Die Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH (forsa) führte im Auftrag von Blitzrechner.de eine umfassende Onlinebefragung durch. Ziel war es, die Kaufgewohnheiten und Präferenzen von Eltern beim Kauf von Kinderschuhen zu erforschen. Insgesamt wurden 1.004 Eltern von Kindern unter 12 Jahren befragt, die Kinderschuhe sowohl online als auch im Ladengeschäft erwerben.
Kernergebnisse der Studie:
- Überprüfung der Passung: Mehr als 90% der Eltern überprüfen die Passung von Kinderschuhen nicht korrekt.
- Messung der Fußgröße: Nur etwa die Hälfte der Eltern misst den Fuß ihres Kindes überhaupt, bevor sie neue Schuhe kaufen.
Diese Ergebnisse weisen auf signifikante Lücken im Verständnis und in den Praktiken beim Schuhkauf für Kinder hin. Sie unterstreichen die Notwendigkeit, Eltern besser über die Bedeutung einer korrekten Passform und die richtigen Methoden zur Überprüfung zu informieren.
Daten zum Download: Für detaillierte Einblicke in unsere Studienergebnisse bieten wir Ihnen die Möglichkeit, die vollständigen Daten herunterzuladen.

Repräsentative Studie: So kaufen deutsche Eltern Kinderschuhe
Im Dezember 2023 wurde eine umfassende Untersuchung zum Kaufverhalten von Eltern mit Kindern unter 12 Jahren durchgeführt. Die repräsentative Befragung von 1.004 Elternteilen gibt Aufschluss darüber, welche Kriterien beim Schuhkauf entscheidend sind und wie die Passform in den eigenen vier Wänden überprüft wird.
Einkaufswege: Zwischen Fachhandel und Online-Shop
Der Kinderschuhkauf ist heute geprägt von einer Mischung aus stationärem Handel und digitalem Shopping. Während ein knappes Drittel der Eltern (31 %) Schuhe ausschließlich im Ladengeschäft erwirbt, nutzt die Mehrheit von 65 % (auch) das Internet für den Einkauf. Lediglich eine kleine Minderheit von 7 % verlässt sich beim Schuhkauf ausschließlich auf Online-Angebote.
Qualität und Passform als wichtigste Entscheidungskriterien
Beim Online-Kauf haben Eltern klare Prioritäten, wobei drei Faktoren besonders hervorstechen:
- Gute Qualität: Für 56 % der Befragten das wichtigste Kriterium.
- Gute Passung: Steht für 52 % an zentraler Stelle.
- Markenerfahrung: 49 % vertrauen auf Marken, mit denen sie bereits gute Erfahrungen gesammelt haben.
Ein interessanter Aspekt der Studie ist die abnehmende Relevanz der Passform mit steigendem Alter des Kindes. Während bei Kleinkindern bis 3 Jahren noch 62 % der Eltern die Passung als entscheidendes Kriterium nennen, sinkt dieser Wert bei den 10- bis 11-Jährigen auf 40 %. Parallel dazu gewinnen günstige Preise bei älteren Kindern an Bedeutung (50 % bei den 10- bis 11-Jährigen gegenüber 43 % bei Kleinkindern).
Die Suche nach der richtigen Größe
Um im Internet die korrekte Größe zu finden, messen 53 % der Eltern den Fuß ihres Kindes selbst aus – etwa mit einem Lineal – und bestellen basierend auf den Herstellerangaben. Diese Genauigkeit nimmt jedoch mit dem Alter ab: Während 62 % der Eltern von Kleinkindern nachmessen, tun dies bei den ältesten Kindern nur noch 40 %.
Zusätzlich nutzen viele Eltern Sicherheitsstrategien:
- 34 % bestellen die neuen Schuhe pauschal eine Nummer größer als das aktuelle Modell.
- 33 % bestellen direkt mehrere Größen zur Auswahl, um die Passform vergleichen zu können.
Der Praxistest zu Hause: Daumenprobe bleibt Standard
Sobald die Lieferung eintrifft, nutzen Eltern verschiedene Methoden, um den Sitz der Schuhe zu kontrollieren. Mit 85 % ist die klassische Daumenprobe die am häufigsten genutzte Methode, unabhängig vom Alter des Kindes.
Weitere gängige Verfahren sind:
- Laufprobe: 78 % lassen das Kind in den neuen Schuhen auf und ab laufen.
- Befragung: 73 % fragen ihr Kind direkt, ob der Schuh bequem sitzt.
- Innensohlen-Check: 57 % nehmen die Innensohle heraus und stellen den Fuß des Kindes darauf.
Bemerkenswert sind hier die Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Frauen nutzen die Methode, den Fuß auf die herausgenommene Innensohle zu stellen, mit 66 % deutlich häufiger als Männer (47 %).
