Kosten von Kaffee: Nespresso, Filterkaffee & Kaffeemaschine

Wie viel Geld gibt man für Nespresso-Kapseln aus? Was kostet eine Tasse Kaffee mit einer Nespresso-Maschine im Vergleich zu normalen Filterkaffee? Lohnen sich die kompatiblen Kapseln von Lidl, Aldi, Amazon und Co? Wie viel Müll produziert eigentlich eine Nespresso-Kaffeemaschine? Welche Art der Kaffeezubereitung ist am günstigsten? Und lohnt sich eventuell die Anschaffung eines Kaffeevollautomaten?

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Kapselmaschine

Die Kapselmaschine hat die Kunst des Kaffeetrinkens revolutioniert. Binnen weniger Sekunden zaubern die Geräte aromatischen Kaffee, Cafe latte, Espresso und viele weitere Kaffeespezialitäten. Der Geschmack hat jedoch seinen Preis. Aus diesem Grund sind Kapselmaschinen eher für Gelegenheitstrinker oder als Ergänzung zu einer anderen Kaffeemaschine sinnvoll.

So funktioniert eine Kapselmaschine

Für eine Tasse Kaffee wird bei diesem Typ Maschine eine spezielle Kapsel benötigt, um im Handumdrehen ein Heißgetränk zu zaubern. Diese Kapseln bestehen entweder aus Aluminium oder Kunststoff und sind mit Kaffeepulver gefüllt. Mittlerweile haben auch Kapseln für Kakao und Tee den Markt erobert. Zunächst muss der Wassertank der Maschine gefüllt werden. Der Powerknopf sorgt dafür, das Wasser aufzuheizen. Währenddessen wird eine Kapsel in das dafür vorgesehene Fach eingelegt. Dieses Fach befindet sich in der Regel auf der Oberseite des Gerätes. Die Öffnung der Kapsel übernehmen die Maschinen meistens von selbst. Nur bei einigen wenigen Herstellern erfolgt das manuell mit einem entsprechenden Hebel oder Werkzeug. Sobald die Signalleuchte zu verstehen gibt, dass die richtige Wassertemperatur erreicht ist, kann eine Tasse unter dem Auslauf platziert und der Startbutton betätigt werden. Die Maschine saugt das Wasser aus dem Tank in das Innere des Gerätes und presst es durch die kleine Öffnung der Kapsel. Nun werden die Aromen freigesetzt und der Kaffee läuft in die bereitgestellte Kapsel. Manche Kapseln können ein zweites Mal verwendet werden, falls die produzierte Kaffeemenge nicht ausreicht.

Kaffee machen kann Jeder. Aber guten Kaffee zu machen, will gelernt sein. Nicht umsonst erfordert die Schulung zum Barista viel Zeit und Geduld. Und neben exzellenten Bohnen braucht es auch eine Mühle und natürlich eine Kaffeemaschine. Das Versprechen der Kapselmaschinen: Per Auf Knopfdruck kann sich jetzt jeder einen guten Kaffee selbst zaubern.

 

Was steckt in den Kaffeekapseln?

Kein Trend ohne Misstrauen – viele Fachleute und Verbraucher haben sich in der Vergangenheit gefragt, was eigentlich in den so beliebten Kaffeekapseln steckt. Daher hat sich auch Öko-Test der Kapseln angenommen und die Inhaltsstoffe abgesegnet: Enthalten sind bis zu 100 Prozent hochwertige Kaffeesorten. Manche Hersteller bringen in regelmäßigen Abständen spezielle Editionen mit sortenreinen Kaffeespezialitäten von ausgesuchten, exklusiven Plantagen heraus. Nicht jeder hat Kapseln mit integrierter Milch im Angebot. Wer auf den Schaum bei manchen Modellen nicht verzichten möchte, benötigt eine Maschine mit einem integrierten Milchaufschäumer. In der Vergangenheit gab es immer wieder einmal Gerüchte, dass giftige Gase beim Erhitzen der Kapseln entstehen. Das hat sich allerdings nicht bestätigt.

Kaffeekapseln und Umweltproblematik

Die Kaffeekapseln aus Aluminium oder Kunststoff stoßen nicht überall auf Gegenliebe. Kritiker mahnen schon seit Jahren das immense Abfallaufkommen an, dass durch die Kapseln entsteht. Alleine in Deutschland werden jährlich drei Milliarden Kaffeekapseln verbraucht – Tendenz steigend. Das bedeutet einen zusätzlichen Müllberg von 5000 Tonnen. Es gibt zwar schon Nachfüllsysteme, doch noch nicht alle Hersteller ziehen dabei mit. Zudem ist fraglich, ob die wiederverwertbaren Kapseln auch wirklich wiederverwertet werden. Tchibo wird bei seinem Kunststoffkapselsystem mit einer angeblich besseren Umweltbilanz. Nespresso verweist gerne darauf, dass Aluminium recycelt werden kann. Auf jeden Fall gehören Kaffeekapseln in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack.

Im Gegensatz zu normalen Kaffeesatz dürfen Kaffeekapseln nicht in den normalen Kompost gegeben werden.

Der Preis von Kaffeekapseln

Im Vergleich zur Padmaschine und zur normalen Kaffeemaschine ist ein Kaffee aus der Kapsel ein kleiner Luxus. Je nach Hersteller kostet eine Kapsel ab 25 Cent aufwärts, bei einer „Limited Edition“ werden es durchaus 50 Cent. Zudem empfehlen die Hersteller, nur die hauseigenen Kapseln zu benutzen, um die Funktionsfähigkeit der Maschine zu gewährleisten. Nespresso gibt es zum Beispiel nur in den hauseigenen Shops oder im Internet zu kaufen. Bei Erwerb der Maschine werden Verbraucher automatisch Mitglied im Nespresso Club. Seit 2014 hat Nespresso sein System immerhin geöffnet. In diese Kapselmaschine dürfen nun auch die Produkte anderer Hersteller hinein, ausdrücklich auch vom Discounter. Die liegen unter 20 Cent pro Stück und sind damit zwar billiger als Markenkapseln, aber trotzdem immer noch teurer als andere Methoden der Kaffeezubereitung. Wer Kapseln vom Drittanbieter kaufen möchte, muss sich vorab versichern, dass diese wirklich in sein Gerät passen. Manche sind von der Bauweise her absolut identisch, andere lassen sich noch nicht einmal einlegen. Trotzdem gibt es einige Tricks, wie sich bei Kaffeekapseln Geld sparen lässt:

  • Wer seinen Kaffee nicht ganz stark mag, kann aus einer Kapsel zwei Tassen aufbrühen.
  • Im Internet werden Kapsel zum selber Befüllen angeboten. Das kann sich rechnen.
  • Ganz clevere füllen gebrauchte Kapseln des Herstellers in Eigenregie nach.

Vorteile und Nachteile der Kaffeekapseln

Vorteile

  • Je nach gewählter Sorte sehr guter Kaffeegeschmack
  • einfach und unkompliziert zu bedienen
  • saubere Bedienung
  • einfaches Handling
  • lange Haltbarkeit des Kaffees

Nachteile

 

  • hoher Preis für die Kapseln
  • schlechte Ökobilanz der Kapseln

Die einzelnen Kapselmaschinen im Überblick

Kapselmaschinen sind in den letzten Jahren zum Lifestyleprodukt avanciert. Viele Hersteller haben ihre eigenen Systeme auf den Markt gebracht. Die bekanntesten Marken sind:

  • Nespresso
  • Dolce Gusto
  • Tassimo
  • Cafissimo

Nespresso

Nespresso wird oft synonym mit der Kapselmaschine verwendet. Der Hersteller punktet mit einer großen Auswahl an verschiedenen Kaffeekapseln sowie einer kompakten Maschine mit einer leichten Handhabung. In ihrer einfachsten Variante hat die Maschine lediglich zwei Wahltasten für die Kaffeemenge. Sie ist von der Größe her kompakt und eignet sich daher auch für kleine Küchen. In der Basisvariante ist die Auswahl möglicher Getränke recht eingeschränkt. Viele Verbraucher schreckt der hohe Kapselpreis ab. Da die Kapseln aus Aluminium bestehen, ist die Entsorgung problematisch.

Dolce Gusto

Dolce Gusto wird als Kooperation von Krups und DeLonghi angeboten. Die Maschine stellt eine günstige Alternative zu Nespresso dar und kann mit Markenqualität punkten. Die verschiedenen Gerätegrößen lassen jeden seinen Favoriten finden. Allerdings besitzen nicht alle Maschinen eine Füllmengenkontrolle, wodurch es bei den Typen mit manuellem Hebelsystem zum Überlaufen kommen kann. Die Kaffeekapseln sind recht groß dimensioniert, auch der Halter kommt mit einer stattlichen Größe daher. In Bewertungsportalen ist immer wieder zu lesen, dass die Kapseln einen starken Geruch ausströmen.

Tassimo

CafissimoTassimo wird vom Qualitätshersteller Bosch produziert. Das verspricht lange Haltbarkeit in Verbindung mit ausgefeilter Technologie. Statt Kapseln gibt es hier T-Discs, was den Benutzer auf dieses System festlegt. Diese Discs sind nicht recycelbar und zudem ist der Tassenpreis deutlich höher als bei anderen Kapselmaschinen. Anhänger von Tassimo schätzen die leichte Bedienbarkeit, die integrierte Filterfunktion für den jeweils besten Härtegrad sowie die Identifizierung der Disc durch einen Barcode, der die Maschine optimal für die gewählte Kaffeesorte vorbereitet.

Hinter Cafissimo stecken Tchibo und Saeco. Die Maschinen sind aufgrund ihres Designs und guter Verarbeitung beliebt und überzeugen mit einem guten Preis- Leistungsverhältnis. Allerdings sind die Kapseln im Vergleich recht teuer und können nicht recycelt werden. Cafissimo ist leicht bedienbar, bietet jedoch keine Wasserstandsanzeige, aus der ersichtlich wird, dass zu wenig Wasser enthalten ist.

Kaffeepadmaschine

Geht es darum, am Morgen möglichst schnell zu einer Tasse Kaffee zu kommen, sind Kaffeemaschinen eine gute Option. Die Mutter aller Padmaschinen ist die Senseo von Philips, hergestellt in Zusammenarbeit mit der Kaffeerösterei Jacobs Douwe Egberts. Die Idee schlug damals ein wie eine Bombe und hat jede Menge weiterer Hersteller inspiriert, eine eigene Padmaschine auf den Markt zu bringen.

So arbeitet eine Kaffeepadmaschine

Zur Zubereitung einer Tasse Kaffee benötigt die Kaffeepadmaschine Wasser und einen oder zwei Kaffeepads. Ein Pad beinhaltet knapp sieben Gramm Kaffeepulver. In den Tank der Maschine wird bis zur Markierung Wasser eingefüllt, dann wird die Klappe aufgemacht und der Kaffeepad eingelegt. Die Maschine muss das Wasser vorheizen, was weniger als eine Minute dauert. Nach Betätigen des Startknopfs ist der Kaffee in Sekundenschnelle fertig.

 

Für wen sich eine Kaffeepadmaschine eignet

Mit der klassischen Kaffeepadmaschine wird eine Tasse Kaffee hergestellt. Mittlerweile sind auch Maschinen mit zwei Ausläufern auf dem Markt, was sich für ein Paar definitiv besser eignet. Denn sobald in einem Haushalt mehr als ein Kaffeetrinker morgens versorgt werden muss, zieht sich die Zubereitung in die Länge. Singles und WGs lieben allerdings ihre Padmaschinen. Auch in Büros ist diese Art der Kaffeezubereitung populär, da immer nach Bedarf aufgebrüht wird. In Küchen mit wenig Stellfläche zeigt sich die Padmaschine als Platzwunder, das kompakter und preiswerter als ein Kaffeevollautomat ist.

Der Preis einer Padmaschine

Die Preise zwischen den einzelnen Herstellern variieren stark. Auch kommt es darauf an, ob ein einfaches Basismodell gewünscht wird oder Extras wie integrierter Milchaufschäumer und automatische Reinigung bevorzugt werden. Wer sich eine Kaffeepadmaschine zulegt, findet immer wieder interessante Angebote. Maschinen namhafter Hersteller sind zu einem Preis ab 60 Euro zu haben.

So schmeckt Kaffee aus der Padmaschine

Je nach Modell und ausgewählten Pads kann nicht nur normaler Kaffee hergestellt werden, sondern auch Spezialitäten wie Cafe Latte, Cappucino oder Espresso. Manche Maschinen verfügen über einen integrierten Milchaufschäumer. Ansonsten gibt es Pads, in denen bereits Milchpulver oder auch Aroma integriert ist. Das Endergebnis dieser Pads lässt allerdings zu wünschen übrig und ist nicht vergleichbar mit einem frisch aufgeschäumten Milchkaffee. Manche Maschinen bieten die Möglichkeit, die Intensität des Kaffees einzustellen. Das hat jedoch seinen Preis. Alternativ sind im Handel Pads in unterschiedlichen Stärkegraden und aus verschiedenen Bohnensorten erhältlich.

Kostenpunkt Pads

Früher konnten Verbraucher in der Senso nur die Originalpads des Herstellers benutzen. Das hat sich glücklicherweise geändert und macht den Kaffeegenuss nun deutlich preiswerter. Eine Tasse Kaffee mit den Originalpads kostet zwischen 8 und 16 Cents, werden die Pads von No Name-Herstellern aus dem Discounter benutzt, wird die Angelegenheit deutlich preiswerter.

Kaffeepads und Umwelt

Die Standardkaffeepads können nach der Benutzung auf den Komposthaufen oder in die Biotonne gegeben werden. Problematischer wird es mit Pads, die eine Kunststoffkammer enthalten und nicht recycelt werden können. Da einige Hersteller die Kaffeepads einzeln einschweißen, bleibt Verpackungsmüll zurück, der dem von Kaffeekapseln in nichts nachsteht. Es empfiehlt sich daher, ausschließlich komplett kompostierbare, nicht einzeln verpackte Pads zu kaufen.

Vor-und Nachteile einer Kaffeepadmaschine

Vorteile

  • nimmt wenig Platz weg
  • leicht zu reinigen
  • gleichbleibendes Geschmackserlebnis durch vorgegebene Dosierung
  • keine zurückbleibenden Reste, die schal schmecken
  • schnelle, unkomplizierte Kaffeezubereitung

Nachteile

  • unpraktisch bei mehreren Kaffeetrinkern im Haushalt und bei Gästen
  • Pads sind teurer als loser Bohnenkaffee
  • einzeln verpackte Pads produzieren unnötigen Müll

Kaffeevollautomat

Ein Kaffeevollautomat ist in der Lage, verschiedene Kaffeesorten zu produzieren. In viele Geräte ist zusätzlich ein Milchschäumer integriert, sodass sich Cafe Latte in einer Qualität wie im Café zu Hause zubereiten lässt. Auch der Kaffeevollautomat ist ein Lifestyleprodukt, das jedoch seinen Preis hat.

Wie funktioniert ein Kaffeevollautomat?

Um das vollmundige Kaffeearoma in der Tasse zu erzeugen, spielen bei einem Kaffeevollautomaten viele verschiedene Komponenten in die Zubereitung hinein. Der Vollautomat mahlt die Kaffeebohnen erst unmittelbar vor dem Brühen, was alle Aromen und Duftstoffe erhält. Um den Geschmack auf persönliche Vorlieben abzustimmen, kann der Mahlgrad individuell eingestellt werden. Je härter ein Mahlwerk ist, desto höher ist der Preis der Maschine. Es gibt Mahlwerke aus Plastik, Keramik oder Stahl. Das Wasser wird mit einer Art Durchlauferhitzer aufbereitet und anschließend mit einem Druck von sieben bis neun Bar durch den gemahlenen Kaffee gepresst. Auf dem Kaffee bildet sich die charakteristische Crema, die alle Aromen einschließt.

Das kostet ein Kaffeevollautomat

Ein guter Kaffeevollautomat hat seinen Preis, der schnell 1000 Euro und mehr betragen kann. Mittlerweile bieten jedoch einige Hersteller auch Maschinen im Einsteigersegment ab 250 Euro an. Hochwertige Modelle reinigen sich bei Bedarf von selbst auf Knopfdruck. Gelegentlich muss der Wasserfilter ausgetauscht werden, um ein Verkalken zu verhindern. Viele Automaten melden sich von selbst, wenn ein Problem anliegt. Die Qualität des Mahlwerkes lässt über die Jahre nach. Nach zwei bis drei Jahren hat sich jedoch bei Vieltrinkern die Anschaffung amortisiert.

Die Kosten für den Kaffee

Im Vergleich zu Kapseln kommt die Tasse aus dem Kaffeevollautomaten mit durchschnittlich zwölf Cent richtig günstig daher. Gekauft werden müssen lediglich die Bohnen. Wer sich hier mit preisgünstigen Bohnen zufriedengibt, spart noch einmal.

Kaffeevollautomaten und Umwelt

Der Trester wird aus dem Auffangbehälter genommen und kann gleich auf den Kompost oder in den Biomüll wandern. Wer seine Bohnen lose kauft und selbst ein Gefäß zum Abfüllen mitbringt, trinkt noch nachhaltiger.

Vor- und Nachteile eines Kaffeevollautomaten

Vorteile

  • Schnelle, einfache Zubereitung
  • intensives Aroma
  • selbstreinigende Kaffeemaschine
  • Kaffee wie im Lokal
  • umweltfreundlich

Nachteile

  • hoher Anschaffungspreis
  • große Abmessungen der Maschinen

    Siebträgermaschine

    Die Siebträgermaschine spielt in derselben Preisklasse wie der Kaffeevollautomat. Auf den ersten Blick ähneln sich die Systeme. Der Unterschied zum Kaffeevollautomaten ist, dass die Befüllung des Siebes einem kleinen Ritual gleicht. Kenner mahlen die Bohnen vorab sogar selbst mit der Kaffeemühle. Wie der Kaffeevollautomat auch, wird das Wasser mit hohem Druck durch das gemahlene Pulver gepresst. Manche behaupten, der Kaffee aus der Siebträgermaschine rieche nicht nur intensiver, sondern schmecke auch besser. Günstige Siebträgermaschinen sind schon ab 150 Euro zu haben, wer jedoch Spitzenqualität will, muss oft 2000 Euro auf den Tisch legen. Die Vor- und Nachteile dieser Zubereitungsart sind deckungsgleich mit dem Kaffeevollautmaten, ebenso der Preis pro Tasse.

    Filterkaffeemaschine

    Sie ist der Klassiker, die jahrzehntelang in keinem Haushalt fehlen durfte: die Kaffeemaschine. Das gute Stück wird jedoch immer mehr von Padmaschinen, Kaffeevollautomaten und Kapselmaschinen abgelöst. Trotzdem hat eine Filterkaffeemaschine auch ihre Vorteile, was sich vor allem dann bemerkbar macht, wenn Besuch kommt und viele Gäste auf einmal eine Tasse Kaffee wollen.

    So funktioniert eine Filterkaffeemaschine

    Bis vor wenigen Jahrzehnten war die Kaffeezubereitung eine äußerst mühsame Angelegenheit. Dann revolutionierten die Filtermaschinen das Kaffeetrinken. Sobald der Einschaltknopf betätigt wird, wird Wasser in den Wasserschlauch geleitet und dabei durch Heizstäbe erhitzt. Dann steigt es nach oben und tropft in den Kaffeefilter, der vorher mit Kaffeepulver gefüllt wurde. Von dort tropft es langsam in die Kanne. Während manche Maschinen noch eine Glaskanne haben, warten viele Modelle mit einer Thermoskanne auf. Das ist sehr praktisch, da die Kanne einfach auf den Tisch gestellt werden kann. Auch in Büros erfreuen sich aus diesen Gründen Filterkaffeemaschinen immer noch großer Beliebtheit.

    Das kostet eine Filterkaffeemaschine

    Filterkaffeemaschinen sind günstig. Einfache Modelle sind bereits ab 20 Euro zu haben, wer mehr Qualität möchte, kann auch 70 bis 150 Euro ausgeben. Hinzu kommen die Kosten für Papierfilter, die sich jedoch im Rahmen halten. Die Maschine muss regelmäßig selbst gereinigt werden, was jedoch mit wenigen Handgriffen erledigt ist. Die Kanne kann einfach ausgespült werden.

    Das kostet der Kaffee mit der Filterkaffeemaschine

    Während die Elterngeneration mit der Kaffeemaschine noch vollends zufrieden ist, winken Jüngere dankend ab. Denn die Kontaktzeit zwischen Pulver und dem Wasser ist relativ lange, was zu viele Bitter- und Gerbstoffe aus dem Kaffee herauslöst. Das Durchsickern des Kaffees dauert ebenfalls seine Zeit, was noch einmal Aromastoffe abhandenkommen lässt. Vor allem günstige Maschinen schaffen es nicht, das Wasser auf die Temperatur zu erhitzen, die ein vollmundiger Kaffee braucht. Dafür können viele Tassen auf einmal zubereitet werden. Bei Besuch und in Familien ist diese Maschine daher immer noch erste Wahl. Abhängig vom gewählten Kaffeepulver kostet die Tasse Kaffee um die 10 Cent oder sogar weniger. Nachhaltig ist Filterkaffee auch noch. Er kann samt Filter im Biomüll oder Kompost entsorgt werden.

    Vor-und Nachteile der Filterkaffeemaschine

    Vorteile

      günstiger Anschaffungspreis
  • kocht große Mengen Kaffee
  • umweltfreundlich

Nachteile

  • Kaffee schmeckt oft bitter
  • Aromen gehen verloren
  • Kaffee verliert bei langer Standzeit noch mehr an Geschmack
  • Kaffee ist nicht optimal temperiert

French Press

Die Siebstempelkanne zählt seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Kaffeemaschinen. Vor allem in Studentenwohnungen darf sie nicht fehlen. Sie braucht weder Strom noch Filterpapier und ist leicht zu reinigen.

So funktioniert eine French Press

Grob gemahlener Kaffee wird in der gewünschten Dosierung auf den Boden der Glaskanne gegeben und anschließend mit heißem Wasser übergossen. Je nach gewünschter Stärke zieht der Kaffee zwei bis vier Minuten durch. Dann wird das Sieb heruntergedrückt und fertig ist das Heißgetränk. Einfacher geht es nicht.

Das kostet eine French Press

Siebstempelkannen gibt es in verschiedenen Größen. Kleine Modelle sind bereits ab zehn Euro zu haben. Je nach verwendetem Material und Größe reichen die Preise bis zu 100 Euro für extravagante Ausführungen.

So schmeckt der Kaffee aus der Siebstempelkanne

Vollmundig und intensiver als ein Kaffee aus anderen Maschinen – so beschreiben Anhänger der French Press den Geschmack. Profis experimentieren mit Kaffeesorten, Mahlgraden und Wassertemperatur, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Das kostet der Kaffee aus der French Press

Der Preis einer Tasse hängt von der gewählten Kaffeesorte ab. Bei einem Produkt aus dem Discounter sind es nur weniger Cent, bei einer exkluisven Röstung kostet auch eine Tasse in der Stempelkanne ihre 30 Cent.

Vor- und Nachteile French Press

Vorteile

  • funktioniert ohne Strom
  • auf Reisen ideal
  • leicht zu reinigen
  • bereitet mehrere Tassen auf einmal zu
  • günstig in Anschaffung und beim Kaffee kochen

Nachteile

  • Restpartikel Kaffeepulver bleiben in den Tassen zurück
  • Kannen sind stossanfällig

Fazit

Die perfekte Kaffeemaschine gibt es nicht, letztendlich ist die Auswahl eine Geschmacksfrage. Vor dem Kauf empfiehlt es sich, bei Freunden und Familie die unterschiedlichen Varianten zu probieren. Neben den Anschaffungskosten sind jedoch auch die Kosten pro Tasse Kaffee interessant. Hier gibt es große Unterschiede. Bei Kapseln und Pads gibt es durch die Verwendung von No-Name-Produkten großes Einsparpotenzial. Nachhaltigkeit sollte ebenfalls in die Entscheidung mit einfließen. Während Kapselmaschinen den Müllberg vergrößern und auch Pads je nach Verarbeitung dazu einen Beitrag leisten, ist der Kaffeesatz bei allen anderen Zubereitungsarten komplett kompostierbar.

Was kostet Kaffee? Formel zur Berechnung

Zuerst werden die getrunkenen Espresso pro Woche berechnet (um eine Vergleichbarkeit herzustellen, wird ein Kaffee zwei Espresso gleichgesetzt). Die Espressos ergeben sich, indem zu den getrunkenen Espressos am Tag die getrunken Kaffees mal zwei hinzugerechnet werden. Danach werden sie mit der Personenanzahl multipliziert und anschließend mit der Tagesanzahl pro Woche mal genommen (Büro = 5 Tage, Privat = 7 Tage). Anschließend werden die getrunkenen Espresso pro Woche mit dem Preis pro Espresso multipliziert. Die Kosten der jeweiligen Maschine (Nespresson-, Senseo-, Espresso- und Kaffeemaschine etc.) werden von dem Betrachtungszeitraum von drei Jahren auf eine Woche herunter gebrochen indem durch 156 geteilt wird.

Die Kaffeekosten pro Wochen ergeben sich demnach:

\text{Kaffeekosten pro Woche} =\\\\ \text{(Espresso pro Woche}\times\text{Kosten pro Espresso)}+\text{Kosten der Maschine}

Die Kosten auf ein und drei Jahre gerechnet, ergeben sich indem die Kosten pro Woche mit 52 bzw. 156 multipliziert werden.

16 Kommentare

  1. Jo

    Die Berechnung und hinterlegte Formel für die Kapselmaschinen ist falsch.

    Beispiel.
    Ich trinke 1 X Nespresso Lungo und 1 X Nespresso Espresso pro Tag. Je Kapsel bezahle Ich 0,35 EURO . Dann sind das 0,70 EUR je Tag, und 4,90 EUR in der Woche.

    Eiine durchschnittliche Nespresso Maschine kostet ca. 160 Euro. Abgeschrieben über 3 Jahre (156 Wochen) kommen wir demnach auf gerundet 1,10 EUR je Woche.

    Beides macht in Summe 6,00 EUR je Woche. Ihr hab eine Abweichung von mehr als 30 Prozent.

  2. Tim

    Hallo Jo!

    Vielen Dank für deinen Kommentar.

    Es kommt natürlich drauf an, welche Werte man zugrunde legt. Gehe mal auf „Expertenmodus“, dann siehst du welche Werte vorausgefüllt sind und kannst diese entsprechend abändern. Wir hatten mit 0,34 € / Kapsel gerechnet und die Maschine mit 120 € veranschlagt.

    Wir haben gerade nochmal mit dem Taschenrechner mit deinen Werten nachgerechet. Wir kommen da auf 5,90 € / Woche (die Maschine muss ja umgelegt werden) oder 926,50 für drei Jahre. Dasselbe Ergebnis liefert auch der Rechner (bis auf eine kleine Rundungsdifferenz von nicht mal einem Euro).

    Liebe Grüße, Tim

    1. Dan

      Der Fehler liegt darin, bei einer Nespresso von dem Faktor 2 auszugehen, wenn man „Kaffee“ angibt. Ob ich nun einen Espresso oder Lungo trinke… Kapselmäßig ist das dasselbe (jeweils nur eine), lediglich die Wassermenge ist größer. Das ist schon ein erheblicher Unterschied. Nichtsdestotrotz ist und bleibt Nespresso sicher die teuerste Art, Kaffee zu trinken.
      Alles andere ist Geschmackssache. Mir schmeckt der Kaffee aus der Nespresso sehr viel besser als aus meinen (drei verschiedenen – WMF, Saeco, Jura) Vollautomaten zuvor. Außerdem kann ich bei jedem meiner Kaffees aussuchen, welchen ich trinken möchte.

      1. thalkend

        Nespresso gehört zu Nestle. Nestle gehört aufgrund der üblen Firmenpolitik boykottiert! (Einfachmal „Nestle Kritik“ googlen …)

  3. Jensen

    Hey :), hab genau danach gesucht!
    Wollte ich doch mal wissen wie viel Ich denn nun schon mit meinem Vollautomaten nach ca. 7500 Bezügen gegenüber den Nespresso Kapseln eingespart habe.
    Aber nicht nur das Geld war der Beweggrund, sondern auch eher der anfallende Müll sowie die Individualität bei der Kaffee Sorten Auswahl.
    Super gemacht Danke!

  4. Calced

    Bei den Folgekosten des Vollautomaten ist ja doch einiges vergessen worden: Reinigungstabletten, Entkalker, Milschschaumreiniger etc.

    Rechne die bitte einmal mit ein und dann kommst Du ganz schnell auf locker 0,35 – 0,42 pro Tasse und nicht wie in der Rechnnung 16 Tassen am Tag (2×8)*13g bei 500 g für 3,8 + Maschine ca. 1000,- . Zudem gibt es bei der Senseo Pads schon für 0,07. Und der Spruch: „Noname-Kapseln lohnen sich sich nicht bei Senseo und Nespresso“ passt dann nicht mehr.

  5. Sabine

    nespresso Kapseln haben einen viel besseren Geschmack als Vollautomaten. Schon allein die verschiedenen Geschmacksrichtungen der Kapseln. Ich habe meinen teuren Vollautomaten gegen eine Lattissima Pro eingetauscht und würde nie wieder wechseln. Aus den Kapseln mach ich Schmuck, Kerzen usw. Also kein Abfall für mich.

  6. Liznm

    Danke für diese Möglichkeit der Berechnung. Inzwischen kosten die Kapseln mehr, im Schnitt 42 Cent! Besondere Sorten kosten noch mehr. Eine gute Kapselmaschine mit automatischem Milchschäumer kostet ca 499€. Ich habe etwas weniger bezahlt.

    Ich tendiere gerade zu Jura E8, die soll schadstoffarm sein und ansonsten sehr gut. Für mich ist mit dieser Berechnung die Entscheidung gefallen. Ich komme auf 813€ für Kapseln. Das entspricht dem Preis von der Jura E8. Danke nochmal!

  7. Liznm

    @Calced.. Folgekosten habe ich bei der Latissima auch. Entkalker als Beispiel.. Milchschaumdüse reinigen,.. ich denke dazu braucht man kein besonderes Mittel.
    Senseo ist kein Kaffee.. ist sowas wie Plörre und alternative Kapseln für Nespresso sind kein Ersatz für leckeren Kaffee. Die nehm ich noch nicht einmal geschenkt. Wer ausschliesslich auf Geld achtet, sollte sich weder mit Nespresso noch mit Kaffeevollautomaten beschäftigen.

    1. Mehshat

      Du hast Recht. Wer auf Geld achtet, sollte sich mit den Preisen nicht beschäftigen. Aber Geld allein macht es nicht. Diese ganzen Kapseln – vornehmlich aus Plastik und das Thema Plastik ist gerade sehr aktuell -, verursachen Millionen oder Milliarden Tonnen von Müll. Siehe auch die Energiekosten und Resourcenverbrauch bei der Herstellung von Plastik und Aluminium. Am Ende isst Du Deine Kapseln selbst, wenn Du z.B. Fisch ist. Aber wenn es auf den Geschmack ankommt, dann schau Dir bitte die ganzen Profis an – nie im Leben verwenden die Kapseln, sondern nur Siebträger. Bei Aldi gibt es 1 kg Markenkaffee unter dem Aldibrand für 13,00 Euro. Das potenziert die Berechnungen dieser Website. Man kann immer etwas finden, um es hoch- oder runter zu drehen!

      1. Marc

        @Mehshat
        ich hab die Rechnung mal anders rum gedreht, komme aber auch auf vergleichbare Ergebnisse:

        Kaffeevollautomat ab 270 Euro (keine Milchdüse etc, daher sehr leicht zu reinigen)
        Milchschäumer ca30-60 Euro (sehr leicht zu reinigen)

        Kaffee
        1000g Bohnen ca. 06,49-16,89 Euro

        Wenn ich dann schaue, wie viel Pads und Kapseln ich kaufen muss, damit man auf 1000g (nur Inhalt Kapsel/Pad) kommt, dann ist meine Entscheidung einfach.

        @Sabine
        Über 10kg Plastikschmuck? Klasse, dann kannst du jeden Tag ein neues Design zeigen. Dummerweise trag ich keinen Schmuck – und wenn du den Schmuck nicht mehr tragen willst, bleibt er weitere 100 Jahre erhalten – es sei denn er wird beim Glücksspiel Gelbe Tonne tatsächlich recycled und nicht irgendwo in Italien deponiert.

        @Jeff
        Kaffee in Gramm finde ich besser als Tasse. Aber den Grundgedanken finde ich gut. Ganz nach Kohl „Entscheidet ist, was hinten rauskommt“.
        Senseo ca 125ml pro Tasse
        Nespresso 150-175ml pro Tasse?
        Vollautomat: 2x200ml, besser 2x150ml, damit der Becher nicht überläuft
        Allerdings haben die meisten Automaten einen Ausguss in der Höhe von 12-14cm, und damit passen die guten Thermosbecher nicht drunter.

  8. Jeff Morris

    Ein guter Ansatz, allerdings fehlen mir im Expertenmodus zwei Faktoren.

    Beispiel:
    Ein Student braucht morgens nur einen großen Becher Kaffee (ca.330 ml), den dafür 7 Tage die Woche. Ich könnte mir vorsellen, dass ein Vollautomat, vielleicht mit Mahlwerk und Milchschäumer mehr Strom braucht, als beispielsweise eine von den billigen „1-Tassen“ Kaffeemaschinen, die maximal zwei Tassen for Brühvorgang schaffen. Noch extremer wäre der Vergleich mit den portablen Kaffeemaschinen, die mit zwei AAA Baterien betrieben werden können, aber wer will sich schon auf so ein Experiment einlassen? :-)

    Das Beispiel zeigt noch einen zweites Problemchen. Wie viel ist eigentlich eine Tasse Kaffee?
    Wenn ich mich recht erinnere, dann ist die Standardmenge bei Senseo, mit den 7g Pads, 125ml Kaffee/Pad (Standardwerte, kein persönlicher Geschmack). Damit unser Student nun seinen Thermosbecher füllen kann, dann braucht er pro Thermoxbecher mindestens zwei oder drei Pads.Sind das dann drei Tassen?

    Jede Maschine hat für eine Tasse etwas andere Werte, und daher ist es gar nicht so einfach diese ohne Mengenangabe zu vergleichen. Es kann beispielsweise sein, dass man nur zwe Kapseln, aber drei Pads für das genannte Beispiel braucht.

    Theoretisch sollte sich die Reihenfolge nicht grüßartig ändern, allerdings verute ich einfach mal, dass die Abstände kleiner werden.

  9. Mirko D

    Guter Einwand von Jeff,

    wer bereits eine Maschine hat wird bestimmt genau wissen, wie viele TASSEN er benötigt. Besser wäre die Angabe in ml pro Einheit (Kapsel, PAD, Gramm Kaffee), damit man die User einbezieht die eine neue Maschine kaufen möchten und nicht genau wissen, wie viel Kaffee aus einer Einheit oder pro Brühvorgang gemacht werden kann.

    Für die Sparfüchse wäre vielleicht noch interessant, wie schnell die Zubereitung im Durchschnitt abgeschlossen ist. Klar hat da jede Maschine andere Werte, aber so allgemein kann man über die nötigen Handgriffe ein paar Rückschlüsse ziehen. Vermutlich sind die kleinen Größen aus Kaspsel und Pad schneller gebrüht, als eine ganze Kanne Filterkaffee. Andererseits vermute ich mal ganz stark, dass bei 10 Tassen/1 Kanne die Filterkaffeemaschine schneller sein wird, da man hier nicht ständig die Kapseln/Pads und Becher wechseln muss, sondern bequem was anderes erledigen kann, wärend die Maschine läuft.

    Von 1-Tassen Maschinen für Filterkaffee hatte ich noch gar nicht gehört, allerdings ergibt ein flüchtiger Blick auf den Markt, dass die Maschinen oft mechanisch sehr billig gefertigt sind und auch gerne mal schon nach ein paar Monaten ausfallen oder ein Eigenleben entwickeln. Kann aber auch nur daran liegen, dass sich selten jemand die Mühe macht Produktbewertungen für sehr günstige Produkte zu schreiben, wenn er weder etwas dafür bekommt, noch eine besondere Motivation (sich den Frust von der Tastatur wischen) greift.

    Also wie teuer ist denn so eine Studenten-Thermosbecher-Füllung (330ml klingt nach einer bestimmten Marke) im Vergleich?

    Wenn ich den Becher richtig errate gibt es noch Bonuspunkte, wenn man nicht erst umschütten muss, sondern den Becher direkt verwenden kann. Vermutlich hat da noch kein Entwickler dran gedacht – zumindest nicht an die Möglichkeit, dass man sehr hohe Thermosbecher verwenden möchte und diese wohl schlecht auf eine Warmhalteplatte stellt.

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