Zu kleine Schuhe? So ganz einfach weiten

Mit den folgenden Tricks lassen sich zu kleine Schuhe weiten.

Trick: Schuhe immer in der richtigen Größe kaufen!

Dieser Trick hört sich eigentlich nach einer Selbstverständlichkeit an. Trotzdem gibt es viele Menschen, die sich zu kleine Schuhe kaufen, weil es sie in der richtigen Größe nicht gibt. Dabei sehen sie doch so toll aus. Das rächt sich später bitter.

Merke: Jeder Schuh muss sich zwingend nach den Füßen richten, nicht der Fuß nach dem Schuh. Beim Schuhkauf ist deshalb darauf zu achten, dass die neuen Schuhe sowohl in Länge als auch Weite zu 100% passen. Hier die richtige Schuhgröße herausfinden. Das Anprobieren von Schuhen sollte sich nicht auf ein kurzes Hineinschlüpfen beschränken. Besser ist es, auch ein wenig mit ihnen durch das Geschäft zu laufen.

Beim kleinsten Zweifel empfiehlt es sich, einen Fachverkäufer zu Rate zu ziehen. Er findet schnell heraus, ob die Zehen die empfohlenen 0,5 cm Freiraum haben, den sie für die Abrollbewegung benötigen. Die Ferse hingegen muss fest umschlossen sein. Eine professionelle Schuhberatung beachtet alle wichtigen Faktoren rund um die perfekte Passform.

2. Trick: Lederschuhe mit Schuhspanner und Dehnspray weiten

Manchmal ist es schon zu spät für Trick Nummer 1. Bei Lederschuhen ist Hilfe jedoch nah. Sie lassen sich recht gut weiten. Es hat sich bewährt, die Schuhe zunächst mit einem Dehnspray zu behandeln und anschließend über mehrere Stunden, am besten über Nacht, mit Schuhspannern zu arbeiten. Das Lederdehnspray sorgt dafür, dass die Lederschuhe von Innen weich und formbar werden. Die Schuhspanner können dann bis zu eine Schuhgröße dazu „zaubern“. Diese Prozedur kann mehrmals hintereinander durchgeführt haben. So sollte es mit dem Weiten zuverlässig klappen.

Viel hilft viel: Probieren Sie Schuhe vor dem Kauf unbedingt an! Probieren Sie immer beide Schuhe und vor allem laufen Sie ein wenig auf und ab um den korrekten Sitz des Schuhs zu prüfen.

Allerdings hilft das Dehnungsspray nur bei solchem Leder, das von Hause aus weich und nicht allzu dick ist. Deshalb sollte man es immer mit einen Schuhdehner oder Schuhspanner kombinieren. Es sollte auch darauf geachtet werden, wie die Nähte des Schuhs auf das Spannen reagieren und ob das Leder brüchig wird. In solchen Fällen muss die Prozedur unterbrochen und ein Schuster zu Rate gezogen werden.

3. Trick: Dicke Socken und ein Fön machen drückende Schuhe nachgiebiger

Dieser Trick funktioniert besonders gut bei Schuhen aus echtem Leder. Sie lassen sich mit Hilfe von Wärme deutlich besser dehnen, weil das Leder weicher wird. Bei diesem Trick zieht man sich zunächst möglichst dicke Socken und anschließend die zu engen Schuhe an. Mit dem Fön werden nun genau die Stellen bearbeitet, die drücken. Dabei sollte der Fuß im Schuh bewegt werden.

Warnung: Bei geklebten Schuhen kann sich der Kleber lösen. Darauf sollte während der Fön-Behandlung also dringend geachtet werden.

4. Trick: Die Füße langsam an den neuen Schuh gewöhnen

Hat man die neuen Schuhe erst einmal, will man sie auch zeigen. Also auf zum nächsten Stadtbummel damit. Doch das ist keine gute Idee. Gerade härtere Lederschuhe mögen es, wenn man sie langsam einläuft. Wer sie an mehreren Tagen immer nur eine kurze Zeit lang trägt, läuft hinterher besser.

Für Maßschuhe erstellt der Schuhmacher einen eigenen Leisten aus Holz. So ist sichergestellt, dass die Schuhe auch richtig passen.

Es empfiehlt sich, neue Lederschuhe zunächst zuhause einzulaufen. So ist sichergestellt, dass sie immer sofort ausgezogen werden können, wenn sie anfangen unbequem zu werden. Muss es unbedingt das Tragen außer Haus sein, sollten zumindest Wechselschuhe für den Notfall mitgenommen werden. Sonst kommt man um Blasen nicht herum. Der Vorteil dieser Vorgehensweise liegt daran, dass sich die neuen Schuhe nach und nach an den Fuß anpassen. Und das ganz ohne Nebenwirkungen.

5. Trick: Auch Stiefelschäfte lassen sich mit Dehnspray weiten

Wenn die neuen Stiefel lediglich am Bein zu eng sind, aber sonst gut passen, kann mit Dehnspray nachgeholfen werden. Einfach auf die betroffenen Stellen sprühen und anschließend über Nacht einen Stiefelspanner verwenden. Ist kein Stiefelspanner zur Hand, tut es auch Zeitungspapier. Oder eben ein Abstecher zum Schuster.

6. Trick: Wanderschuhe mit Nässe und Socken weiten

Wanderschuhe bestehen häufig aus synthetischen Materialien. Aus diesem Grund passen sie sich auch nicht so gut an die jeweilige Fußform an. Viele Menschen schwören deshalb auf Wanderschuhe aus Leder. Wenn man mit ihnen durch Regen oder Tau wandert, wird das Leder ebenfalls weicher und passt sich schließlich dem Fuß optimal an. Ein Einlaufen ersetzt das jedoch nicht.

Zusätzlich können auch die richtigen Socken das Problem beheben. Bei an den Zehen zu engen Schuhen helfen dünne Socken, während bei an den Fersen zu weite Schuhen dicke Wandersocken hilfreich sind. Gegen Blasen reicht es oft schon, zwei Paar Socken übereinander zu tragen. Das weitet die Schuhe langfristig ebenfalls.

Fuß, Schritt, Schuh, Laufen

Darüber hinaus kann man auch mit dem richtigen Schnüren von Wanderschuhen für eine optimale Passform sorgen. Wanderschuhe sollten immer im Sitzen angezogen werden, da der Fuß hier nicht so weit nach vorne rutscht. Nun muss nur noch darauf geachtet werden, dass die Zunge immer genau mittig sitzt. Während des Wanderns sollte immer mal wieder nachgeschnürt werden, da das Laufen die Schnürung beeinträchtigt.

Bei einem sehr engen Sitz des Wanderschuhs, oft hervorgerufen durch ein sogenanntes Überbein, kann es auch helfen, beim Schnüren einige Kreuzungen auszulassen. Am besten natürlich dort, wo der Schuh drückt. Führt man die Schnürsenkel direkt um zwei der Ösen, entlastet das den Spann enorm.

7. Trick: Schuhe vom Schuster weiten lassen

Im Internet kursieren zahlreiche Tipps zum Weiten von Schuhen. Doch diese sind oft mit Vorsicht zu genießen. Empfehlungen wie Essig, Eisbeutel oder gar Urin gehören noch zu den harmloseren Vorschlägen. Sie alle haben jedoch eins gemeinsam: Sie funktionieren selten und schaden dem Schuh.

Um das zu verhindern, können zu enge Schuhe auch zum Schuster gebracht werden. Er weiß genau, wie er Schuhe ohne Beschädigungen weiten kann. Das Weiten von Schuhen benötigt nämlich sehr viel Erfahrung, Geduld und Fingerspitzengefühl. Sind sie erst einmal zu stark geweitet, lässt sich das nicht mehr rückgängig machen. Daher empfiehlt es sich insbesondere bei sehr teuren Exemplaren, in einen Schuster zu investieren. So hat man noch lange Freude an den Schuhen.

Fazit

Zu enge Schuhe sind unerfreulich, aber kein Weltuntergang. Hier noch einmal die besten Tricks zusammengefasst:

  1. Zu engen Schuhe lässt sich gut mit Dehnspray und Schuhspannern zu Leibe rücken.
  2. Dicke Socken und ein leistungsstarker Fön weiten Schuhe genau dort, wo sie drücken.
  3. Neue Lederschuhe benötigen Geduld. Am besten ist ein Einlaufen über mehrere Tage.
  4. Wer seine Schuhe jedoch lange besitzen will, sollte sie einem Schuster anzuvertrauen.
  5. Der beste Trick: Schuhe immer in der richtigen Größe kaufen!