Der Fleisch-Rechner: Konsum, Statistik, Auswirkung auf Klima & Umwelt

Kein bewusster Mensch möchte durch seinen Konsum willentlich Klima oder Umwelt schädigen. Doch viele Menschen wissen gar nicht, wie mächtig ihr eigener Konsum ist. Der Fleischrechner zeigt Ihnen, wie viel Fleisch Sie im Laufe der Zeit essen. Welche Ressourcen dafür verbraucht werden. Und inwieweit Klima und Umwelt entlastet werden, wenn Sie Fleisch durch eine vegetarische Alternative ersetzen.

Fleischrechner: So wirkt sich Ihr Konsum auf Klima, Umwelt & Tierhaltung aus

Bringt es wirklich etwas, wenn ich weniger Fleisch esse?

Definitiv! Die wenigsten Menschen wissen, wie mächtig ihr eigener Konsum ist. Hier finden Sie alle wichtigen Hintergrundfakten im Schnell-Check, um sich selbst ein Bild zu machen:

Fleischkonsum: Der Status Quo

Wussten Sie, dass jeder Deutsche pro Jahr über 60 Kilogramm reines Fleisch verbraucht?¹ ² Das bedeutet: Innerhalb von 10 Jahren verzehrt jeder Durchschnittsdeutsche ein halbes Rind, viereinhalb Schweine und 117 Hühner. Seit 1850 hat sich der Fleischkonsum in Deutschland pro Kopf übrigens vervierfacht, seit 1950 ungefähr verdoppelt.³ Und das ist ein Problem. Denn die Fleischerzeugung hat vielfältige Auswirkungen auf Klima und Umwelt.

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1 Bundesverband der Deutschen Fleischindustrie, bvdf.de Daten im PDF, Seite 13 + 16

2 Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft/Bundesinformationszentrum Landwirtschaft, Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2018, bmel.de Daten im PDF auf Seite 183 – 188, hier auch als XLS

3 Deutscher Fleischer Verband, Jahrbuch 2019, fleischerhandwerk.de Daten im PDF auf Seite 87

Hinweise zur Berechnung

CO2-Ausstoß durch Fleischproduktion

Es lässt sich nicht leugnen: Die Produktion von Fleisch wirkt sich indirekt und direkt auf das Weltklima aus:

  1. Verfütterung vs. Verzehr von Getreide: Tiere werden mit Kraftfutter wie Mais, Weizen oder Soja gefüttert. Dabei ist das Umwandlungsverhältnis von Futter zu angesetztem Fleisch schlecht: Ein Schwein muss mit mindestens 2,5 Kilo gefüttert werden, um 1 Kilo zuzulegen. Ein Rind mit sogar noch mehr.¹ Über 40 % der Getreideernte in den EU-Ländern landet so nicht auf dem Teller des Menschen, sondern in den Futtertrögen der Nutztiere.¹ Es wäre deutlich ressourcenschonender, wenn Getreide und Hülsenfrüchte direkt als Nahrung für den Menschen verwendet würden, anstatt den Umweg über das Tier zu gehen.
  2. Rodung von Grünflächen: Wertvolle Grün- oder Waldflächen werden zu Äckern oder Weideland umfunktioniert. Durch die Rodung von Bäumen und Erodieren der Humusschicht entweichen dabei große Mengen gebundenen CO2 in die Atmosphäre.²
  3. Produktion von CO2 durch Tiere selbst: Die Tiere selbst produzieren CO2. Insbesondere Rinder emittieren klimaschädliche Gase wie Methan im Übermaß. So gibt ein einziges Rind pro Tag 200 Liter Methangas in die Atmosphäre ab.³ Laut Umweltbundesamt ist Methan 25-mal so schädlich wie CO2. Lesen Sie das getrost noch einmal: Ein Rind pro Tag und 25-mal so schädlich!⁴

1 Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, Tierernährung, PDF auf Seite 83

2 Bundesregierung.de

3 Forum Moderne Landwirtschaft e.V.

Umweltbundesamt

Hinweise zur Berechnung

Zusammengefasst: Es macht mehr Sinn, Getreide direkt zu konsumieren, als den „Umweg“ über Fleisch zu gehen. Hauptgründe dafür sind das schlechte Umwandlungsverhältnis von Futter zu Fleisch sowie gerodete Grünflächen.

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Hoher Antibiotikaverbrauch in der Tierzucht

Eines der größten Probleme der intensiven Tierzucht ist der hohe Einsatz von Antibiotika.

Da Tiere in Massenhaltung schnell krank werden, müssen sie besonders häufig behandelt werden. Und: Wenn ein Tier krank wird, wird aufgrund der Ansteckungsgefahr gleich die ganze Herde vorbeugend behandelt.

Im Schnitt bekommt jeder Deutsche innerhalb von 10 Jahren 47 Tagesdosen Antibiotika verschrieben.¹ Die von ihm in dieser Zeit verzehrten Tiere aber 219 Tagesdosen.²

Das größte Problem hierbei: Es kommen auch Antibiotika zum Einsatz, die eigentlich für den Menschen entwickelt wurden. Teils werden sogar sogenannte Reserveantibiotika eingesetzt – also Antibiotika, die eigentlich für humanmedizinische Notfälle reserviert sein sollten.³ Bei Öko-Erzeugern wie Demeter hingegen ist die Gabe von Antibiotika stark reglementiert und es dürfen auch keine Reserveantibiotika aus der Humanmedizin verabreicht werden.⁴

Fazit: Durch den (teilweisen) Fleischverzicht lassen sich enorme Mengen an Antibiotika einsparen. Auch der Verzehr von Biofleisch bedeutet weniger Einsatz von Antibiotika.

1 Wissenschaftliches Institut der AOK, GKV-Arzneimittelindex/Arzneiverordnungs-Report 2019, wido.de PDF

2 Bundesregierung, DART 2020 – Antibiotika-Resistenzen bekämpfen zum Wohl von Mensch und Tier, bundesgesundheitsministerium.de, PDF Seite 5 + 26

3 Demeter, Richtlinien, demeter.de, PDF Seite 60

Hinweise zur Berechnung

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Seit einigen Jahren beobachten Fachleute […], dass sich weltweit bakterielle Krankheitserreger ausbreiten, die gegen Antibiotika weniger empfindlich oder völlig resistent sind. Dafür verantwortlich sind der unsachgemäße und übermäßige Gebrauch von Antibiotika sowie Hygienemängel in der Human- und Veterinärmedizin. Versagt eine antibiotische Therapie, kann dies für Patientinnen und Patienten schwerwiegende, auch tödliche Folgen haben. […] Im Bereich der Nutztierhaltung und Lebensmittelproduktion verursacht die Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen ebenfalls Probleme. So erschwert sie die Behandlung von an bakteriellen Infektionen erkrankten Tieren genauso, wie dies beim Menschen der Fall ist. […] Resistente Bakterien können von Tieren auf den Menschen oder auch umgekehrt – vom Menschen auf das Tier – übertragen werden. Eine Übertragung ist nicht nur bei Kontakt mit einem infizierten Tier möglich, sondern auch durch den Kontakt mit dem Fleisch geschlachteter Tiere, das mit resistenten Erregern kontaminiert ist, oder den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln.

Die Bundesregierung, Antibiotika-Resistenzen bekämpfen, PDF Seite 5 + 26

Verursacht Fleischkonsum Tierleid?

Über Fakten lässt sich nicht diskutieren. Über Ethik und Moral schon. Und so gehen die Meinungen weit auseinander, wenn es um ein Thema wie „Tierwohl“ geht. Was bedeutet das genau? Was ist denn artgerechte Haltung – und gibt es die überhaupt? Wie viel Platz braucht ein Tier? Sind Auslauf im Freien und Tageslicht wichtig oder ist es okay, Tiere in fensterlosen Hallen unter Kunstlicht aufzuziehen? Und wie steht es mit Transport und Schlachtung?

Zum Thema Fleischkonsum und Tierleid sollte sich jeder Verbraucher selbst eine Meinung bilden. Dafür sind jedoch Hintergrundinformationen wichtig. Einige finden Sie an dieser Stelle. Wir möchten an dieser Stelle nachdrücklich unsere Informationsneutralität zum Ausdruck bringen: Wenn Sie alternative seriöse Quellen für uns haben, die Massentierhaltung in ein gutes Licht rücken, nennen Sie uns diese gern in den Kommentaren.

Fakt ist: In der konventionellen Massentierhaltung sind die Bedingungen schlechter als in der Ökohaltung. Leider beziehen die meisten Menschen ihr Fleisch nicht vom Biobauern auf dem Land, sondern vom Discounter um die Ecke. Woher das abgepackte Fleisch aus der Kühltheke stammt, wissen mittlerweile selbst die Menschen, die sich kaum bewusst mit ihrer Ernährung auseinandersetzen. Ob man Massentierhaltung noch als gesund und richtig bezeichnen kann, ist bei dem nötigen Antibiotikaeinsatz fraglich.

Wer nicht auf Fleisch verzichten möchte, sollte deshalb zu Fleisch in Bioqualität greifen. Doch auch hier gilt es, bewusst zu konsumieren: Jedes Biosiegel unterliegt unterschiedlichen Mindestanforderungen an Tierhaltung & Co. Experten empfehlen deshalb Produzenten wie Demeter, Bioland oder Naturland. Ein Vergleich von konventioneller Tierhaltung vs. Biohaltung findet sich beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Muss ich Vegetarier werden, um die Welt zu retten?

Kennen Sie das? Einerseits möchten Sie Verantwortung übernehmen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dass Massentierhaltung nicht okay ist, wissen Sie auch. Andererseits können Sie sich ein Leben ohne Schweinebraten und Burger, ohne Leberwurst und Brathähnchen nicht vorstellen. Doch wie wär’s, wenn wir Ihnen sagen: Ganz auf Fleisch oder Leder für Schuhe verzichten müssen Sie nicht, um Ihren ökologischen Fußabdruck deutlich zu verkleinern. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Fleischkonsum abwandeln können, ohne auf Genuss verzichten zu müssen.

5 Tipps, um Fleisch bewusster zu konsumieren

  1. Bewusster konsumieren: Wer sein Fleisch beim Bio-Metzger oder Bio-Bauern des Vertrauens kauft, muss bei den Preisen kräftig schlucken. Das ist gar nicht so schlecht, denn dadurch erhöht sich das Bewusstsein für die Herkunft und Wertigkeit von Fleisch als Nahrungsmittel – es wird mehr wertgeschätzt als blind konsumiert.
  2. Mehr Hühnchen, weniger Schwein und vor allem weniger Rind: Damit sieht die persönliche Ökobilanz nämlich schon deutlich besser aus. Denn Hühner verwerten Futter deutlich effizienter, ihre Aufzucht verbraucht deshalb weniger Ressourcen. Außerdem produzieren Rinder viel CO2.
  3. Regionales Fleisch von grasgefütterten Kühen statt Angus-Steak aus Südamerika: Geschmack hin oder her, wenn Rindfleisch, dann vielleicht nicht gerade aus Südamerika. Denn dafür werden Regenwälder abgeholzt, das Fleisch muss wahnsinnig lange Wege zurücklegen und Kühlung sowie Transport verschlingen große Mengen an Energie. Regional und grasgefüttert ist weniger klimaschädlich.
  4. Maß halten: Ob Schokolade, Rotwein oder Fleisch – die Menge macht’s. Das ist manchmal nicht ganz einfach, aber mit unseren Tipps klappt’s vielleicht:
    • Die Einmal-am-Tag-Regel: Morgens Leberwurstbrötchen, mittags Currywurst, abends Gulasch? So sieht es noch bei vielen Deutschen auf dem Teller aus. Wer morgens auf die Käsestulle umsteigt und mittags in der Kantine das vegetarische Gericht wählt, hat schon richtig viel Fleisch gespart. Ganz Mutige können sogar einen fleischfreien Tag pro Woche einlegen: Pizza Rucola, Linsencurry, Pasta mit geschmorten Datteltomaten und Parmeggiano, herzhafte Kartoffelsuppe – das klingt doch gar nicht so schlimm, oder?
    • M statt XXL: Ein Riesenschnitzel zum Kartoffelsalat? Vielleicht reicht auch ein kleines Schnitzel und dafür wird einfach die Portion Kartoffelsalat größer? Auch gut: Schnitzel ganz dünn klopfen. So wird es ohnehin leckerer und man braucht deutlich weniger Fleisch.
    • Schlauer sein als die Vorkonfektionsfalle: Sie möchten heute Abend Würstchen essen und hüpfen schnell noch mal in den Discounter? Ihre Familie besteht aus drei Personen, in der Würstchenpackung sind aber fünf Würstchen. Ganz gleich, ob jeder nur eine Wurst essen möchte oder jeder zwei: Diese Rechnung geht nicht auf. Fertig konfektionierte Ware hat immer den Nachteil, dass Sie eigentlich mehr kaufen, als Sie brauchen. Unsere Tipps: In Bio-Packungen sind meist kleinere Mengen. Noch individueller werden die Portionen an der Frischetheke.
    • Sie finden einfach, nichts schmeckt so gut wie Fleisch? Unser Tipp: Rezepte ausprobieren! Kräftig gewürzte Mahlzeiten wie Thai-Curry, Chili sin Carne, Spaghetti Bolognese mit Soja statt Fleisch sind oft überraschend befriedigend – und das ganz ohne Fleisch.
  5. Einfach mal den Druck rausnehmen: Wer sich vornimmt, gar kein Fleisch mehr zu essen, obwohl er ein echter Fleischliebhaber ist, wird über kurz oder lang frustriert einknicken. Also weshalb nicht einfach das Ganze entspannt angehen? Einmal in der Woche kein Fleisch essen, irgendwann vielleicht zwei Mal. Oder nur noch Hühnchen statt Rind. Jede Reduzierung hilft dem Klima schon – und ist langfristig sinnvoller, als kurzfristig komplett zu verzichten, um danach womöglich noch mehr zu konsumieren.
Ausgewogene Ernährung
Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung: Fleisch und Fisch in Maßen, viel Gemüse und Obst. Frauen ernähren sich übrigens tendenziell ausgewogener als Männer.

Ist es nicht genauso schlimm, Fleisch durch Soja zu ersetzen?

Wer sich der Konsequenzen seines Fleischkonsums bewusst ist und seine Ernährung umstellen möchte, steht gleich vor der nächsten Frage: Aber wie?

In unserem Fleisch-Rechner gehen wir davon aus, dass Sie Fleisch durch eine pflanzliche Proteinquelle wie Tofu ersetzen möchten. Tofu wird aus Soja hergestellt – also genau der pflanzlichen Basis, die gern auch an Nutztiere verfüttert wird. Deshalb stellen Sie sich vielleicht die Frage, ob Soja nicht einen ebenso hohen Produktions- und Ressourcenaufwand benötigt wie Fleisch.

Kurz und knapp: Jein.

Zur Rodung: Teilweise werden tatsächlich Regenwälder gerodet, um Anbauflächen für Soja zu schaffen, das anschließend vom Menschen konsumiert wird. Allerdings wird weit weniger Soja benötigt, um die gleiche Menge Kalorien für menschliche Soja-Nahrung zur Verfügung zustellen, als über den „Umweg“ Fleisch.
Zusätzlich sollten Sie bei Soja-Produkten darauf achten, dass diese aus nachhaltigem Anbau oder aus Europa stammen. Eine Übersicht findet sich beim Sojaförderring.

Antibiotika: Im Gegensatz zur Fleischherstellung, werden bei der Produktion von Sojaprodukten wie Tofu keine Antibiotika eingesetzt.

CO2: Der CO2-Ausstoß ist deutlich geringer. Deshalb ist dem Weltklima auch dann geholfen, wenn man das Fleisch auf seinem Teller durch Tofu oder vergleichbare pflanzliche Proteinquellen ersetzt.

Ganz nach dem Motto: „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“ müssen sich auch vegetarische Lebensmittel wie Sojabohnen mitunter jede Menge Kritik gefallen lassen. So wird ein Teil des Sojas in Südamerika angebaut. Um mehr Land zu gewinnen, werden dafür weite Teile der Regenwälder durch Brandrodung zu Nutzfläche umgewandelt. Verbraucher sollten daher genau prüfen, woher der Soja stammt. Für Soja aus Bio-Landwirtschaft oder der EU gelten strenge Regeln. So ist der Einsatz von genmanipulierten Saatmitteln und auch die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln wie Pestiziden stark reglementiert.

Wie funktioniert der Rechner?

Der Fleischrechner berechnet den Ressourcenbedarf, der für die Tierzucht des eigenen Fleischbedarfs notwendig ist. Insbesondere wird dabei auf verwendete Futtermittel, Antibiotika und CO2-Ausstoß eingegangen. Der eigene Fleischkonsum wird auf 10 Jahre hochgerechnet. Standardwerte wie der durchschnittliche Fleischkonsum sind bereits vorausgefüllt, können aber einfach auf das eigene Essverhalten angepasst werden. So erhält jeder sein ganz persönliches Ergebnis.

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Im ersten Schritt wird der eigenen Fleischkonsum hochgerechnet auf 10 Jahre. In einem zweiten Schritt wird simuliert, wie viele Ressourcen eingespart werden, wenn ein Teil der Fleischmahlzeiten durch eine vegetarische Alternative ersetzen werden. Im Falle des Fleischrechners wurde Tofu als vegetarische Alternative gewählt, da Tofu den wohl am bekanntesten Fleischersatz darstellt. Gleichwohl gibt es viele Vegetarier und Veganer, die gar kein Tofu verzehren. Somit wurde Tofu hier nur exemplarisch für die vegetarische Ernährung herangezogen. Statt Tofu hätten auch Hülsenfrüchte oder Gemüse für die Berechnung verwendet werden können.

Verwendete Fleischkonsum-Werte

Der Durschnittsdeutsche verspeist im Jahr ca.:
  • Schwein: 35,6 kg Fleisch
  • Rind: 9,6 kg Fleisch
  • Huhn: 13,1 kg Fleisch

Quellen:

Bundesverband der Deutschen Fleischindustrie, bvdf.de Daten im PDF, Seite 13 + 16

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft/Bundesinformationszentrum Landwirtschaft, Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2018, bmel.de Daten im PDF auf Seite 183 – 188, hier auch als XLS

Deutscher Fleischer Verband, Jahrbuch 2019, fleischerhandwerk.de Daten im PDF auf Seite 87

Jedes Tier hat im Durchschnitt (Mittelwert) eine Schlachtmasse von:
  • Schwein: 97,7 kg Fleisch
  • Rind: 330,64 kg Fleisch
  • Huhn: 1,55 kg Fleisch

Quellen:

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Fleisch- und Geflügelwirtschaft in Bayern 2018, PDF

Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft, DLG-Merkblatt 406, PDF

Jedoch landet diese Schlachtmasse nicht auf den Tellern, sondern Teile davon werden anderweitig verwendet oder entsorgt. Wir gehen von folgenden Verwendungskoeffizienten aus:
  • Schwein: 77% der Schlachtmasse
  • Rind: 52,75% der Schlachtmasse
  • Huhn: 73% der Schlachtmasse
Somit kann aus der verspeisten Menge, die Anzahl der ungefähr geschlachteten Tiere berechnet werden:   \text{geschlachtete Tiere}= \\  \frac{\text{(Fleischverzehr in kg)}}{\text{(Schlachtgewicht pro Tier in kg)}\times\text{(Verwendungskoeffizient)}}

Verwendete CO2-Werte

Berechnung des jährlichen CO2-Ausstoßes durch einfache Multiplikation mit dem jährlichen Fleischverzehr: \text{Co2 Aussto}{\ss}= \\  \text{(Fleischverzehr pro Jahr in kg)}\times\text{(C02 zur Erzeugung von 1 kg Fleisch)} Dabei wird von folgenden Durchschnittswerten ausgegangen:
  • Schwein: 5.200 g CO2 pro kg Fleisch
  • Rind: 14.556 g CO2 pro kg Fleisch
  • Huhn: 4.000 g CO2 pro kg Fleisch
Wenn Fleisch durch Tofu substituiert wird, verringern sich Ressourcenverbräuche. Wir haben einen CO2-Ausstoß von 1.100g pro kg Tofu angenommen.

Quellen:

ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH im Rahmen zur Evaluierung der CO2-Fußabdrücke im baden-württembergischen Lebensmittelsektors des Ministeriums für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz , PDF

Einsatz von Antibiotika

 RindGeflügel SchweinMensch
Tagesdosen pro Jahr017,9872,7354,7
Zur Berechnung der gesamten Tagesdosen von Antibiotika wird zunächst die Anzahl der geschlachteten Tieren ermittelt und mit den durchschnittlichen Tagesdosen multipliziert. \text{Anzahl Tagesdosen Antibiotika}= \\  \text{(geschlachtete Tiere im Jahr)}\times\text{(durchschnittliche Tagesdosen Antibiotika)}

1 Wissenschaftliches Institut der AOK, GKV-Arzneimittelindex/Arzneiverordnungs-Report 2019, wido.de PDF

2 Bundesregierung, DART 2020 – Antibiotika-Resistenzen bekämpfen zum Wohl von Mensch und Tier, bundesgesundheitsministerium.de, PDF Seite 5 + 26

Fleischmenge

Die im Rechner hinterlegten Verzehrmengen an Fleisch erscheinen auf den ersten Blick sehr hoch. Die meisten Menschen schätzen ihren eigenen Fleischkonsum deutlich niedriger ein. Woran liegt das?

  • Fleischanteil nicht deklariert: Wer Fertigprodukte isst oder auswärts isst, hat keine Kontrolle über den enthaltenen Fleischanteil. So wird unbewusst deutlich mehr Fleisch konsumiert als gedacht.
  • Verstecktes Fleisch: Gelatine in Gummibärchen oder Medikamenten, Kälberlab im Käse, Bestandteile von Schwein, Rind und Geflügel in Kartoffelchips – das ist so genanntes „Verstecktes Fleisch“. Mehr Informationen hierzu bieten die Verbraucherzentralen.
  • Tiere bestehen aus mehr als „Fleisch“: Der Fleischrechner rechnet die Daten des verzehrten Fleisches hoch auf das Schlachtgewicht. Denn Gliedmaße, Innereien, Haut (beim Rind), Knochen, Knorpel, Sehnen und andere Teile von Nutztieren werden nicht verzehrt.

Durchschnittswerte:

 durchschnittlicher Verzehr pro Person im Jahrauf die Woche gerechnet ergeben das
Rind9,6 kg185 g
Geflügel13,1 kg253 g
Schwein35,6 kg686 g

Die vorausgefüllten Werten zum jeweiligen Fleischverzehr in der Woche basieren auf diesen Quellen:

Bundesverband der Deutschen Fleischindustrie, bvdf.de Daten im PDF, Seite 13 + 16

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft/Bundesinformationszentrum Landwirtschaft, Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2018, bmel.de Daten im PDF auf Seite 183 – 188, hier auch als XLS

Deutscher Fleischer Verband, Jahrbuch 2019, fleischerhandwerk.de Daten im PDF auf Seite 87

Zusammenfassung

  • Der Fleischkonsum der Deutschen ist mit 60 Kilogramm pro Jahr und Person insgesamt immer noch sehr hoch. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ein Viertel bis die Hälfte davon.
  • Herstellung von Fleisch und Massentierhaltung führen zu vielen Problemen: hoher Ressourcenverbrauch, Einsatz von Antibiotika, Wasserverbrauch, CO2-Ausstoß. Vegetarische/vegane Ernährung ist deutlich ressourcenschonender.
  • Vegetarische Lebensmittel wie Getreide oder Soja sind „effiziente“ Nahrungsmittel und können Fleisch ernährungsphysiologisch ersetzen. Geschmacklich sind Bratlinge, Tofu & Co für viele Menschen kein gleichwertiger Fleischersatz.
  • Diskussionen zwischen Vegetariern und eingefleischten Fleischessern werden leider häufig immer noch sehr emotional geführt. Ein klein wenig Toleranz für die Ernährungsweise des Gegenübers tut allen gut.
  • Die Bedeutung von vegetarischen und veganen Alternativen nimmt stetig zu. Auch viele Discounter und Supermärkte bieten ein kleines Sortiment an. Warum nicht mal probieren? Und wer so gar nicht auf Fleisch verzichten mag: Bewusster Konsum hat noch niemandem geschadet.
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75 Comments

  1. Ein Veggy

    Am erstaunlichsten daran finde ich die hohe Anzahl der Antibiotikabehandlungen. Hätte ich nicht gedacht…

  2. zimy

    Zunächst einmal ein GROßES Lob von mir! Unabhängig davon, ob jetzt jedes µ bei dieser Berechnung so aufgeht (ich schätze mal, dass da jede Studie zu einem ein wenig anderem Ergebnis kommt), sind die Dimensionen an sich interessant. Oder anders gesagt: Ob es jetzt 105 oder 110 Hühner sind, ist relativ egal. Interessant ist doch, dass Fleisch einen erheblichen Fußabdruck hat.

    1. susanne

      80% der weltweiten Sojaproduktion, wovon ein grosser Teil Urwaldgensoja geht in Tierfuttermittelindusrie. Nur 20% der Sojaprouktion wird direkt durch Menschen verzehrt. Wobei wir in Europa ja nicht zu den grossen direkt Sojaverzehrenden Nationen gehören, sondern wohl mehr als 90% als Tierfutter endet.
      https://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/produkte-aus-der-landwirtschaft/soja/soja-als-futtermittel

      Europäische Sojabohnen sind, soweit ich das sehe, häufig biologisch angebaut für den menschlichen Verzehr. Für Tiere würde sich das nicht „lohnen“, weil dann das Endprodukt markant teurer würde.

      In der CH würden 70% der Hühnchen und Eier nicht existieren, wenn kein Urwaldsoja eingeführt würde! Mal abgesehen von den importierten Hühnchen und Eiern. Auch Schweize gäbe es nur einen Bruchteil, ohne Futtermittelimport, nicht ganz so krass bei den Kühen, denen die Urwaldfrüchte insbesondere für eine hohe Milchleistung verfüttert wird.

      Was dann hierzulande zu Güllenüberschuss führt und überdüngten Feldern, welche in den Futtermittel-Ursprungsländern fehlen, was zu schnellerer Unfruchtbarkeit des Bodens führt…

      Visualisiert sieht der durchschnittliche Kadaverkonsum in der CH so aus
      https://www.swissveg.ch/tierkonsum
      Ok, in der CH wird durchschnittlich „nur“ 53kg davon verzehrt.

  3. Miri

    Hallo zusammen,

    sehr anschaulich gemacht Eure Seite und viele interessante Daten zusammengestellt. Aber auf den ersten Blick: ein Deutscher verzehrt in zehn Jahren „nur“ein halbes Rind? Das erscheint mir sehr niedrig. Muss es da nicht heißen pro Jahr? Die Zahlen dieser zehn Jahr Grafik verwunden mich sehr… Schöne Grüße

    1. Tim

      Hi Miri,

      ja, uns ging es bei der Recherche auch so – der Wert scheint auf den ersten Blick ein wenig niedrig. Aber: Die Werte haben wir uns nicht ausgedacht, die Links zu den jeweiligen Größen findest du im letzten Abschnitt. Um es mal schnell zu überschlagen: 300 Gramm Verzehr pro Woche macht im Jahr 15,6 Kilo. Bei einem Schlachtgewicht von 300 Kilo (Schlachthofgewicht sind 546 Kilo) benötigt man also ca. 20 Jahre um die Kuh aufzuessen. Natürlich gibt es gegen diese Rechnung einige Einwände. Zum Beispiel, dass wir vorzugsweise bestimmte Teile essen (Steak), andere hingegen weniger üblich sind (Zunge). Die Anzahle der geschlachteten Kühe wäre also höher. Und natürlich verwendet der Rechner nur Durchschnittswerte. Passe die Eingabewerte im Rechner deinem Konsum entsprechend an, wenn du mehr Rindfleisch verzehrst.

      Ansonsten bitte nicht vergessen, dass Schweinefleisch einfach beliebt und üblich ist (siehe auch im Text die Abschnitte über „verstecktes Fleisch“ in Wurst). Und Hühnchen zunehmend beliebt ist. Das ist natürlich letztendlich auch eine Kostenfrage…

  4. Kühlwalda

    Fleischersatz ist für mich völlig unnötig. Zudem ist Tofu z. B. bei Schilddrüsenerkrankungen sogar schädlich. Ich esse nicht viel Fleisch, und wenn, dann kein billiges aus dem Supermarkt. Das gehört für mich sowieso verboten. Wer Fleisch essen will, sollte auch zu schätzen wissen, was auf seinem Teller liegt. Und das geht in Deutschland leider nur über die Geldbörse.

    1. Peter Deschlmaier

      Ja, liebe Kühlwalda,
      auf dem Teller liegt ein Lebewesen mit Seele und Lebenswillen, ein Geschöpf, ganz ähnlich dem Menschen, welches nicht abgeschlachtet werden wollte! Stell Dir doch mal die letzte Stunde des Lebewesens vor, wenn es auf Deinem Teller liegt.
      Dann lass es Dir schmecken.
      Liebe Grüße,
      Peter Deschlmaier

    2. susanne

      Interessant zu lesen von wegen krankmachendem Tofu bei Schilddrüsenerkrankung – weshalb ist das dort Thema, aber bei den heute gängigen Wohlstandskranhkeiten wird voll auf Medikamente gesetzt, obwohl die Ernährung normalerweise Ursache oder zumindest Mitursache der Problematik ist?

      Z.B. wäre ein Verzicht bei tiereischen Produkten angesagt bei Personen mit erhöhten Cholesterinwerten im Blut, was wiederum zu Arterienverkalkung führen kann und weiteren Wohlstandskrankheiten…

      Denn nur Tierprodukte erhalten Cholesterin, Eier besonders viele.
      Werden diese Produkte abgesetzt, normalisiert sich auch der Cholesterinspiegel plus die Arterien können ihre Ablagerungen loswerden, ganz ohne Medis.

      Der konsequente Verzicht auf raffinierte Kohlenhydrate wäre z.B. angebracht bei Personen mit Übergewicht und/oder Blutzuckerproblemen:
      soviele Rüeblis und Birnen kann man auf die Dauer nicht essen, um den Blutzuckerspiegel permanent hoch zu halten, ganz im Gegensatz zum Trinken von z.B. Apfelsaft, der genauso viel Zucker beinhaltet wie Cola….
      Als Zugabe kann da noch mit einer nichtalkoholische Fettleber gerechnet werden, wegen des hohen Fruchtzuckeranteils in diesen Getränken.
      Fruchtzucker verstoffwechselt der Mensch gleich wie Alkohol, einfach ohne den Suff, etwas salopp ausgedrückt.

      Da gäbe es noch viele weitere Beispiele, wie mit dem Weglassen von gewissen Produkten bzw. Produktebehandlungsmethoden ohne Medis die Auswirkungen etlicher Wohlstandskrankheiten vermindert wenn nicht sogar rückgängig gemacht werden könnten.

      Klar haben die Gene auch eine Wirkung, aber die wird häufig unterschätzt, denn u.U. sind es nicht „nur“ die Gene, welche Probleme verursachen sondern die „vererbten“ Essgewohnheiten…

      Weitere Infos gibts z.B. bei Michael Greger, der Nutritionfacts.org unterhält. Bei den meisten Videos können deutsche Untertitel zugeschaltet werden.

  5. Weltverbesserer

    Man kann doch nicht Vegetarier gegen Fleischesser argumentieren. Ein Fleischesser isst doch nur etwas Fleisch _zusätzlich_ zum Gemüse, Salat und Obst. Man sollte deswegen „Allesesser“ sagen. Das wäre fair und nicht polarisierend. 2/3 der Landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland sind Wiesen und Weiden. Die kann man nur durch Fleischwirtschaft nutzen. Überdies haben wir nur eine Ernte im Jahr. Wenn man den Luxus Vegetarier zu sein nun mit der Tatsache vergleicht das Schichtsalat aus Kenia mitten im Winter nichts weniger als Umweltfreundlich ist. Dort der Luxus des dicken Euro gegen den Hunger der Menschen und den Wassermangel steht.

    1. susanne

      Du meinst die rund 1.2 kg Fleisch pro Woche sowie die mindestens in ähnlicher Menge verzehrten weiteren tierischen Produkte wie Milch, Eier, Käse…
      Macht 2.4kg pro Woche und pro Tag also rund 350g.

      Diese 350g verzehrten Tierprodukte enthalten keinerlei Nahrungsfasern, welche bei der Verdauung unterstützend wirken, unserem Mikrobiom vielfältiges Leben ermöglichen und zu weichem Stuhlgang führen.

      In Deutschland wird durchschnittlich nicht mal 2/3 der Minimalempfehlung von 30g Ballaststoffen pro Tag erreicht, obwohl zwischenzeitlich bekannt ist, dass ein Zuwenig an Ballaststoffen zu Wohlstandskrankheiten führt.

      P.S.
      Pflanzenbasiert essen bedeutet 5 bis 10x weniger pflanzlichen Rohstoffverbrauch als wenn diese Rohstoffe erstmal durch den Tiermägen gehen – ergo ist pflanzlich Essen das Gegenteil von Luxus, da die Kalorien 1:1 verwertete werden. Es ist das Fleisch und Tierprodukte, die unnötige Kalorien vernichten dank günstig importiertem Essen für Tiere – das ist der maximierte Lebensmittel-Luxus!

      Zudem, würden Kühe ausschliesslich mit Gras gefüttert, wären Milch und Kuhfleisch markant teurer, Hühnchen, Eier und Schwein sowieso…

      Deutschland importiert jährlich 4.5 Mio Tonnen billiges (UrwaldGen)Sojaschrot gemäss WWF.de, das zu 100% in Futtertrögen landet und zwischenzeitlich ein zentraler Bestandteil des Tierfutters darstellt.

  6. janina

    Gibt es denn überhaupt gute Gründe, die Billigfleisch durch Massentierquälhaltung, ungezügelte Antibiotika-Verabreichung und Lebendschlachtung sprechen?

  7. J. F.

    Es gibt keine wirkliche Lösung für das Ernährungsproblem auf dieser Welt. Mal angenommen jeder Deutsche würde ab sofort 50% weniger Fleisch essen. Erstens würde das sehr viele Arbeitsplätze kosten, zweitens kann subtitutive Nahrung in solch einer Menge gar nicht geliefert werden. Das ist ähnlich wie Atomstrom versus Strom aus regenerativen QUellen. Natürlich wäre es besser, wenn Fleisch aus kontrollierter Haltung stammen würde und nicht aus Massentierhaltung. Aber auch hier gilt: In der Masse kann Bio-Fleisch gar nicht produziert werden!

    1. F. Richter

      Das stimmt so nicht. Da die Tiere ja auch (vegetarisches?) Futter brauchen, sollte bei weniger Tieren auch weniger Anbaufläche dafür nötig sein, die dann frei wäre. Und was da so ne Kuh oder ein Schwein in sich rein futtert, um 1 Kilo an Fleisch zuzulegen, davon könnten wahrscheinlich mehr Menschen länger versorgt werden als mit dem 1 Kilo Fleisch.

      1. Meinrad

        Stimmt leider nicht, 30% der landwirtschaftlichen Fläche (In Baden Württemberg sogar 50%) sind absolutes Grünland, da wachsen keine Kartoffeln oder Getreide, weil es zu nass, zu steil oder zu kalt ist. Das wird hier einfach mal so vergessen, würden sich alle vegetarisch ernähren, müsste man dieses tierische Eiweis und Nahrung auf der vorhandenen Ackerfläche produzieren. Das heist, noch intensivere Landwirtschaft betreiben. Landwirtschaft ist sehr komplex, nicht umsonst muss ein Landwirt nur für die Grundkenntnisse 3 Jahre Ausbildung machen. Abgesehen davon wächst nicht jedes Jahr auf jedem Acker Weizen und Gerste in Brot- oder Brauqualität (siehe 2018, zu trocken) dieses eignet sich noch zu Futterzwecken, fiele das weg, müsste man es verbrennen. Die Behauptungen hier sind einfach nur einfältig…

        1. Claudia

          Das stimmt so aber auch nicht. Sicher bekommen die Tiere auch Grünfutter bzw. stehen manche auf Weiden. Allerdings macht das nur einen Teil aus. Auf der Seite vom Bayrischen Landwirtschaftsministerium kann man sich anschauen, was Tiere so durchschnittlich zu fressen bekommen. Da ist auch ein Teil dabei, den Menschen direkt konsumieren könnten, statt den Umweg über das Fleisch zu nehmen. Das was für uns verwertbar ist, ist immer noch mehr an Kalorien, als durch die Verfütterung letzlich in Form von tierischen Produkten entstehen.
          Wir bräuchten also weniger Ackerfläche und könnten mehr Menschen satt bekommen. Zudem sinken die CO2 Emisssionen, es wird weniger Antibotika verbraucht, weniger Wasser verbraucht, weniger Fläche umgewandlet für Futtermittel und Platz der Tiere und es gibt weniger Tierleid. Jedes Stück Fleisch das nicht auf unseren Teller landet ist ein Schritt in die richtige Richtung. Oder anders ausgedrückt: „Jedes Stück Fleisch, das wir essen, ist ein Schlag in das verweinte Gesicht eines verhungernden Kindes.“ – Philip Wollen

    2. susanne

      Würde Deutsche nur noch 30kg Fleisch pro Jahr essen, entspräche das dem Stand von 1950.

      Ja klar, es würde einige womöglich subventionierte Arbeitsplätze kosten, deutlich weniger Tiere würden in Dichtestressquälhaltungsfabriken aufgezogen, die voll durchrationalisiert mit wenig menschlicher Arbeitskraft auskommen – das Tierleid würde halbiert!

      Andrerseits würden neue Arbeitsplätze geschaffen, da ja die Menschen die fehlenden 30kg Essen in anderer Form verzehren würden!

      Anstelle von Tierfutter könnte direkt Menschenfutter angebaut werden auf den frei werdenenden Ackerflächen.

      Die 30kg zusätzliche pflanzliche Nahrung herzustellen wäre absolut kein Problem, denn für 1 Kalorie an tierischem Eiweiss gehen zwischen 5 bis 10 pflanzliche Kalorien drauf…

      Ergo, ist der Ersatz von 30kg Fleisch durch Pflanzliches markant ressourcenschonender und womöglich in Bio-Qualität machbar, da keine Kalorien an Tiermägen verschwendet werden und Deutschlang wäre essensmässig weniger vom Ausland abhängig!

    3. peter.petri

      Ich versuche deine Rechnung irgendwie nachzuvollziehen – scheitere jedoch ständig…
      Wieso würden Arbeitsplätze verloren gehen?
      Du machst aus Schlachthöfen – Gewächshäuser und der Schlachter wird zum Gärtner.
      Anstatt täglich 20.000 Schweine zu schlachten – erntet man 20.000 Bohnen oder whatever. (im übrigen wären die billigen Arbeitskräfte aus Osteuropa, sehr dankbar wenn sie nicht mehr unter schlechten Arbeitsbedingungen und Bezahlung, täglich Massenmorde durchführen müssen).

      Und wieso kann nicht genügend Nahrung geliefert werden?

      Um 1Kilo Rindfleisch herzustellen, benötigt man ca. 7kg Getreide.
      Sorry, aber jeder Grundschüler versteht, dass man mit 7kg Getreide mehr Menschen ernähren kann, wie mit 1kg Fleisch.

      oder habe ich irgendwo einen Denkfehler?

      Im Universum gelten gewisse Gesetze – eines davon – Polarität.
      Zu behaupten, es gäbe keine Lösung für das Ernährungsproblem – widerspricht diesem Gesetz und ist somit einfach falsch, mein Lieber!

      Grüße aus Köln

    1. Peter Deschlmaier

      Ja liebe Petra,
      da gebe ich Dir recht! Allerdings nicht zu Lasten und auf Kosten Anderer! In diesem Fall der Tiere! Und wenn Du allen Statistiken Glauben schenkst, Dir, Deinen Nachkommen, Deinen Mitmenschen und der Erde! Dann guten Appetit!
      Liebe Grüße,
      Peter

  8. Jena

    Ob Vegetarier oder Karnivor: Tofu und andere vegane Produkte tragen auch in einem „normalen“ Haushalt zur Ernährungsvielfalt bei.

  9. Annette

    Ich selbst bin Vegetarierin und war einige Jahre in Südindien und Pakistan beruflich tätig. Mittlerweile bin ich zurück in Europa. Was soll ich sagen – mir sind europäische vegatarische Restaurants eine Horrorvision. Dahinter stehen einfach nicht Jahrhunderte von Kochkunst wie in Indien. Es kommt nicht darauf an, ob man jetzt Tofu oder Soja oder TVP isst, sondern wie es zubereitet ist. Da fehlt uns hier einfach noch die Kochkultur.

  10. Kein Weltverbesser, einfach nur ein normaler Mensch

    Ich habe – zum Teil gesundheitlich bedingt – meinen Fleischkosum stark eingeschränkt. Ganz ohne „Vegetarier-Manipulation“. Und mittlerweile muss ich sagen: Es hat auf keinen Fall geschadet. Auch meiner Familie und meiner Umgebung nicht. Ich lehne es ab, zu missionieren. Soll ja jeder für sich selbst entscheiden. Man kann sehr viel fleischhaltige Gerichte auch rein vegetarisch kochen. Ob Chilli-con-Soja oder Spaghetti Bolognese. Ganz ohne Fleisch, dafür aber mit anderem „Pfiff“ drin. Wobei ich dann und wann ein schönes Steak, eine Wurst oder Bullette nicht verachte. Und: ich esse immer noch sehr gerne Fisch und Meeresfrüchte.

  11. Leckermäulchen

    Ich finde durchaus, dass auch vegetarische Gerichte gut schmecken. Aber dieser Hype der darum gemacht wird, ist gelinde gesagt nervig. Ich habe noch keine vegetarischen Essen genossen, die meine Lieblingsspeisen von ihrem Thron stoßen könnten. Nichtmal annähernd. Und ich habe schon viel vegetarisches gegessen, denn meine Frau ist Vegetarierin. Ein Beispiel: Mettbrötchen! Einen vegetarischen Brotaufstrich der Mettbrötchen das Wasser reichen könnte, gibt es einfach nicht. Oder eine kross gegrillte Ente. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen, wenn ich nur daran denke. Sowas hat noch kein vegetarisches Essen geschafft. Ein Schnitzel mit Pommes. Göttlich! Hört mir auf mit diesen vegetarischen Tofuschnitzeln. Die schmecken sch…lecht! Ich mag vegetarisches Essen, weil ich ohnehin so gut wie alles mag. Aber kulinarisch bewegt sich vegetarisches Essen ausschließlich im Durchschnittsdrittel.

    1. susanne

      Dann kennst du Pâté Soleil-Brötchen nicht – richtig zubereitet kann das locker mit Mettbrötchen mithalten:
      in Wasser eingelegte Sonnenblumenkerne, Zitronensaft, Tahina, Petersilie, Salz bzw. Sojasauce, Zwiebel…
      https://simplementcru.ch/wp-content/uploads/2013/10/3.P%C3%A2t%C3%A9-soleil.pdf

      Frittiertes und Gebratenes ist Behaglichkeitsessen und schmeckt immer, egal ob da nun Fleisch drin ist oder Kartoffeln, Broccoli bzw. Auberginen im Kichererbsenmantel, dank des vielen Öls.

      So spontan kann ich 4 Orte nennen, an denen extrem schmackhaft wie auch hochstehend pflanzenbasiert, vegetarisch und gesund gekocht wird – du würdest sicher auch in deiner Region diesbezüglich fündig, um deine Vorurteile etwas abzubauen

      Hotel Swiss in Kreuzlingen (gleich ennet der Grenze)
      Hodel Adula, La Clav in Flims – da isst auch das Auge voll mit
      Kle in Zürich
      Hammam Basar in Zürich – da wird weder Fleisch vermisst noch der Gedlbeutel geschröpft
      Bilder findest du z.B. bei Happycow

      En Guete

  12. Peter

    Was ich aber bis heute nicht verstehe: Wenn Wurst oder Fleisch angeblich so ablehnenswert sind, wieso gibt es dann vegetarisches Steak, vegetarische Wurst, Patties in der gleichen Form, Farbe und Anmutung? Das ist doch nicht richtig konsequent, oder? Was mich allerdings auch nervt, ist die Verteufelung durch militante Vegetarier. Und Veganer sind häufig noch ideologischer. Soll jeder das Essen, was er will – ohne anderen vorzuschreiben, was man zu Essen hat, oder nicht hat.

  13. Retin

    Meiner Meinung nach ist es nicht gerecht, Fleisch mit vegetarischen und/oder veganen Lebensmitteln zu vergleichen. Vor allem dieser ganze „gepimpte“ Tofu, vegetarische Aufstriche und vegetarische Wurst – das beruht doch alles auf chemischen Zusätzen, Farbstoffen und und unnatürlichen Aromen. Fleisch auf vegetarisch nachahmen und nachzubauen ist doch der absolute Blödsinn.

    Ich verstehe diesen ganzen Hype um vegetarisch und Tofu nicht. Ich esse ganz gerne mal ohne Fleisch. Gemüse, Obst, Salat – aber warum muss ich das jetzt hochkünsteln und es „vegetarisch“ nennen? Ich esse jeden Morgen „vegetarisch“ (Brötchen mit Nutella). Eine Gemüsesuppe zum Mittag, Kartoffelgratin, Nudelauflauf, Tomate + Mozzarella. Ist das jetzt normal? Oder schon vegetarisch?

    Was ich hingegen nicht normal finde ist das, was die Veganer sich reinschaufeln an Ersatzprodukten. Dermaßen verfremdete Lebensmittel vollgepackt mit Zusatzstoffen und Geschmacksverstärkern.

    1. Jason

      Das lustige ist ja, dass Karnivoren allen Veganern immer vorwerfen, diese konsumieren und ernähren sich ausschließlich von den chemisch zusammengewürfelten Fleischersatzprodukten (Stichwort Schwarzweißdenken). Erstens, das ist genauso ein Totschlagargument wie „alle Karnivoren sind unethische Tierkiller“, da es ja auch „bewusste“ Karnivoren gibt, die sich Fleisch in Bio-Qualität leisten, um mit sich in reinerem Gewissen zu sein. Diese Ersatzprodukte wurden doch hauptsächlich dafür entwickelt, neuen Vegetariern/Veganern den Übergang zu erleichtern, damit sie weiterhin in den Genuss ihres geliebten Fleischgeschmacks kommen. Es bedarf einem langjährigen, kulturellen Umdenken, damit Menschen auch die bombastische Vielfalt von leckerem Gemüse, Reis, Kartoffeln, Pasta, etc. als Hauptgericht wahrnehmen und nicht nur als Beilage.
      Zweitens, was mich „tierisch“ aufregt, ist, dass sich anscheinend keiner mit Ernährung mal richtig auseinanderzusetzen scheint. Was hier auf der Seite an Informationen nur behandelt wird ist die ökologische Seite zu dem Problem und nicht die gesundheitliche (oder unbedingt ethische). (Könnte man in einem kurzen Paragraphen vielleicht noch erwähnen, wenn man schon so ein heikles Thema behandelt?) Fleischkonsum kann man – und sollte man – immer von diesen drei Seiten betrachten und keine monotone Argumentation führen, denn so bekommt man ein ganzheitliches Bild, polarisiert weniger und es werden mehr Leute angesprochen, denn es scheint sehr schwierig zu sein, alle Menschen zu Tierethikern oder Umweltschützern umzupolen. Gesundheit betrifft schließlich jeden und nicht unbedingt nur die Generationen nach uns. Traurigerweise bekommt man über die Gesundheitsschiene doch am meisten Leute dazu, sich pflanzenbasiert zu ernähren (natürlich nur die, die über ihren Tellerrand hinausschauen können oder so verzweifelt/körperkrank sind, weil es ihre letzte Chance ist).

      Und noch was: Veganismus ist schon lange keine urbane Hipster Angelegenheit mehr. Paradoxerweise sollte man die wachsende plant-based diet community in den USA als Referenz mal ranziehen, dort sehen immer mehr Leute ein, dass es einfach die gesündeste Ernährungsweise ist. Aber solange die Gesundheitsprobleme in Deutschland noch im Rahmen bleiben und nicht so exorbitant hoch sind, wie in den USA, kann der deutsche Ottonormalverbraucher ja noch beruhigt sein lebensnotwendiges Fleisch weiterkonsumieren…

      Btw, die Kommentarfunktion hier ist irgendwie unübersichtlich und könnte verbessert werden. Trotzdem sehr gut, dass es so einen Rechner gibt!

    2. susanne

      Klar, Tierskandale von wegen Gammelfleisch, Hormonrindern etc. gab es in den letzten 20 Jahren ja absolut keine, Dichtestrassquälhaltungsfabriken genauso wie Quälzüchtungen von Tieren, welche sinnlos schnell Fleisch ansetzen oder hektoliterweise Milch geben, sind unbekannt und auch Antibiotika sind viel zu teuer und absolut verpöhnt in der Tiermast, genauso wie nie Wasser ins Fleisch gespritzt wird oder keine potentiell giftigen Stoffe für Pökelfleisch verwendet wird – wers glaubt wird selig.

      Die Tiere von heute und die Tiere welche in den 50ern gemästet wurden, da liegen Universen dazwischen.

      Vegan essen und vegane Ersatzprodukte sind zwei paar Schuhe. Zweiteres sind Fertiggerichte und genauso ungesund wie die mit Fleisch drin…
      Doch insbesondere die (schuldbewussten) Fleischies gönnen sich ab und zu einen kulinarischen Kurzausflug mittels den Feriggerichten, damit sie wie gewohnt kochen können und nicht gleich alles umstellen müssen.

      Dann gibt es Veganis und Vegetaris, die Fleisch mögen und sich deshalb ab und zu mal sowas leisten – nur mit Zielgruppe Veganis und Vegetaris wäre die Auswahl markant kleiner!

      Das mit dem Hypen, da geht es um Marketing der verkaufenden Firmen und hat nichts aber auch gar nichts mit den Veganis und Vegetaris zu tun…

      P.S.
      Dein Brötchen hat womöglich Milch drin, kaum Ballaststoffe und Eier, Nutella enthält Magermilch, die Gemüsesuppe wurde mit Fleischbouillon hergestellt, der Kartoffelgratin enthält Eier, kaum Ballaststoffe und Käse, Nudelauflauf dito…. dein Glas Wein wurde mit Hansenblase behandelt, die Schokokugeln sind mit Schelllack überzogen und deine Medis mit Gelatine.

      P.P.S.
      Kommst du mit deinem Menü auf 30g Ballaststoffe pro Tag? Übrigens, Fleisch enthält keine…

  14. Sebastian

    Wann hört endlich die Lüge auf, dass vegetarische Kost ressourcenschonend sei? In vielen Ländern bedarf die Herstellung hochwertiger Agrarprodukte Bewässerungssysteme, die zu Desertifikation führen. Mal abgesehen davon gibt es nicht ausreichend ertragreiche Böden. Dieser Vegetarierwahnsinn wird doch hauptsächlich von urbanen Hipstern angeführt.

    1. Jenny

      Und wo kommt das Futter für die Tiere her? Das muss genauso bewässert werden, deswegen die Kette verkürzen und auch mal auf Fleisch verzichten. Jenn

    2. Mirko

      @Sebastian Schon traurig so eine Behauptung loszulassen, wenn man keine Ahnung von der Wirtschaft hat. Wie meine Vorrednerin sagt, es geht bei vielen Produkten mit Ex-Regenwaldflächen los, dem Sojaanbau. Das ist Grund für Massentierzucht , ob Huhn , Schwein, Rind, ganz egal (auch somit Milch und Käse übrigens). Problem ist die Verwertung , d. h. wenn du Fleisch ist, verbrauchst du ganz einfach ein mehrfaches an Fläche, anstatt jemand der Tofu isst, und eben deutlich schneller satt wird.

      Die Frage ist eigentlich, ob man Flächen der Erde richtig nutzt. In Deutschland wäre oft die regionale Viehwirtschaft besser als alles andere, weil es Flächen gibt, die anders nicht nutzbar wären. Außerdem ist das Klima hier so kalt , dass man guten Gewissens im Winter Tiere schlachten sollte, weil im Winter nix wächst. Und wir wollen ja nicht monatelang von eingelagertem Kohl leben und Kartoffeln (obwohl es machbar wäre)

  15. Johanna ;-)

    Auffällig bei vielen „neuen Veganern“: Erst einmal wird man vegan. Und dann guckt man, was das überhaupt ist. Aber vegan ist doch schon längst Gemüse von gestern. Heute isst „man“ pegan – eine Mischung aus Paleo und Vegan. Da spielt auch überhaupt keine Rolle, ob sich einzelne Ernährungrichtlinien der jeweiligen Form widersprechen. Es wird ganz flexibel das beherzigt, was in den Kram passt. Von mir aus. Glaubwürdigkeit und Überzeugung büßen da schon ein.

  16. anonym

    Eine vegane Ernährung ist deutlich umweltfreundlicher als die übliche, Fleisch- und Milch/Käsebetonte Durchschnittskost. Wie man oben deutlich sehen kann, verbraucht sie weniger Energie, Rohstoffe und Wasser. Und erzeugt deutlich weniger schädliche Klimagase. Aus ethischer Sicht ist die vegane Ernährung die konsequenteste Art, verantwortlich mit unserer Umwelt umzugehen und so wenig Lebewesen wie möglich durch unsere Lebensmittelauswahl zu schaden.

  17. Vegetarier

    Ich bin jetzt seit 15 Jahren Vegetarier. Damals war das schwer, kaum ein Supermarkt oder Restaurant war darauf eingestellt – vor allem nicht in eher ländlichen Gegenden. Heute ist das anders. Ich freue mich über die neue Vielfalt an Tofu und Veggie-Wurst. Warum Essen Vegetarier überhaupt Würste? Nicht, weil sie Fleisch vermissen, sondern weil sie mit dem “Konzept” Brot + Wurst groß geworden sind. Und weil wir auch gerne mal was anderes als Gemüse auf den Grill legen. Nur weil man Vegetarier ist, heißt das ja nicht, dass man den rauchigen Geschmack eines Grills nicht mag ;-)

  18. Aha....

    Und, was essen Vegetarier so? Rote Linsensuppe und Chili-con-Soja. Was zeigt das? Veganer sind auch kein Stück schlauer oder gehen also besser mit der Natur um! Selbst die einfachsten Dinge werden nicht gekocht, sondern man greift schön zur eingeschweißten Ware oder TK-Kost.

    Was aber richtig sein dürfte ist doch folgendes: vegan leben als urbane Bewegung, als Wunschtraum der vom naturnahen Leben völlig entfremdeten Großstadtkinder, die sich insbesondere nicht mehr der bösen, fleischbasierten Versorgungsindustrie ausgeliefert fühlen wollen und sich daher einer anderen Sparte der Versorgungsindustrie anvertrauen. Und natürlich kauft sich jeder Veganer das obligatorische Iphone oder Macbook. Bestellt wird eine Sojalatte.

    Mal sehen wie sich das da erwacht, weil die Entfremdung von den Grundlagen des Lebens geht ja nicht weg davon dass man Plastik trägt statt Leder oder Soja isst statt Fleisch.
    Entfremdet bleibt der moderne Großstadtmensch auch wenn er die Mystik des „Veganen“ und der höheren Ethik über sein Leben gießt.

  19. Malte

    Was mich stört, was mich wirklich richtig stört, ist dass häufig nur schwarz-weiss gedacht und argumentiert wird. Wenn man sich die Schaubilder und natürlich das Ergebnis oben mal anschaut, sollte jedem klar werden, dass wir umdenken müssen. Da geht es jetzt gar nicht um ein CO2-Gramm oder ob es nun 3, 5 oder 8 Antibiotika-Behandlungen sind. Jedem ist klar, dass die schiere Masse an Fleisch ein Problem ist. Ob man nun seinen Fleischkonsum reduziert (kleines Schnitzel statt großem Schnitzel, 3 x die Woche statt täglich) oder gleich auf Ersatzprodukte wie Tofu umschwenkt ist doch letztendlich egal.Vielen Dank ans Team hier und ein Extradank für die schöne Diskussion!

  20. Mira

    Ob Vegetarier oder Karnivor: Tofu und andere vegane Produkte tragen auch in einem „normalen“ Haushalt zur Ernährungsvielfalt bei.

  21. Thumbsup

    Schöner Beitrag. So ganz ohne erhobenen Finger. Danke für die Fakten, Bilder und interessanten weiterführenden Quellen.

  22. Simon

    Hey ihr Veganer, ihr esst meinem Essen das Essen weg! ;)

    Ganz ehrlich Leute, hier wird viel Lärm um nichts gemacht. Ob Leute jetzt Ihre Kinder in katholische Schulen schicken wollen, sich nur noch vegan ernähren wollen, Apple zur Religion erheben oder ihr Horoskop beim Schuhkauf beachten – Aberglaube tut selten gut!!

    1. Kay

      Frei nach Hagen Rether: Ernsthaft, ist das was wir unseren Kindern hinterlassen wollen, einen Wüstenplaneten und ein paar schlechte Veganer Witze?

  23. Radiwitzki

    Natürlich gehen für die semi-industrielle Fleischerzeugung große Mengen an Energie und Futtermitteln drauf. Und ja, das meiste wird sicherlich auch noch importiert (Abholzung des Regenwaldes, Druck auf die lokalen Märte im Erzeugerland). Anderseits gibt es in vielen Teilen der Welt auch Gebiete, die sich für den klassischen Acker- oder Gemüsebau nicht eignen, vor allem semi-aride Gebiete. Diese können aber oft noch von Wiederkäuern wie Kühen oder Schafen genutzt werden und tragen damit maßgeblich zur Ernährungssicherung bei. In Europa gibt es diese Flächen auch in den Alpen oder in den Mooren der Norddeutschen Tiefebene. Hier hat die Tierhaltung eine wichtige Bedeutung für die Gewinnung von Lebensmitteln und sind oft auch stark im kulturellen Essverhalten verwurzelt. In einer Gesellschaft in der Lebensmittel zu jeder Zeit zu haben ist, fehlt dieser ursprüngliche Bezug. Mein Plädoyer: Zurück zur traditionellen Tierhaltung, weg von der industriellen Massentierhaltung.

    1. Claudia

      Kommt alles was sie essen aus solcher Haltung? (Einschließlich Wurst, Restaurantbesuche)
      Jeder behauptet gerne er würde nur das essen, aber der Marktanteil davon ist überschaubar.Damit wird nur der eigene Fleischverzehr gerechtfertigt frei nach dem Motto: Es kann ja nicht alles vegan sein, also brauche ich auch nicht anzufangen.

  24. unerheblich

    Zunächst einmal möchte ich mich hier dafür bedanken, dass dem Thema fleischlose Ernährung ein derart ausführlicher Artikel gewidmet wird. Auch die Infografiken sind toll – schön peppig und nicht so langweilig wie es sich häufig in wissenschaftlichen Quellen findet.

    Man muss fairerweise sagen, dass selbst die ewig-gestrigen Discounter in den letzten Jahren ihr Angebot an vegetarischen und veganen Produkten stark erweitert haben. Wir als Verbraucher habe es insofern selbst in der Hand. Jedes vegetarische Lebensmittel dass über die Kassenscanner gezogen wird, ist ein Votum FÜR vegetarische Ernährung und GEGEN industrielle Massentierhaltung. Wir können selbst einen Trend setzen, die Wende einleiten. Just try it!

  25. Peace, baby

    Mich befremdet es sehr, wie hier in der Diskussion mit dem Begriff „vegane Produkte“ umgegangen wird. Jeder Supermarkt führt Unmengen an “veganen Produkten”: Salat, Obst, Gemüse, Gewürze, Öle, Säfte, Brot, Nudeln usw. usf.

    Klar, bei einigen Zutaten, die auch tierischer Herkunft sein KÖNNTEN, muss ein strikter Veganer vorher eine Produktanfrage beim Hersteller machen oder sich im Internet informieren, aber im Grunde gibt es alle Produkte für eine ausgewogene und vollständige Ernährung in jedem Supermarkt.

  26. mezzo

    Danke. Nun weiß ich Bescheid. Gottseidank – ihr habt mir bescheinigt, dass ich tatsächlich nicht genügend Tofu esse. Ein Grund mehr, in Zukunft – überhaupt keinen Tofu mehr zu essen.

  27. KaumFleischEsser

    Interessante Rechnungen. Was passiert eigentlich mit den Tieren, die nicht mehr gegessen werden? Angenommen, 100% Fleischkonsum fallen weg … was passiert mit den Tieren? Wird Soja dann für Mensch UND Tier weiterhin angebaut? Und wo? Die Rechnung „Umwelteffizienz“ im Vergleich zu Fleisch geht so also schon mal nicht auf, weil die Konsequenzen nicht mitberechnet werden. Desweiteren … wird diese Doppelernährung von beiden dann weiter gehen? Oder werden die Tiere sterilisiert? Immerhin haben Tiere die Angewohnheit, sich innerhalb eines Gleichgewichts (Räuber/Beutetier/Umwelt) zu vermehren. Oder, sterben sie einfach aus? Wer füttert sie weiter, oder wird die letzte Riege noch geschlachtet? Wird es domestizierte Tierarten dann nur noch im Zoo geben? Oder wird ein Teil künstlich als „Stehvieh“ weiter ernährt und beweidet? Und wo soll das dann passieren? Wenn niemand daran verdient, kostet es. Was das bedeutet, dürfte jedem klar sein. Die Kosten und Emissionen der übrien Tiere müssten dann ebenfalls als direkte Konsequenz auf die Soja-Produktion gerechnet werden. Je nachdem, wie sie gehandhabt wird, und wie viele Tiere es weiterhin geben darf.

    Es ist unumstritten, dass sich einige Dinge ändern müssen. Aber diese (unvoll)ständigen Rechnungen unterscheiden sich teilweise nicht von der Blenderei anderer Nahrungsmittelbranchen. Fakt ist jedenfalls, dass nicht benötigte Tiere nicht mehr nachgezüchtet werden, und bereits gezüchtete Tiere dennoch geschlachtet werden. Nur etwas später. Diese utopische Vorstellung, man könne durch den Verzicht auf Fleisch Tiere retten, ist stellenweise nicht mehr zu ertragen. Weil es einfach nicht stimmt und nicht stimmen kann. Man kann die Zahlen der Tötungen mit der Zeit reduzieren, sogar auf Null bringen. Natürlich. Allerdings nur, weil keine Tiere mehr nachgezüchtet werden. Gerettet wird kein Tier. Weiter leben wird kein Tier. Höchstens weniger geboren, weil weniger gebraucht werden. Oder werden die Rinder/Schweine/Hühner neuerdings im Wald gefangen?

    1. lina

      @KaumFleischEsser

      Deine Argumentation ist so lustig, und ja! selbstverständlich musst Du unbedingt weiter Fleisch essen, damit die Millionen Tiere in der Massentierhaltung sich nicht unkontrolliert einfach weitervermehren und vielleicht irgendwann die Weltherrschaft übernehmen. Sobald sie dann die Weltherrschaft haben, werden sie die Menschen dazu knechten, weiter lecker Soja für sie anzubauen. Von irgendwas müssen die armen, weltbeherrschenden Tiere ja leben! Als domestizierte Tiere werden sie in unsere klimatisierten und beheizten Häuser einziehen und den Menschen ihre bisherigen Ställe zur Verfügung stellen. Inwieweit die Kühe und Schweine für die Kosten dieser Unterbringung der Menschen aufkommen können, kann ich mir bei weitem nicht vorstellen. Da sie bislang nur faul in Ställen ohne Tageslicht rumstanden und den ganzen Tag vor sich hin dösten, ist der Zusammenbruch der gesamten Weltwirtschaft nur eine Frage der Zeit. Die Menschen verhungern in den ehemaligen Kuhställen, dann verhungern die faulen Kühe in unseren Villen. Das Ende der Welt ist nah!

      Ja, wir müssen die bösen Kreaturen vertilgen, sonst werden wir untergehen!!!

      :D

  28. Jamjam

    ;D bin definitiv weit über den Schnitt. Als eingefleischter Kuh, Schwein, Känguru, Esel, Pferd, Strauß, Hirsch, Reh, Huhn, Vogel Esser… Da kommen doch schon viele KG und Tiere Zusammen.

  29. Dirk.K.

    Warum differenziert Ihr nicht zwischen Vegetarier*innen und Veganer*innen? Da geht doch noch mehr. Kälber und Milchkühe werden wg. der Milch getötet. Hühner für ihre Legequoten.

  30. Annette Neumann

    Wir essen ziemlich wenig Fleisch, es gibt ja auch noch Fisch (direkt vom Kutter) und leckeres Gemüse und Getreide. Es fehlt aber die Kategorie Wild (bekommen wir direkt aus unseren heimischen Wäldern von den Jägern) und Schaf/Ziege. Das wenige Fleisch ist bei uns Bio und überwiegend unmittelbar aus der Umgebung. Unser beliefernder Bauer hat Hühner die wiegen locker mal 2 Kilo. Davon essen wir zu zweit ungefähr 12 Mahlzeiten. Angefangen mit der (Gemüse)-Suppe aus dem Torso. Also wenig Fleisch von gesunden artgerecht gehaltenen Tieren geht bei uns sehr gut. Das ist für in der Stadt lebend Menschen ungleich schwieriger, aber nicht unmöglich. Denn jede Stadt hat ein Umland.

    1. susanne

      Bei zuviel Wild kannst du dir eine Bleivergiftung einfangen wegen der oft winzigen Bleistückchen, die nicht herausgefischt werden können, da zu klein…

  31. Pamina

    Und was lernt mich das? Da habt ihr es euch ein bisschen zu einfach gemacht. Es gibt nämlich auch noch Lamm, Ziege, Wild und Fisch. Und die Bemessung von Wurst und oder Schinken um auf eine Gesamtmenge zu kommen ist extrem schwierig. Nee – also solche pauschalierten Ergebnisse nützen echt niemand was. Im übrigen finde ich Soja auch nicht besser – wenn man bedenkt, dass dafür Regenwald abgeholzt wird und GVOs zum Einsatz kommen. Dann schon lieber ein schönes Steak!

    1. Chris

      Hallo Pamina
      Fast 100% des von der EU importierten Sojas wird als Tierfutter (Fleischproduktion) verwendet. Nicht Soja ist also das Problem, sondern dass man mit Soja Fleisch produziert.

    2. susanne

      80% der gesamten weltweiten Sojaernte landet in Tiermägen…

      Dir ist bewusst, dass es für 1 Fleischkalorie rund 5 bis 10 Pflanzenkalorien verschleudert werden?

      Wenn du also Soja direkt oder über Tofu isst, kommt das vermutlich aus europäischer Bioproduktion.
      Deinem Ex-Steak wurde hingegen rund die 10fache Menge an Urwaldgensojaschrot verfüttert, die du als Steak verzehrst…

  32. Michael

    Liebes Team,
    Ich freue mich über diese Rechner und euren Einsatz sehr. Denn ich bin stark dafür das die Menschheit auf einen Großteil ihres Fleischkonsums und daraus folgende Massentierhaltung verzichtet.
    Allerdings ist es zu einfach gedacht das jeder sich ja nir rein vegetarisch ernähren kann und daraus keine neuen Probleme für die Umwelt entstehen. Eine kürzliche Studie hat gezeigt, das unsere Art der Landwirtschaft mit ihren Monokulturen und Dem Einsatz von Pestiziden in den letzten 26 Jahren zum Aussterben von 75% der Insektenmasse in unserem Land geführt hat. Je mehr Menschen sich also rein vegetarisch ernähren, desto mehr Monokulturen wird es geben. Da eine riesen Masse an pflanzlichen Lebensmitteln erzeugt werden muss. Wo bitte wird das Tiersterben durch Massenherstellung pflanzlicher Lebensmittel berücksichtigt? Ein Vegetarier hat moralische Bedenken? Jeder Mensch der Produkte konsumiert die nicht aus rein biologischen Anbau in überschaubarer Größe kommen ist verantwortlich für das zu Grunde gehen der Umwelt. Da darf man leider keine Grenze zwischen Vegetarier, Veganer oder Fleischkonsument ziehen. Sobald ich einen Supermarkt oder Discounter betrete muss ich mir der Tatsache bewußt sein das meine konsumierten Produkte in Massen hergestellt wurden und dementsprechend die Folgen für die Umwelt, ob direkt oder indirekt enorm sind. Ich würde es begrüßen wenn ihr in der Lage seid auch die Schäden die Massenlandwirtschaft mit dem Einsatz von Pestiziden, Fungiziden und Insektiziden, als auch der Transport quer durch die Welt, zu berechnen und zu visualisieren. Das würde wohl ein realeres Bild der Gesamtsituation ‚Ernährung und die Umweltfolgen‘ erzeugen. Trotzdem vielen Dank für eure Arbeit und diesen tollen Anreiz!!!

  33. Axel Schiermeyer

    Die DGE empfiehlt 300 – 600 g Fleisch pro Woche.
    Ich selbst ernähre mich vegan, möchte aber zwecks besserer Argumentation gegenüber den Fleischessern ein paar Zahlen haben:
    1. Welchem CO2-Äquivalent entspräche die empfohlene Fleischmenge unter Berücksichtigung der ganzen „Wertschöpfungskette“ vom Roden der Wälder über Anbau von Soja, dessen Transport, Wasseraufbereitung und Verbrauch, dem Antibiotikaeinsatz usw…..
    2. Wie groß wäre der Effekt, wenn ALLE Erdenbürger die 600g zu sich nähmen, was man ihnen aus Grüden der Gerechtigkeit zubilligen müsste.
    3. Wie groß wäre dann der Anteil an der jährlichen CO2-Emission.
    4. Wie groß wäre der analoge CO2-Anteil bei Veganern?

    Keine leichten Fragen, aber ihr seid die Experten :-)

    Vielen Dank

    1. susanne

      Auf der Welt hat es ca. 7 Mia Leute.
      Deutschland hat ca. 67 Mio, runden wir auf 70 Mio auf, das sind 100x weniger.

      Deutschland schlachtet jährlich (2019)
      3.5 Mio Rinder
      55 Mio Schweine, die Hälfte davon ist importiert
      700 Mio Geflügel
      Es werden 4.5 Mio Tonnen Sojaschrot importiert für die Mast.

      Das sind pro Person ca.
      – 1/20 Rind in 10 Jahren = 1/2 Rind – entspricht Blitzrechner
      – 4/5 Schwein in 10 Jahren = 8 Schweine – wo liegt der Fehler?
      – 10 Geflügel in 10 Jahren = 100 Geflügel – entspricht Blitzrechner

      https://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/produkte-aus-der-landwirtschaft/soja/soja-als-futtermittel

      Jetzt rechnen wir das alles x 100 hoch für die Weltbevölkerung
      350 Mio Rinder
      5.5 Mia Schweine
      70 Mia Geflügel
      Es braucht 450 Mio Tonnen Sojaschrot

      Auf der Welt leben (Zahlen von de.statistica.com)
      ca. 1 Mia Rinder, wovon die meisten in Brasilien und Indien
      ca. 683 Mio Schweine, die Hälfte lebt in China, ist einbrechend wegen der Schweinepest
      ca. 26 Mia Geflügel, 1961 warens erst ca. 4 Mia
      Das entpsricht pro Kopf der Weltbevölkerung rund 33kg Fleisch im Jahr.

      Sojabohnenernte 385 Mio Tonnen weltweit.
      Davon sind 78% Gensoja.
      Ca. 80% der Sojaernte wird an Tiere verfüttert.
      Die Anbaufläche ist 132 mio ha = 1.32 Mio km2 = ~3x Deutschland

      Evtl. findest du beim Film Cowspiracy Zahlen zu CO2 in der Tiermast…

  34. Joe

    Noch vor wenigen Jahrzehnten war es auf dem Dorf, und sogar in der Stadt, üblich, eine Sau, ein paar Hühner etc. zu halten. Was heute im Müll landet, kam damals in den „Schweineeimer“, und ein, zwei mal im Jahr war dann „Hausschlachtung“. Alles Aspekte, die man berücksichtigen sollte.

  35. Meinrad

    Hallo Ute,
    Die Zahlen im Handel was vegan angeboten wird, hat nichts damit zu tun wie viele Veganer es gibt, ganz einfach weil viele Produkte von Natur aus vegan sind und auch von „Allesessern“ konsumiert werden, das Angebot im Handel an veganen Produkten wird also nur bedingt größer, es werden ganz einfach nur viele Produkte neu deklariert (und damit auch öfter teurer verkauft…), die schon immer vegan waren. Haferflocken, Mehl, Wasser ect. modernes Marketing…

  36. Walter

    Was mich stört ist der Antatz, dass egal wie wenig Fleisch man isst, immer noch was einzusparen ist. Ich lebe überwiegend pesketarisch. Ich will nicht auch noch auf die letzten 0,5% (ausschließlich Bio, vorzugsweise Demeter) Fleisch verzichten weil andere schlicht zu viel und zu billiges davon verzehren. Wie wäre es, einen für die Umwelt vertretbaren Fleischkonsum als Ziel zu definieren?
    Die absute, ethische, und moralische „Tiere töten“ Keule entwertet jegliche Bemühung für einen maßvolle Umgang mit Fleisch. Auch Demeter- und Perma-Kultur Bauern essen Fleisch und sind für einen ökologisch und ökonomisch sinnvolles handeln auf Tiere angewiesen. Diese von selber sterben lassen und dann zu begraben erscheint mir wenig sinnvoll.

  37. Blablaria

    Wie kommt es, dass die Werte für 1 Jahr Vegetarier-Dasein und 1 Jahr Veganer-Dasein die gleichen sind, bis auf die Antibiotika-Tagesdosen? Das kann ja nicht ganz sein, wo für Vegetarier immer noch mehr Tiere sterben und mehr CO2 ausgestoßen wird als für Veganer? Wundert mich jetzt ein wenig!
    Liebe Grüße und Danke für die gute Veranschaulichung!

  38. Peter Deschlmaier

    Aasesser, oder Aasfresser?
    Der Mensch hat schon immer Fleisch gegessen hört man immer wieder. Das stimmt zwar nicht, aber bezeichnet den Standpunkt, man hat keinen Willen, seine Ernährungsform weiter zu entwickeln. Früher wurden Tiere gejagt und erlegt dann gleich verwertet. Insofern hat sich daran nichts, außer die Effizienz weiterentwickelt. Was sich extrem zurückentwickelt hat, ist die Wertschätzung der Mitbewohner, Lebewesen, aus welchen heraus wir uns entwickelt haben! Betrachtet man die genetische Ähnlichkeit von Menschen und vielen Tierarten, wird man feststellen, dass die meisten Menschen auf dem Planeten ihre Vorfahren und Verwandten essen wollen, sich aber nicht die geringsten Gedanken darüber machen! Die Einen essen Hunde, Katzen, Ratten, Fledermäuse, Affen…. und die Anderen Hasen, Enten, Gänse, Schweine, Rinder…. Egal welche Lebewesen man ißt, geschieht es aus Ignoranz, Egoismus und Gleichgültigkeit heraus. Wer würde in Deutschland seinen geliebten Hund, oder seine geliebte Katze essen?? Die Meisten essen aber, ohne darüber nachzudenken zum Beispiel ein Schwein, welches intelligenter und ebenso sozial veranlagt ist, als ihr Hund. Dazu kommt die Rettung der Erde durch Fleischverzicht! Eine aktuelle Oxford Studie besagt, dass man mit einer rein veganen Ernährung der Menschheit 75% der weltweiten Anbauflächen einsparen könnte! Dazu käme die Gesundheit der Menschen! Hierfür würde ich das Buch „the china study“ empfehlen!
    Am Schluss möchte ich noch eine Frage stellen: wenn da im Wald eine tote Wildsau liegt, ist das dann Aas? Der Mensch behauptet, wenn sie so gestorben ist, ist es angeblich Aas, wenn sie der Jäger erlegt hat, ist es angeblich kein Aas!? Ißt man also Aas, oder frisst man Aas? Ist nicht jedes tote Tier, welches die Menschen nicht wie früher selbst erlegt und sofort verwertet haben, Aas? Sind die heutigen Menschen dann Aasesser, oder Aasfresser, wie ein Aasgeier?

  39. Frank

    Ich sehe den Betrachtungszeitraum von 10 Jahren kritisch. Klar klingt es besser, man hat in 10 Jahren 1,5 Kühe verputzt als 0,15 Kühe in einem Jahr.
    Die größeren Zahlen schocken natürlich mehr. Dann kann man aber auch gleich 20, 30 oder 40 Jahre draus machen.

    Für die eigene Selbstreflexion finde ich trotzdem einen Einjahreswert besser, da greifbarer.

  40. Franky1112

    Ich gebe g-Werte ein, die ca. 50-70% unter dem Durchschnitt liegen – trotzdem kommt die Empfehlung den Fleischkonsum zu reduzieren.
    Wieviel Fleisch wäre denn da, wenn wir statt Massentierhaltung nur die Menge nutzen, die die Fläche hergibt, die wir nicht anders nutzen können bzw. sollten? bzw wieviel pro Person?
    Wieviel bleibt denn derzeit auf der Strecke, wird entsorgt?
    Die Unterscheidung zwischen regionalem Bezug, im idealen Fall vom Hof direkt und allg. beim Discounter finde ich nicht.

  41. Antje

    Ich, seit 1,5 Jahren vegetarisch unterwegs, will hier keinen Roman schreiben.
    Fakt ist, dass Massentierhaltung ein Problem der „Jetztzeit“ ist.
    Über die Jahre gewachsen und immer schlimmer geworden.
    Schuld daran ist, aus meine Sicht, der schnöde Mammon, weil immer mehr Menschen, immer mehr verdienen wollen. Verarbeitete Fleischprodukte sind m.E. gleichzusetzen mit Gift. Damit eine Kuh genug Milch gibt, wird sie ständig tragend gehalten, ist das Kälbchen geboren, wird es ihr weggenommen. (weswegen auch mein Milch/Käsekonsum beträchtich abgenommen hat)
    Fleischkonsum habe ich wirklich ganz eingestellt. Von Soja halte ich nicht viel, da gibt es Besseres und vor allem Einheimisches. Genauso der Quatsch mit veganen/vegetarischen Fleisch/Würsten, braucht eigentlich kein Mensch.
    Vegan wäre der nächste Schritt aber wie hier auch schon erwähnt, ist es schwierig da an alle Vitamine ect.zu kommen, als Vegetarier klappt das super, da braucht man keine extra Nahrungsergänzugsmittelchen.
    Mein Kommentar ist sicher nicht hochwissenschaftlich, eher weit entfernt davon.
    Aber ich kann einfach die Frage: “ Und was isst du dann?“ nicht mehr hören.

    Ich würde mir wünschen, dass jeder ein bisschen über seinen Fleischkonsum nachdenkt und nicht wahllos Billigfleisch in sich reinstopft. Wenn ich machmal im Supermarkt in die Einkaufkörbe schaue, da frag ich mich wirklich, wie man das essen kann?
    In diesem Sinne, nur eins noch, auch vor der Massentierhaltung gab es Schweine und Kühe und Hühner, und dennen ging es beim Bauern auch nicht immer gut aber es sind nicht ganz so viele sinnlos gestorben, sondern nur so viele, wie auch wirklich gegessen wurden.
    Der Weg dahin zurück, wäre in die Richtige Richtung! (Nur das es den Tieren beim Bauern gut gehen sollte, wenn sie schon ihr Leben lassen müssen)
    Nun ist es doch ein kleiner Roman geworden, sorry ;O)

  42. luap

    Die CO2-Summe macht mit den Angaben zur Berechnung und den Durchschnittswerten keinen Sinn?!
    Emissionen = (Verzehr x CO2/KG)
    Also für alles mit Durchschnittsverzehr:
    (9,6 x 14,556) + (35,6 x 5,3) + (13,1 x 4) = 377,25 kg CO2/Jahr bzw 3772,5/10Jahre und nicht 5.785 kg

    1. Tim (blitzrechner-Team)

      Doch, bitte vorherigen Absatz lesen. Die Verzehrmenge entspricht nicht dem Schlachtgewicht.

      (9,6 Kg verzehrte Menge sind beispielsweise nur 53%).

      Rind: 52,75% der Schlachtmasse
      Huhn: 73% der Schlachtmasse
      Schwein: 77% der Schlachtmasse

  43. Mario Holdmann

    Ich Mario Holdmann binn Vegetarier das willte ich schon immer schon von kindheit her ich bin 1967 er jahrgang meine Eltern waren Katholiken & ambitionierte Fleischtieger, haben beide je 1. Schuhschachtel Medikamente benötigt für so allerhand Fleisch-typischer krankheiten, Papa hatte Prostata Krebs, Mama Diabetes.
    ich bin zeuge jehovas ,esse vegetarisch benötige 0,00 Medikamente, weis anhand der vielen Dokus und zeitungsberichte auch ärztliche studien um die gefährlichkeit des fleischkonsums bescheid, die Fleisch-wirtschaft erzeugt einen immensen ökologischen Fußabdruck in:Süsswasserverbrauch, Amazonas Beandrodung, Boden belastung durch Gülle, Multiresistente (Antibiotikaresistente) keimbelastung, Stresshormone.
    es ist absolut nichts am Fleischsektor zu finden was in der Pflanzlichen ernährung an gesundem zu finden ist.mit Fleisch-Fabriken kann man die welt nicht ernähren das geht sich nie und niemehr aus.

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