Schwangerschaftsrechner: Geburtstermin + Schwangerschaftswoche (SSW) berechnen

Mithilfe des Schwangerschaftskalenders können Sie alle wichtigen Termine rund um den Geburtstermin und Schwangerschaftswochen berechnen. Dazu müssen Sie lediglich den ersten Tag Ihrer letzten Menstruation sowie die Länge Ihrer durchschnittlichen Periode eingeben. Danach berechnet dieser Kalender sofort, in welcher Woche Sie schwanger sind und in welchem Entwicklungsstadium ihr Kind ist.

Geburtstermin & Schwangerschaftswoche berechnen

Was sind Schwangerschaftswochen überhaupt?

Die Schwangerschaft wird in sogenannten Schwangerschaftswochen gemessen. Schwangerschaftswochen werden mit „SSW“ abgekürzt. Von der Befruchtung der Eizelle (Zeugung) bis zum Entbindungstermin vergehen so 40 Wochen. Innerhalb der ersten acht Wochen nach der Eizellen-Befruchtung heißt der heranwachsende Mensch „Embryo“. Ab der neunten Woche seiner Entwicklung wird er „Fötus“ oder auch „Fetus“ genannt. Normalerweise berechnen Frauen ihre Schwangerschaftsdauer ab dem ersten Tag der letzten Periode, Ärzte hingegen ab der Empfängnis.

Was bedeutet eine Schwangerschaftswoche?

Die Bezeichnung der einzelnen Schwangerschaftstage erfolgt nach einem Schlüssel, der die Wochenanzahl sowie die Zahl zusätzlicher Tage umfasst.

Ein Beispiel: Sagt eine werdende Mutter, sie sei in der 33. Schwangerschaftswoche, bedeutet dies, dass sie bereits 32 Wochen und eins bis sieben Tage der Schwangerschaft abgeschlossen hat.

Manchmal wird auch mit folgenden Kürzeln gearbeitet:

33W2 = 33 abgeschlossene Schwangerschaftswochen + 2 Tage = 34. SSW

Formel: Berechnung des Geburtstermins (EGT)

Die Berechnung wird anhand der sogenannten „Naegele-Regel“ durchgeführt. Franz Naegele (1778 bis 1851) war ein Heidelberger Gynäkologe, der folgende Formel für den voraussichtlichen Zeitpunkt der Geburt aufstellte:

Errechneter Termin der Geburt = Erster Tag der letzten Periode + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr.

Darüber hinaus existiert noch die sogenannte „erweiterte Regel“ nach Naegele, die unterschiedliche Menstruationslängen berücksichtigt:

Errechneter Termin der Geburt = Erster Tag der letzten Periode + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr ± Abweichung von dem 28 tägigen Zyklus in Tagen

Das aus dieser Formel errechnete Datum entspricht dem kalkulierten Termin der Geburt.

Die Vorfreude ist groß. Allerdings beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass der Geburtstermin tatsächlich genau an dem Datum erfolgt, lediglich vier Prozent. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass nur ein kleiner Teil der Babys auch tatsächlich an dem berechneten Termin zur Welt kommt.

Geschlecht des Babys berechnen

Während eine Schwangerschaft an sich relativ früh festgestellt werden kann, erfolgen erste große Ultraschalltermin erst relativ spät. Häufig ist dies der sogenannte „Organultraschall“ oder „Feinultraschall“ ab der 13. SSW. Er dient jedoch vorrangig der Früherkennung von Krankheiten oder Fehlbildungen. Manche Ärzte treffen hier aber auch schon Aussagen zum Geschlecht.

Ab der 17. SSW kann der Gynäkologe anhand des Ultraschallbildes ziemlich sicher erkennen, ob Ihr Kind ein Mädchen oder ein Junge ist. Dennoch ist es trotz kontinuierlich technischer Weiterentwicklung möglich, dass Fehlerquellen nicht ganz ausgeschlossen werden können.

Wenn das Kind beispielsweise die Beine verschränkt hat, ist Genitalbereich nicht einsehbar. Zudem kommt es immer auf die Qualität eines Ultraschallgerätes an. In Spezialpraxen finden sich häufig moderne, hochauflösende Apparaturen – die Wahrscheinlichkeit das Geschlecht korrekt zu bestimmten ist damit höher.

Noch viel wichtiger sind aber die Kenntnisse und Erfahrung des Arztes. Das beste Gerät nützt nichts, wenn es nicht richtig bedient und die Ergebnisse nicht richtig interpretiert werden.

Vorausgesetzt, die Lage des Kindes ist günstig, liegt die Zuverlässigkeit der Geschlechtsbestimmung aber der 17. SSW bei circa 90 Prozent.

Junge oder Mädchen – ab wann ist die Untersuchung möglich?

Generell wird schon im Augenblick der Befruchtung festgelegt, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. Entscheidend in diesem Prozess sind die männlichen Chromosomen, die das Geschlecht des Babys bestimmen. Bis zur 7. SSW verläuft die Entwicklung von Jungen und Mädchen identisch. Die unterschiedlichen Geschlechtsorgane bilden sich erst anschließend.

Junge oder Mädchen? Die Neugier ist nur allzu verständlich. Jedoch gibt in Deutschland  aus gutem Grund ganz klare gesetzliche Regelungen, ab wann die Eltern das Geschlecht erfahren dürfen.

Rechtsgrundlage ist das seit dem Jahr 2010 gültige Gendiagnostik- Gesetz (GenDG). Dieses erlaubt Ärzten erst ab der 12. SSW p.c. den Eltern das Geschlecht zu verraten.

Unterschied SSW p.c. und SSW p.m.

Dabei berechnen schwangere Frauen jedoch häufig die Wochen anders als Ärzte. Denn die meisten werdenden Mütter zählen die Wochen nach ihrer letzten Periode.

In der Medizin wird dies mit „p.m“ abgekürzt, was so viel heißt wie „vor der Menstruation“. Der Zeitraum, der für Ärzte jedoch maßgeblich ist, wird mit „p.c.“ abgekürzt, dies bedeutet „nach der Empfängnis“.

Der Gesetzgeber hat sich an der medizinischen Berechnung orientiert. Im Klartext bedeutet dies, dass der Gynäkologe vor der 12. SSW p.c. (das heißt vor der 14. SSW p.m.) den werdenden Eltern das Geschlecht des Kindes gar nicht verraten darf.

Durch das Gesetz sollen Abtreibungen aufgrund des Geschlechts verhindert werden.