden ausgelagert – das zahlt wie bei der Atomindustrie auch – die Allgemeinheit. Besser: Bio-Fleisch. Noch besser: Fleischkonsum einschränken, reduzieren oder ganz auf vegetarische/vegane Alternativen umschwenken!

  13. Jena

    Ob Vegetarier oder Karnivor: Tofu und andere vegane Produkte tragen auch in einem „normalen“ Haushalt zur Ernährungsvielfalt bei.

  14. Annette

    Ich selbst bin Vegetarierin und war einige Jahre in Südindien und Pakistan beruflich tätig. Mittlerweile bin ich zurück in Europa. Was soll ich sagen – mir sind europäische vegatarische Restaurants eine Horrorvision. Dahinter stehen einfach nicht Jahrhunderte von Kochkunst wie in Indien. Es kommt nicht darauf an, ob man jetzt Tofu oder Soja oder TVP isst, sondern wie es zubereitet ist. Da fehlt uns hier einfach noch die Kochkultur.

  15. Kein Weltverbesser, einfach nur ein normaler Mensch

    Ich habe – zum Teil gesundheitlich bedingt – meinen Fleischkosum stark eingeschränkt. Ganz ohne „Vegetarier-Manipulation“. Und mittlerweile muss ich sagen: Es hat auf keinen Fall geschadet. Auch meiner Familie und meiner Umgebung nicht. Ich lehne es ab, zu missionieren. Soll ja jeder für sich selbst entscheiden. Man kann sehr viel fleischhaltige Gerichte auch rein vegetarisch kochen. Ob Chilli-con-Soja oder Spaghetti Bolognese. Ganz ohne Fleisch, dafür aber mit anderem „Pfiff“ drin. Wobei ich dann und wann ein schönes Steak, eine Wurst oder Bullette nicht verachte. Und: ich esse immer noch sehr gerne Fisch und Meeresfrüchte.

  16. Manu Zsymka

    Ich bin keine Vegetarierin, koche aber seit jetzt fast 20 Jahren hauptsächlich fleischlos. Der Fleischrechner war super, um mir zu verdeutlichen, was ich der Umwelt und auch meinem Körper so alles erspart habe! Sehr schöne Sache…

  17. Leckermäulchen

    Ich finde durchaus, dass auch vegetarische Gerichte gut schmecken. Aber dieser Hype der darum gemacht wird, ist gelinde gesagt nervig. Ich habe noch keine vegetarischen Essen genossen, die meine Lieblingsspeisen von ihrem Thron stoßen könnten. Nichtmal annähernd. Und ich habe schon viel vegetarisches gegessen, denn meine Frau ist Vegetarierin. Ein Beispiel: Mettbrötchen! Einen vegetarischen Brotaufstrich der Mettbrötchen das Wasser reichen könnte, gibt es einfach nicht. Oder eine kross gegrillte Ente. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen, wenn ich nur daran denke. Sowas hat noch kein vegetarisches Essen geschafft. Ein Schnitzel mit Pommes. Göttlich! Hört mir auf mit diesen vegetarischen Tofuschnitzeln. Die schmecken sch…lecht! Ich mag vegetarisches Essen, weil ich ohnehin so gut wie alles mag. Aber kulinarisch bewegt sich vegetarisches Essen ausschließlich im Durchschnittsdrittel.

    1. Sabrina

      Nichts schmeckt so gut wie Fleisch, finden Sie. Aber denken Sie auch daran, dass für Ihren Genuss, der vielleicht pro Mahlzeit 10 bis 15 Minuten andauert, ein Tier sein gesamtes kurzes Leben lang leiden musste? Ohne Sonnenlicht, ohne ein einziges Mal eine Wiese betreten und frisches Gras gefressen zu haben, auf engsten Raum zusammengepfercht mit seinen Leidensgenossen, ganz zu schweigen davon, was dem Tier im Schlachthof erwartet. Für Ihr „göttliches“ Schnitzel musste ein Kalb die Hölle durchleben. Aber Hauptsache Ihnen schmeckt es.

  18. Peter

    Was ich aber bis heute nicht verstehe: Wenn Wurst oder Fleisch angeblich so ablehnenswert sind, wieso gibt es dann vegetarisches Steak, vegetarische Wurst, Patties in der gleichen Form, Farbe und Anmutung? Das ist doch nicht richtig konsequent, oder? Was mich allerdings auch nervt, ist die Verteufelung durch militante Vegetarier. Und Veganer sind häufig noch ideologischer. Soll jeder das Essen, was er will – ohne anderen vorzuschreiben, was man zu Essen hat, oder nicht hat.

  19. Mr. BBQ

    Ganz ehrlich: In den letzten Jahren gab es einen totalen Hype darum, wer denn den schönsten Grill hat. Und was wird darauf gegrillt? Nicht Gemüse, sondern dicke Steaks, Würstchen en Masse etc. Gemüse, Salat und Tofu sind und bleiben doch Beilagen. Jedem das seine, aber ich werde auf Fleisch nicht verzichten.

  20. Retin

    Meiner Meinung nach ist es nicht gerecht, Fleisch mit vegetarischen und/oder veganen Lebensmitteln zu vergleichen. Vor allem dieser ganze „gepimpte“ Tofu, vegetarische Aufstriche und vegetarische Wurst – das beruht doch alles auf chemischen Zusätzen, Farbstoffen und und unnatürlichen Aromen. Fleisch auf vegetarisch nachahmen und nachzubauen ist doch der absolute Blödsinn.

    Ich verstehe diesen ganzen Hype um vegetarisch und Tofu nicht. Ich esse ganz gerne mal ohne Fleisch. Gemüse, Obst, Salat – aber warum muss ich das jetzt hochkünsteln und es „vegetarisch“ nennen? Ich esse jeden Morgen „vegetarisch“ (Brötchen mit Nutella). Eine Gemüsesuppe zum Mittag, Kartoffelgratin, Nudelauflauf, Tomate + Mozzarella. Ist das jetzt normal? Oder schon vegetarisch?

    Was ich hingegen nicht normal finde ist das, was die Veganer sich reinschaufeln an Ersatzprodukten. Dermaßen verfremdete Lebensmittel vollgepackt mit Zusatzstoffen und Geschmacksverstärkern.

    1. Jason

      Das lustige ist ja, dass Karnivoren allen Veganern immer vorwerfen, diese konsumieren und ernähren sich ausschließlich von den chemisch zusammengewürfelten Fleischersatzprodukten (Stichwort Schwarzweißdenken). Erstens, das ist genauso ein Totschlagargument wie „alle Karnivoren sind unethische Tierkiller“, da es ja auch „bewusste“ Karnivoren gibt, die sich Fleisch in Bio-Qualität leisten, um mit sich in reinerem Gewissen zu sein. Diese Ersatzprodukte wurden doch hauptsächlich dafür entwickelt, neuen Vegetariern/Veganern den Übergang zu erleichtern, damit sie weiterhin in den Genuss ihres geliebten Fleischgeschmacks kommen. Es bedarf einem langjährigen, kulturellen Umdenken, damit Menschen auch die bombastische Vielfalt von leckerem Gemüse, Reis, Kartoffeln, Pasta, etc. als Hauptgericht wahrnehmen und nicht nur als Beilage.
      Zweitens, was mich „tierisch“ aufregt, ist, dass sich anscheinend keiner mit Ernährung mal richtig auseinanderzusetzen scheint. Was hier auf der Seite an Informationen nur behandelt wird ist die ökologische Seite zu dem Problem und nicht die gesundheitliche (oder unbedingt ethische). (Könnte man in einem kurzen Paragraphen vielleicht noch erwähnen, wenn man schon so ein heikles Thema behandelt?) Fleischkonsum kann man – und sollte man – immer von diesen drei Seiten betrachten und keine monotone Argumentation führen, denn so bekommt man ein ganzheitliches Bild, polarisiert weniger und es werden mehr Leute angesprochen, denn es scheint sehr schwierig zu sein, alle Menschen zu Tierethikern oder Umweltschützern umzupolen. Gesundheit betrifft schließlich jeden und nicht unbedingt nur die Generationen nach uns. Traurigerweise bekommt man über die Gesundheitsschiene doch am meisten Leute dazu, sich pflanzenbasiert zu ernähren (natürlich nur die, die über ihren Tellerrand hinausschauen können oder so verzweifelt/körperkrank sind, weil es ihre letzte Chance ist).

      Und noch was: Veganismus ist schon lange keine urbane Hipster Angelegenheit mehr. Paradoxerweise sollte man die wachsende plant-based diet community in den USA als Referenz mal ranziehen, dort sehen immer mehr Leute ein, dass es einfach die gesündeste Ernährungsweise ist. Aber solange die Gesundheitsprobleme in Deutschland noch im Rahmen bleiben und nicht so exorbitant hoch sind, wie in den USA, kann der deutsche Ottonormalverbraucher ja noch beruhigt sein lebensnotwendiges Fleisch weiterkonsumieren…

      Btw, die Kommentarfunktion hier ist irgendwie unübersichtlich und könnte verbessert werden. Trotzdem sehr gut, dass es so einen Rechner gibt!

  21. Sebastian

    Wann hört endlich die Lüge auf, dass vegetarische Kost ressourcenschonend sei? In vielen Ländern bedarf die Herstellung hochwertiger Agrarprodukte Bewässerungssysteme, die zu Desertifikation führen. Mal abgesehen davon gibt es nicht ausreichend ertragreiche Böden. Dieser Vegetarierwahnsinn wird doch hauptsächlich von urbanen Hipstern angeführt.

    1. Jenny

      Und wo kommt das Futter für die Tiere her? Das muss genauso bewässert werden, deswegen die Kette verkürzen und auch mal auf Fleisch verzichten. Jenn

  22. Johanna ;-)

    Auffällig bei vielen „neuen Veganern“: Erst einmal wird man vegan. Und dann guckt man, was das überhaupt ist. Aber vegan ist doch schon längst Gemüse von gestern. Heute isst „man“ pegan – eine Mischung aus Paleo und Vegan. Da spielt auch überhaupt keine Rolle, ob sich einzelne Ernährungrichtlinien der jeweiligen Form widersprechen. Es wird ganz flexibel das beherzigt, was in den Kram passt. Von mir aus. Glaubwürdigkeit und Überzeugung büßen da schon ein.

  23. anonym

    Eine vegane Ernährung ist deutlich umweltfreundlicher als die übliche, Fleisch- und Milch/Käsebetonte Durchschnittskost. Wie man oben deutlich sehen kann, verbraucht sie weniger Energie, Rohstoffe und Wasser. Und erzeugt deutlich weniger schädliche Klimagase. Aus ethischer Sicht ist die vegane Ernährung die konsequenteste Art, verantwortlich mit unserer Umwelt umzugehen und so wenig Lebewesen wie möglich durch unsere Lebensmittelauswahl zu schaden.

  24. Vegetarier

    Ich bin jetzt seit 15 Jahren Vegetarier. Damals war das schwer, kaum ein Supermarkt oder Restaurant war darauf eingestellt – vor allem nicht in eher ländlichen Gegenden. Heute ist das anders. Ich freue mich über die neue Vielfalt an Tofu und Veggie-Wurst. Warum Essen Vegetarier überhaupt Würste? Nicht, weil sie Fleisch vermissen, sondern weil sie mit dem “Konzept” Brot + Wurst groß geworden sind. Und weil wir auch gerne mal was anderes als Gemüse auf den Grill legen. Nur weil man Vegetarier ist, heißt das ja nicht, dass man den rauchigen Geschmack eines Grills nicht mag ;-)

  25. Aha....

    Und, was essen Vegetarier so? Rote Linsensuppe und Chili-con-Soja. Was zeigt das? Veganer sind auch kein Stück schlauer oder gehen also besser mit der Natur um! Selbst die einfachsten Dinge werden nicht gekocht, sondern man greift schön zur eingeschweißten Ware oder TK-Kost.

    Was aber richtig sein dürfte ist doch folgendes: vegan leben als urbane Bewegung, als Wunschtraum der vom naturnahen Leben völlig entfremdeten Großstadtkinder, die sich insbesondere nicht mehr der bösen, fleischbasierten Versorgungsindustrie ausgeliefert fühlen wollen und sich daher einer anderen Sparte der Versorgungsindustrie anvertrauen. Und natürlich kauft sich jeder Veganer das obligatorische Iphone oder Macbook. Bestellt wird eine Sojalatte.

    Mal sehen wie sich das da erwacht, weil die Entfremdung von den Grundlagen des Lebens geht ja nicht weg davon dass man Plastik trägt statt Leder oder Soja isst statt Fleisch.
    Entfremdet bleibt der moderne Großstadtmensch auch wenn er die Mystik des „Veganen“ und der höheren Ethik über sein Leben gießt.

  26. Malte

    Was mich stört, was mich wirklich richtig stört, ist dass häufig nur schwarz-weiss gedacht und argumentiert wird. Wenn man sich die Schaubilder und natürlich das Ergebnis oben mal anschaut, sollte jedem klar werden, dass wir umdenken müssen. Da geht es jetzt gar nicht um ein CO2-Gramm oder ob es nun 3, 5 oder 8 Antibiotika-Behandlungen sind. Jedem ist klar, dass die schiere Masse an Fleisch ein Problem ist. Ob man nun seinen Fleischkonsum reduziert (kleines Schnitzel statt großem Schnitzel, 3 x die Woche statt täglich) oder gleich auf Ersatzprodukte wie Tofu umschwenkt ist doch letztendlich egal.Vielen Dank ans Team hier und ein Extradank für die schöne Diskussion!

  27. Mira

    Ob Vegetarier oder Karnivor: Tofu und andere vegane Produkte tragen auch in einem „normalen“ Haushalt zur Ernährungsvielfalt bei.

  28. Simon

    Hey ihr Veganer, ihr esst meinem Essen das Essen weg! ;)

    Ganz ehrlich Leute, hier wird viel Lärm um nichts gemacht. Ob Leute jetzt Ihre Kinder in katholische Schulen schicken wollen, sich nur noch vegan ernähren wollen, Apple zur Religion erheben oder ihr Horoskop beim Schuhkauf beachten – Aberglaube tut selten gut!!

  29. Radiwitzki

    Natürlich gehen für die semi-industrielle Fleischerzeugung große Mengen an Energie und Futtermitteln drauf. Und ja, das meiste wird sicherlich auch noch importiert (Abholzung des Regenwaldes, Druck auf die lokalen Märte im Erzeugerland). Anderseits gibt es in vielen Teilen der Welt auch Gebiete, die sich für den klassischen Acker- oder Gemüsebau nicht eignen, vor allem semi-aride Gebiete. Diese können aber oft noch von Wiederkäuern wie Kühen oder Schafen genutzt werden und tragen damit maßgeblich zur Ernährungssicherung bei. In Europa gibt es diese Flächen auch in den Alpen oder in den Mooren der Norddeutschen Tiefebene. Hier hat die Tierhaltung eine wichtige Bedeutung für die Gewinnung von Lebensmitteln und sind oft auch stark im kulturellen Essverhalten verwurzelt. In einer Gesellschaft in der Lebensmittel zu jeder Zeit zu haben ist, fehlt dieser ursprüngliche Bezug. Mein Plädoyer: Zurück zur traditionellen Tierhaltung, weg von der industriellen Massentierhaltung.

  30. unerheblich

    Zunächst einmal möchte ich mich hier dafür bedanken, dass dem Thema fleischlose Ernährung ein derart ausführlicher Artikel gewidmet wird. Auch die Infografiken sind toll – schön peppig und nicht so langweilig wie es sich häufig in wissenschaftlichen Quellen findet.

    Man muss fairerweise sagen, dass selbst die ewig-gestrigen Discounter in den letzten Jahren ihr Angebot an vegetarischen und veganen Produkten stark erweitert haben. Wir als Verbraucher habe es insofern selbst in der Hand. Jedes vegetarische Lebensmittel dass über die Kassenscanner gezogen wird, ist ein Votum FÜR vegetarische Ernährung und GEGEN industrielle Massentierhaltung. Wir können selbst einen Trend setzen, die Wende einleiten. Just try it!

  31. Peace, baby

    Mich befremdet es sehr, wie hier in der Diskussion mit dem Begriff „vegane Produkte“ umgegangen wird. Jeder Supermarkt führt Unmengen an “veganen Produkten”: Salat, Obst, Gemüse, Gewürze, Öle, Säfte, Brot, Nudeln usw. usf.

    Klar, bei einigen Zutaten, die auch tierischer Herkunft sein KÖNNTEN, muss ein strikter Veganer vorher eine Produktanfrage beim Hersteller machen oder sich im Internet informieren, aber im Grunde gibt es alle Produkte für eine ausgewogene und vollständige Ernährung in jedem Supermarkt.

  32. mezzo

    Danke. Nun weiß ich Bescheid. Gottseidank – ihr habt mir bescheinigt, dass ich tatsächlich nicht genügend Tofu esse. Ein Grund mehr, in Zukunft – überhaupt keinen Tofu mehr zu essen.

  33. KaumFleischEsser

    Interessante Rechnungen. Was passiert eigentlich mit den Tieren, die nicht mehr gegessen werden? Angenommen, 100% Fleischkonsum fallen weg … was passiert mit den Tieren? Wird Soja dann für Mensch UND Tier weiterhin angebaut? Und wo? Die Rechnung „Umwelteffizienz“ im Vergleich zu Fleisch geht so also schon mal nicht auf, weil die Konsequenzen nicht mitberechnet werden. Desweiteren … wird diese Doppelernährung von beiden dann weiter gehen? Oder werden die Tiere sterilisiert? Immerhin haben Tiere die Angewohnheit, sich innerhalb eines Gleichgewichts (Räuber/Beutetier/Umwelt) zu vermehren. Oder, sterben sie einfach aus? Wer füttert sie weiter, oder wird die letzte Riege noch geschlachtet? Wird es domestizierte Tierarten dann nur noch im Zoo geben? Oder wird ein Teil künstlich als „Stehvieh“ weiter ernährt und beweidet? Und wo soll das dann passieren? Wenn niemand daran verdient, kostet es. Was das bedeutet, dürfte jedem klar sein. Die Kosten und Emissionen der übrien Tiere müssten dann ebenfalls als direkte Konsequenz auf die Soja-Produktion gerechnet werden. Je nachdem, wie sie gehandhabt wird, und wie viele Tiere es weiterhin geben darf.

    Es ist unumstritten, dass sich einige Dinge ändern müssen. Aber diese (unvoll)ständigen Rechnungen unterscheiden sich teilweise nicht von der Blenderei anderer Nahrungsmittelbranchen. Fakt ist jedenfalls, dass nicht benötigte Tiere nicht mehr nachgezüchtet werden, und bereits gezüchtete Tiere dennoch geschlachtet werden. Nur etwas später. Diese utopische Vorstellung, man könne durch den Verzicht auf Fleisch Tiere retten, ist stellenweise nicht mehr zu ertragen. Weil es einfach nicht stimmt und nicht stimmen kann. Man kann die Zahlen der Tötungen mit der Zeit reduzieren, sogar auf Null bringen. Natürlich. Allerdings nur, weil keine Tiere mehr nachgezüchtet werden. Gerettet wird kein Tier. Weiter leben wird kein Tier. Höchstens weniger geboren, weil weniger gebraucht werden. Oder werden die Rinder/Schweine/Hühner neuerdings im Wald gefangen?

    1. lina

      @KaumFleischEsser

      Deine Argumentation ist so lustig, und ja! selbstverständlich musst Du unbedingt weiter Fleisch essen, damit die Millionen Tiere in der Massentierhaltung sich nicht unkontrolliert einfach weitervermehren und vielleicht irgendwann die Weltherrschaft übernehmen. Sobald sie dann die Weltherrschaft haben, werden sie die Menschen dazu knechten, weiter lecker Soja für sie anzubauen. Von irgendwas müssen die armen, weltbeherrschenden Tiere ja leben! Als domestizierte Tiere werden sie in unsere klimatisierten und beheizten Häuser einziehen und den Menschen ihre bisherigen Ställe zur Verfügung stellen. Inwieweit die Kühe und Schweine für die Kosten dieser Unterbringung der Menschen aufkommen können, kann ich mir bei weitem nicht vorstellen. Da sie bislang nur faul in Ställen ohne Tageslicht rumstanden und den ganzen Tag vor sich hin dösten, ist der Zusammenbruch der gesamten Weltwirtschaft nur eine Frage der Zeit. Die Menschen verhungern in den ehemaligen Kuhställen, dann verhungern die faulen Kühe in unseren Villen. Das Ende der Welt ist nah!

      Ja, wir müssen die bösen Kreaturen vertilgen, sonst werden wir untergehen!!!

      :D

    2. JO

      selten so einen sinnlosen Kommentar gelesen!
      Natürlich kann man Tiere „retten“, nämlich all die, die nicht geboren werden müssen, um ein Leben in Massentierhaltung zu verbringen… und selbst wenn sich der Fleischkonsum auf ein vertretbares Maß reduzieren würde, hätte das weiterhin genutzte Vieh wahrscheinlich ein erträglicheres Leben durch mehr Fläche pro Kopf etc. Und dann könnte auch weniger Soja angebaut werden.

      An welches Gleichgewicht denkst du denn bei Massentierhaltung? Da ist nix (oder nur im Ausnahmefall) mit natürlicher Vermehrung.
      Fraglich bleibt auch, ob die Rassen, die momentan in der Massentierhaltung eingesetzt werden, weitergeführt werden müssen. Ich rede nicht von alten Landrassen oder natürlich vorkommenden Arten, sondern von hochgezüchteten Tieren, deren Leben aufgrund anatomischer Anomalien kaum lebenswert zu sein scheint..
      google-Tipp: weißblaue Belgier

  34. Ruben

    Hallo,

    ein sehr schöner Artikel, jedoch habe ich ein Verständnisproblem zum immensen Wasserverbrauch, worüber ich auch nach dem Dokumentarfilm „Cowspiracy“ (sehr empfehlenswert) nachgedacht habe.
    Bleibt das Wasser nicht im Wasserkreislauf der Erde erhalten. Kann man Wasser überhaupt verbrauchen?

    Liebe Grüße
    Ruben

    1. mara

      Ja klar. Die rechnen einfach das virtuelle Wasser mit (Regenwasser, das sowieso fällt). Und Cowspiracy kannste knicken. Dem Film geht es nur darum, den veganen Lebensstil zu propagieren. Um sonst nichts. Und zu allerletzt um sachliche Information.

  35. Melanie

    Was passiert wenn all die Tiere nicht mehr gegessen werden? Sterben Sie aus? Mit großer Warscheinlichkeit. Es soll aber nicht vergessen werden, dass all diese armen Geschöpfe „Konstrukte“ von kranken, pervertierten Menschen sind, die sich nur für Profit interessieren.
    Sauen haben mittlerweile einen verlängerten Rumpf, damit Platz ist für mehr Zitzen um die unnatürlich hohe Zahl der Ferkel säugen zu können. Dies würde bei einem länger lebenden Tier zu erheblichen Wirbelsäulenschäden führen – fällt nicht weiter auf, denn in den Kastenständen sind sie ja ringsrum abgestützt…
    Kühe haben Euter, die z.T. fast auf der Erde schleifen – nicht um ihre Kinder (die Kälber) zu füttern sondern für Milch, Butter, Sahne, Molke, Buttermilch und all das Zeug ohne das ein Allesesser glaubt, nicht leben zu können.

    Ich werden jetzt hier nicht alle weiteren Spezies aufzählen, die derart danaturiert wurden, dass sie eigentlich kaum schadfrei lebensfähig sind.

    Eines haben all diese Tiere auf alle Fälle gemeinsam – das Bedürfnis nach Unversehrtheit. Jede Mutter, ungeachtet dessen welchen Namen wir Menschen uns für ihre Spezies ausgedacht haben, möchte ihre Kinder liebevoll umsorgen und um sich haben, so wie jedes Baby die Fürsorge -und Milch- seiner Mutter benötigt um glücklich und gesund zu sein.

    Schwerverbrecher (Mörder, Kinderschänder usw.) haben mehr Rechte und Privilegien als jedes arme Geschöpf das in der Tierhaltung eingesperrt, angekettet, verstümmelt, geschändet, misshandelt und schlussendlich grausam ermordet wird. Dies alles wird den Tieren angetan weil viele Menschen nicht auf das bisschen „Genuss“ verzichten wollen. Sie möchten einfach ihr Schnitzel essen und damit hat es sich – genug der Argumentation. Dann kommt oft noch „Leben und Leben lassen“ – das sehe ich genau so – leben lassen.

    Falls jetzt noch jemand sagt „auch Pflanzen wollen leben“ …Das ist völlig richtig, doch ich als Veganer vernichte weniger Pflanzen da ich sie direkt verzehre und nicht ein mehrfaches der von mir benötigten Menge erst mal durch ein hochgezüchtetes Tier verzehren lasse um anschließend sein Leben und sein Fleisch zu stehlen.

    Schlussendlich noch eines kein nichtmenschliches Tier sollte irgendwo auf dieser Welt von einem menschlichen Tier irgendwie genutzt werden – zu keinem Zweck. Sie leben MIT uns auf diesem Planeten – nicht für uns.

    1. Lessi

      Hallo lieber Veganer Melanie,

      wenn ich mit meinem Hund tobe ist der ganz wild und erscheint sich wohl zu fühlen, und ich hab auch meinen Spaß. Ich meine, das hat für beide einen Nutzen! Ähnliches habe ich als Kind bei meinen Eltern und ihrer Kleintierhaltung (riesen Grundstück) erlebt. Bis zur Schlachtung erschienen die Tiere sich wohl zu fühlen.
      Meine Eltern waren keine kranken, pervertierten, profitgierige Menschen. War das Töten Mord? Mord ist ein juristischer Begriff, von Menschen für Mensch gemacht! Ist jegliche Tötung von Lebewesen verwerflich? Wenn ja, kann/darf die Größe und die Anzahl der Lebewesen keine Rolle spielen. Zum menschlich Tier, wie zum nichtmenschlichen Tier gehört notwendig zu seiner Natur, die Tötung von Lebewesen dazu.

      Welche Bedürfnisse haben Tiere? Meine kenn ich teilweise, deine sind bestimmt ganz
      andere. Woher kennst du die Bedürfnisse der Tiere? Setzen Bedürfnisse nicht Denken voraus?

      Liebe Grüße Lothar

      1. F. Richter

        Sogenannte Grundbedürfnisse gibt es bei Mensch und Tier. Zuallererst Luft zum atmen, gefolgt von Wasser und Futter, weiterhin genügend Schutz gegen Wetter (Kälte). Weitere Grundbedürfnisse sind der eigenen Lebensform angepasste Bewegungsmöglichkeiten, ebenso die Möglichkeit zu sozialer Interaktion vor allem auch in Bezug zum eigenen Nachwuchs. Und nicht nur für Menschen – Beschäftigungsmöglichkeiten.
        Und was ich mir immer noch nicht vorstellen kann, dass es für ein Tier angenehm ist, über sich die Neonbeleuchtung unter sich (getrennt durch Gitter) die eigene Scheiße und deren Geruch und nachts in einer Art Massenschlafraum, wo es garantiert nie wirklich ruhig ist.
        Lieber Lothar, die Tiere bei deinen Eltern waren vermutlich auch zufrieden, wenn du sie so erlebt hast. Aber das war ja sicher auch keine Massentierhaltung.
        Das Töten selbst ist nicht das Problem, wenn es schnell und richtig gemacht wird.

      2. Thula

        lieber Lothar,
        Denken? eher nicht, oder?
        Bedürfnisse nach genügend Nahrung, Wärme, Bewegung, Schlaf, SozialKontakt, Freiheit …
        kannst Du ein Bedürfnis nennen, das Denken voraussetzt?
        liebe Grüße

  36. Antonietta

    Die Tierhaltung, und damit der Konsum tierischer Produkte, ist einer der Hauptverursacher für die größten Probleme unserer Zeit: vom Klimawandel über die Rodung der Wälder, bis hin zur Ressourcenverschwendung und Trinkwasserproblematik. Wenn Ihnen etwas an unserem Planeten liegt, leben Sie vegan.

  37. Anne Reis

    Sehr gut gemacht. Allerdings fehlt mir hier noch die Unterscheidung vegetarisch zu vegan. In der Milch/Eierindustrie sterben täglich unzählbare Tiere (Stichwort männliche Küken). Da kommt schon noch eine ganze Menge mehr zusammen. Vielleicht gibt es dazu ja auch bald einen Rechner? :-)

  38. Jamjam

    ;D bin definitiv weit über den Schnitt. Als eingefleischter Kuh, Schwein, Känguru, Esel, Pferd, Strauß, Hirsch, Reh, Huhn, Vogel Esser… Da kommen doch schon viele KG und Tiere Zusammen.

  39. Dirk.K.

    Warum differenziert Ihr nicht zwischen Vegetarier*innen und Veganer*innen? Da geht doch noch mehr. Kälber und Milchkühe werden wg. der Milch getötet. Hühner für ihre Legequoten.

  40. calla

    Nette Idee aber ich stand bei 25 Jahren an dabei bin ich schon seit 34 Jahren Vegetarier davon 20 Jahre vegan. Nicht dass ich mir das nicht selbst ausrechnen könnte…

  41. Rachel

    Vegetarier oder Veganer ist doch was ganz anderes, das irritiert mich sehr, mit Vegetariern in einen Topf geworfen zu werden, ich habe doch WESENTLICH mehr Tieren das Leben erhalten. Eine Differenzierung fände ich erforderlich – oder einfach nur von Vegetariern zu sprechen.

  42. Esther

    Ich bin schon über 35 Jahren Veggie, das kann ich nicht anwählen….
    & Fische sollten vielleicht auch eine Rolle spielen, denn das überfischen der Meere stellt ja auch ein großes Problem dar…
    Wenn ich mir ansehe, wo überall Fleisch drin bzw. Tierprodukte mit verarbeitet sind, finde ich eure Rechnung viel zu tief angesetzt.
    Wenn ich mittags in die Kantine gehe: Suppe mit Fleischeinlage, das Menü mit Schnitzel, Kotelett oder ähnlichem, dir Pizza mit Salami, der Eintopf mit Speck usw. usw. usw.
    Überall ist Fleisch drin – es ist unfassbar!

  43. Annette Neumann

    Wir essen ziemlich wenig Fleisch, es gibt ja auch noch Fisch (direkt vom Kutter) und leckeres Gemüse und Getreide. Es fehlt aber die Kategorie Wild (bekommen wir direkt aus unseren heimischen Wäldern von den Jägern) und Schaf/Ziege. Das wenige Fleisch ist bei uns Bio und überwiegend unmittelbar aus der Umgebung. Unser beliefernder Bauer hat Hühner die wiegen locker mal 2 Kilo. Davon essen wir zu zweit ungefähr 12 Mahlzeiten. Angefangen mit der (Gemüse)-Suppe aus dem Torso. Also wenig Fleisch von gesunden artgerecht gehaltenen Tieren geht bei uns sehr gut. Das ist für in der Stadt lebend Menschen ungleich schwieriger, aber nicht unmöglich. Denn jede Stadt hat ein Umland.

  44. Pamina

    Und was lernt mich das? Da habt ihr es euch ein bisschen zu einfach gemacht. Es gibt nämlich auch noch Lamm, Ziege, Wild und Fisch. Und die Bemessung von Wurst und oder Schinken um auf eine Gesamtmenge zu kommen ist extrem schwierig. Nee – also solche pauschalierten Ergebnisse nützen echt niemand was. Im übrigen finde ich Soja auch nicht besser – wenn man bedenkt, dass dafür Regenwald abgeholzt wird und GVOs zum Einsatz kommen. Dann schon lieber ein schönes Steak!

    1. JO

      Also mit diesem Kommentar hast du dir ein schönes Eigentor geschossen!
      Rate mal wofür die Regenwälder abgeholzt werden und gentechnisch verändertes Soja angebaut wird? Um deinem Steakgeber Nahrung zu liefern! Nahezu 98 % des geernten Sojas werden als Schrot in der Rinder-, Geflügel- und Schweinemast eingesetzt.
      Ich vermute, dass du dann als Fleischesser indirekt wesentlich mehr GVOs zu dir nimmst, als jemand, der gelegentlich Sojaprodukte isst.
      Zumal Tofu von heimischen Produzenten zum einen aus Soja hergestellt wird, das in Deutschland oder Österreich anbaut wird (und somit kein GVO ist!) und Bioqualität hat.
      Daher: guten Appetit!

  45. JO

    Mich enttäscht etwas die Bildunterschrift zum Sojabild (sowie der Kommentar von Pamina):

    Der Anteil des weltweit angebauten Sojas, der für die menschliche Ernährung (Sojasoße, Tofu) genutzt wird, liegt bei nicht einmal 2 %. Der Großteil (je nach Quelle 90 % bis 98 %) werden für die Tiermast eingesetzt und ein kleiner Teil für die Industrie bzw. als Treibstoff.

    Großfläche Rodungen und deren Folgen den Menschen, die zu Tofu greifen und auf Fleisch verzichten in die Schuhe zu schieben, wäre also denkbar schwachsinnig.

  46. Christine

    Hallo!
    Vielen Dank für dieses nette Tool!
    Der Titel: „Fleisch-Rechner für Fleischesser, Vegetarier und Veganer“ lässt hoffen, dass auf die unterschiedlichen Ernährungshinweise eingegangen wird.

    Ich bin Vegetarier und für meine Milch sterben Kälber und für meine Eier Küken und Hühner.

    Ich finde das wird im der öffentlichen Diskussion viel zu selten thematisiert. Vielleicht erweitert Ihr euer Tool ja noch. Müsste doch rauszufinden sein, wie hoch der Konsum von Milch und Eiern ist…Ich würde euch jedenfalls dabei unterstützen ;)!

    Viel Erfolg und beste Grüße
    Christine

  47. Hardy

    Der Rechner taugt nicht viel.

    1) Wird gar nicht berücksichtig, aus welcher Haltungsformd die Tiere kommen.
    Es macht eine sehr großen Unterschied, ob z.B. Rinder aus Weidehaltung kommen und grasen, oder in Ställen stehen und mit etxra dafür angebautem Getreide gefüttert werden , wofür wiederum Monokulturen angelegt werden etc..
    Zugleich werden inbes. bei konventionellem Getreideanbau wiederum viele Tiere getötet (durch Gifte, Mähdrescher tec.)
    D.H. eine Ernährung von Bio- oder Wilddtieren, sich sich von der Natur ernähren, ist tierfreundlicher als ein Vegane Ernährung von konventionellem Landbau und somit die beste Art sich zu ernähren.
    Während Fleischkonsum aus konventioneller Züchtung die schlechteste (ökologisch und in Sachen Tierwohl) Art ist, sich zu ernähren.

    2) Ist es irreführend zu behaupten, es würden dann mehr Tiere am Leben bleiben, wenn man weniger Fleisch ist. Die Tiere aus der Mast werden so oder so getötet. Der Effekt wäre wenn dann, dass weniger Tier gezüchtet werden, es wird also durch Fleischverzicht nicht das Leben der Zuchttiere verlängert, sondern es würden daduch weniger Zuchttiere in die Welt gesetzt.
    Dementsprechend kann es gar nicht darum gehen, Leben zu retten, sondern nru darum, die Lebensbedingungen der Tiere, die in die Welt gesetzt werden, zu verbessern (was freilich nur umsetzbar ist, wenn die Leute bewußter und mäßiger Fleich konsumieren).

  48. ilona

    Tolles Tool. Schade dass es keine extra Berechnung für Veganer gibt. Vielen Vegetariern ist nämlich gar nicht bewusst, dass wegen ihnen auch Tiere sterben…

  49. Michael

    Liebes Team,
    Ich freue mich über diese Rechner und euren Einsatz sehr. Denn ich bin stark dafür das die Menschheit auf einen Großteil ihres Fleischkonsums und daraus folgende Massentierhaltung verzichtet.
    Allerdings ist es zu einfach gedacht das jeder sich ja nir rein vegetarisch ernähren kann und daraus keine neuen Probleme für die Umwelt entstehen. Eine kürzliche Studie hat gezeigt, das unsere Art der Landwirtschaft mit ihren Monokulturen und Dem Einsatz von Pestiziden in den letzten 26 Jahren zum Aussterben von 75% der Insektenmasse in unserem Land geführt hat. Je mehr Menschen sich also rein vegetarisch ernähren, desto mehr Monokulturen wird es geben. Da eine riesen Masse an pflanzlichen Lebensmitteln erzeugt werden muss. Wo bitte wird das Tiersterben durch Massenherstellung pflanzlicher Lebensmittel berücksichtigt? Ein Vegetarier hat moralische Bedenken? Jeder Mensch der Produkte konsumiert die nicht aus rein biologischen Anbau in überschaubarer Größe kommen ist verantwortlich für das zu Grunde gehen der Umwelt. Da darf man leider keine Grenze zwischen Vegetarier, Veganer oder Fleischkonsument ziehen. Sobald ich einen Supermarkt oder Discounter betrete muss ich mir der Tatsache bewußt sein das meine konsumierten Produkte in Massen hergestellt wurden und dementsprechend die Folgen für die Umwelt, ob direkt oder indirekt enorm sind. Ich würde es begrüßen wenn ihr in der Lage seid auch die Schäden die Massenlandwirtschaft mit dem Einsatz von Pestiziden, Fungiziden und Insektiziden, als auch der Transport quer durch die Welt, zu berechnen und zu visualisieren. Das würde wohl ein realeres Bild der Gesamtsituation ‚Ernährung und die Umweltfolgen‘ erzeugen. Trotzdem vielen Dank für eure Arbeit und diesen tollen Anreiz!!!

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