Schwangerschaftsrechner: Geburtstermin + Schwangerschaftswoche (SSW) berechnen

Mithilfe des Schwangerschaftskalenders können Sie alle wichtigen Termine rund um den Geburtstermin und Schwangerschaftswochen berechnen. Dazu müssen Sie lediglich den ersten Tag Ihrer letzten Menstruation sowie die Länge Ihrer durchschnittlichen Periode eingeben. Danach berechnet dieser Kalender sofort, in welcher Woche Sie schwanger sind und in welchem Entwicklungsstadium ihr Kind ist.

Geburtstermin & Schwangerschaftswoche berechnen

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Was sind Schwangerschaftswochen überhaupt?

Die Schwangerschaft wird in sogenannten Schwangerschaftswochen gemessen. Schwangerschaftswochen werden mit „SSW“ abgekürzt. Von der Befruchtung der Eizelle (Zeugung) bis zum Entbindungstermin vergehen so 40 Wochen. Innerhalb der ersten acht Wochen nach der Eizellen-Befruchtung heißt der heranwachsende Mensch „Embryo“. Ab der neunten Woche seiner Entwicklung wird er „Fötus“ oder auch „Fetus“ genannt. Normalerweise berechnen Frauen ihre Schwangerschaftsdauer ab dem ersten Tag der letzten Periode, Ärzte hingegen ab der Empfängnis.



Was bedeutet eine Schwangerschaftswoche?

Die Bezeichnung der einzelnen Schwangerschaftstage erfolgt nach einem Schlüssel, der die Wochenanzahl sowie die Zahl zusätzlicher Tage umfasst.

Ein Beispiel: Sagt eine werdende Mutter, sie sei in der 33. Schwangerschaftswoche, bedeutet dies, dass sie bereits 32 Wochen und eins bis sieben Tage der Schwangerschaft abgeschlossen hat.

Manchmal wird auch mit folgenden Kürzeln gearbeitet:

33W2 = 33 abgeschlossene Schwangerschaftswochen + 2 Tage = 34. SSW



Trimester

Vom medizinischer Sichtweise ausgehend wird eine Schwangerschaft in Trimester unterteilt. Jeder Zyklus weist Besonderheiten auf, die bei allen Frauen beobachtet werden. Ganz einfach gesagt sind die ersten drei Monate die Zeit, in der sich Körper und Psyche auf die neue Situation umstellen müssen. Im Körper der Mutter entsteht ein zweiter Organismus, der versorgt und genährt werden will. Gewebe, Knochen und Blut müssen für den Nachwuchs gebildet werden – eine Höchstleistung des mütterlichen Körpers. Viele Frauen verspüren in dieser Anfangszeit der Schwangerschaft ein Unwohlsein, das die werdenden Mütter häufig als Morgenübelkeit plagt.

Die Vorfreude ist groß. Allerdings beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass der Geburtstermin tatsächlich genau an dem Datum erfolgt, lediglich vier Prozent. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass nur ein kleiner Teil der Babys auch tatsächlich an dem berechneten Termin zur Welt kommt.

Während der ersten zwölf Schwangerschaftswochen sinkt die Belastbarkeit des weiblichen Körpers und es kommt zu psychischen Reaktionen. Die spürbar körperlichen Veränderungen machen die Schwangerschaft und die nahende Geburt real, was besonders jungen Müttern Angst machen kann. Während akute Übelkeit in den Schwangerschaftswochen 3-10 auftritt, beruhigt sich die Lage gegen Ende des ersten Trimesters.

Der Körper hat sich auf ein zweites Lebewesen eingestellt, während der kindliche Körper Form annimmt und zu reifen beginnt. Zu diesem Zeitpunkt kann sich die werdende Mutter auch innerlich entspannen, da sich der Fötus jetzt fest in der Gebärmutter eingenistet hat. Bis zur 12. Schwangerschaftswoche besteht immer die Möglichkeit, dass das neu entstehende Leben abgestoßen wird. Dabei folgt der mütterliche Körper eigenen Gesetzen, die sich nicht in jedem Fall medizinisch nicht begründen lassen. Mütter, die zu Fehlgeburten neigen, sollten sich gerade in diesem Zeitraum besonders schonen, um dem Körper die Möglichkeit zu geben, ein babyfreundlichesKlima zu schaffen.

Was bedeutet die Zahl hinter SSW?

In der Schwangerschaft lassen sich jeden Tag Veränderungen wahrnehmen. Deshalb werden neben den Schwangerschaftswochen auch die einzelnen Tage angegeben, die das Baby schon im Bauch der Mutter verbracht hat. Auf diese Weise können abweichende Entwicklungen sehr früh wahrgenommen und gegebenenfalls behandelt werden. Die entsprechenden Eintragungen im Mutterpass sehen anfangs verwirrend aus, dabei lassen sich diese Angaben ganz leicht verstehen.

Jede abgeschlossene Woche der Schwangerschaft wird als ganze Zahl geschrieben. Hinter dieser tauchen häufig einstellige Zahlen von 1-6 auf. Sie geben den Wochentag nach der vollendeten Schwangerschaftswoche an. 12/3 würde bedeuten, dass die werdende Mutter 12 Schwangerschaftswochen hinter sich hat und jetzt am dritten Tag der 13. Woche ist. Die Unterteilung in einzelne Wochentage ist auch hinsichtlich der Unterbrechung einer Schwangerschaft von Bedeutung. Im Normalfall kann diese bis zur zwölften Woche beendet werden, der Stichtag wäre dann 11/6.

Das zweite Trimester

Im zweiten Trimester geht es den meisten Schwangeren gesundheitlich und psychisch sehr gut. Nach der kräftezehrenden Umstellungsphase haben sich die Organismen von Mutter und Kind aufeinander eingestellt. Das Baby erhält alles Lebensnotwendige durch den mütterlichen Körper. Die Schwangere erlebt durch Hormonschübe eine Phase voller Kraft, Tatendrang und Vorfreude. Im fünften Schwangerschaftsmonat erleben Erstgebärende einen ganz besonderen Moment. Die erste Bewegung des Babys wird an ihrer Bauchwand spürbar. Zweit- und Mehrgebärende nehmen die Kindsbewegungenschon früher wahr, häufig während des vierten Monats. Jetzt rundet sich der Bauch spürbar und die Schwangerschaft ist nicht mehr zu übersehen. Mütter, die zum wiederholten Mal schwanger sind, müssen schon früher von der normalen Kleidergröße zur Umstandsmode oder den T-Shirts und Pullovern des Partners wechseln. Bei Ihnen zeichnet sich das zusätzliche Bauchwachstum schon mehrere Wochen vorher ab.

Neben dem Umstellen der Garderobe, dem plötzlichen Heißhunger auf ungewohnte Nahrungsmittelkombinationen und einer wöchentlichen Gewichtszunahme, erwacht der Nesttrieb der werdenden Mutter. Ihre Aufmerksamkeit ist ausschließlich auf die Babyausstattung, das Kinderzimmer, den Kauf des Kinderwagen und jede Kleinigkeit gerichtet, die mit dem Nachwuchs zu tun hat. Mutter Natur verleiht jeder Schwangeren im zweiten Trimester genügend Elan und Wohlbefinden, um alles für das Baby und die neue Mutterrolle vorzubereiten.

Berechnung des Geburtstermins

Je näher der errechnete Geburtstermin rückt, desto offensichtlicher verändert sich der mütterliche Körper. Zu Beginn des letzten Trimesters nimmt die Leibesfülle fast wöchentlich zu. Bauchumfang und Brüste weisen bei jeder Untersuchung einen größeren Umfang auf. Dem entspannten zweiten Trimester folgen drei Monate, in denen die werdende Mutter immer kürzer treten muss. Das zusätzliche Gewicht des Babys sorgt bei anstrengenden Arbeiten oder Treppensteigen für Atemnot. Die Muskulatur wird übermäßig beansprucht. Wasser kann sich in den Füßen und Beinen einlagern und diese schmerzhaft anschwellen lassen.

Das wachsende Kind drückt auf Zwerchfell und Blase. An Durchschlafen ist in diesem Stadium nicht mehr zu denken, weil das geringere Fassungsvermögen der Blase von jetzt an für nächtliche Toilettengänge sorgt. Das Bauchgewicht kann für Rückenschmerzen verantwortlich sein und oft beginnt der Nachwuchs mit seinen Turnstunden genau zu der Zeit, wenn die erschöpfte Mutter schlafen will. Die zwölf Wochen vor der Geburt sind von physischen Einschränkungen geprägt. Der mütterliche Körper wird zur Ruhe gezwungen, um dem Baby das Umfeld zu geben, das es zum Wachstum und zur Ausbildung der Organe braucht. In dieser Zeit entsteht ein enger Kontakt zum Kind. Mit seinen Füßen und Händen kann es die Bauchdecke der Mutter treten, die durch Auflegen der Hand das Kind durch die Haut berühren und spüren kann.

Geschlecht des Kindes berechnen

Um die Geschlechtsbestimmung ranken sich viele Mythen. Angeblich kann genau berechnet werden, ob ein Kind ein Junge oder Mädchen wird. Wirklich eindeutige Eckdaten, die bei allen Frauen zutreffen, wurden bislang jedoch nicht gefunden. Die Natur lässt sich nicht in die Karten schauen, so sehr der Mensch das Geschlecht seines Nachwuchses auch selbst bestimmen und beeinflussen möchte. Das Leben sorgt für ein Gleichgewicht der Geschlechter, ohne dass sich das eindeutig beeinflussen lässt. Den meisten Eltern ist die Frage nach einem Jungen oder Mädchen auch egal. Hauptsache gesund, so ist die Grundeinstellung.

Rückt die 40. Schwangerschaftswoche näher, wächst der Wunsch, dass sich das Baby endlich auf den Weg macht. Drei Monate physischer Eingeschränktheit hinterlassen Spuren, obwohl die Herausforderungen erst mit der Geburt beginnen und Jahrzehnte andauern werden. Bei einer natürlichen Geburt kann diese bis zu zwei Wochen vor oder nach dem errechneten Termin liegen. Dabei wird meist von einem Mädchen ausgegangen, wenn das Geburtsdatum überschritten wird.

Formel: Berechnung des Geburtstermins (EGT)

Die Berechnung wird anhand der sogenannten „Naegele-Regel“ durchgeführt. Franz Naegele (1778 bis 1851) war ein Heidelberger Gynäkologe, der folgende Formel für den voraussichtlichen Zeitpunkt der Geburt aufstellte:

Errechneter Termin der Geburt = Erster Tag der letzten Periode + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr.

Darüber hinaus existiert noch die sogenannte „erweiterte Regel“ nach Naegele, die unterschiedliche Menstruationslängen berücksichtigt:

Errechneter Termin der Geburt = Erster Tag der letzten Periode + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr ± Abweichung von dem 28 tägigen Zyklus in Tagen

Das aus dieser Formel errechnete Datum entspricht dem kalkulierten Termin der Geburt.

Geschlecht des Babys bestimmen

Während eine Schwangerschaft an sich relativ früh festgestellt werden kann, erfolgen erste große Ultraschalltermin erst relativ spät. Häufig ist dies der sogenannte „Organultraschall“ oder „Feinultraschall“ ab der 13. SSW. Er dient jedoch vorrangig der Früherkennung von Krankheiten oder Fehlbildungen. Manche Ärzte treffen hier aber auch schon Aussagen zum Geschlecht.

Ab der 17. SSW kann der Gynäkologe anhand des Ultraschallbildes ziemlich sicher erkennen, ob Ihr Kind ein Mädchen oder ein Junge ist. Dennoch ist es trotz kontinuierlich technischer Weiterentwicklung möglich, dass Fehlerquellen nicht ganz ausgeschlossen werden können.

Wenn das Kind beispielsweise die Beine verschränkt hat, ist Genitalbereich nicht einsehbar. Zudem kommt es immer auf die Qualität eines Ultraschallgerätes an. In Spezialpraxen finden sich häufig moderne, hochauflösende Apparaturen – die Wahrscheinlichkeit das Geschlecht korrekt zu bestimmten ist damit höher.

Noch viel wichtiger sind aber die Kenntnisse und Erfahrung des Arztes. Das beste Gerät nützt nichts, wenn es nicht richtig bedient und die Ergebnisse nicht richtig interpretiert werden.

Vorausgesetzt, die Lage des Kindes ist günstig, liegt die Zuverlässigkeit der Geschlechtsbestimmung aber der 17. SSW bei circa 90 Prozent.

Junge oder Mädchen – ab wann ist die Untersuchung möglich?

Generell wird schon im Augenblick der Befruchtung festgelegt, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. Entscheidend in diesem Prozess sind die männlichen Chromosomen, die das Geschlecht des Babys bestimmen. Bis zur 7. SSW verläuft die Entwicklung von Jungen und Mädchen identisch. Die unterschiedlichen Geschlechtsorgane bilden sich erst anschließend.

Junge oder Mädchen? Die Neugier ist nur allzu verständlich. Jedoch gibt in Deutschland  aus gutem Grund ganz klare gesetzliche Regelungen, ab wann die Eltern das Geschlecht erfahren dürfen.

Rechtsgrundlage ist das seit dem Jahr 2010 gültige Gendiagnostik- Gesetz (GenDG). Dieses erlaubt Ärzten erst ab der 12. SSW p.c. den Eltern das Geschlecht zu verraten.

Unterschied SSW p.c. und SSW p.m.

Dabei berechnen schwangere Frauen jedoch häufig die Wochen anders als Ärzte. Denn die meisten werdenden Mütter zählen die Wochen nach ihrer letzten Periode.

In der Medizin wird dies mit „p.m“ abgekürzt, was so viel heißt wie „vor der Menstruation“. Der Zeitraum, der für Ärzte jedoch maßgeblich ist, wird mit „p.c.“ abgekürzt, dies bedeutet „nach der Empfängnis“.

Der Gesetzgeber hat sich an der medizinischen Berechnung orientiert. Im Klartext bedeutet dies, dass der Gynäkologe vor der 12. SSW p.c. (das heißt vor der 14. SSW p.m.) den werdenden Eltern das Geschlecht des Kindes gar nicht verraten darf.

Durch das Gesetz sollen Abtreibungen aufgrund des Geschlechts verhindert werden.