Auswirkung von Rabatt und Skonto auf Marge berechnen

Ihr Kunde fragt, ob er 20 % Rabatt haben kann und Sie fragen sich: Kann ich mir das überhaupt leisten? Berechnen Sie, wie sich Rabatte und Skonti auf die Marge auswirken – und wo Ihre Schmerzgrenze liegt. 
Alternative Rechner: Ein allgemeiner Margenrechner findet sich hier. Und der Handelskalkulations-Rechner lässt Rabatte und Skonti gleich in die Kalkulation einfließen.

Verlust bei Rabatt berechnen

Was ist Rabatt?

Unter Rabatt versteht man einen Nachlass vom Listenpreis bzw. Nettoverkaufspreis, den ein Unternehmer seinem Kunden gewährt. Listenpreise sind für Endkunden üblicherweise inklusive Mehrwertsteuer, für den Einzel- und Großhandel ohne Umsatzsteuer. Seit der Abschaffung des Rabattgesetzes im Jahr 2001 können Kunden aushandeln, welchen Preis sie zahlen. Für Unternehmer macht es daher Sinn, zu wissen, wie viel Rabatt sie geben können, bzw wann sie aus dem Feilschen aussteigen müssen.

rabatt

Was ist Skonto?

Skonto ist eine Sonderform des Rabatts. Eine andere Bezeichnung ist Barzahlungsnachlass. Dieser Begriff macht deutlicher worum es sich handelt: Der Verkäufer gewährt dem Käufer einen Nachlass für eine Barzahlung oder wenn innerhalb eines bestimmten Zeitraums bezahlt wird. Übliche Skontosätze sind 2 – 3 Prozent. Bezugsgröße ist normalerweise der Bruttorechnungsbetrag. Das ist der Verkaufspreis inklusive Mehrwertsteuer. Allerdings macht es keinen Unterschied, ob man das Skonto auf den Nettorechnungsbetrag oder Bruttorechnungsbetrag bezieht. Der zu zahlende Betrag bleibt für den Kunden gleich.

Auf Rechnungsdokumenten wird das wie folgt kommuniziert: „Zahlbar innerhalb von 14 Tagen mit 3% Skonto. 30 Tage rein netto.“

Zahlt ein Kunde nun innerhalb von zwei Wochen verringert sich der Betrag um 3 %. Wird hingegen nach Verstreichen dieser Frist gezahlt, ist der ganze ausgewiesene Rechnungsbetrag fällig.

Formeln: Rabatt und Skonto

Die Berechnung erfolgt relativ simpel mittels der Grundrechenarten und Prozentrechnung. Jedoch ist die Reihenfolge der Berechnung von Rabatt- und Skontobeträgen streng festgelegt.

 \text{Zahlungsbetrag}=\text{Listenpreis}-\text{Rabatt}+\text{Mehrwertsteuer}-\text{Skonto}

Nur wenn der Verkaufspreis/Listenpreis in brutto angegeben wird, wird dieser auf netto zurückgerechnet. Von diesem Listenpreis wird der Rabatt abgezogen. Das Ergebnis ist der Nettorechnungsbetrag. Auf diesen wird dann die Mehrwertsteuer aufgerechnet. Je nach Ware bzw. Dienstleistung 7 oder 19 Prozent. Das Resultat ist der Bruttorechnungsbetrag. Zieht man von diesem dann den Skontobetrag ab, erhält man den tatsächlichen Zahlungsbetrag. Das ist der Preis, den der Kunde am Ende des Tages bezahlen muss.

 \text{urspruengliche Marge}=\text{Listenpreis netto}-\text{Einkaufspreis}

Die Marge ohne jegliche Rabatte oder Skonti errechnet sich aus Listenpreis netto minus dem Einkaufspreis/Einstandspreis.

 \text{neue Marge}=\text{Zahlungsbetrag netto}-\text{Einkaufspreis}

Sind Rabatte und/oder Skonto gewährt worden ergibt sich die neue Marge, indem man den Einkaufspreis vom Zahlungsbetrag netto abzieht.

 \text{Prozentuale Abnahme der Marge}=\\ \\   \frac{\text{(urspruengliche Marge}-\text{neue Marge)}}{\text{alte Marge}}\times\text{100 }\%

Wie sich Rabatt und Skonto nun auf die Marge ausgewirkt haben, lässt sich dadurch ermitteln, dass man den Unterschied von alter und neuer Marge durch die alte Marge teilt und mal 100 % nimmt. Das Ergebnis ist die Abnahme der Marge. Diese Abnahme ist oft um ein Vielfaches höher als die gewährten Rabatt- und Skontosätze.