Schwangerschaftstest ab wann möglich? Hier berechnen + 7 Tipps

Sobald Ihre Regelblutung ausbleibt oder Sie körperliche Veränderungen an sich feststellen, sollten Sie einen Schwangerschaftstest machen. Doch ab wann ist ein Schwangerschaftstest möglich? Ab wann ist ein Schwangerschaftstest sinnvoll? Wie genau ist ein Schwangerschaftsfrühtest? Was ist wichtig damit der Schwangerschaftstest richtig funktioniert? Antworten finden Sie in diesem Artikel.

Schwangerschaftstests: Ab wann möglich und sinnvoll?

Es gibt verschiedene Arten von Schwangerschaftstests. Schwangerschaftstest die zuhause mittels einer Untersuchung des Urins durchgeführt werden, haben eine Verlässlichkeit von 60 Prozent bis 99 Prozent. Wie verlässlich der Test ist, hängt letztendlich davon ab, wie weit die Schwangerschaft fortgeschritten ist. Spätestens ab dem zweiten Tag nach Ausbleiben der Periode beträgt die Zuverlässigkeit 99%.

Wie funktionieren Schwangerschaftstests?

Führen Sie den Test morgens durch. Denn Morgenurin weist eine erhöhte Konzentration des Schwangerschaftshormons HCG auf – und genau auf dieses Hormon testen moderne Schwangerschaftstests. Der erste Toilettengang nach dem Aufstehen ist daher der ideale Zeitpunkt für einen Test. Die richtige Handhabung ist je nach Fabrikat leicht unterschiedlich, lesen Sie daher unbedingt im Vorhinein den Beipackzettel genau durch. Bei den meisten Test muss das Teststäbchen kurze Zeit in den Urinstrahl gehalten werden oder in ein Behältnis mit dem Morgenurin getaucht werden.

Danach ist warten angesagt. Je nach Modell ist das Kontrollfenster unterschiedlich. Preiswerte Modelle haben einfache Streifen, teurere Modelle sind mit einer digitalen Anzeige ausgestattet.

Schwangerschaftstest positiv – wann zum Arzt?

Viele Experten empfehlen erst zwei Wochen nach einem positiven Schwangerschaftstest zum Frauenarzt zu gehen. Denn zu Beginn der Schwangerschaft muss sich die Eizelle erst in der Gebärmutter einnisten. Erst danach kann Ihr Gynäkologe bei der Ultraschall-Untersuchung überhaupt etwas erkennen.

Ungefähr zwei Wochen nach dem Aussetzen Ihrer Regel sind Sie circa in der sechsten oder siebten Woche schwanger, so dass der Arzt erst zu dem Zeitpunkt erkennen kann, ob sich die Fruchthöhle in Ihrer Gebärmutter entwickelt und der Herzschlag des Babys eingesetzt hat. Viele weitere Informationen zu den Schwangerschaftswochen finden sich hier, Informationen rund um den Mutterschutz hier.

Zudem ist die Gefahr eines Abgangs in den ersten zwei Wochen relativ hoch. Nur ca ¾ aller Eizellen nisten sich erfolgreich ein. Ob dieser Prozess erfolgreich verläuft ist übrigens nicht durch Sie oder einen Arzt beeinflussbar. Auch wenn es Ihnen schwer fällt: Üben Sie sich nach dem Ergebnis also erst einmal in Geduld und lassen Sie zwei Wochen verstreichen. Verzichten Sie wenn möglich in dieser Zeit auf alkoholische Getränke.

Schwanger, obwohl Nicht- Schwanger angezeigt wird?

Manchmal wird bei einem ersten Schwangerschaftstest das Ergebnis „Schwanger“ angezeigt. Bei einer Wiederholung des Tests wird jedoch das Ergebnis „Nicht Schwanger“ angezeigt. Wie kann es dazu kommen und welche Ursachen für ein negatives Ergebnis gibt es?

  • Das Hormon HCG Hormon ist nur in niedriger Konzentration vorhanden (zum Beispiel weil kein Morgenurin verwendet wurde)
  • Es besteht eventuell eine Eileiter-Schwangerschaft
  • Sie haben zu wenig Urin verwendet oder der Urin war zu dünn weil Sie vor dem Test zu viel getrunken haben
  • Vor allem wenn Sie Alkohol getrunken haben, sollten Sie den Schwangerschaftstest nicht durchführen

Schwangerschaftstest: Zuerst Ergebnis „Schwanger“, dann „Nicht Schwanger“

Generell liefern Schwangerschaftstests bei richtiger Anwendung zu 99 Prozent ein sicheres Resultat. Allerdings ist gerade die Anfangszeit eine kritische Phase. Die Wahrscheinlichkeit eines sogenannten „frühen Schwangerschaftsverlust“ (Abgang) ist relativ hoch.

Es kann also sein, dass eine Schwangerschaft vorgelegen hat, aber dass sich das Ei nicht erfolgreich in der Gebärmutter einnisten konnte. Klarheit bezüglich Ihrer Schwangerschaft erhalten Sie deshalb nur, wenn Sie Ihren Gynäkologen aufsuchen.