Klopapier-Hamsterei: Der Toilettenpapier-Rechner

Oh nein, geht das schon wieder los? Mit steigenden Coronazahlen wird auch wieder mehr gehamstert. Dabei ist das in den meisten Fällen gar nicht nötig. Dieser Klopapier-Rechner zeigt Ihnen, wie lange Sie mit Ihrem Toilettenpapier noch auskommen. Ob Sie eine zweiwöchige Quarantäne überstehen würden. Oder ob Sie gar zu viel gebunkert haben.

Der Toilettenpapier-Rechner

Corona-Krise: Der Hype ums Toilettenpapier

Die Hamsterkäufe in Deutschland nahmen zum ersten Lockdown bizarre Züge an. Insbesondere die Angst während einer Quarantäne ohne Toilettenpapier dazustehen, war groß. Doch war die Sorge berechtigt? Wie viel Toilettenpapier verbraucht ein durchschnittlicher Mensch eigentlich am Tag? Wie viel Klopapier sollte man tatsächlich auf Vorrat kaufen? Und was, wenn es zu einem zweiten Lockdown kommt oder man in Quarantäne muss? Hier finden Sie Antworten auf alle Fragen.

Wie viel Toilettenpapier soll man hamstern?
Viele Hamsterer greifen zu einer Großpackung mit 20 Rollen oder sogar Jumbopackung mit 40 Rollen und mehr. Würde man jede Rolle einzeln aufhängen, sähe das so aus.

Wie viel Toilettenpapier brauche ich auf Vorrat?

Natürlich gibt es unterschiedliche Gewohnheiten und Nutzungsverhalten. Aber als Faustregel gilt: Eine Rolle pro Person und Woche. Singles sollten also nur eine Packung à 8 bis 10 Rollen kaufen, die dann für mehr als zwei Monate ausreicht. Eine vierköpfige Familie kommt mit zwei Standard-Packungen einen ganzen Monat aus. Mehrere Großpackungen mit 24 Rollen oder gar Jumbopackungen mit 48 Rollen sind in den seltensten Fällen notwendig.   

Herleitung: Im Schnitt verbraucht der Deutsche pro Jahr 48 Rollen, also fast eine pro Woche. Eine Standardpackung enthält 10 Rollen. Wer sich als Single mit neuem Toilettenpapier eindeckt, obwohl er noch eine oder zwei Rollen zuhause hat, hat bereits einen Vorrat für 12 Wochen, also drei Monate.

Wie kann ich Toilettenpapier sparen?

Es ist eigentlich ganz einfach: Am besten weniger pro Toilettengang benutzen.

Tatsächlich benutzen viele Menschen mehr Toilettenpapier als nötig. Für das kleine Geschäft reichen ein bis zwei Blatt durchaus. Aus Bequemlichkeit reißt man jedoch automatisch mehr ab.

Viele Menschen nutzen Toilettenpapier auch für andere Dinge wie Nase putzen, Fenster reinigen, Trocknen feuchter Schuhe etc., obwohl hierfür spezielle Lappen, Zeitungspapier oder Taschentücher besser geeignet wären.

Was tun, wenn das Toilettenpapier alle ist?

Doch selbst wenn das Toilettenpapier schließlich zur Neige geht, ist nicht alles verloren. Schließlich ist das Klopapier in der Form, wie wir es heute kennen, erst knapp 150 Jahre alt. Trotzdem mussten die Menschen vorher auch schon ihre Geschäfte erledigen. Also wie hat man sich beispielsweise im Mittelalter den Hintern abgeputzt? Mit Lumpen, alter Kleidung, Schwämmen oder sogar Blättern. Heutzutage gibt es folgende Alternativen:

  • Der Waschlappen: Was vor rund 30 Jahren noch zur Standardausstattung in Badezimmern gehörte, kennen Jugendliche heute kaum noch. Dennoch ist der Waschlappen im Fall des Falls eine sinnvolle Alternative zum Toilettenpapier. Er ist feucht und damit sogar gründlicher als Papier und kann anschließend in der Waschmaschine gewaschen werden.
  • Das Bidet: In großen Badezimmern findet es sich teils noch. Das Bidet sieht aus wie eine Toilettenschüssel und hat einen Wasserhahn, der Wasser nach oben abgibt. So kann man sich auf das Bidet setzen und den Po mit Wasser sauber spülen lassen.
  • Duschen/Waschen: Wer kein Bidet hat, kann sich selbstverständlich auch einfach Waschen oder abduschen.
  • Podusche: Spezielle Hand-Poduschen werden mit Wasser befüllt und funktionieren so wie ein tragbares Bidet. Man kann mit ihnen das Gesäß abspülen. Auch für öffentliche Toiletten ist diese Alternative geeignet.

Zewa und Tempo als Klopapier-Ersatz?

Keine gute Idee ist die Verwendung von Taschentüchern und Küchenrolle als Ersatz für das Toilettenpapier. Die Küchenrolle kann meist gar nicht erst heruntergespült werden und muss im schlimmsten Fall mühsam aus der Toilette gefischt werden. Doch sowohl das Zewa als auch Taschentücher können zudem Toiletten und Rohre verstopfen.

Wer in der Not also zu diesen Alternativen greift, sollte sie in den Müll entsorgen, nicht in die Toilette.